Mineralienatlas - Fossilienatlas
Mineralien / Minerals / Minerales => Mineralien (Fundort) bestimmen / determine minerals => Thema gestartet von: smaragd123 am 15 Sep 21, 12:33
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Hallo zusammen
Habe gestern bei einem Ausflug ins Brohltal dieses Stück Quarz Gang in Sandsteinen, mit plattigen schwarzen XX gefunden. Hatte erst an Hämatit oder Siderit gedacht aber die Strichfarbe ist schwarz. Handelt es sich wohlmöglich um einen Ilmenit?
Grüße Noah
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Wo gibt es denn im Brohltal anstehenden Sandstein? Ich kenne da bisher nur Rheinisches Schiefergebirge und vulkanisches Material.
Günter
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Die meisten devonischen Lagen des Schiefergebirges bestehen aus einer Wechselfolge von Tonschiefer und Sandsteinen. Teilweise haben die Sandstein-Bänke eine Mächtigkeit von über 10m. Und sehr oft finden sich darin Quarz Adern, die Erz enthalten und auch historisch abgebaut wurden.
Grüße Noah
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Glück Auf!
Die Stufe einer Reinigung zu unterziehen, wäre zunächst mein erster Vorschlag, auch wenn ich damit aufgrund mangelnder Kenntnis der Regionalmineralogie und der typischen Beschaffenheit der Stufen riskiere, dass die Glaubwürdigkeit der nachfolgenden Anmerkungen an der Sinnhaftigkeit dieses Vorschlags bemessen wird.
Den Ilmenit will ich mal als Vermutung stehen lassen. Anhand Strichfarbe und bildlichem Eindruck könnte ein Manganmineral in Frage kommen, wobei auch Pseudomorphosenbildung zu berücksichtigen sei. Lässt sich die Härte ermitteln? Lässt sich Magnetismus feststellen? (Bei schwachem Magnetismus empfiehlt es sich, einen starken Magneten an einen Strick zu befestigen und zu prüfen, ob eine schwache Magnetkraft den am Strick hängenden Magneten auslenkt, bzw. ob der Magnet mit schwacher Kraft etwas am Stein haften bleibt. Wie groß ist der Bildausschnitt? Sind Bruchflächen des schwarzen Minerals erkennbar? Wenn Ja, wie sehen sie aus?
Mit freundlichen Grüßen
Das Felsenmammut
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Danke für die Antworten.
Die Stufe werde ich auf jeden Fall noch reinigen und die Härte bestimmen. Der Bildausschnitt ist ca. 1,5cm groß. Magnetisch scheinen die schwarzen Kristalle nicht zu sein. Ich tendiere mittlerweile eher zu Hämatit, jedoch zeigen die Kristalle keine Bildung paralleler Kristallflächen nach (001), wie man es eben von Eisenrosen von verschiedenen Fundorten kennt. Auch sind die Kristalle nicht als typische pseudo-hexagonale xx ausgebildet, sondern eher abgerundet. Bruchflächen zu erkennen ist schwer. Als Erz wurde in der Region hauptsächlich Kupfer, Eisen und Blei abgebaut. Häufige Erze sind Siderit, Hämatit, Chalkopyrit und deren sekundäre Bildungen. Ilmenit ist bei Mindat zwar gelistet, bis jetzt habe ich aber in keiner Literatur darüber gelesen.
Grüße Noah
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Noch zwei Fotos:
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Jedoch gibt es auch oxidierte Siderite sie sehr ähnlich aussehen:
https://www.mindat.org/photo-78474.html (https://www.mindat.org/photo-78474.html)