Mineralienatlas - Fossilienatlas

Bergbau und Verhüttung / Mining and Smelting / Minería y Fundición => Zeugen des Bergbaus / evidence of mining => Thema gestartet von: Gelb am 03 Oct 21, 13:01

Titel: Altbergbau identifizieren: Tagesbruch, Pinge oder Tagebau?
Beitrag von: Gelb am 03 Oct 21, 13:01
Hallo,

ich interessiere mich sehr für den Altbergbau in meiner Gegend. Die bekannten und dokumentierten Stellen hier habe ich nun fast alle besucht, allerdings wird hier seit mindestens 2000 Jahren Bergbau betrieben und der Grossteil dieser Zeitspanne ist undokumentiert. Nun fielen mir aber auch immer wieder undokumentierte Verwerfungen, Gräben, Aufschlüsse oder Haldenhügel auf.

Als Laie kann man schwer sagen was was ist, deshalb hier meine Frage ob es einigermaßen sichere Indizien gibt um eine Landschaftliche Auffäligkeit einer dieser Gruppen zuzuordnen?

Ich nehme an bei echtem Tagebau sieht man noch viel blankes Gestein während bei den Pingen und Tagesbrüchen eher das gleiche Material wie drum rum die Oberfläche bedeckt?
Oder kann man auch Schlüsse aus der Lage dieser Auffäligkeiten ziehen? Z.b. kann ein ehemaliger Tagebau von Pingen umzogen sein? Waren die Menschen tatsächlich so leichtsinnig an mehr oder weniger der gleichen Stelle gleichzeitig Tagebau und Bergbau unter Tage zu betreiben?

Als Laie nehme ich auch einfach mal an dass eine Abraumhalde immer in direkter Nähe zum Gruben/Stolleneingang liegt oder täusche ich mich da und wurde auch dort wo man das Erz verarbeitet Halden mit unnützem Gestein angelegt?

Titel: Re: Altbergbau identifizieren: Tagesbruch, Pinge oder Tagebau?
Beitrag von: felsenmammut am 04 Oct 21, 00:35
Glück Auf!

Bitte das "hier" in den einleitenden Sätzen präzisieren.

Bei einer geologischen Vielfalt die bis ins Paläozoikum zurückreicht, reichlich Vulkanismus, verschiedenste Sedimentabfolgen und üppige Tektonik vorzuweisen hat, ist eine pauschale Antwort zum Unterscheiden von Pingen, bzw Tagesbrüchen sowie Tagebauen nur nach visuell wahrnembaren Eindrücken kaum möglich. Hinzu kommen Erdbewegungsarbeiten, die nicht der Gewinnung von Rohstoffen dienten. Auch natürliche Prozesse, gelegentlich initiiert durch anthropogene Eingriffe, können im Resultat ähnlich aussehen.

Das durch Gewinnung entnommene Gesteinsvolumen (egal für welchen Zweck), Gewinnungsmethoden und Abbautechnologie, Stabilität und Witterungsbeständigkeit, Zeit, die seit dem Ende der Gewinnung vergangen ist; Erosion und natürliche Reliefgestaltung sind nur ein paar Beispiele die maßgebend den jetzigen Gesamteindruck einer mineralischen Rohstoffgewinnung (einschließlich Energierohstoffe) prägen (können). Im Allgemeinen spielt das Gestein da keine große Rolle. Da kann drumherum das gleiche oder ein völlig anderes Gestein vorkommen im Vergleich zu dem, was man innerhalb des vermuteten Abbauortes vorfindet. Verfüllung mit Fremdmaterial im Sinne einer Geotopverseuchung zur Herstellung eines genehmigten Nachnutzungskonzepts kann für den Laien ebenso wie nicht ortskundigen Fachmann für Verwunderung, wenn nicht sogar Verwirrung sorgen. Im konkreten Einzelfall eines beobachteten Geländereliefs im Fest- oder Lockergestein wird man aber deutlich differenziertere Aussagen treffen können.

Der gleichzeitige Abbau gleicher oder unterschiedlicher Rohstoffe über- und untertage schließt sich nicht pauschal aus. Verschiedene Vor- und Nachteile für Tage- oder Tiefbau, können mit unterschiedlichen Strategien, Technologien, Aufwendungen und Nutzen mehr oder weniger effizient angegangen werden. Die lange Zeit nicht vorhandene oder nicht ausreichend präzise Markscheiderei und menschliche Eigenheiten führten bei vielen Berggesetzen zur Einführung der ewigen Teufe. Damit hatte der Eigentümer der Gewinnungslizenz Anspruch auf alle in der Gewinnungslizenz genannten Rohstoffe auf bzw. unter der zur Gewinnung genehmigten Fläche - theoretisch bis zum Erdkern. Auflagen zum Erhalt der Genehmigung, technische Möglichkeiten und Laufzeitbegrenzung weisen den Tiefbau aber in die weithin bekannten Schranken. Moderne Berggesetze sind bestrebt die Verfügbarkeit und Abbaubarkeit übereinanderliegender Rohstoffe zu erhalten, wenn nur ein Teil der auf der Abbaufläche liegenden Rohstoffe zum Abbau beantragt wird.

Ein zeitlicher Versatz von Tiefbau und Tagebau oder Tagebauen in verschiedenen Größenordnungen oder Gewinnung verschiedener Rohstoffe ist weit verbreitet.

Die Entfernung von Abraumhalden ist immer eine Frage von Aufwand und Relief. Vielerorts war/ist das Abkippen des Abraums am Rande der Gewinnungsstätte üblich. Große Tagebaue füllen mit dem Abraum aber auch schon mal das Nachbartal, dass etliche Kilometer entfernt liegen kann. Bei Absetzbecken für feindisperse Rückstände aus der Aufbereitung sind aber auch 50 km Entfernung durchaus im Rahmen des Möglichen.

Mit freundlichen Grüßen

Das Felsenmammut
Titel: Re: Altbergbau identifizieren: Tagesbruch, Pinge oder Tagebau?
Beitrag von: Gelb am 04 Oct 21, 01:37
Vielen Dank für deine ausführliche Antwort trotz meiner lückenhaften Eingangsbeschreibung!

Ok dann will ich mal etwas mehr erzählen..

Der vermutete Tagebau liegt in Hessen im Lahnauer Wald an der Grenze zu Biebertal. In dieser Gegend gibt es unzählige historische, wenn auch recht kleine Abbaustellen von Eisenerz, Kalk und anderen Gesteinen wie Basalt oder Grauwacke.
Der vermutete Tagebau misst etwa 40 x 20m, es gibt eine ebenerdige "Einfahrt" von etwa 3m. Dieses Tagebauloch ist quasi seitlich an der Spitze dieses höchsten Punktes des Hügels.

Etwa 100m östlich liegt der Stollenmund der ehemaligen Grube Hainau. Dazwischen befindet sich heute ein gut befestigter Waldweg. Noch etwas weiter Östlich verläuft die Landstrasse von Waldgirmes nach Biebertal.

Auf dem Lidarbild erkennt man die Verwerfungen rund um den Tagebau leider nicht so gut aber was sich dort rund um das "Hauptloch" als einzelne Löcher zeigt ist eigentlich ein zusammenhängender Graben der mal mehr und weniger tief ist, einzig das Loch ganz oben scheint mir nach Begehung ein Bombentrichter zu sein.

Weiter unten im Bild erkennt man zwei winzige Hügel, dies sind eindeutig Halden vom Eisenerzabbau. Irgendjemand hat schon ein Loch in den Haldenhügel getrieben und man kann schön erkennen wie der Hügel aufgebaut ist.

Im zweiten Bild sieht man das Tagebauloch von der Spitze aus. Leider wie man sieht sehr zugewachsen was ein betreten nicht wirklich möglich macht.

Im dritten Bild die Verwerfung die sich mit etwa 5 m Abstand im 90 grad Bogen von Westen nach Süden zieht.

Viertes Bild Blick ins Innere der Halde.
Titel: Re: Altbergbau identifizieren: Tagesbruch, Pinge oder Tagebau?
Beitrag von: nwsachse am 04 Oct 21, 09:01
Hallo,

hast du schon die geologische Karte zu rate gezogen ?
Für Hessen auch online verfügbar: https://geologie.hessen.de/mapapps/resources/apps/geologie/index.html?lang=de

Wenn du dich für die Gegend interessierst, lohnt es sicher auch, sich die gedruckte(n) Karte(n), incl. Erläuterung(en) zu besorgen.

In dem hier zur Diskussion stehenden engeren Bereich sehe ich i. w. anstehenden Massenkalk des Devon, dieser Bereich ist zusätzlich als Rohstoffsicherungsfläche für reinen-hochreinen Kalkstein ausgewiesen. Randlich von diesem Kalkstein sind "Eisenerzlinsen im oberen Mitteldevon" ausgewiesen.

Meine Schlussfolgerung aus der Ferne wäre:

- es existierte hier ein Tagebau/Steinbruch auf Kalkstein
- die kleineren Gruben rundherum könnten Schürfe auf die Fortsetzung dieses Kalksteinvorkommens oder aber auch Schürfe auf Eisenerz
  gewesen sein

Jörg N.





Titel: Re: Altbergbau identifizieren: Tagesbruch, Pinge oder Tagebau?
Beitrag von: giantcrystal am 04 Oct 21, 11:23
Hallo aus Mittelfranken

ich würde das Lidarbild so interpretieren : Steinbruch oder Tagebau mit Bremsberg zu einer rechts erkennbaren ehemaligen Bahnlinie. Das Ensemble ist recht typisch für einen Gewinnungsetrieb des späten 19.ten Jahhunderts bis etwa 1940.

Da der Abbau ganz oben auf dem Berg stattfand, kann es sich durchaus um einen ehemaligen Basalt- oder Diabasabbau handeln.

Glück Auf

Thomas
Titel: Re: Altbergbau identifizieren: Tagesbruch, Pinge oder Tagebau?
Beitrag von: Gelb am 04 Oct 21, 14:30
Hallo Jörg und Thomas,

Danke für eure Antworten!

Die geologische Karte aus dem Ausschnitt kenne ich, die angesprochenen, freiliegenden Eisenerzlinsen gehören zur ehemaligen Grube Morgenstern auf der anderen Seite der Landstrasse.

Gerade in diesem Gebiet geht es mit der Geologie irgendwie drunter und drüber, so schön abgeteilt wie auf der geologischen Karte stellt es sich tatsächlich nicht ganz dar wenn man durch die Wälder dort streift würde ich sagen.

Das Gestein was im Bruch  (noch) zu sehen ist, ist meiner Meinung nach ein sedimenteres Kalk-Mischgestein, ähnlich wie die Brocken die man in der Verwerfung sieht aber doch etwas anders, brauner/lehmiger und poröser/leichter zu bearbeiten. Allerdings kann ich mir auch gut vorstellen dass alles abbauwürdige Gestein an dieser Stelle schon erschöpft ist.

Zur Grube Hainau sind laut Wikipedia ein Zechenhaus und eine Scheideanlage überliefert, meine Vermutung daher dass dort der dafür notwendige Kalk abgebaut wurde.

Eine Bahnlinie ist mir dort nicht bekannt oder meinst du eine kleine, nur innerhalb des Geländes? Eigentlich ist da alles etwas steil für eine Bahn.

Aber zurück zum eigentlichen Thema :D
Neben den dokumentierten Gruben und erkennbaren Halden gibt es in diesem Gebiet wie gesagt auch zahllose undokumentierte "Landschaftliche Auffäligkeiten" die mein Interesse geweckt haben. Teilweise kann man auf den topografischen Karten sehen dass diese dort auch verzeichnet sind, meistens aber ohne weitere Angabe, also einfach als Bergbaueingrenzung. Andere sieht man nur vor Ort oder eben auf der Lidarkarte. Hoffe das ihr mir dehingehend noch ein paar Tips geben könnt was die Indizien angeht um die Dinge einzukategorisieren.

Mein neues Hobby ist nun eben diese Auffäligkeiten auf der Karte zu finden, rauszufinden was man über Literatur und Internet rausfinden kann, diese zu besuchen, mir Gedanken darüber zu machen was da wohl ungefähr wann los war und sie in meine eigene kleine Karte eintragen. Aber nun hat sich eben rausgestellt dass ich es vor Ort in den meisten Fällen nur schwer beurteilen kann :D

Ich hänge nochmal einen größeren Ausschnitt an, dort sieht man auch den als Tagebau dokumentierten Eisenerzlinsen Aufschluss der Grube Morgenstern (roter Kreis). Hier frage ich mich immer wie wohl in dieser schmalen Spalte gearbeitet wurde bzw wieviel früher einmal frei lag. Etwas weiter rechts liegen die Fundamente der ehemaligen Gebäude dieser Anlage (gelb).

Blau eingekreist ist eine Verwerfung wo ich keine Ahnung habe, evtl ist da in der Vergangenheit viel Wasser lang geflossen, woher und wohin kann man aber nicht wirklich sagen. Gestein liegt dort keines frei.

Bin wie gesagt sehr Dankbar für alle Tips die mir helfen diese ganze Löcher, Risse und Hügel besser einzuschätzen :)


Titel: Re: Altbergbau identifizieren: Tagesbruch, Pinge oder Tagebau?
Beitrag von: giantcrystal am 04 Oct 21, 14:44
Hallo Hans

Hier nochmal der Kartenausschnitt mit dem von mir interpretierten Verlauf des Bremsberges.  Ob unten bei der Verladung tatsächlich früher eine Bahnlinie war oder doch "nur" eine Strasse, weiß ich leider auch nicht

Glück Auf

Thomas
Titel: Re: Altbergbau identifizieren: Tagesbruch, Pinge oder Tagebau?
Beitrag von: nwsachse am 04 Oct 21, 14:56
Hallo,

jetzt sind wir aber weit ausserhalb des ursprünglich übermittelten Kartenausschnittes ?

Nur auf diesen bezog sich ja ursprünglich deine Frage und meine vorhergehende Nachricht.

Was die Identifikation unbekannter Elemente betrifft, gibt es sicher kein Patentrezept. Es hilft dann nur, außer der Geländearbeit, die Heranziehung aller sonstigen Informationen wie z. B:

- online verfügbare Informationen
- archäologische Informationen
- topographische Karten (historische und aktuelle)
- geologische Karten (historische und aktuelle)
- Archivarbeit (Bergarchiv, Staatsarchiv, Gemeindearchiv usw.)

Historische Bergbaugebiete sind, wie du ja schon selbst festgestellt hast, u. U. vollgepflastert mit Schürfen, Pingen usw..

Manches wird sich auch nicht klären lassen.

Jörg N.
Titel: Re: Altbergbau identifizieren: Tagesbruch, Pinge oder Tagebau?
Beitrag von: Steinjäger am 04 Oct 21, 17:44
Hallo,

die genannte Gegend ist mir durch eigene Besuche bekannt. Die Fotos 2 und 3 in dem Beitrag von Hans G. scheinen den oberen Bereich des größeren Kalksteinbruchs nahe dem Forsthaus Haina zu zeigen. Auf Foto 4 ist wohl ein Teil der Halden der Grube Hainau (Roteisensteinbergbau) zu sehen. Hier liegt viel Roteisenstein, mit Kalkstein verwachsen, dieser enthält viele Fossilien. Wilhelm Riemann schreibt 1878 in der Beschreibung des Bergreviers Wetzlar daß die Grube Hainau seit einigen Jahren ein viel besuchter Fundort für die Fossilien des Massenkalks ist. Im Anhang ein ca. 11 x 9 cm großes Handstück von dort.
Gruß und Glück auf!

Uwe
Titel: Re: Altbergbau identifizieren: Tagesbruch, Pinge oder Tagebau?
Beitrag von: Steinjäger am 04 Oct 21, 17:46
... hier noch ein Detail (Brachiopode) aus dem oben gezeigten Handstück.
Titel: Re: Altbergbau identifizieren: Tagesbruch, Pinge oder Tagebau?
Beitrag von: Gelb am 04 Oct 21, 17:50
Thomas, ziemlich genau dort wo du den Bremsberg eingezeichnet hast, liegt der Stollenmund der ehemaligen Grube Hainau in der das Eisenerz abgebaut wurde. Mit den Strassen muss ich mich auch noch beschäftigen, denke aber dass es die Landstrasse an dieser Stelle schon sehr lange gibt.
Was man auf dem Lida schlecht bis gar nicht erkennen kann ist dass das gesamte Gebiet ein Hügel oder Berg für sich ist und von Norden nach Süden stark abschüssig.

Jörg, du hast Recht, der neue Kartenausschnitt ist ein paar km mehr als der erste (aber auch nicht so viel, kann man mit einem schönen Spaziergang alles besuchen, falls mal jemand Lust hat einen Sonntagnachmittag mit mir rumzulaufen, gerne melden), sollte nur als Beispiel dienen was man hier in unmittelbarer Nähe so auf dem Lidar bzw in der Landschaft finden kann was mir noch Kopfzerbrechen bereitet :D

Uwe, du hast völlig Recht mit deiner Einschätzung der Lage aber wenn das der große Steinbruch ist, gibt es dort auch noch einen kleinen den ich noch nicht kenne?
Die Beschreibung von Riemann hatte ich auch gelesen aber da die Fossilien ja unter Tage gefunden wurden die Hoffnung auf einen schönen Fund schon aufgegeben.
Du sagst also mit anderen Worten bei den Halden nochmal genauer schauen könnte sich lohnen? Dein Handstück ist auch abgesehen vom Fossil ein sehr schönes Stück. Kannst du noch mehr dazu sagen was man dort genau sieht an Mineral?

Sorry, das ist jetzt wohl das dritte abschweifende Thema zur Ursprungsfrage aber ich finde alle Antworten sehr spannend. Generell versuche ich aber nicht nur diesen Ausschnitt zu verstehen sondern auch Infos für meine weiteren Ausflüge zu sammeln :D
Titel: Re: Altbergbau identifizieren: Tagesbruch, Pinge oder Tagebau?
Beitrag von: helgesteen am 04 Oct 21, 18:57
Hallo zusammen,

in der Zeitschrift "Der Anschnitt", Heft 3/2021, gibt es einen sehr interessanten Artikel zur Ansprache von Bergbauspuren anhand von Lidar-Daten. Die Autoren haben sich am Beispiel von Pingen auf den Ausbissen von Kohleflözen im Ruhrgebiet sehr viel Mühe gemacht, hierzu Kriterien zu entwerfen und auch die Grenzen der Interpretation aufgezeigt. Ich kann nur empfehlen, da mal reinzuschauen, wenn man Geländespuren des Bergbaus anhand von DGMs identifizieren möchte.

Viele Grüße,
Helge
Titel: Re: Altbergbau identifizieren: Tagesbruch, Pinge oder Tagebau?
Beitrag von: Gelb am 04 Oct 21, 19:01
Danke Dir! 15.90€ mit Versand ist etwas happig aber ich denke schon schwer darüber nach :D
Titel: Re: Altbergbau identifizieren: Tagesbruch, Pinge oder Tagebau?
Beitrag von: helgesteen am 04 Oct 21, 19:40
Danke Dir! 15.90€ mit Versand ist etwas happig aber ich denke schon schwer darüber nach :D

Ja, ist leider teuer, aber vielleicht gibts die Zeitschrift ja in einer Bibliothek in Deiner Nähe?

Viele Grüße,
Helge
Titel: Re: Altbergbau identifizieren: Tagesbruch, Pinge oder Tagebau?
Beitrag von: Gelb am 04 Oct 21, 23:13
Ja, ist leider teuer, aber vielleicht gibts die Zeitschrift ja in einer Bibliothek in Deiner Nähe?

Viele Grüße,
Helge
Gute Idee Helge, es gibt sie tatsächlich in der Uni Bibliothek! Mal sehen ob ich dort ohne Mitgliedskarte trotzdem einen Blick reinwerfen kann.

Titel: Re: Altbergbau identifizieren: Tagesbruch, Pinge oder Tagebau?
Beitrag von: Steinjäger am 05 Oct 21, 17:04
@ Hans G.: Riemann schreibt nicht explizit daß die Fossilien unter Tage gefunden wurden, seine Beschreibung interpretiere ich so daß schon zu seiner Zeit "Petrefaktensammler" und "Geognosten" dort Fossilien aufgesammelt haben ohne dazu in die Grube(n) einfahren zu müssen.
Fossilien, hauptsächlich Korallen, Seelilienstielglieder und Brachiopoden, kann man auf den Halden der Grube Hainau und am oberen Rand des Steinbruchs sicher auch heute noch problemlos finden.
Das abgebildete Handstück besteht aus Roteisenstein mit Kalkstein  und enthält neben dem Brachiopoden noch zahlreiche andere Fossilien bzw. Fragmente davon.
Der "kleine" Steinbruch liegt etwa 250 Meter nordwestlich vom Forsthaus Haina und scheint als Fundstelle uninteressant zu sein.
Gruß und Glück auf!

Uwe
Titel: Re: Altbergbau identifizieren: Tagesbruch, Pinge oder Tagebau?
Beitrag von: Gelb am 05 Oct 21, 18:31
Vielen Dank! Hatte es so interpretiert dass die Sammler sich damals schon am Ausschuss bedient haben, aber es wurde ja auch schon damals ein sehr altes Quarzit Beil "im Grubenfeld" gefunden. In unmittelbarer Nähe zum Steinbruch, zur Halde und nochmal ein Stück Richtung Süden liegen auch, jeweils ein paar Meter nach links versetzt, verzeichnete Bodendenkmäler, leider habe ich ausser den Koordinaten keine weiteren Infos.

Ha, dann kenne ich den "kleinen" sogar auch!

Toll, da werde ich mich auf jeden Fall nochmal umsehen.