Mineralienatlas - Fossilienatlas
Bergbau und Verhüttung / Mining and Smelting / Minería y Fundición => Schlacken, Gläser, Verhüttungsprodukte / slags, glasses, smelting products => Bestimmungsanfragen zu Schlacken/Gläsern/Kunstprodukten => Thema gestartet von: Esperia am 01 Aug 21, 13:20
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Ich hoffe, ich bin hier richtig.
Vor 30 Jahren habe ich am Gletscher im Dachtein dieses Gestein gefunden. Nun ist es mir mal wieder in die Hände gefallen und ich möchte mal wissen, was das ist.
Gerne kann ich auch nochmal bessere Fotos machen. Die Grundfarbe ist glasig grün mit blauen Einschlüssen. Deswegen gehe ich auch irgendwie davon aus, dass es Glas ist. Aber wie kommt das auf ein Geröllfeld unterhalb des Gletschers? Fundort war KEIN Wegesrand. Mein 5-jähriges Ich ist da überall anders rumgestiefelt.
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Hoffentlich sorge ich jetzt nicht für Unmut, weil ich mir die Fragen zur Bestimmung erst jetzt durchgelesen habe. Da der Regen sich verzogen hat, konnte ich nun auch bessere Bilder machen.
Fundort ist noch immer ein Geröllfeld unterhalb des Dachsteingletschers. Vor 30 Jahren gefunden und das nicht am Wegesrand, sondern im Geröll.
Es sieht aus, als wären Blasen eingeschlossen, eine Fließtextur kann ich als Ungeübte nicht erkennen.
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hallo Esperia,
bitte nicht zu einer Bestimmungsfrage zwei threads beginnen, sondern neue Beiträge über "antworten" ans bestehende Thema anhängen.
Ich hab die beiden Themen mal zusammmengeführt ....
lg + ga
oliver
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Mit den Luftlöchern wird es sehr warhscheinlich verwitterte Glasschlacke sein. Ohne den Hinweis hätte man sogar stark zersetzten Fluorit annehmen können.
Einfach mal mit einer Nadel oder Messerspitze ritzen, oder gegen einen echten Quarz ritzen lassen.
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Was müsste dann passieren, wenn ich es anritze? Ich fürchte, damit mache ich meinen Fund kaputt. Sonderlich stabil ist er nämlich nicht oder nicht mehr.
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Glas kann man mit Metall ritzen, weil es die Härte 6 hat. Quarz lässt sich dagegen weder durch Glas noch Metall (ohne enorme Kraft) noch eines anderen weicheren Minerals ritzen. https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Härte?redirectfrom=Mohshärte (https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Härte?redirectfrom=Mohshärte)
Wenn dein Fund nicht mehr sonderlich stabil ist, lohnt es sich wohl nicht den in die Sammlung aufzunehmen.
Gruß
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Sorry, aber (flüssiges) Quecksilber ist auch ein Metall und ritzt rein gar nix ;D Und dann hätten wir noch Blei, Kupfer, Eisen etc. - da muß man härtemäßig schon etwas differenzieren. Der Tip Mohshärte ist als die einfachste Variante der Härtebestimmung immer OK.
Und jeder hebt auf, was einem gefällt oder wo schöne Erinnerungen daran hängen...
Gruß Chrisch