Mineralienatlas - Fossilienatlas
Mineralien / Minerals / Minerales => Allg. Diskussionen Mineralien / General discussions minerals => Thema gestartet von: Spürnase am 07 Jul 05, 17:13
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Hallo
Hoffe mal,daß das Post hier richtig ist.
Ab welcher Verdünnung wäre Salzsäure recht ungefährlich,wenn
man es schlucken würde(keine Angst,habs nicht vor).
Habe mich so ein bischen mit Salzsäure beschäftigt (theoretisch mein ich ;D),
und herausgefunden,daß Salzsäure sogar als Lebensmittelstoff eingesetzt wird.
E 507 wird sie dann genannt.
Allerdings hab ich noch nirgendwo eine Aussage gefunden,ab wann (welche konzentration) sie rel. unbedenklich
für den menschl. Organismus ist.
Aber genau das interressiert mich ::)
Gibts hier vielleicht einen Chemiker,der das weiß?
Grüßle
die Spürnase
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Hmm...keine Ahnung. Aber ich als Geologiestudent habe meist 10%tige HCl bei mir auf Exkursionen und habe auch schonmal aus Versehen mit dem selben Messer wo ich vorher die HCl drauf hatte zum Apfelschneiden benutzt oder mal einen Stein, den ich damit betreufelt hatte, an der falschen Stelle abgeleckt (wollte wissen obs gut poroes ist), hat zwar echt scheisse geschmeckt, aber mir geht's immer noch gut. :)
Natuerlich habe ich keine Flasche getrunken, das waren ja nur im ml Bereichmengen.
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Hallo Methakos
Danke für die Antwort ist ja schonmal ein Anhaltspunkt.
Undwenn jetzt meinetwegen ein Mineral mit Salzsäure
gereinigt wird und auch mehrfach mit klarem Wasser abgespült
und es dann trocknen läßt,verflüchtigen sich die Reste der Salzsäure dann
oder könnte es dein,daß auch der trockenen Stufe noch Rückstände von
Salzsäure anhaftet?
Gruß
Spürnase
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Mmmh, also ich bin da nur Laie, aber meine mich zu erinnern, daß gesäuerte Steine nicht nur abgespült, sondern sehr ausgiebig gewässert werden sollten, eben weil sonst Reste der HCl noch Schaden machen können.
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@Schluchti:meinst du mit Wässern,daß die Steine längere Zeit in klarem
Wasser liegen und evtl. das Wasser mehrmals gewechselt wird?
Wenn ja,gibts da Richtwerte,wie oft das Wasser gewechselt werden soll
bzw. die Steine in klarem Wasser liegen sollen?
Gruß
Spürnase
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Hallo Spürnase,
erst mal willkommen im Forum. Die meisten Nasensprays bestehen aus verdünnter Salzsäure, schau mal auf so eine Packung da müsste die Konzentration drauf stehen. Diese Konzentration ist dann auf jeden Fall ungefährlich ;) .
Nach dem Säuern von Stufen sollte das Stück ausreichend und sehr lang in klarem Wasser gewässert werden, wenn das nicht erfolgt bleiben Reste der Säure in Poren, Rissen und Zwickeln zurück und "arbeitet" dort weiter, was im schlimmsten Fall zur Zerstörung der Stufe führen kann. Auch vor dem Säuern sollte ein gründliches wässern erfolgen, dann dringt nämlich die Säure gar nicht erst bis in die letzte Pore vor ;) .
Gruß Jürgen
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Während des Studiums habe ich mehrer Chemiker kennengelernt, die haben per Geschmack herausgefunden, ob eine Lösung sauer oder alkalisch war. Auch habe ich zwischenzeitlich Hydrogeologen kennengelernt, die den pH von Wässern per Geschmack feststellen und zwar bis hinunter nach pH 1 (tropfenweise natürlich nur).
Wenn man sich weiter vor Augen hält, das Magensäure mitunter nach oben steigt - Sodbrennen - so ist das zwar unangenehm, aber auch nicht sonderlich gefährlich. Der Mund und Magen können also schon eine ganze Menge ab, aber natürlich nur in geringen Mengen
Glück Auf
Thomas
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Vielen Dank für das "Willkommen".
Bin ja eigentlich auch schon länger hier und schau eigentlich jeden Tag mal rein.
Nur schreib ich halt ned viel,weil ich halt nicht soviel weiß über Mineralien und co
wie andere hier
Aber,wie lange heißt denn ungefähr lange Wässern;einige Stunden,Tage?
Wir sind hier doch in Deutschland ; ) da wirds doch bestimmt n festgelegten Wert geben,
oder einen "round about" Wert.Wie hältst du das Persönlich Jürgen?
Was die Salzsäure im Magen angeht handelt es sich aber auch nur um ca. 0,5 Prozent konzentrierte
Salzsäure Thomas.
Gruß
Holger
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Die meisten Nasensprays bestehen aus verdünnter Salzsäure, schau mal auf so eine Packung da müsste die Konzentration drauf stehen. Diese Konzentration ist dann auf jeden Fall ungefährlich ;) .
Da muss ich aber widersprechen! In Nasensprays ist teilweise eine Natriumchloridlösung bzw. Meersalzlösung und was es nicht alles gibt aber sicher keine Salzsäure (würde auch den Säureschutzmantel der Schleimhäute total durcheinander bringen).
Laut Roter Liste gibt es gerademal 10 Medikamente mit HCl, 7 davon Injektionslösungen um den pH-Wert einzustellen und der Rest ist homöopatisches Zeug ;)
Während ein oder zwei Tropfen Salzsäure an den Händen oder auf der Zunge nicht wirklich gefährlich sind sollte man auf alle Fälle die Augen schützen! Die sind gegenüber Säuren und Laugen wesentlich empfindlicher und ein Schaden läßt sich da nur sehr schlecht beheben. Schutzbrille sollte man also möglichst tragen wenn man mit Säuren oder Laugen hantiert, ein Spritzer ins Gesicht ist schneller da als gedacht.
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Kann Reaktor nur zupflichten ;)
Ohne Chemikalienschutzbrille und das heißt diese muß auf der Haut anliegen, sollte man, auch mit verdünnter Salzsäure, nicht handtieren. ;)
Damit ist das umschütten in Gefäße etc. gemeint. Denn nur ein kleiner Spritzer kann da furchtbare Folgen haben. :'(
Das wässern von geätzten Stücken kann durchaus mehrere Tage dauern. Das Wasser sollte dann entsprechend gewechselt werden. Deutliches Merkmal, wann man genug gewässert hat, ist die Tatsache dass sich das Wasser nicht mehr verfärbt und auch nicht mehr riecht.
Gruß
Edgar Müller -loparit-
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Hallo,
und ganz nebenbei drauf achten, dass nichts von irgendeiner Säure auf die Kleidung kommt,... das gibt erst geringste Verfärbungen, und beim dritten Waschen sind dann schöne Löcher da. [Mir so passiert, als ich als 16 jähriger zum ersten mal Schwefelsäure zwischen die Finger bekam ;D].
Gruß
proyect
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Hoi,
es kommt immer darauf an wie konzentriert die Salzsäure ist. Mit den Konzentrationen, mit denen wir hantieren sollten keine grösseren Mengen davon verschluckt, getrunken, etc werden. Sollte mal ein Tropfen ausversehen aufgenommen werden macht diese wegen der raschen Verdünnung nichts aus.
Anbei ein Paar Daten:
• Magensaft 0,1 – 0,5 %ige Salzsäure => pH 0,5 bis 2,3
• 0,1 mol/L Salzsäure => 3,6 %ig => pH 1
• 0,01 mol/L Salzsäure => 0,36 %ig => pH 2
• 0,001 mol/L Salzsäure => 0,036 %ig => pH 3
Zum Thema Säuren in Lebensmittel möchte ich nur noch sagen, dass z.B. 0,7 g/kg Phosphorsäure (E338) in bekannten koffeinhaltigen Getränken ist. Und was ist mit der guten alten Kohlensäure in Mineralwasser (sehr schwache Säure).
@proyect
Nicht alle Säuren sind so aggressiv gegen Kleidung wie die Schwefelsäure. Trotzdem ist dein Ratschlag berechtigt. Säure- und Laugen-Verschmutzte Kleidung ist sofort auszuziehen und die betreffenden Hautstellen mit reichlich Wasser abzuspülen.
@ Reaktor
Auch dir kann ich nur zustimmen. Eine Schutzbrille ist immer zu empfehlen beim Umgang mit Säuren und Laugen. Besser noch beim Umgang mit allen Chemikalien. Man sollte sich auch immer bewusst sein mit was man hantiert und was beim falschen Gebrauch die Folgen sein können!!!
Auch sind die Dämpfe, welche vor allem konzentrierte Salzsäure freisetzt, recht unangenehm, wenn sie sich auf den Schleimhäuten/Augen löst. Dies ist dann nichts anderes als Salzsäure und wirkt wie Tränengas :'( :'(. Daher immer im Freien arbeiten oder mindestens bei geöffneten Fenster!!!
Gruss
KOstMineral
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Oh je, da hab ich mich aber vertan mit dem Nasenspray :-[ :-[, hab da wohl was durcheinander gebracht :-\
Tschuldigung ;) Geomueller
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Hallo an alle
Hab da auch gleich mal 2 Fragen zum Thema "Salzsäure"
Meine Salzsäure wurde jetzt nach intensiver Benutzung "Grün - Gelblich" Ist das normal ???
Wie entsorgt man seine alte Salzsäure ????
Gruß Rene`
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Hallo Rene,
kann passieren, daß sich die Säure verfärbt. Das macht aber nichts, wenn du sie nur für die Karbonatprobe brauchst.
Entsorgung verdünnter Salzsäure ist einfach: mit viel Wasser in den Ausguß. Wenn du es besonders gut machen möchtest, gib vorher nen Löffel Rohrfrei in die Leitung, ist aber eigentlich nicht nötig.
schöne Grüße
Tobias
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Hallo,
die Farbveränderung ist abhängig von dem Stoff der gelöst werden soll. Aber eine gelbliche Verfärbung z.B. bei Calcit ist durchaus üblich.
Die Entsorgung von Salzsäure da schon etwas problematischer. Ganz und gar nicht gehört Salzsäure in den Abfluss ???
Ich habe mal eine Betriebsanweisung zur Salzsäure angehängt. Dort sind alle wichtigen Daten enthalten.
Gruß
Edgar Müller -loparit-
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Hallo Loparit,
Das Datenblatt, das du gepostet hast, bezieht sich auf 30 - 33%ige Salzsäure, soweit ich weiß, gilt für Verdünnte ein anderes. Bitte korrigier mich, wenn ich falsch liege.
schöne Grüße
Tobias
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Die Verfärbungen kommen sicher durch Spuren von Eisen, ist aber nicht weiter tragisch.
Entsorgung über den Abfluß geht schon aber man sollte vorher die Restsäure mit einer Lauge oder Soda/Natron (gibt es teilweise recht günstig im 500g Packungen in Drogerien) neutralisieren bevor man das ganze runterspült. Alternativ beim Schadstoffmobil abgeben (zu gewissen Zeiten ist das ganze bei uns kostenlos).
Flaschen mit Säuren aber bitte deutlich kennzeichnen und nicht in Lebensmittelflaschen lagern, da gabs schon etliche Unfälle bei solchen Verwechslungen.
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HALLO AN ALLE
Danke für Eure Antworten !!!
Man sieht was es für unterschiedliche Meinungen über die Entsorgung gibt.
Ich werde meine Salzsäure lieber zum Schadstoffmobil schaffen.Die kommen bei uns auch 2 mal im Jahr und es kostet ja nichts. ;)
Die werden es dann schon fachgerecht entsorgen.
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Hallo rene,
ich habe erst jetzt das Thema gelesen und kann dem Ganzen eigentlich nichts Neues hinzufügen.
Zum Thema Säuren von Gesteinsproben: Das vorherige Einlegen in Wasser ist unbedingt wichtig, das sonst die Säure oder ggf. Lauge in den Poren verbleibt - wie geomüller schon vorher geschrieben. Je nach dem was gereinigt werden soll, lasse ich es zumindest an die 2 Tage wässern, dann ca. 5 Tage säurern, dann wieder 2 Tage wässern, nochmal Wasser wechseln. Verwenden tue ich außschließlich 10%-ige HCl - mehr braucht nicht sein.
Zum Thema Entsorgen: Es kommt auf die Menge an, die entsorgt werden muß. Verbrauchte HCl bis 1 l kann durchaus in den Kloh-abfluß - reinigt gut und erspart das teure Mittelchen beim Thema Verstopfung. Das Anschließende Spülen mit viel, viel Wasser versteht sich selbst. Ehrlich gesagt, ich würde der Entsorgungsbranche das kein Geld hintragen .... bzw. 2 x Mal in Jahr wäre mir für Abfall zu lang.
Gruß Moni
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Hallo Moni
Ist es aber nicht so,daß Salzsäure sich recht schnell verbraucht?
Will sagen,ich hab mal ein paar Bergkristallstufen gesäuert und nach ein paar Stunden
hat es nicht mehr "gesprudelt".Hab sie trotzdem noch etwas drin belassen,aber ist
das nicht ein Zeichen dafür,daß sich die Säure verbraucht hat?
Gibst du,wenn du 5 Tage säuerst dann immer wieder Salzsäure hinzu,oder warum
lässt du 5 Tage säuern?
Noch ne Frage:Kann man in Salzsäure auch Kalkreste von Pyrit entfernen,oder wie geht ihr da vor?
Ich hab das schon mal in Essigessenz probiert und da ist der Pyrit etwas grünlich geworden,verträgt Pyrit
keine Säure?
Schönes WE noch
Holger
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Hallo Spürnase
Beim frei-ätzen von Pyrit mit Salzsäure hatte ich bisher noch keine Probleme.Ich lasse dann das Gestein aber nicht so lange in der Säure.Sondern sehe lieber öfters mal nach wieviel schon freigeätzt wurde.Teilweise waren die Pyritwürfel im Calcit eingewachsen und lagen nach einem zu langen Säurebad nur noch lose im Eimer ???. Die Haltbarkeit der Säure hängt sicherlich von jedem selber ab (Konzentration der Säure und Häufigkeit der Benutzung).
Von einer Behandlung mit Essigessenz habe ich allerdings noch nichts gehört.Was ereicht man damit ?
Gruß Rene´
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Essigsäure löst auch Karbonate, so macht man z.B. Kaffeemaschinen sauber.
Jürgen
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Hallo!
Also mit dem Freiätzen von Pyrit xx hatte ich bislang eigentlich auch keine Probleme, nur das die Anlauffarben der Pyrite duch die Behandlung mit HCl verschwindet.
Bei Markasit bin ich da schon vorsichtiger...Hatte mal einige Stücke mit Markasit xx ausgelöst , die aber nun einen starken Schwefelgeruch aufweisen , sodaß ich sie aus der Sammlung entfernt habe..
Gruß
TK
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Guten Abend,
also, Salzsäure so einfach in den Abfluss, würde ich abraten sich das zur Gewohnheit zu machen. Auf die Dauer könnten die Rohre das Übelnehmen und undicht werden.
Besser: in die alte Lösung solange Kalksteine legen bis die sich nicht mehr auflösen. Dann ist die Säure verbraucht bzw. neutralisiert und viel weniger schädigend für Becken, Rohre usw.
Gruß
ZEO
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Hoi,
also in vielen Urinsteinentfernern ist u.a. Salzsäure enthalten und zudem schüttet ihr ja wohl nicht Literweise konzentrierte Salzsäure (30-33%) in den Abfluss. Also ich kann da nur Moni recht geben.
Gruss
KOstMineral
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Hallo,
ich habe bekannte, die durchaus Literweise mit Salzsäure in verschiedensten Konzentrationen arbeiten. Aber nur weil man mit wenig arbeitet gehört Salzsäure immer noch nicht in den Abfluß. Natürlich ist verbrauchte Salzsäure nicht mehr so gefährlich wie unverbrauchte, das ist wohl selbstverständlich. Aber trotzdem gibt es Vorschirften wie mit dem Gefahrstoff umzugehen ist !
Hier einmal ein Auszug aus dem Sicherheitsdatenblatt von Salzsäure:
Wassergefährdungsklasse 1 (Listeneinstufung): schwach wassergefährdend. Nicht unneutralisiert bzw. unverdünnt oder in größeren Mengen in das Erdreich, in das Grundwasser, in Gewässer, in die Kanalisation oder in den Vorfluter gelangen lassen.
Hinweise zur Entsorgung:
Empfehlung:
Chemikalien, die als Reststoffe anfallen, sind in der Regel Sonderabfälle. Deren Beseitigung ist durch entsprechende Gesetze bzw. Verordnungen der EG-Mitgliedsländer sowie in der Bundesrepublik Deutschland auch durch die Bundesländer geregelt.
Natürlich braucht man nicht alles auf die Spitze zu treiben und kann neutralisierte Restmengen in den Abfluss gießen. Doch wo liegt das Problem, die benutzen Restmengen zu sammeln und einmal im Jahr oder nach Bedarf eben öfters der richtigen Entsorgung zuzuführen. ???
Gruß
Edgar Müller -loparit-
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Hallo Rene
Beim entfernen von Kalk- oder Sandstein und festsitzendem Schmutz in nicht leicht zugänglichen Spältchen
hab ich mit Essigessenz ganz gute Erfahrungen gemacht,Porentief sozusagen ;D
Grüßle
Holger
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Hi,
nachdem hier schon einiges zum Thema Entsorgung von Salzsäure gesagt wurde, möchte ich kurz etwas dazu sagen, wie es in den Laboren an der Uni gehandhabt wird. Sämtlich sauren Abfälle müssen neutralisiert werden und dürfen dann über den Abfluss entsorgt werden. Kleinere Mengen, die nicht zu konzentriert sind, dürfen mit viel Wasser auch nicht neutral, in den Ausguss. Problematisch wird es, wenn Schwermetalle (Blei, Kupfer, Arsen....) gelöst sind. Diese Lösungen müssen gesammelt werden und dann speziell aufgearbeitet und entsorgt.
Also ich halte die Entsorgung von Salzsäure durch den Abfluss, solange es nicht literweise hochkonz.Salzsäure ist, für weniger problematisch. Da sind die Umweltgefahren durch gelöste Schwermetallsalze meiner Meinung nach höher einzuordnen.
Grüße
Hg
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Hoi,
also ich denke wir sollten die Diskussion über die Entsorgung von Salzsäure abbrechen.
So sollte jeder selbst entscheiden wie er das zeug entsorgen möchte.
Ein Laie, der von der Chemie keine Ahnung hat (was wohl die meisten von uns sind), sollte seine Abfälle der Schadstoffsammlung mit geben. Jemand der die Gefahren und die damit verbundenen Auswirkungen für die Umwelt kennt, hat nach besten Wissen und Gewissen zu entscheiden. Und im Zweifelsfall immer der Schadstoffsammlung zuführen.
Säure die durch das Ausätzen von Mineralien oder ähnlichem, mit Schwermetalle verunreinigt ist, immer der Schadstoffsammlung zuführen. Aber auch den Jungs bescheid geben, dass der Abfall Schwermetalle enthält!!!
Was man auf keinen Fall tun sollte, ist Rohrfrei oder ähnliches zugeben. Denn das Zeug enthält meist Natronlauge, welche schon in Verbindung mit Wasser sehr heiss werden kann. Mit Säure wirkt sich das noch ärger aus. Es hat schon Fälle gegeben, wo die Brühe aus den gewissen Örtlichkeiten/Abflüsse den Leuten ins Gesicht gespritzt ist, was erstens zu Verbrennungen und zweitens zu Verätzungen führt.
Also wie gesagt, arbeitet nach besten Wissen und Gewissen. Und wenn ihr euch mit dem Zeug nicht auskennt, lasst euch von einer kompetenten Person helfen oder lasst gleich die Finger davon.
Gruss
KOstMineral
P.S.: Zur Info habe ich noch ein Sicherheitsdatenblatt von 25%iger Salzsäure angehängt.
Datenblätter könnt ihr übrigens unter http://de.vwr.com/app/Home (http://de.vwr.com/app/Home) Sicherheitsdatenblätter abfragen.
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Beim Entsorgen in den Abfluß solllte bedacht werden, daß es keine reine, wenn auch verdünnte Salzsäure ist, die man weggießt. Die Säuremischung enthält auch jede Menge und teilweise giftige Chloride, die sich aus den Stufen lösen können. Durch die starke Verdünnung in normalen Haushaltabwässern sollte das kein Problem sein. In einem Haus mit biologischer Abwasserreinigung könnte es da schon eher zu unerwarteten Schwierigkeiten kommen. Ich denke aber, wenn man das Absäuern nicht zu oft betreibt kann man die Entsorgung verdünnerter Restsäuren doch etwas locker sehen.
Gruß
Uwe
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Hallo,
insbesondere sind "normale" Abwässer meines Wissens auch eher basisch (ca pH=8 +/- ). Das ist kein Aufruf zur unbedachten Säureverklappung, aber bei den Bechergläsern voll mit vielleicht 5% Säure sehe ich bis zum Klärwerk genügend alkalische Putzmittel zur Neutralisation.
MfG
Frank
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Zum Thema Umgang noch ein Nachtrag von mir:
Beim Verdünnen muß der Spruch: "Erst das Wasser dann die Säure, sonst passiert das Ungeheure" bittschön beachtet werden.
und bezüglich Abfluß bin ich selbstverständlich davon ausgegangen, daß wir hier nicht vom >1 l bis m3-Bereich sprechen, sondern von Kleinstmengen und von sowieso bereits verdünnter Säure. Die Umsicht beim Umgang und der geeignete Selbstschutz versteht sich aus meiner Sicht auch von selbst.
Ansonsten muß ich noch sagen, daß ich eigentlich kein Freund vom "Sauberätzen" vom Mineralien bin. Es dauert mir einfach zu lange, ist zu aufwendig, ständiges Überlegen, was eignet sich für was und der Erfolg ist nicht immer wirklich der, den man sich verspricht. Also bürste ich lieber, trocknen wieder und und und. Den Tipp mit dem Gischirrspüler von Uwe finde ich übrigens sehr gut.
@Spürnase: Warum so lange? Weil ich bei manchen Exemlaren kein Erfolg verzeichnen konnte oder weil ich es einfach vergessen hatte mich darum zu bekümmern. Außerdem das Sprudel der Salzsäure ist nicht zwangsläufig mit dem Lösungsvorgang gleichzusetzen. Bei Lösung von Carbonaten ja, bei Lösung von irgentwelche Dreck z.B auf Quarz: nein.
Liebe grüße Moni