Mineralienatlas - Fossilienatlas

Arbeitsmittel / Means for work => Aufbewahrung, Präsentation / Presentation, Keeping => Thema gestartet von: Kluftknacker am 14 Nov 20, 16:31

Titel: Sammlername auf MM- und KS-Dosen - gut oder no-go?
Beitrag von: Kluftknacker am 14 Nov 20, 16:31
Moin,

da ich langsam in ein Alter komme, in dem man sich um den Verbleib der Sammlung nach Ableben Gedanken macht, stehe ich vor folgender Entscheidung und Frage:

Meine Aufbewahrungsdosen (MM und Jousi) besitzen alle ein Etikett mit Min.Name, Fundort, -datum, Herkunft und laufender Nummer auf der Unterseite der Dose. Da man zum Auffinden einer bestimmten Stufe nicht tausende Döschen umdrehen muss um die gesuchte Nummer zu finden, begann ich auch die transparenten Deckel mit einem schmalen Etikett zu bekleben. Dieses ist zweizeilig und enthält (a) - auffällig fett und groß - die laufende Stufennummer und (b) - sehr klein geschrieben - den Zusatz "Sammlung (Name)". Diese Etikette habe ich so aufgeklebt, dass die Nummer (a) auf der waagerechten Fläche und (b) auf einer senkrechten Fläche zu liegen kommt (um die unwichtigere Information "Sammlung (Name)" beim Suchen nicht dauerhaft im Blickfeld zu haben. So weit die Ausgangslage.

Ich begann vor etliche Jahren, die ersten 1800 Stck. Dosen in dieser Art zu bekleben, und nahm hierfür von Herma wiederablösbare Etiketten, mit dem Gedanken, dass derjenige, der mein gedostes Zeug später übernimmt, nicht unbedingt meinen Namen auf jeder Dose lesen möchte und diese dann recht unproblematisch abziehen müsste. Wie sich jetzt zeigt, löst sich häufig der senkrecht aufgeklebte Teil der Etikette (also der mit meinem Namen) aufgrund der Spannung (durch die Biegung um 90°) vom Dosendeckel und steht nun locker über.

Das ist unbefriedigend und sieht nicht schön aus. Ich werde also diese erste Partie wieder nackig machen und die teilabgelösten Etiketten komplett abziehen.
Ich stehe nun vor der Wahl, entweder die Methode fortzuführen, entweder mit dauerhaft klebenden Etiketten, auf denen dann mein Name steht (man diese aber nicht mehr einfach bei Nichtgefallen ablösen kann; wer tauscht schon 'zig tausende MM-Dosendeckel gegen "frische" aus?), oder auf das "Umbiegen" der Etiketten (und somit auf den Zusatz "Sammlung (Name)" zu verzichten (und die wiederablösbare Variante auf der Deckeloberseite zu verwenden). Ich bin unentschlossen.

Es stellt sich daher die Frage, ob es überhaupt Sinn macht, MM-und KS-Dosen mit eigenem Namen zu "verzieren"? Für die Nachwelt vielleicht/sicherlich eine wichtige Information über die Herkunft der Preziosen**, direkt ablesbar und nicht erst nach Dateistudium am PC zu entnehmen. Auf "klassischen" Sammlungszetteln steht ja meist auch der Name des Sammlers; ging die Stufe durch mehrere Sammlung liegt deren Historie in einer Mehrzahl an Sammlungszettel vor.

Nur, macht das Sinn bei MM-und Jousidosen?
Ist der Sammlername auf den Dosen nicht eher ein Verkaufshindernis, besonders wenn die Etiketten durch den neuen Besitzer nur noch schwierg vom transparenten Dosendeckel zu entfernen sind?
Ist der Sammlername auf der Dose i.A. sinnvoll?

Hier also... Sammlername: wichtiger Bestandteil oder wertmindernd?

Alternativ könnte man den Aufkleber ja in zwei Teile händisch schneiden - das ist mir zu viel Aufwand. Ich rede hier von knapp 14.500 Dosen! Ohne Zweiteilung hieße den ganzen Deckel mit 8,5 bis 10 mm hohen Etiketten vollkleistern, schmalere gibt es nicht, so dass man nichts mehr erkennt. Dabei waagerecht mit festhaftender laufender Nummer und den senkrechten Teil mit dem wiederablösbaren Namen. Das wäre vielleicht die eleganteste, allerdings auch zeitlich aufwändigste Möglichkeit Aber die Grundfrage bleibt bestehen.

Vielen Dank schon mal für die Meinungen.

Glückauf!

Kluftknacker


** Ca. 15% meiner Sammlung ist klassisch "hardcore-gemountet", also nicht bloß schnell mal in die Dose gepappt, sondern aufwändig montiert und maximal optisch präsentiert - "echte" Micromounts eben. Da sind m.E. einige Kunstwerke dabei, mit denen ich den einen oder andere Mounterpreis in den USA abholen könnte  ;D; eine unmittelbare Namensnennung an der Dose wäre daher angeraten. Künstler signieren ihre Werke ja auch meistens unmittel- und nicht entfernbar direkt.
Titel: Re: Sammlername auf MM- und KS-Dosen - gut oder no-go?
Beitrag von: oliverOliver am 14 Nov 20, 17:02
Zitat
sicherlich eine wichtige Information über die Herkunft der Preziosen

sehe ich auch so - und finde sowieso immer jegliche Zusatzinformation gut und hilfreich.
Meine Meinung also: Namen drauf!
Titel: Re: Sammlername auf MM- und KS-Dosen - gut oder no-go?
Beitrag von: limestone am 14 Nov 20, 17:14
Ich habe auch meinen Namen auf den Etiketten, warum auch nicht.
Titel: Re: Sammlername auf MM- und KS-Dosen - gut oder no-go?
Beitrag von: Elisabeth K. am 14 Nov 20, 20:29
Solch ein langer Text für eine vergleichsweise simple Frage, bemerkenswert. Wenn man dort angelangt ist, dass man sich darüber Gedanken macht, ob ein eventueller Neubesitzer seiner Mikromounts den draufgepappten Namen lesen will, dann muss man eigentlich auch niemanden mehr um Rat fragen. Höchstwahrscheinlich werden die Stücke ohnehin vereinzelt und umgedost... Denn, und das mag für manche überraschend klingen, die meisten Zeitgenossen legen Wert auf die Mineralien, nicht so sehr auf die beklebten Dosen.

Mit kopfschüttelndem Glückauf!
Elisabeth
Titel: Re: Sammlername auf MM- und KS-Dosen - gut oder no-go?
Beitrag von: ganomatit am 14 Nov 20, 20:36
Solch ein langer Text für eine vergleichsweise simple Frage, bemerkenswert. Wenn man dort angelangt ist, dass man sich darüber Gedanken macht, ob ein eventueller Neubesitzer seiner Mikromounts den draufgepappten Namen lesen will, dann muss man eigentlich auch niemanden mehr um Rat fragen. Höchstwahrscheinlich werden die Stücke ohnehin vereinzelt und umgedost... Denn, und das mag für manche überraschend klingen, die meisten Zeitgenossen legen Wert auf die Mineralien, nicht so sehr auf die beklebten Dosen.

Mit kopfschüttelndem Glückauf!
Elisabeth
Da muss ich Elisabeth recht geben. Einfach nur sinnfrei!
Mit kopfschüttelnden Grüßen aus Thüringen.

Frank Heise
Titel: Re: Sammlername auf MM- und KS-Dosen - gut oder no-go?
Beitrag von: Elisabeth K. am 14 Nov 20, 21:12
Es wäre natürlich auch möglich, dass hier nur jemand sagen wollte: schaut mal, wie aufwändig ich meine Sammlung dokumentiere. Dagegen ist ja prinzipiell nichts einzuwenden, aber die Frage macht's nicht eben klarer. Um letztere dann auch noch, nachdem ich die künstlerisch wertvollen und über die Sammlungspflege der meisten Menschen natürlich weit hinausgehenden Umtriebe gebührend gewürdigt habe, zu beantworten: ja, Zusatzinformationen jedweder Art schaden nicht. Wenn sie dem optischen Genuss des Besitzers im Wege sind, dann soll er sie eben weglassen. Warum das aber in irgendeiner Weise wertmindernd sein soll, das ist mir schleierhaft. Wahrscheinlich bin ich aber in die Welt der "richtigen" Mikromounter nicht genug eingeweiht, dass ich den Wert eines solchen "Gesamtkunstwerks" erfassen kann. Gesetzt den Fall, dass die Sammlung dereinst hierzulande veräußert wird, wage ich wiederum die Prophezeiung, dass sich um derlei niemand scheren wird.

Glückauf!
Elisabeth
Titel: Re: Sammlername auf MM- und KS-Dosen - gut oder no-go?
Beitrag von: oliverOliver am 14 Nov 20, 21:17
Zitat
wage ich wiederum die Prophezeiung, dass sich um derlei niemand scheren wird.
;D ;D ;D
wird wohl so sein ....
Titel: Re: Sammlername auf MM- und KS-Dosen - gut oder no-go?
Beitrag von: vandendrieschen am 14 Nov 20, 22:15
Hallo Luftknacker,

hast du mal ein Foto von deinen Kunstwerken, die preiswürdig sind? Damit ich mal sehe, wie sowas aussehen soll, jenseits der Kitthügel.

Bei meinen Mikros, die ich selber eindose, hat suxh die Etiketten an einer Innenseite des Deckels mit doppelseitigen Klebeband zu montieren bewährt. So sieht man in der Sammlung alle Namen auf einen Blick, ohne alles mit Nummern zukleben zu müssen oder die Dose umdrehen zu müssen. Und es wertet die Sammlubg optisch auf, wenn man den Kasten öffnet. Wenn man die Stufe sich von allen Seiten ansehen möchte, kann man den Deckel abnehmen. Und der zweite Vorteil ist, dass man die Etiketten wieder verwenden und einfach austauschen kann, wenn man zb. neue Dosen verwendet, ohbbe neue Etuiketten verwenden zu müssen.

Wenn dir dein Sammlername wichtig ist, kannst du dieselbe Methode verwenden, 14.000 mal den Namen in Excel kopieren und ausdrucken und an die Innenseite des Deckels mit Klebeband fixieren. So ist auch ein einfaches Entfernen für andere Sammler wieder möglich, für die das nicht wichtig ist.

Viele Grüße.
Titel: Re: Sammlername auf MM- und KS-Dosen - gut oder no-go?
Beitrag von: uwe am 15 Nov 20, 08:19
Ich glaube schon vor vielen Jahren hier mal dazu geschrieben zu haben. Sobald man einen Stein mit Mineralen aufnimmt, aufbereitet und in die Sammlung einordnet ist es ein Kulturgut. Dazu gehört natürlich auch eine möglichst ausführliche Dokumentation. Die gehört aber nicht auf's Label (da ist ohnehin nicht viel Platz) sondern auf eine Karteikarte, in einen Katalog oder in eine PC-Datei. Letzteres ist natürlich risikovoll, denn wenn der PC mal abstürzt kann alles verschwunden sein.

Der Name des Sammlers, eines eventuellen Vorbesitzers sowie Fundsituation und Datum etc. gehört neben Fundort zur Dokumentation.

Ansonsten hat Elisabeth recht. Erfreue Dich an Deiner Sammlung solange Du lebst. Was danach kommt sollte Dich nicnt unnötig belasten.

Gruß
Uwe
Titel: Re: Sammlername auf MM- und KS-Dosen - gut oder no-go?
Beitrag von: Elisabeth K. am 15 Nov 20, 10:38
Hier könnte man einwenden, dass das, was als Informationsträger am ehesten und längsten bei der Stufe verbleibt, nun mal das Etikett sein wird. Ich kann die Sammlungen nicht zählen, die ich gesehen habe, bei denen die Karteikästen weggeschmissen wurden oder man sie nach dem Ankauf der Sammlung erbitten musste. Ach ja, die Karten, ja, die müssen irgendwo auf dem Dachboden sein... hätte man nicht gefragt, so wären diese Informationen weg gewesen. Insofern haben detaillierte Etiketten auch ihre Berechtigung.
Titel: Re: Sammlername auf MM- und KS-Dosen - gut oder no-go?
Beitrag von: Kluftknacker am 15 Nov 20, 17:08
Trotz langem Text haben nur wenig die Grundproblematik nicht verstanden oder sind keine MM-Sammler/Micromounter oder denen ist es egal, was mit ihrem Steinen nach Ablesen passiert, nicht wahr Frau Krischker?

Was bei einer Handstufe mit einem (alten) Etikett noch verkaufsfördernd, wertsteigend sein kann, könnte sich bei zu viel Information (dazu gehört bei kleinen MM-Dosen auch der Sammlername) ins Gegenteil umschlagen. Aber das können nur Leute verstehen, die MM's nicht als Abfall von ihren größeren Stücken betrachten, sondern als eigenständige Sammelgattung, die gepflegt werden will,  nicht wahr Frau Krischker?  ::)

Schön wären mal die Meinungen "echter" MM-Sammler zu lesen, z.B. die der Münchner Lithothek und die von Herrn Blaß  8) Besonders im letzten Fall spricht Vieles dafür, den Sammlernamen direkt an der Dose zu lassen.

Titel: Re: Sammlername auf MM- und KS-Dosen - gut oder no-go?
Beitrag von: Kluftknacker am 15 Nov 20, 17:26
Zitat
wage ich wiederum die Prophezeiung, dass sich um derlei niemand scheren wird.
;D ;D ;D
wird wohl so sein ....

... schreibt einer, der Fossilien sammelt (oder sich dafür interessiert), aber vom Thema keine Ahnung hat. Sorry.

Dann stelle ich mal die Frage, ob Du Deine toten, versteinerten Lebewesen dauerhaft (Edding, Lackfarbe) mit Deinem Namen verzieren würdest - und was andere Sammler, die die Sachen ggf. später übernehmen sollen, dazu sagen würden...
Titel: Re: Sammlername auf MM- und KS-Dosen - gut oder no-go?
Beitrag von: Elisabeth K. am 15 Nov 20, 17:50
Nachdem wir hier alle das falsche Sammlungsgebiet haben bzw. schlichtweg zu beschränkt sind, um die scheinbar tiefgründigen Ebenen der Frage des Herrn Kluftknacker zu verstehen, kann dieser Thread wohl geschlossen werden.

Es ist durchaus richtig, da ich strenggenommen nie selbst Mineralien gesammelt habe, war ich auch nie Micromounter. Was ich aber in durch meinen Mann aufgekauften Sammlungen an MM gesehen habe (auch aus den vom geschätzten Kollegen S. aufgeführten Provenienzen), das trug mitunter einen Namen, mitunter nicht.

Wenn man darauf Wert legt, dass der Name nach dem Tode bei den Stufen bleibt, dann setzt man ihn eben dazu. Sie haben Ihre Meinung doch gefunden, warum behelligen Sie andere Leute dann damit? Ist doch alles gelöst, ich verstehe es wirklich nicht. Wenn man das MM inklusive Dose als Gesamtkomposition versteht und zu viel Text dabei als störend (wertmindernd möchte ich hier nach wie vor vermeiden), dann lässt man es weg. Letztlich muss man selbst entscheiden, was für einen überwiegt. Da können einem Dritte auch nicht dabei helfen. Wobei das in diesem speziellen Falle ohnehin nicht mehr möglich sein dürfte.

Glückauf!
Elisabeth
Titel: Re: Sammlername auf MM- und KS-Dosen - gut oder no-go?
Beitrag von: SaschaN am 15 Nov 20, 18:51
Das riecht doch danach das jemand die Meinung anderer nicht verträgt.

Wenn ich etwas kaufe wo der Name drauf steht bleibt er drauf wenn kein Name dabei steht auch ok fertig  ;)

Gruß Sascha
Titel: Re: Sammlername auf MM- und KS-Dosen - gut oder no-go?
Beitrag von: vandendrieschen am 15 Nov 20, 18:56
Es ist spannend wie mein Beitrag gekonnt ignoriert wird. ;D Ich kann auch damit leben, wenn das als Unfug bezeichnet wird, was ich geschrieben habe. Ich sammel überwiegend Mikromounts, weil ich eine kleine Wohnung habe (ist schon mit den   zunehmenden Uranmineralien problematisch). Ob ich echter MM-Sammler bin, kann ich nicht sagen. Ich hab jedenfalls zwei Kästen voll und die Dritte kommt bald.
Aber wieso klebt man nicht einfach den Sammlernamen auf/in die Sammelkästen? Wenn die MM dazu noch sorten-rein nach Fundort, Grube oder Mineral sortiert sind, kann man vieles bei den Dosen weglassen. Zerlegt man allerdings die Sammlung, hat es eh nicht mehr den historischen Sammelwert und da ists schon fast egal, ob nun das eine Stüfchen aus einer dieser Sammlungen in eine neue Sammlung wandert. Oder versteh ich was falsch?

Ums Ableben mach ich mir auch keine Gedanken. Keiner weiß wie lange man lebt. Wenn ich mit 70 meine Sammlung verkaufe, was mach ich dann mit dem Erlös, wenn ich noch weitere 20 Jahre lebe? Dann hab ich über 20 weitere Jahre keine Sammlung mehr, die noch bei mir stehen hätte können. Da ists doch besser, einen Erben zu suchen, der sich wirklich dafür interessiert und nach dem Ableben übergeben bekommt.

Aber jeder hat seine eigene Methode. Wie auch bei den Etiketten.

Viele Grüße
Jule
Titel: Re: Sammlername auf MM- und KS-Dosen - gut oder no-go?
Beitrag von: guefz am 15 Nov 20, 19:02
Es ist spannend wie mein Beitrag gekonnt ignoriert wird. ;D

Bei dem hübschen Tippfehler in der Anrede deines Beitrags fühlt sich vermutlich niemand angesprochen  ;D
Titel: Re: Sammlername auf MM- und KS-Dosen - gut oder no-go?
Beitrag von: vandendrieschen am 15 Nov 20, 19:06
Bei dem hübschen Tippfehler in der Anrede deines Beitrags fühlt sich vermutlich niemand angesprochen  ;D

Der hier? "Hallo Luftknacker,

hast du mal ein Foto von deinen Kunstwerken, die preiswürdig sind? Damit ich mal sehe, wie sowas aussehen soll, jenseits der Kitthügel."

Das war nicht abwertend gemeint.
Titel: Re: Sammlername auf MM- und KS-Dosen - gut oder no-go?
Beitrag von: vandendrieschen am 15 Nov 20, 19:08
Oh verdammt. Kluftknacker. Die Taste K hing da wohl.
Titel: Re: Sammlername auf MM- und KS-Dosen - gut oder no-go?
Beitrag von: geni am 15 Nov 20, 19:14
Hallo Peter, ich mach das so:

die runden Etiketten sind von Herma Bestellnummer 4385 und auf 1 Din-A4 Seite sind 315 Etiketten.
Nummer kann man fortlaufend ausdrucken.

Gruß
Gerhard Niceus (geni 8))
Titel: Re: Sammlername auf MM- und KS-Dosen - gut oder no-go?
Beitrag von: Pcheloyad am 15 Nov 20, 19:23
Worum ging es in dem immensen Eingangsthread nochmal ?

Na, trotzdem besser, als schon wieder Brennholz hacken. Ich hole mir ne Tüte Chips, bitte den Thread nicht schließen !

Was "preisverdächtige Kunstwerke" ?

Wenn die hier gezeigt werden, ziehe ich zurück, das Eigenlob stinkt.

Vermutlich fehlt mir aber die "Sittliche Reife" und desderwechen bin ich unwürdig.

Alsdann

Titel: Re: Sammlername auf MM- und KS-Dosen - gut oder no-go?
Beitrag von: vandendrieschen am 15 Nov 20, 21:11
Genau diese zugeklebten Deckel wie eine Werbetafel mag ich gar nicht. Da ist's egal ob der Sammlername oder die Nummer drauf steht. Sowas zieh ich ab.
Titel: Re: Sammlername auf MM- und KS-Dosen - gut oder no-go?
Beitrag von: ganomatit am 17 Nov 20, 06:32
Trotz langem Text haben nur wenig die Grundproblematik nicht verstanden oder sind keine MM-Sammler/Micromounter oder denen ist es egal, was mit ihrem Steinen nach Ablesen passiert, nicht wahr Frau Krischker?

Was bei einer Handstufe mit einem (alten) Etikett noch verkaufsfördernd, wertsteigend sein kann, könnte sich bei zu viel Information (dazu gehört bei kleinen MM-Dosen auch der Sammlername) ins Gegenteil umschlagen. Aber das können nur Leute verstehen, die MM's nicht als Abfall von ihren größeren Stücken betrachten, sondern als eigenständige Sammelgattung, die gepflegt werden will,  nicht wahr Frau Krischker?  ::)

Schön wären mal die Meinungen "echter" MM-Sammler zu lesen, z.B. die der Münchner Lithothek und die von Herrn Blaß  8) Besonders im letzten Fall spricht Vieles dafür, den Sammlernamen direkt an der Dose zu lassen.



Wie kann man nur so einen Unsinn schreiben?

Frank Heise

Titel: Re: Sammlername auf MM- und KS-Dosen - gut oder no-go?
Beitrag von: Stefan am 17 Nov 20, 13:31
Zitat
Solch ein langer Text für eine vergleichsweise simple Frage, bemerkenswert.
Ich finde es eher bemerkensert wie auf eine normale Frage mit zynischen Kommentaren reagiert wird. Bemerkenswert finde ich auch wer dazu alles seinen Daumen hebt. Ein trauriges Niveau auf dem hier geantwortet wird. :-X

Nun zur Frage selbst: Da wir gerade an einer Sammungsverwaltung (online/offline) schreiben bei der der Austausch von Stufen und die Übertragbarkeit von Daten im Vordergrund steht würde ich bei der Beschrifung der Stufen/Dosen primär eine eindeutige Sammlungsnummer (ein Muß) sowie die wichtigsten Daten anbringen. Mineral, evtl. Formel, Fundort, evtl. Funddatum und bei uns noch Barcode zum abscannen der Sammlungsnummer. Für MM sind die Herma 24x24mm Etiketten (1750) sehr gut da ablösbar und wasserfest. Als Sammlungsnummer verwenden ich eine weltweit eindeutige Nummer und ggf. eine lokale Nummer wenn nötig. Die eindeutige Nummer ermöglich digital die einfache Weitergabe der Daten. Die lokale Nummer ggf. das Auffinden in der Sammlung (fortlaufend).

Die Dokumentation und Historie ist in der Sammlungsverwaltung zu finden. Diese bevorzugt digital damit man beliebig Kopien für die Nachwelt verteilen kann. Originalsammlungszettel etc. würde ich scannen und mit in die digitale Verwaltung aufnehmen. In der Sammlungsverwaltung kann dann die ganze Historie der Stufe verfolgt und weiter gegeben werden.

Im Bild links ein Dosenboden und im Bild rechts die Nummer wie ich sie auf die Dose klebe bevor ich die Bestimmung etc. durchgeführt habe. Das Etikett lässt sich leicht abzehen und neu aufkleben.
Titel: Re: Sammlername auf MM- und KS-Dosen - gut oder no-go?
Beitrag von: heli am 17 Nov 20, 14:04
Bin zwar kein großer Micromounter, aber ich lasse auch die Sichtseite komplett frei.

Was man außer Nummer, Mineral(e), Fundort noch angibt, ist wohl jedem selbst überlassen.
 
Wie man die Nummer macht, ist auch von der Art der Sammlung abhängig. Bei mir ist alles nach Fundstellen geordnet, daher reicht eine fortlaufende Nummer. Aufgrund der in allen heutigen Tabellenkalkulationsprogrammen enthaltenen Suchfunktionen halte ich eine Unternummer für einzelne Fundstellen bzw. Mineralien auch nicht mehr für nötig.
Titel: Re: Sammlername auf MM- und KS-Dosen - gut oder no-go?
Beitrag von: dendrocopos am 17 Nov 20, 19:36
Hallo Stefan,
Du schreibst "Da wir gerade an einer Sammungsverwaltung (online/offline) schreiben bei der der Austausch von Stufen und die Übertragbarkeit von Daten im Vordergrund steht"...
Kannst Du zu dem Sammlungsverwaltungsprogramm etwas genaueres verraten? Ich bin aktuell auf der Suche und der Markt ist dazu sehr "übersichtlich".
Bei meinen Dosen ist auf dem Deckel nichts vermerkt. Die Nummer befindet sich innen auf dem Dosenboden. Den Deckel lasse ich unbeklebt, da ich schon viele Sammlungen gesehen habe wo die Deckel "aus Versehen" vertauscht wurden. Deshalb bei mir alles am Boden fest.

Glückauf!
Frank
Titel: Re: Sammlername auf MM- und KS-Dosen - gut oder no-go?
Beitrag von: felsenmammut am 17 Nov 20, 23:17
Glück Auf!

@Stefan: Ich schließe mich da dendrocopos an und frage auch mal neugierig, ob Du da etwas mehr zu der Katze schreiben kannst, die da gerade aus den Sack gesprungen ist. Ich habe schon eine handvoll Sammlungverwaltungsprogramme durchprobiert und dann wieder deinstalliert, weil eklatante Mängel eine für mich sinnvolle Nutzung unmöglich machten. Derzeit schreibe ich einfach alles in eine Excel-Tabelle, wohlwissend um die Mängel die auch damit zusammenhängen. Aber zumindest scheint es vergleichsweise einfach zu sein, aus Excel heraus eine Importierdatei zu erstellen, um ggf. ein anderes Verwaltungsprogramm mit den Sammlungsdaten zu füttern.

Die Kommentarfunktion unter den Beiträgen lässt ja leider nur Zustimmung zu. Ablehung fehlt da in der Erfassung und geht mit nichtgezählter Enthaltung in die Statistik ein.

Zum eigentlichen Thema: Meine Sammlung ist bunt gemischt aus gekauften und getauschten Einzelstücken, aufgekaufte und geschenkte (Rest)Sammlungen und Einzelfunden und alles von gedostem Mikromount bis Großstufe. Da die Ressource Platz bei mir ein knappes Gut ist, geht vieles wieder raus an andere Sammler oder Vereine.

Die Steine aus meiner Sammlung haben entweder auf dem dazugehörigen Zettel oder auf dem Etikett an der Dose meinen Namen und Wohnort.
Das hat erst einmal den Nutzen, dass man die Stufe mir zuordnen kann. Das ist recht praktisch, wenn man regelmäßig Stufen für Ausstellungen, für Analysen oder zum Fotografieren oder an Sammler für (Vergleichs-)Studien ausborgt. Bei gedosten Stücken kommt der Name immer mit auf den Boden, an dem die Mineralstufe fixiert ist. Deckel vertauschen kenne ich zur Genüge. Da ich selber auch mal mehrere Mikromountstufen gleichzeitig abgedeckelt (neben dem Mikroskopo, der UV-Lampe, Kamera oder am Computer) stehen habe, passiert es mir manchmal auch mit meinen eigenen Stücken. Wenn aber am Deckel keine Information klebt, entsteht auch keine Falschetikettierung.
Dann bietet der Name eine gute Möglichkeit für weiterführende Recherchen. Ich werde regelmäßig von Sammlern kontaktiert, die nach Erwerb einer Stufe von mir Fragen haben zur Mineralbenennung, bzw. Analyse, dem Fundort oder Fundumständen. Die Ursachen sind weniger eine schlampige Beschriftung meinerseits, sondern von den Sammlern zusätzlich recherchierte Fakten, die mir häufig auch noch nicht bekannt waren und (scheinbare) Widersprüche aufwerfen. Die daraus entstehenden Diskussionen sind auch für mich häufig lehrreich und erweitern meinen Wissenshorizont.
Umgekehrt hat sich auch für mich gezeigt, dass die Verfügbarkeit des Namens des Vorbesitzers in mancherlei Hinsicht hilfreich sein kann. Bei manchen Stücken habe ich nach einiger Zeit festgestellt, dass die Stufe oder die Beschriftung Fragen aufwirft, sei es eine zu grobe oder ungenaue Fundortangabe, falsche oder unzureichende Mineralbenennung, Fragen zur Analyse, Fundumstände und Anderes. So hat man die Möglichkeit Informationen aus erste Hand zu bekommen.
Nun ist die Person nicht immer zu erreichen. Selbst dann kann der Name hilfreich sein, weil andere Sammler den Namen in einen Zusammenhang bringen können, der der eigentlichen Recherche Vorschub verleiht. Als Beispiel seien versierte Regionalsammler, Grubenleiter, Grubengeologen oder einfach Sammler, die sich in einem mehr oder weniger großen Umfeld einen Namen für ihr Sammelgebiet gemacht haben zu nennen. Eine ungewöhnliche Paragenese erscheint plausibler, wenn der Fund z.B. im Zusammenhang mit einem versierten Regionalsammler oder dem Namen des Grubengeologen steht.

Einige Sammler und Händler geben auch auch Adresse oder Kontaktdaten an, womit man mit seinem Anliegen ggf. schneller am Ziel ist.

Desweiteren lohnt es sich zu den Namen der Vorbesitzer wenn möglich/verfügbar auch die Namen derjenigen zu dokumentieren, die die Steine bearbeitet, präpariert, konserviert haben, Analysen (Methode + Ergebnis) daran vorgenommen haben. Auch Informationen, ob und wo die Steine auf Ausstellungen waren oder ob und von wem Steine fotografiert wurden, insbesondere bei veröffentlichten Fotos sind es Wert notiert zu werden. Auch wenn die Stufen die Sammlung verlassen, bleiben die Einträge bei mir bestehen. Insbesondere bei Tauschstücken wird noch notiert, an wen die Stücke gegangen sind und was dafür in die Sammlung reinkam.

Und so können Steine nicht nur eine geologische/mineralogische/paläontologische/petrografische Geschichte erzählen, sondern auch eine kulturhistorische Geschichte. Den Begriff Kultur habe ich hier mal als Sammelbegriff für Sammlung, Montan, Wissenschaft, Handwerk und Kunst verwendet, um grob zu umreißen, wie vielfältig die Blickwinkel auf Steine sein können. Da all diese Apekte mit dem Wirken von Menschen zu tun haben, kann man auch deren Namen und ihre Beziehung zu dem Stein mit dem Stein bewahren. Ich kenne viele Sammler, die in unterschiedlicher Abstufung ein Kulturgutempfinden für Steine und das ganze Drumherum haben. Keiner ist gezwungen, dass für sich nachvollziehen zu können, kann gerne nach den Motivationen fragen oder einfach respektvoll schweigen. Das Kulturgutempfinden bedeutet aber keineswegs, dass diese Sammler das bestehende Kulturgutschutzgesetzt gutheißen.

Langer Text, kurzer Sinn: Namen (ggf. mit derzeitigem Wonort) drauf auf die Dose und zwar möglichst auf die Unterseite, auf der die Stufe fixiert ist.

Mit freundlichen Grüßen

Das Felsenmammut
Titel: Re: Sammlername auf MM- und KS-Dosen - gut oder no-go?
Beitrag von: Stefan am 18 Nov 20, 01:24
Hallo,
ich möchte das jetzt in dem Thema nicht überstrapazieren da dann doch wieder Off-Topic. Nur so viel, die Verwaltung ist unabhängig vom Mineralienatlas, bezieht aber von dort per Schnittstellle die Fundstellen, Gestein, Fossil und Mineraldaten. Das Ganze ist ausgelegt auf Online und Offlinebetrieb. Offline ebenfalls über lokalen Webserver am PC und wenn es sein muss auch von USB-Stick aus zum mitnehmen. Das ganze ist natürlich von Handy, Tablet und PC aus abzurufen.

Die Daten sollen online auch getauscht werden können. Ich gebe Dir eine Stufe und den Datensatz schiebe ich in Deine Sammlungsverwaltung. Da die IDs der Stufen weltweit eindeutig sind, muss das Etikett nicht umgeschrieben werden. Ich denke es wird alles drin sein was man so benötigt. Es wird auch einen Präsentationsmodus geben um seine Sammlung mit eingeschränkten Daten und nach Bedarf auch Stücken zeigen zu können. Evtl. binden wir hier den Mineralienatlas mit ein. Mehrere Leute können wenn genehmigt auch gleichzeitig an einer Sammlung arbeiten.

Die Philosophie dahinter ist dem Arbeitsablauf von Sammlern geschuldet. Sack voller Steine einer Fundstelle wird begutachtet und verdost. Was drauf ist weiß man noch nicht unbedingt. Also bekommt jede Dose oder Stufe einen kleinen Aufkleber (oben rechtes Bild) der vorher bogenweise generiert werden kann. Dann Scanne ich alle Nummern auf den Stufen und ordne allen gleichzeitig einer Fundstelle und weiteren Kriterien zu. Dann füge ich sie in die Sammlung ein. 100 Stufen abscannen und zuordnen in wenigen Minuten. Dann können die Stufen nicht mehr vertaucht werden oder versehentlich bei einer anderen Fundstelle landen. Wenn Zeit ist kommt die Bestimmung und Zuordnung der Daten wie Mineral, Analyse, Bilder etc. dazu. Hierzu die Dose scannen und den Datensatz aufrufen. Attribute wie Mineral, Fossil, Größe, Qualität ... Etikett zuordnen und später das Etikett ausdrucken einzeln oder mit weiteren Etiketten. Das habe ich irgendo schon mal verlinkt wie das so aussehen kann.

Ich verwalte bereits meine Stufen damit, aber es ändert und erweitert sich noch sehr viel. Wir sind guter Dinge und kommen ganz gut voran. Einen Zeitpunkt gibt es aber noch nicht an dem wir das öffentlich stellen. Wir nehmen gerade die Münchner Micromounter mit ins Boot und versuchen als recht große Sammlung deren spezifische Anforderungen zu erfüllen. Ich bin da sehr guter Dinge. Bisher fehlt noch der Datenabgeich der Sammlungsdaten und umfangreiche Auswertfunktionen sind auch noch nicht inegriert (bis auf Mineral und Fundstelle, ID). Das ist aber alles relativ einfach. Es macht derzeit noch keinen Sinn jemanden drauf zu lassen, da durch die Datenumstrukturierung die Daten derzeit noch gefährdet wären und der Aufwand sie jedesmal mitzuführen für uns zu groß wäre. Ich würde es als frühe Alphaversion bezeichnen. Wenn die Kernfunktionalität steht wird es schneller voran gehen. Glücklicherweise haben wir mit "Don Zampano", manch einer mag ihn noch von MinMax kennen, einen sehr erfahrenen Programmierer an Board.

Mehr möchte ich hier in dem Thread nicht dazu sagen.
Viele Grüße
Stefan

Titel: Re: Sammlername auf MM- und KS-Dosen - gut oder no-go?
Beitrag von: SaschaN am 18 Nov 20, 07:57
Hallo Stefan,

klingt super  ;D wäre toll wenn mal was anständiges auf dem Markt kommt ich hatte mir
das schon oft überlegt ob ich das nicht Anfange aber alles was es gibt finde ich semi gut
bin gespannt  ;D

Viele Grüße

Sascha
Titel: Re: Sammlername auf MM- und KS-Dosen - gut oder no-go?
Beitrag von: Geomaxx am 19 Nov 20, 13:36
Hi Stefan,
gibt es denn bei Euch schon Ideen, wie Fossilien, Gesteine etc. einzubinden wären?
Grüßle, GEOMAXX
Titel: Re: Sammlername auf MM- und KS-Dosen - gut oder no-go?
Beitrag von: Stefan am 06 Jan 21, 14:29
Fossilien und Gesteine sind eingebunden und können ausgewählt werden. Pyrit neben Calcit auf Ammonit in Sandstein z.B. ist möglich. Am Ende werden auch die vollständig integriert sein. Da der Weg noch lang ist mehr zu gegebener Zeit.
Titel: Re: Sammlername auf MM- und KS-Dosen - gut oder no-go?
Beitrag von: vandendrieschen am 06 Jan 21, 15:17

Die Philosophie dahinter ist dem Arbeitsablauf von Sammlern geschuldet. Sack voller Steine einer Fundstelle wird begutachtet und verdost. Was drauf ist weiß man noch nicht unbedingt.
Schleppt ihr wirklich einen Sack voller Josiedosen mit? Schlecht ist die Idee nicht. Aber Dosen sind bei mir immer knapp. Wird Zeit für die nächste Mineralienmesse.