Mineralienatlas - Fossilienatlas
Vermischtes / Miscellaneous / Varios => Bestimmungen allg. => Thema gestartet von: Secretfighter am 13 Oct 20, 14:38
-
Hallo liebe Mitglieder,
Ich habe bei Prath das ist in der Nähe von Lahnstein 2 Nuggets auf dem Feld gefunden. Beide haben die Strichfarbe metallisch gold glänzend . Habe auch den Wassertest gemacht der zum Ergebnis Kupfer kam. Jetzt meine Frage. Gibt es goldenes Kupfer oder könnte auch ein Teil Gold enthalten sein. Denn bei dem Fundort habe ich nach Recherchen rausgefunden das damals der Rhein dort lang geflossen ist.
-
hallo,
goldenes Kupfer gibt es nicht.
V.a. bei Bild 2 sieht es so aus, als ob da gediegen Kupfer mit Gold überzogen wäre - eine natürliche Bildung würde ich also mal anzweifeln.
Bei einem Feldfund wäre zudem zu erwarten, dass das Cu zumindest ein wenig oxidiert wäre (grün) - es sieht aber ganz frisch (rotbraun) aus,
alles in Allem sehr seltsam.
es gab hier kürzlich mal eine Diskussion zu gediegen CU mit Au-Überzug aus einer Schottergrube - auch sehr seltsam.
Wirklich weiterhelfen kann ich dir dabei also nicht - mal sehn was, die anderen Mitglieder dazu sagen.
edit:
hab die andere Diskussion gefunden - da herrschte auch weitgehend Ratlosigkeit ...
https://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,49146.0.html
-
Hallo,
da wäre auch eine Dichtebestimmung sinnvoll.
GA Detlef
-
Ich habe beide natürlich mit einer weichen Bürste gereinigt und mit einem Ledertuch sauber gemacht um sie besser zu erkennen. Wie bestimme ich die Dichte? Dann mache ich es gerne und füge es noch hier zu
-
Hallo,
steht hier (https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Dichte) im Lexikon.
Günter
-
habe beide natürlich mit einer weichen Bürste gereinigt
ja, das hätte aber eine "Grünspanschicht" kaum beeinträchtigt.
Bin neugierig, was da noch dabei rauskommt .....
-
Hallo Nancy,
wie groß sind denn die "Nuggets"?
Reinhold
-
Spontan würde ich an Messingreste aus einem Gussprozess denken. Würde dann auch mit dem Kupfer passen ;) Wie diese allerdings aufs Feld kommen, keine Ahnung.
-
Hallo,nur mal zum Vergleich,gefunden bei Ebay,
https://www.ebay.de/itm/Kupfer-gediegen-Nr-4-82g-Michigan-USA-gold-glanzend/313182213112?hash=item48eb1d53f8:g:yksAAOSwrk5fNV84
LG Heiko
-
Spontan würde ich an Messingreste aus einem Gussprozess denken.
gegen Messingguss spricht aber m.E. die (bes. auf Bild 2) deutlich erkennbare Kupferfarbe.
Hallo,nur mal zum Vergleich,gefunden bei Ebay,
Da ist aber auch nur auf dem ersten Foto ein leichter "Goldschimmer" erkennbar (wohl beleuchtungstechnisch) - auf allen anderen Fotos ist das Stück deutlich kupferfarben. Finde ich also nicht wirklich mit obigen Stücken vergleichbar.
-
Hallo
Sind auf dem Acker oder darum herum Archäologische Fundstätten und man hat solche Stücke zum Ärgern von Sondengänger ausgelegt.
Bode
-
Morschen !
Folgendes : Gibt es goldenes Kupfer
Jaein . Kupfer nimmt bei langsamer Erhitzung auf um die 350° durchaus eine gelbliche Farbe an .
als ob da gediegen Kupfer mit Gold überzogen wäre
Wer und warum sollte sich jemand die Mühe machen , Kupfer zu vergolden und das dann wegwerfen ? Selbst Archäologen hätten da was besseres zu tun .
da wäre auch eine Dichtebestimmung sinnvoll
Definitiv !
"Grünspanschicht"
Wenn sauberes Kupfer (ohne Beimengungen ) in der Erde liegt , entsteht nicht immer ein grüner Belag , der dann allgemeinhin fälschlischer Weise als "Grünspan" bezeichnet wird .
wie groß sind denn die "Nuggets"?
Gute Frage . Bitte nachreichen .
Hier schließe ich mich der Aussage von ger steinn an . Beschreibt auch meine Beobachtung aus der Messingherstellung . Diese Teile sehen eher aus , als wären sie erstarrte Spritzer von einem Messingguß . Wie auf das Feld ? : Kann ich auch nicht sagen .
MfG
-
Hallo .
Härte ????
Kupfer ist viel weicher als Messing !
Ich gehe da auch von Messing aus .
Loismin
-
Ähnliches Material wurde vor nicht langer Zeit in der Nähe von Grillenberg gefunden und als extreme Seltenheit u.a. für $$$$ übern großen Teich verkauft. ;D ;D ;D
Die "Mineralien" wurden jedoch inzwischen aus der Liste des Fundortes entfernt.
-
Hier ein einfaches Tutorial zur Bestimmung der Dichte. Besser wäre natürlich eine Waage mit einer Stelle nach dem Komma in der Anzeige.
https://vm.tiktok.com/ZS9cRkRe/
-
Glück Auf 1 ,Thomas !
Ähnliches Material wurde vor nicht langer Zeit in der Nähe von Grillenberg gefunden und als extreme Seltenheit u.a. für $$$$ übern großen Teich verkauft. ;D ;D ;D
Die "Mineralien" wurden jedoch inzwischen aus der Liste des Fundortes entfernt.
Daaas ist ein gaaaaaaaaanz anderes Thema ! Schelm , wer Böses denkt !!
MfG
-
Hallo,
Sieht sehr nach synthetichem Material aus. Neben Messing gibt es im System Kupfer-Zink auch andere Legierungen (wie Tombak), die eine eher rötliche Farbe haben und dann eher wie Kupfer wirken.
Die Herkunft? Lahnstein liegt inmitten eines Gebietes, in dem über Jahrhunderte Metallewie Blei, Zink, Silber verarbeitet und gefördert wurden, man denke an Bad Ems oder Braubach. Zink wiederum wurde früher vor allem zur Herstellung von Messing verwendet. So sehr, dass Messing früher bekannt war als das Element Zink.
Glück Auf!
Sebastian
-
hier noch der Link zu dem von Thomas oben angesprochenen Grillenberg-Thema:
https://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,50467.msg345466.html#msg345466
-
Klaus hat kürzlich ein Bild hochgeladen von "zementativ abgeschiedenem Gold" auf einem Eisenspan.
Ich will jetzt zwar nicht behaupten, dass hier Ähnliches/Vergleichbares vorliegt, aber zumindest mal auf die Möglichkeit hinweisen.
(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1633417050.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1633417050.jpg)