Mineralienatlas - Fossilienatlas
Lexikon / Encyclopedia / Encíclopedia => Bilderdiskussionen / Image discussions => Erledigte Diskussionen - Bilder => Thema gestartet von: Lexikon am 06 Nov 20, 17:17
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Bilder Diskussion - Image Discussion
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(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1139257611.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1139257611.jpg)
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Hallo,
da kann ich keinen Phlogopit entdecken? Eure Meinung.
GA Detlef
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Hallo aus Mittelfranken
Ich auch nicht...wenn überhaupt, dann bestenfalls im Hintergrund
Glück Auf
Thomas
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Hi,
Phlogopit ist schon beschrieben als Überzug aus weißen dünnblättrigen xx auf z.B. nadelig-säuligen xx, die als Sellait angesprochen wurden. Fraglich ist jedoch wie so oft die Art der Bestimmung.
Grüßle, GEOMAXX
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Ja, damit sind wohl die winzigen Täfelchen gemeint, die auf der dünnen Nadel sitzen. Aus was die Nadel besteht, kann man so nicht sagen, kann durchaus auch etwas amorph umgewandeltes sein. Kommt aber in den Xenolithen mehrerer Eifelvulkane immer mal wieder vor.
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Hallo,
das ist, auch wenn auf dem Foto nicht sehr gut erkennbar, eindeutig Phlogopit!
Wurde per EDX und PXRD bestimmt (siehe Eifel-DVD Vers. 2018).
(siehe auch anhängende Raster-Fotos).
Ansonsten gilt das von Günter Frenz Mitgeteilte.
Günter Blaß
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wow, die REM-Fotos sind super. wären was fürs Lexikon,
Bezieht sich das "wurde bestimmt" genau auf obige Sufe, bzw./und sind die angehängten Fotos auch von dieser Stufe?
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Diese Konstrukte sind keine absoluten Raritäten, der tafelige Aufbau ist auf dem Foto immer noch gut zu erkennen.
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Hallo,
dann sollte man die Raster-Fotos an das Hauptbild anhängen (oder umgekehrt) und im Text darauf verweisen.
Jörg N.
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Schön das man jeden Tag was dazu lernt.
Den Vorschlag von Jörg finde ich gut.
Und nein, auf dem zur Diskussion gestellten Foto erkenn man nicht all zu viel.
Sind die Analysedaten von diesem Stück und ist das REM Foto von diesem Stück?
GA Detlef
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Hallo,
sind die stengeligen Kristalle, die in einer anderen Orientierung auf den Phogopit aufgewachsen sind, wiederum Sellait oder eine dritte Phase?
Grüße Josef
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Ich dachte nun die stängeligen Kristalle das ist der Phlogopit ? Aufgebaut aus lauter Blättchen..
Gruß
Julian
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Hallo aus Mittelfranken
ich habe jetzt verstanden, das die hexagonalen Kristalle auf den Stengeln (aus Sellait ?) Phlogopit sein sollen. Wieso aber ist dieser Phlogopit weiß ? Diese Farbe kenne ich von Phlogopit nicht.
Könnte es sich bei den hexagonalen Kristallen auch noch um etwas anderes handeln. Vielleicht Tridymit ?
Glück Auf
Thomas
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Glück Auf!
ich habe von einer anderen Fundstelle eine Stufe, auf der ein dunkler Glimmer in einen schneeweißen, bzw. fast farblosen Glimmer übergeht. Der Übergang ist zum Teil sehr scharf, so dass man von Epitaxi sprechen kann. Von beiden Glimmern liegt eine chem. Analyse vor. Der dunkle Glimmer wurde zudem geröntgt und passend zur Chemie als eisenreicher Phlogopit identifiziert. Die chemische Zusammensetzung für den eisenfreien weißen Glimmer mit einem ungewöhnlich hohen Titangehalt ergibt am meisten Sinn mit der Interpretation als Oxiphlogopit. Ich weiß nicht, welcher Analyseaufwand für das hier diskutierte Stück betrieben wurde, hätte aber vor dem Hintergrund der vorangestellten Sachverhalte kein Problem mit einem sehr hellen, farblosen Phlogopit.
Mit freundlichen Grüßen
Das Felsenmammut
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Liebe Leute,
ich habe hunderte von diesen, fälschlicherweise als Sellait bezeichneten stängeligen Bildungen aus der Vulkaneifel. Davon wurden einige (>10) auf Wunsch der verschiedenen Sammler per EDX und/oder PXRD von mir untersucht.
Die farblosen, in dickerer Lage weißlich erscheinenden, hexagonalen Plättchen sind zweifelsfrei Phlogopit! Der der stängelige Kristall auf dem die Kristalle angewachsen sind zeigt in der PXRD keine erkennbaren Peaks. Es ist aber laut EDX sicher kein Sellait.
Die auf dem Foto gezeigte Bildung entspricht genau den von mir untersuchten Stücken. Auch wenn selbige Stufe nicht untersucht wurde, behaupte ich aufgrund meiner Erfahrung, dass es sich bei den dünnen aufgewachsenen Blättchen um Phlogopit handelt. Sollte noch jemand daran zweifeln, so steht ihm frei auch dieses Stück untersuchen zu lassen (Kosten für EDX etwa 20 Euro).
Bei den tausenden Fotos im MA die nur visuell zugeordnet sind, ist obiges Stück wohl eine Ausnahme und die Diskussionen sollte sich mehr um wirklich fragliche Benennungen drehen. Ich selber habe leider, obwohl ich gerne möchte, nicht die Zeit um mich hier, außer durch evtl. analytische Hilfe, stärker einzubringen.
MfG Günter Blaß
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Ok, wieder was dazu gelernt...
Danke für die ausführliche Antwort und Glück Auf
Thomas
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Hallo Thomas,
danke!
An alle.
Ihr könntet noch viel mehr über die Eifel lernen wenn Ihr Euch unsere DVD, Die Minerale der Vulkaneifel bestellen würdet ;D :)!
Allzeit "Glück Auf"
Günter B.
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Die auf dem Foto gezeigte Bildung entspricht genau den von mir untersuchten Stücken. Auch wenn selbige Stufe nicht untersucht wurde, behaupte ich aufgrund meiner Erfahrung, dass es sich bei den dünnen aufgewachsenen Blättchen um Phlogopit handelt.
hallo Günter,
das habe ich nicht bezweifelt! Deine Expertise ist wohl unangefochten :D
Der einzige Grund meiner Frage nach genau dieser Stufe war, dass man dann beim Bild die Analyse angeben hätte können (bzw. evtl. die REM-Bilder dranhängen). Wenns aber keine der analysierten Stufen ist, hat sich das ja ohnehin erledigt.