Mineralienatlas - Fossilienatlas
Lexikon / Encyclopedia / Encíclopedia => Bilderdiskussionen / Image discussions => Erledigte Diskussionen - Bilder => Thema gestartet von: Lexikon am 21 Nov 21, 08:59
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(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1452946958.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1452946958.jpg)
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Hallo.
Ist das wirklich ein Wolframit ( Ferberit ) x ?
Mir kommt das so vor, daß das eventuell eher ein Bournonit ist.
Wie ist da eure Meinung dazu ?
Loismin
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Glück Auf!
ich teile Deine Bedenken, würde vom Bild her Bournonit für wahrscheinlicher halten, Wolframit aber nicht sicher ausschließen können.
Bournonit und Wolframit ließen sich recht sicher unterscheiden mittels Härtetest. Spaltbarkeit, Strichfarbe, Tracht und Magnetismus können Hinweise geben. Falls in der unteren Hälfte des Kristalls tatsächlich Bruchflächen in größerem Umfang vorhanden sind, sollte im Falle von Wolframit eine gute Spaltbarkeit in einer Ebene parallel zur Streifung erkennbar sein. Bei Bournonit ist die Spaltbarkeit deutlich schlechter ausgeprägt. Bournonit hat eine deutlich grau-schwarze Strichfarbe. Bei Wolframit ist meist ein deutlicher Braunton in der Strichfarbe. Bei Ferberit wäre der Magnetismus feststellbar. Bournonit ist unmagnetisch. Schwierigkeiten kann der Arsenkies bereiten, falls dieser auch für Arsenkies deutlichen Magnetismus zeigen sollte. Eine sorgfältige Testdurchführung sollte dieses Problem aber ausgrenzen können. Der Magnetismus wird schwächer je weiter der Wolframit Richtung Hübnerit liegt. Eine sorgfältige Inspektion der Orientierung der ausgebildeten Flächen kann Hinweise auf eine monokline Natur des Kristalls liefern. Leider können Bournonit und Wolframit aber rein von der Tracht sehr ähnlich ausfallen. Wenn die beim monoklinen Wolframit schief stehenden Flächen nicht ausgebildet sind, bleiben Bournonit und Wolframit auch im Habitus recht ähnlich.
Für eine Aussage ob Wolframit oder Bournonit anhand von Tracht und Habitus liefert das Bild nicht genug Hinweise. Eine Überprüfung des Magnetismus, der Strichfarbe und der Spaltbarkeit fällt dem Besitzer der Stufe zu. Wenn man den unteren Teil des Kristalls als Bruchflächen deutet, so erweckt das Bild hierbei eher einen muschligen Bruch, den man so als Argument für Bournonit auslegen könnte.
Mit freundlichen Grüßen
Das Felsenmammut
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Anhand der Bruchflächen, die muscheligen Bruch zeigen, würde ich auch auf Bournonit tippen.
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wir prüfen das in den nächsten Tagen. Danke für den Hinweis.
Manfred Seitz
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Wolframit von Baia Sprie, zumindest die die ich bisher gesehen habe, sind immer tafelig/flach. Auch große Kristalle von mehreren cm sind alle langestreckt und dünntafelig.
Noch nie habe ich einen so blockigen Kristall von dort gesehen und dann sind diese immer ganz dunkel eher schwarz, nicht grau und bis auf wenige Ausnahmen immer glänzend.
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Hallo,
ich habe jetzt dieses Mineral nochmal genau angeschaut.
Dazu Bilder der beiden Seitenflächen.
Ich konnte folgendes feststellen:
Strich ist eisengrau, Bruch ist muschelig, hochglänzend, Härte - lässt sich mit Nadel leicht ritzen, Härte ca. 3.
Nicht magnetisch. Vergleich mit anderen Bournonitkristalle überzeugt mich, dass hier ein Bournonit vorliegt und kein Wolframit.
(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1637867063.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1637867063.jpg)
(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1637866710.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1637866710.jpg)
Ich habe auf der Lexikonseite die Stufe geändert.
Auch von mir ein Danke für eure Hinweise.
Gruß
Manfred