Mineralienatlas - Fossilienatlas
Fossilien / Fossils / Fósiles => Bestimmung von Funden / Determination of findings => Unbekanntes Erdzeitalter / unknown geological era => Thema gestartet von: Paradox am 13 Jan 21, 22:41
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Guten Abend,
ich habe in den letzten Jahren viele verschiedene Dinge am Strand in Zandvoort gefunden, die eine Bestimmung verdienen. Dieser kleine Stein mag nicht sehr schön oder selten sein, jedoch finde ich ihn durch seine mehrfarbige Struktur besonders. Vor allem interessieren würde mich dieser kreisförmige, klar abgegrenzte Abschnitt auf der Vorderseite. Er ist farblich deutlich intensiver als der Rest und auch auf der Rückseite klar abgegrenzt. Auf der runden Fläche sind kleinste Risse zu erkennen wie ich sie auch bei einem Feuerstein schon gesehen habe. Auf der helleren Flächen gibt es doch sichtbare Risse und mit blossem Auge erkennbare Poren.
Ich würde nur zu gerne wissen ob es sich um einen Feuerstein mit fossilierterm Inhalt handelt oder etwas anderem und wie diese kreisrunde Abgrenzung entstanden sein könnte.
vielen Dank im Voraus schon mal.
Gruß,
Ben
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hallo Ben,
also auf Bild 1 + 3 kann ich nicht viel erkennen -
aber der exakt kreisrunde Querschnitt auf Bild 2 spricht m.E. schon für was Fossiles (in Flint).
Was es aber wirklich ist - da traue ich mich nur anhand der Fotos keine Aussage zu ....
edit:
bzw. so exakt rund ist es ja bei zweiter Betrachtung gar nicht - scheint ursprünlich eher spiralig? gewesen zu sein - evtl. der Querschnitt dirch einen Umgang eines Schneckengehäuses ?
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Danke für die rasche Antwort Oliver. Auf den Bildern ist es echt schwer zu erkennen . Es gibt eigentlich 2 Rundungen. Die eine am Rand , die andere flach im Stein. Bei der flachen im Stein sind innerhalb der klar abgegrenzten Rundungen auch noch eine dunklere Struktur zu erkennen. Wenn man den Stein umdreht geht es dann erst ins rötliche und wird dann wieder dunkler und hatnauch nivhts mehr mit einer Rumdung zu tun aber geht durch . Licht und Kamera sind nicht die Besten, aber hier noch ein paar Bilder aus einer anderen Perspektive.
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hallo Ben,
Es gibt eigentlich 2 Rundungen
was ja wieder für eine Schnecken-Spirale (wie sagt man da? trochospiral wie bei den Forams? -im Gegensatz zu "planspiral" bei den Ammos) sprechen würde.
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Ist alles möglich . Nur habe ich absolut keinen blassen Schimmer. Vielleicht gibt es ja in den nächsten Tagen noch Jemanden der ne Idee hat... .
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jup - aber viel mehr dazu zu sagen, wird schwierig werden ...
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Ein Querschnitt durch eine wahrscheinlich trochyspirale ("Turm"-)Schnecke.
Oliver: Es gibt auch planspirale Gastropoden! Der Unterschied im Querschnitt zu Ammoniten - soweit ich mich erinnern kann - ist die Kammerung der Ammoniten (ich hoffe, meine Erinnerung hat mich nicht im Stich gelassen!).
Volkmar
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Oliver: Es gibt auch planspirale Gastropoden!
Hallo Volkmar,
ja ich weiß (z.B. Planorbis etc.) - wollt aber hier keinen Roman reinschreiben ... ;)
lg
oli
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Die äusseren Rundungen halte ich bei diesem Feuerstein aus der Obekreide für Zufall.
Die innere Rundung für den Teilquerschnitt eines flach angeschnittenen Brachiopoden oder Seeigels. Beide Fossilien sind im Feuerstein häufig, Gastropoden sehr selten. Es wird wohl nur bei diesen Mutmassungen bleiben, da man nicht mehr ekennen kann.
Liebe Grüsse Frank-Detlef Paul
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@Oliver: sorry Oli, ich wollte nicht schulmeistern, es hat nur für einen Laien (Paradox) vielleicht so ausgesehen, dass es "planspiral" nur bei Ammoniten gibt. Ich weiss natürlich, dass Du es besser weisst. Nix für ungut, wenn es falsch rübergekommen sein sollte!
.... Auf der runden Fläche ist eine leicht rissartige zu erkennen wie ich sie auch bei einem Feuerstein schon gesehen habe. Auf der helleren Flächen gibt es doch sichtbare Risse und mit blossem Auge erkennbare Poren.
Ich würde nur zu gerne wissen ob es sich um einen Feuerstein mit fossilierterm Inhalt handelt oder etwas anderem und wie diese kreisrunde Abgrenzung entstanden sein könnte.
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Die äusseren Rundungen halte ich bei diesem Feuerstein aus der Obekreide für Zufall.
Die innere Rundung für den Teilquerschnitt eines flach angeschnittenen Brachiopoden oder Seeigels. Beide Fossilien sind im Feuerstein häufig, Gastropoden sehr selten.
@Detlef; Es wurde nicht behauptet, dass es sich um einen kreidezeitlichen Feuerstein handelt. Gibt es solche porösen Feuersteine? Mir persönlich ist noch keiner untergekommen, was aber nichts heißen will. Kann das nicht auch etwas anderes sein?
Volkmar
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Das wäre meine nächste Frage gewesen. Woher weiß ich denn ob es sich um Feuerstein handelt? Von der Struktur des Steines haut es auf den ersten Blick hin . Aber dieses Farbspektrum , insbesondere diese Rottöne, die man auf den Fotos leider nicht erkennt, sind mir bis Dato von Funden von hier unbekannt.
Gibt es eine Möglichkeit es zu testen ohne etwas abzuschlagen? Und könnte es etwas anderes sein ? Die Farben erinnern mich eher an Sandstein. Also könnte es etwas anderes quarzhaltiges sein ? Nur eine Vermutung von einem Laien... und eine Lupe habe ich im Moment nicht.
Gruß,
Ben
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Hallo Volkmar und Ben,
es ist eindeutig Feuerstein. Diese können ale möglichen Farben haben. Teilweise künnen sie total zerfressen und löcherig sein. Diese Qualität macht einen hohen Prozentsatz in unserem Kies im Norden aus.
Am Besten man zerschlögt ihn mit dem Hammer (Vorsicht Splittergefahr).
liebe Grüsse Frank-Detlef Paul
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Wieder was gelernt!
Danke,
Volkmar
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Hallo Detlef,
danke dir für die vielen Hinweise. Zerschlagen, würde ich ihn, wie bereits gesagt eher nicht, wollen. Hätte nur gerne gewusst ob es noch andere Bestimmungsmerkmale oder Bestimmungsmethode für Feuersteine gibt. Aber werde mich da jetzt erstmal mit dem Thema Feuersteine aus der Oberkreide auseinandersetzen. Wenn ich das richtig verstanden habe stammt der grösste Teil der Feuersteine den man hier findet aus den Kalksteinablagerungen im Süden von Holland und stammen dann automatisch aus der Oberkreide weil die Strömung der Nordsee diese über die Maas hierherbringt. Ist das so halbwegs richtig? Sorry bin totaler Anfänger....
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Denke in geologischen Zeiträumen! Die Eiszeit wars wahrscheinlich, nicht die Nordsee.
LG