Mineralienatlas - Fossilienatlas
Lexikon / Encyclopedia / Encíclopedia => Bilderdiskussionen / Image discussions => Erledigte Diskussionen - Bilder => Thema gestartet von: Lexikon am 12 Jun 21, 07:36
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Bilder Diskussion - Image Discussion
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(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1388693434.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1388693434.jpg)
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Glück Auf!
Woran macht man an dieser Rutilbildung die Pseudomorphose nach Brookit fest?
Mit freundlichen Grüßen
Das Felsenmammut
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Hallo,
das kann ich nicht sagen.
Es war die Angabe eines sehr zuverlässigen Sammles der uns dieses Stück geschenkt hatte.
Gruß Manfred
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Hallo,
Habe im Netz diverse Hinweise auf diese Stücke aus der Magnet Cove, Hot Spring Co., Arkansas, USA gefunden.
https://www.irocks.com/minerals/specimen/39035
http://www.johnbetts-fineminerals.com/jhbnyc/mineralmuseum/picshow.php?id=61181
http://www.johnbetts-fineminerals.com/jhbnyc/mineralmuseum/picshow.php?id=44785
http://www.mineralman.com/brookite090112.html
Das beantwortet die Frage allerdings nicht.
Auf der Lexikon-Seite zum FO Magnet Cove (https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/USA/Arkansas/Hot%20Spring%20Co./Magnet%20Cove) ist ein Artikel aufgeführt.
Howard, J.M. (1999). Brookite, Rutil Paramorphs after Brookit, and Rutil Twins from Magnet Cove, Arkansas. Rocks & Min., Vol.74, H.2, S.92-102.
leider kein fulltext
https://www.tandfonline.com/doi/abs/10.1080/00357529909602522
Genau genommen ist es als Sonderform der Pseudomorphose eine Paramorphose.
https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Pseudomorphose
https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Paramorphose
In dieser Definition (http://www.geodz.com/deu/d/Paramorphose) wird angegeben, dass die Umwandlung durch Änderung von Druck und/oder Temperatur stattfindet, wie z.B. beim Hoch- und Tiefquarz.
Grüße
Norbert
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Servus,
diese Paramorphosen von Rutil nach Brookit sehen üblicherweise aus wie auf unten angehängtem Foto.
Rutil in Form von gitterförmigen Kristallverwachsungen,wie "Sagenit", ersetzt von außen nach innen einen
mehr oder weniger großen Brookitkristall, hier sogar als Dipyramide 3 x 2cm groß, Altfund um 1900.
Glückauf von Haubi
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Glück Auf!
Nach ausgiebigem Studium der Veröffentlichung von Bauer (1891), vom Rath (1875) und Howard (1999) stimme ich der Aussage von Haubi zu. Die Brookite werden in den Veröffentlichungen als gedrungen isometrische Kristalle beschrieben. Beschreibungen von tafelig gestreckten Brookitkristallen oder entsprechenden Rutilpseudomorphosen sucht man darin vergeblich. Beschrieben werden Pseudomorphosen von Rutil nach Brookit, vollkommen frische, glänzende Brookite ohne jegliche Anzeichen einer Umwandlung und auch reichlich Rutil, der sich ohne erkennbaren Ursprung oder Zusammenhang zu einem Brookitkristall gebildet hat.
Da auf dem diskutierten Bild nur ein Ausschnitt der Stufe mit dem Rutilaggregat, anzunehmenderweise in verzwillingter Ausbildung, zu sehen ist, soll die Einschätzung ob Rutilparamorphose nach Brookit oder einfach nur Rutilaggregat beim Besitzer der Stufe liegen.
Es gibt auch eine Veröffentlichung im Lapis Magazin: Lieber, W. (1992). Brookit von Magnet Cove, Arkansas, USA. Lapis, Jg.17, Nr.11, S.26.
Hierzu fand ich auch Angaben mit Lapis, Jg.16, Nr.12, S.26. Kann da eventuell mal jemand nachschauen, welche Angaben zu Jahrgang und Nr. richtig ist.
Mit freundlichen Grüßen
Das Felsenmammut
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Hallo,
ich habe noch ein Bild von der gesamten Stufe dazugefügt.
Ich sehe das jetzt auch als ein Rutilaggregat, irgendetwas das an Brookit erinnert kann ich auch nicht erkennen.
Gruß
Manfred
Ich habe jetzt die Bildbschreibung geändert.
Manfred
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Glück Auf!
Die Gesamtansicht und vor allem die Beschreibung als "Dipyramide" gibt natürlich ganz neue Fakten zu der Diskussion. Leider lässt das Bild nicht erkennen, welche Art von Dipyramide vorliegt. In den Veröffentlichungen werden für die Rutilparamorphosen nach Brookit sowohl pseudohexagonale Dipyramiden (ähnlich Hochquarz oder Autigenquarz mit unterentwickeltem Prisma) als auch vierseitige Dipyramiden (ähnlich Zirkon, mit mehr oder weniger Prisma) beschrieben. Bei einem dipyramidalen Gesamteindruck des Stückes verschiebt es natürlich die Interpretation für das Gesamtstück hin zu einer Rutilparamorphose nach Brookit. Da der Rutil über die reine Formerhaltung des ursprünglichen Brookits hinaus weiterwächst, kann die ursprüngliche Brookitkristallform immer undeutlicher werden. Weiterhin nennt die Literatur Pseudzwillingsbildung bei den Rutilparamorphosen, die sich durch das Zusammenwachsen von Rutilkristallen, die auf verschiedenen ursprünglichen Brookitkristallen orientiert aufgewachsen sind, ergeben.
Vorschlag für die Bennennung:
Gesamtansich: Rutilparamorphose nach Brookit
Detailbild: Rutilaggregat als Teil einer Rutilparamorphose nach Brookit
Mit freundlichen Grüßen
Das Felsenmammut
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Hallo Markus,
das gefällt mir gut.
Ich denke die Beschreibung passt gut.
Ich habe das so geändert.
Vielen Dank und einen schönen Sonntag
Manfred