Mineralienatlas - Fossilienatlas
Mineralien / Minerals / Minerales => Mineralien (Fundort) bestimmen / determine minerals => Thema gestartet von: Lynx am 11 Jun 21, 00:09
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Hallo zusammen
vom Borstein, in einem größeren Block zusammen mit Bariopharmakosiderit, Hämatit, Goethit, Arseniosiderit(?) und Cu-Mineralien kamen diese weissen Kristalle zum Vorschein (BB 1.65 mm). Was kann das sein? Erste Daten geben (Atom %)
Al 7.95
As 4.24
P 0.95
S 0.27
Pb 1.2
Ca 0.74
Sr 0.65
Ba 0.29
Fe 0.29
Dazu C,O (beides auch Untergrund) und Bi (scheint ernst zu sein).
Wie abseitig wäre meine erste EInschätzung, das Philipsbornit zu nennen? Der ist von dort nicht genannt, was aber nichts heissen muss).
Grüße und Danke für Eure Gedanken,
Martin
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Und wo sind die restlichen 83 Atom-% ?
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Glück Auf!
Bei der Zusammensetzung scheint sich der Kreis der Verdächtigen durchaus im Umkreis von Philipsbornit abzuzeichnen. Allerdings könnte die Zusammensetzung auch auf ein Mischglied in der Dussertitgruppe hindeuten, eventuell sogar mit Beteiligung weiterer Minerale aus der übergeordneten Alunit-Supergruppe.
Zumindest ein zusammengebasteltes Verhältnis kommt da schon erstaunlich nah ran (Ca,Ba,Sr,Pb):(Al,Fe):(P,As,S) = 1:2.9:1.9 ≈ 1:3:2. Ein gewisser Messfehler wurde ja schon angedeutet. Eine trigonale Natur der Kristalle scheint, dem Bild nach zurteilen, durchaus möglich zu sein.
PS: In der Dussertitgruppe und sogar in der Alunit-Supergruppe ist die Struktur der chemischen Formel sehr ähnlich. Da entfallen in der Größenordnung 80% der Atome alleine auf O und H. Vielleicht kann Lynx noch die Messmethode mitteilen, die zu dem Messergebnis geführt hat.
Mit freundlichen Grüßen
Das Felsenmammut
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Hallo zusammen,
sorry, das hätte ich noch dazu sagen müssen: EDX im Niederdruck (eineige Pa Restdruck), was zu einer Überschätzung vo O führt. Zudem kommt noch ein verstärktes skirting dazu, den Beitrag von C sehe ich auch auf einem Referenzstück und kann ihn damit ebenfalls dem Untergrund zuordnen (weshalb ich ihn nicht nenne). Bi war unsicher im Bereich 0-0.27%, wegen der Überlagerung mit Pb und S auch unsicher. Ist zwar wohl vorhanden, trägt meines Erachtens keine relevante Information bei.
Die Verhältnisse (Al+Fe3+):(As+P+S):(Pb+Ca+Sr+Ba+Fe2+), die ja im wesentlichen schon die Chemie beschreiben, lassen sich so schon abschätzen. Wohin mit dem Eisen? Glücklicherweise ist das aber eh nicht viel.
@Amir: Dazu C,O (beides auch Untergrund) und Bi (scheint ernst zu sein).
da sind also die restlichen % - eigentlich ja nicht unerwartet ;-)
@Markus: Danke Dir! Genau das hatte ich mir auch gedacht und deswegen gefragt - vielleicht hat ja jemand sowas schon gesehen von dort gesehen.
Kurzum heisst das aber, dass das Material nicht uninteressant ist. Auf jeden Fall werde ich da nochmal nachhaken, genug Material ist da, um auch mit anderen Methoden zu ergänzen.
Grüße,
Martin
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Eindeutig Philipsbornit, zumindest die analysierte Stelle (die Kristalle sehen zoniert aus, daher könnte es auch Zonen mit Hidalgoit geben - As:P:S-Verhältnisses können in Reichenbach stark schwanken, auch innerhalb eines Kristalls).
> Wohin mit dem Eisen?
Fe ist in dieser Gruppe immer dreiwertig und ersetzt das Al.
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Hallo Uwe
Danke für Deinen Kommentar! Das zonierte Aussehen hatte mich auch interessiert. Auf den trüben Flächen scheint der Kristall im REM eher angelöst zu sein bzw. zu wachsen - jedenfalls waren die Unterschiede in der Chemie (soweit die Daten das dann hergeben) auf den unterschiedlichen Flächen klein. Ich werde Ausschau halten, ob ein Kristallit auftaucht, der Richtung Hidalgoit geht - ähnliches Material gabs von unterschiedlichen Stellen in dem Block, vielleicht ja mit unterschiedlichem As:P:S Verhältnis. Vielleicht ist ja auch Plumbogummit dabei.
Grüße, Martin
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Hallo,
wenn es so ein Gerät ist, wie ich denke ;-) kannst du bei 5Pa noch gute QBSD-Bildermachen. Da solltest du Homogenität besser erkennen können.
LG
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hey Frank
Dir wollte ich eh noch antworten ;-)
Ja, das will ich mir genauer anscheuen mit der Zonierung, nachdem ich da etwas mehr Material habe. Sieht spannend aus.
Grüße
Martin