Mineralienatlas - Fossilienatlas

Mineralien / Minerals / Minerales => Allg. Diskussionen Mineralien / General discussions minerals => Thema gestartet von: Lexikon am 10 Apr 21, 20:24

Titel: Fluorit in skurrilen Formen
Beitrag von: Lexikon am 10 Apr 21, 20:24
Bilder Diskussion - Image Discussion

 (für mehr Informationen klicke auf das Bild / click on the picture to get more information)

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1450709995.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1450709995.jpg)
Titel: Fluorit
Beitrag von: Klaus Schäfer am 10 Apr 21, 20:24
Hallo Fluoritsammler und Freunde des Absurden,
ich komme einfach nicht über die hier gezeigte irre Ausbildungsform hinweg. Gibt es eine Deutung dieser rhythmisch betonten Bildung ? Mir selbst sind pilzartige Fluoritbildungen bekannt.

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1525796311.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1525796311.jpg)

Wie kann es zu solch einer Abfolge identischer Abstände und Durchmesser kommen ?
Ich gebe allerdings auch zu bedenken, das es Kunststoffe in genau dieser Form ebenfalls gibt. Hat sich da vielleicht einer verhakt ?
Titel: Re: Fluorit
Beitrag von: geni am 10 Apr 21, 22:08
Hallo Klaus,

in der Schlackenfundstelle Pacha Limani kommen öfters solche Bildungen vor.
Die kommen von Perlschnurartig, Atompilz, bis zu Wattebausch ähnlichen  Gebilden vor.
Aber alles nur in der Schlacke die von den alten Griechen ins Meer entsorgt wurden.

Schau Dir mal den Link an, da siehst Du die verschiedenste Formen

https://www.mindat.org/gallery.php?loc=8376&min=1576


Viele Grüße
Gerhard (geni 8))
Titel: Re: Fluorit
Beitrag von: Günter Blaß am 10 Apr 21, 23:07
Hallo Klaus,
auch in der Vulkaneifel gibt es solche skurrile Formen.

Siehe hier das Foto von Eddy Van der Meersche.

Gruß
Günter
Titel: Re: Fluorit
Beitrag von: Josef 84,55 am 11 Apr 21, 09:43
Hallo Klaus,

interessante Gebilde.
Zuerst spekulierte ich, dass ein Gel aus einer Pore in die Lösung gedrückt wurde und eine festere Grenzschicht das Wachstum bestimmt (ähnlich wie Kissenlava), aber die ringförmigen Stufen passen nicht zu dieser Theorie.
Es ist wahrscheinlicher, dass sich das Gel aus der Lösung abgeschieden hat. Auch hier braucht es auch eine Grenzschicht, die das Wachstum hemmt und die rhythmisch die Anlagerung steuert. Dort wo diese am dünnsten ist, lagert sich neues Material an. Durch was diese Rhythmik bestimmt wurde? Gezeiten?? Strombolianische Eruptionen?? Oder die Grenzschicht verhinderte zum Teil das Anlagern völlig, bis die Übersättigung so weit angestiegen war, dass sich jetzt vom schwächsten Punkt aus mehr Material anlagern konnte bis sie nach einer gleichmäßigen Wachstumsphase wieder zum erliegen kam.
Ich vermute diese Gebilde sind erst nachträglich kristallisiert.

Soweit ist das natürlich nur eine Arbeitstheorie die es zu widerlegen gilt.

Grüße Josef
Titel: Re: Fluorit in skurrilen Formen
Beitrag von: felsenmammut am 03 May 21, 00:32
Glück Auf!

Hier noch so eine zyklische Ausbildung, die mir gerade über den Weg lief:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1525450605.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1525450605.jpg)

Mit freundlichen Grüßen

Das Felsenmammut
Titel: Re: Fluorit in skurrilen Formen
Beitrag von: Klaus Schäfer am 03 May 21, 07:49
Hallo Markus,

Sehr interessantes Bild. Auch hier findet sich eine eindeutig logarithmische Folge im Kristallwachstum. Interessant wäre es zu wissen, ob die glänzenden Flächen im Kristall Wachstumsebenen oder Spaltflächen darstellen.

Gruß von Klaus