Mineralienatlas - Fossilienatlas
Mineralien / Minerals / Minerales => Allg. Diskussionen Mineralien / General discussions minerals => Thema gestartet von: Lia am 17 Feb 21, 01:01
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Hallo zusammen,
hier habe ein ungewöhnliches Kalk?mineral, das radial um einen Ast gewachsen ist . Es ist sehr bröselig und scheint sich über einen längeren Zeitraum gebildet zu haben. Organisch oder Anorganisch?
LG Lia
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Das ganze erinnert mich sehr an eine rezente Bildung aus einem Gradierwerk...
Gruß Chrisch
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Danke :)
Habe gerade dran geleckt - schmeckt salzig.
Ist ja peinlich...
Gruß Lia
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Glück Auf!
Eigentlich fehlt im Mineralienatlas noch ein Bild von einer rezenten Mineralbildung auf der Lexikonseite zum Gradierwerk. Mit der Steilvorlage von Chrisch und der passenden Bestätigung von Lia entspricht es wohl dem typisches Erscheinungsbild. Dürfen Salzkristalle aus einem Gradierwerk überhaupt den Status Mineral tragen? Der menschengemachte Einfluss bei ihrer Bildung ist ja sehr offensichtlich.
Mit freundlichen Grüßen
Das Felsenmammut
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Interessant. Ich habe einen Bilderplugin eingerichtet, so kann das Bild einfach der Lexikonseite zugeordnet werden.
https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Gradierwerk
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Hallo,
meines Wissens, wird in einem Gradierwerk die Sohle nur aufkonzentriert, d.h. NaCl bleibt noch in Lösung.
Was sich an den Schwarzdornbündeln absetzt sind irgendwelche Sulfate und Karbonate. Sonst würden die sich im Siedeprozess als erstes absetzen und das Siedesalz verunreinigen.
Durch fein eingeschlossenes NaCl schmecken die dann salzig.
GA
Raik
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Hallo aus Mittelfranken
Das hat Raik gut beschrieben. Im allgemeinen handelt es sich bei den radialen Kristallen ganz einfach um Gips ! Und salzig schmeckt es, weil das stark salzhaltige Gradierwasser natürlich dauernd über diese Kristalle läuft...
Glück Auf
Thomas
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hallo Lia,
danke für die neuen Bilder - du hast mich bekehrt ... ;)
(bei den Fotos im anderen Thread war ich mir ja nicht so sicher)
Schönes Beispiel!
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:)
Simmt, die Salzkonzentration ist so gering, dass ich 3x lecken musste um ganz sicher zu sein. Ich hatte danach noch eine Stunden lang damit zu kämpfen, diesen grätzigen Geschmack aus dem Mund zu bekommen. Aber prima, dass es jetzt eine Zuordnung gibt.
Und ja, es menschelt schon im Lexikon: der Weinstein hat den Anfang gemacht ;D
LG Lia
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Ein kleiner Tipp: Ich würde an einem unbestimmten Stein keinen Geschmackstest (Lecken) durchführen! Das könnte manchmal gesundheitlich ins Auge gehen...
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Danke :)
Habe gerade dran geleckt - schmeckt salzig.
Ist ja peinlich...
Gruß Lia
Daran ist überhaupt nix peinlich ,du hast etwas mutmaßlich mineralisches /fossilisches in deinem Umfeld endeckt und dein Interesse daran hat dich angetrieben der Sache auf den Grund zu gehen und das ganze mit dem dir zur Verfügung stehenden Mitteln (deine Sinne,der Atlas ) zu erforschen .
Das haste doch gut gemacht !
Stell dir mal vor niemand hätte vor vielen Jahren angefangen seine Umgebung zu erforschen ...
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Hi hi,
bei der Überprüfung, ob dieses kuriose Gebilde salzig schmeckt, habe ich es natürlich nicht wirklich abgeleckt, sondern nur mit der Zungenspitze touchiert.
Na ja, und peinlich war mir vor allem, dass ich hier - wie so oft - so dermaßen daneben lag: Mein Belemnit ist eine Murmel und der Kalzit etwas Salziges.
Aber toll, dass es schnell zugeordnet werden konnte :).
LG Lia