Mineralienatlas - Fossilienatlas
Vermischtes / Miscellaneous / Varios => Dies und Das / this and that => Thema gestartet von: Conny3 am 07 Feb 21, 12:23
-
Hallo,
heute bei uns Saharastaub auf dem Schnee. Es hatte geregnet (bei Minusgraden) und danach sah der Schnee ein bissel aus wie die Farbe der Wüstenrosen (Gipsrosen). 8) ???
An Mineraliensammeln ist leider derzeit nicht zu denken. :( Man kann den Schnee aber tauen und hat dann für die Sandsammlung etwas Wüstenstaub 8). Vielleicht reichen die Körnchen aus für eine kleine Wüstenrose zusammenzukleben 8) :o
Gruß Conny
-
Hallo,
bei uns in der Vorderpfalz auch, alles orange "bestäubt".. :o
Gruß
Robert Klingler
-
Hallo aus Thüringen,
Auch bei uns ist der Saharasand angekommen. War aber von der Farbe her eher gelb bis braun. Kommt das Zeug eventuell aus verschiedenen Regionen der Sahara?
Gruss Holger!
-
Glück Auf!
Der Saharastaub enthält auch Phosphate, vor allem in Form von Kollophan. Die Natur dürfte sich da ab Frühling über eine ordentliche Portion Dünger freuen.
Ja, Saharastaub hat farbliche Unterschiede, je nach regionaler Herkunft.
Mit freundlichen Grüßen
Das Felsenmammut
-
Der "Staubsauger" in Aktion:
https://classic.nullschool.net/#current/particulates/surface/level/overlay=duexttau/orthographic=13.97,31.67,845/loc=10.543,53.241
-
Moin ,heute morgen kam mir der aufgrund der aktuellen Wetterlage gefallene Schne etwas rötlich vor ,nur in der oberen Schicht ,mal sehen wie es morgen aussieht ,kann man da von Saharastaub ausgehen ?
Das Dachfenster sah nachm abtauen schön dreckig aus ....
Hab mal nen Eimer voll Schnee eingesammelt ,mal sehn ob das für ne kleine Probe reicht wenn es geschmolzen ist .
-
Hallo,
und heute liegen bei uns fast 50 cm Neuschnee. Siehe https://www.geojena.de/index.php?page=teil-16-2021 (Bilder kommen später muss mich erst einmal durch den Schnee arbeiten). Wenn das so weiter geht, beginnt die Saison bei uns nun erst im Mai ??? :( >:( :o
Gruß Conny
-
@Conny:
Nur Geduld bis Freitag.
Habe gestern Abend eine kurze Mail an Froilein Thunwald ( oder war es -fisch oder -berg ? ) geschickt,mit der Bitte um Mobilisierung der Jugend.
Sehr schnelle Antwort, seitens des "Managements" : Am Freitag, nicht vor 10.am. !, wird mit Schneeschiebern, Besen&Schaufeln der "Hof gefegt", also den Eltern, Freunden, Nachbarn tatkräftig geholfen, damit die Infrastruktur nicht "austrocknet".
Trotzdem kam die Frage, am Ende der Antwort : "Wie kannst Du es wagen ? "
VG
Marcus
( der den Schneeschieber noch im Hof stehen hat )
-
Hallo,
habe den einen Beitrag mit hier eingefügt. Weitere Bilder vom Geologischen Lehrpfad sieht man in der Chronik Teil 16.
https://www.geojena.de/index.php?page=teil-16-2021
Stützerbach hat mit 75 cm in Thüringen den Rekord (auch bei Ilmenau). Jena hatte durchschnittlich um die 40 cm Neuschnee (+5 cm Saharaschnee). Und dabei hatten wir vorgestern schon die ersten Frühblüher gesehen.
Gruß Conny
-
Na da kann ich hier in Shönfels bei Zwicke net mithalten ,dafür sieht man im Anschnitt bei 2-3 cm ,den ´´ Sahara- Staub-Horizont´´ ,aber nur ganz schwach !
-
@Conny :
Vielen Dank an Dich. Für eine Zeitreise nach Stützerbach.
Dort "stellten" mich meine Eltern 1979 zum ersten Mal auf Skier und dort scheint auch der Ursprung für meine Sammelmanie zu liegen.
Unweit unserer FeWo lag ein Hügel gegenüber der Glasfabrik und dort tauchten dann, wenn es etwas getaut war,meine ersten aquamarinfarbenen Gläser auf.
Am Kickelhahn oben, habsch mir dann 1985 den Meniskus zerrissen, beim Skifahren. Auch ein bleibendes Erlebnis.
VG
Marcus
-
So Proben verpackt und beschriftet , aus 25 Liter vorsichtig abgekratztem Schnee wurden 4 Ampullen ....
-
Hallo,
im Schweizerischen Jura wurden im Februar ebenfalls Proben genommen und untersucht. "Dank" ein paar spezieller Isotope (u.a. 137Cs) konnte der Ursprung des dort abgesetzten Materials ins südliche Algerien verortet werden....
Glück Auf!
Micha
-
Cool !
-
Hallo Micha,
im Schweizerischen Jura wurden im Februar ebenfalls Proben genommen und untersucht. "Dank" ein paar spezieller Isotope (u.a. 137Cs) konnte der Ursprung des dort abgesetzten Materials ins südliche Algerien verortet werden....
Wo kommt denn das Cs-137 her und wie kann man daraus auf die Herkunft südliches Algerien schließen?
Grüße Markus
-
Hallo,
die Quelle des 137Cs wird in Fallouts französischer Kernwaffentests in den frühen 60er-Jahren gesehen, die in der Region Reggane in Algerien durchgeführt wurden.
Ist ist ein Link zum Artikel:
https://www.acro.eu.org/wp-content/uploads/2021/02/CP-ACRO-vent-du-Sahara-v2.pdf (https://www.acro.eu.org/wp-content/uploads/2021/02/CP-ACRO-vent-du-Sahara-v2.pdf)
Glück Auf!
Micha
-
Hallo Micha,
ok, danke. Ich kann leider kein Französisch, aber deine Zusammenfassung reicht mir schon.
Grüße Markus
-
Hallo,
ich habe mal versucht den Peak bei ca. 475 keV in dem Spektrum im verlinkten PDF zu identifizieren, komme aber zu keinem plausiblem Ergebnis. Es würden ja grundsätzlich Spaltprodukte mit längerer Halbwertszeit, die primordialen und die kosmogen entstandenen Nuklide in Frage kommen und auch die kurzlebigen Töchternuklide in den jeweiligen Zerfallsreihen.
Mit der App Isotope Browser der IAEA kann man gut nach dem fraglichen Energiebereich filtern, man kann auch noch Filter mit der Halbwertszeit setzen, wobei man aber auch die kurzlebigen Töchternuklide ausschließt.
Für mich ist diese Nuklidzuordnung noch recht neu, gut dass wir hier aktive Nutzer haben, die viel mehr Erfahrung darin haben.
Ich gehe schon davon aus, dass jemand mit einem HPGe-Detektor sein Gammaspektroskop richtig kalibrieren kann, schade das man den K40 Peak nicht sieht.
Grüße Josef
-
Hallo,
falls jemand über entsprechende Technik verfügt und messen möchte, würde ich versuchen bei Bedarf etwas Substanz leihweise zur Verfügung zu stellen. Ich habe meine gewonnene Probe verschenkt und habe keinen direkten Zugriff mehr auf diese.
Glück Auf!
Micha
-
Hallo Josef,
der Peak dürfte vom Be-7 stammen. Das wird als Folgeprodukt von Spallationsereignissen in der Hochatmosphäre durch kosmische Teilchen gebildet, und je nach Wetterlage mit dem Niederschlag aus der Atmosphäre ausgewaschen. Da der gemessene Sand ja entsprechend in der Atmosphäre transportiert und mittels Niederschlag ausgewaschen wurde, und auch die Messzeiten für den Nachweis von Cs-137 bei den Probenmengen und Alter entsprechend lange sein dürfte, kommt das mit den Intensitätsverhältnissen der Peaks schon hin.
Der prominente Peak ganz vorne im Spektrum sollte vom Pb-210 stammen.
Ich dachte eigentlich auch, dass man für solche Bestimmungen eher lokal gebundene Spaltprodukte heranzieht, da Cs ja sehr gut wasserlöslich ist und dadurch allgemein sehr weitläufig migriert und auch homogenisiert (siehe Cs-137 von Tschernobyl). Allerdings sind die anderen Spaltprodukte meist sehr schlecht gammaspektrometrisch zu messen, vor allem, wenn man nur noch sehr geringe spezifische Aktivitäten erwarten kann und die Probenmengen recht klein sind.
Hi Micha,
die Möglichkeit zu messen hätte ich schon, allerdings leider im Moment gar keine Zeit, sorry.
Grüße Markus
-
...ach so, ich verwende immer gerne die Lara-Datenbank: http://www.nucleide.org/Laraweb/index.php
Grüße Markus
-
Hallo Markus,
danke für Deine ausführliche Antwort. An Be-7 habe ich auch schon gedacht, hatte es aber ausgeschlossen, weil ich nicht dachte das es im Vergleich so gut messbar ist.
Danke auch für den Link zur der Nuklid-Datenbank.
Grüße Josef
-
Hallo Josef,
gerne. Die Spektrometereffizienz dürfte sich bei der Messgeometrie zwischen 478keV und 661keV nicht relevant ändern. Die Unterschiede in der Übergangswahrscheinlichkeit werden dann über die Aktivitätsverhältnisse kompensiert/überkompensiert. Wie schon geschrieben ist Cs sehr migrationsfreudig, da erwarte ich nur noch sehr geringe spezifische Aktivitäten, welch durch das Be-7 sicher deutlich übertroffen werden. Ob man das Cs-137 auch tatsächlich räumlich zuordnen kann, weiß ich nicht. Da fehlen mir Vergleichsmessungen...
Grüße Markus
-
Hallo,
es ist zwar nur ungefähr der korrekte Zeitraum, aber ich habe zufällig einen Screenshot der Seite https://earth.nullschool.net/ (https://earth.nullschool.net/) gemacht.
Südliches Algerien klingt plausibel.
LG
-
Ich könnte (und würde gerne ) eine meiner Ampullen zur Verfügung stellen !