Mineralienatlas - Fossilienatlas
Mineralien / Minerals / Minerales => Mineralien (Fundort) bestimmen / determine minerals => erledigte Bestimmungen / completed determinations => Thema gestartet von: Debuddler am 22 Jan 22, 11:51
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Hallo Forum,
Ich habe vor Jahren einen Stein gefunden der seit dem im Schrank liegt und jedes Mal wenn ich danach schaue stellt sich die Frage was das wohl sein könnte.
Gefunden wurde er in 66640 namborn, in rotem Sand /Sandfels. Es gibt hier öfter mal versteinertes Holz, aber so was hab ich nie wieder gefunden.
Es sieht aus wie Metall, ist aber nicht leitfähig, nicht magnetisch und auch nicht von einem Metalldetektor erfassbar. Steinsammler die ich gefragt habe wissen es auch nicht.
Wie geschrieben, es zieht sich schon ein paar Jahre hin.
Vielleicht hat jemand von euch eine Idee.
Gruß Joachim
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Könnte Hämatit sein.
Ist das Stück relativ schwer für seine Größe? Strichfarbe?
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Kann man damit oder mit kleinen Bruchstücken Glas zerkratzen?
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Wenn das alles nicht zutrifft, könnte das evtl Glimmer sein ??
Hast du ein Bino zur Verfügung..ist das in Schichten aufgebaut ??
was sagt die Strichfarbe??
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Wow,
Jetzt habt ihr mich aber überrascht.
Mit so einem Feedback hätte ich nie gerechnet.
Also, ich bin da kein Fachmann, was ist ein Strich, wer heißt bino?
Das kratzen probier ich.
Ja, er kommt einem sehr schwer vor, daher dachte ich an ein Metallerz.
Wenn man ihn in der Hand dreht glitzerd er fast schon magisch. Hämatit kenne ich nicht als rohstein, als trommelstein sieht der doch wie Metall aus, aber ohne glitzern.
Mein Stein sieht wie gepudert aus.
Es wäre schön zu wissen was es ist.
Ich danke euch allen für die Hilfe.
Gruß Joachim
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hallo Joachim,
Strich: https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Strich?redirectfrom=Strichfarbe&memberid=
Bino = Binokular = Stereomikroskop
lg
oliver
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Also Glas kratzen geht.
Strichfarbe fällt aus, ich habe nur Steingut und da es eine frische bruchstelle sein soll (gerade nachgelesen) die ich nicht habe, werde ich den Stein auch nicht mit Absicht klein klopfen. Habe ja nur den einen
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damit fallen Glimmer und Hämatit schon mal weg ....
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Dann vermute ich mal einen Zuschlagstoff aus der Eisenverhüttung, der dorthin verschleppt wurde.
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Hier noch den link zum Video.
https://youtube.com/shorts/vkRRGXD6ppI?feature=share
Hoffe das klappt.
Ein Meteorit kann ausgeschlossen werden?
Wenn es ein zuschlagsstoff wäre, wie finde ich heraus was es sein könnte?
Schlacke oder so gibt es hier nicht. Die nächste Hütte wäre in Neuenkirchen gewesen (30 km) entfernt.
Naja, falls ihr es nicht rausfinden könnt, wer dann?
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Ein Meteorit kann ausgeschlossen werden?
JA !
;D
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damit fallen Glimmer und Hämatit schon mal weg ....
Wieso fälllt Hämatit weg? Glas hat ein Mohs von 6. Hämatit hat ein Mohs zwischen 5 bis 6. Und da es irgendein "Gemisch" ist, dürfte die Härte etwas härter ausfallen. Für mich sieht das nach einer Granodiorit Art mit Eiseneinlagerung (Hämatit) aus.
VG.
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die Idee, dass da evtl. Hämatit z.B. "quarzig" gebunden sein könnte, hatte ich auch schon - sieht aber irgendwie nicht danach aus.
Genausowenig, wie das Stück nach Granodiorit aussieht.
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Wenn es Verhüttung ist, könnte man es mit doch einem Magneten überprüfen.
ich meinte sowas wie Zweiglimmerdiorit oder Glimmergneis, Aber der sieht ja anders aus.
Das hier kommt eher hin.
(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1192961459.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1192961459.jpg)
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Moin, könnte vielleicht verkieseltes Holz ( Bruchstück ) sein.
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Keine Dichte, keine Strichfarbe etc., aber jede Menge schwammige Ansagen und Vermutungen. Besonders toll finde ich Granodiorit oder verkieseltes Holz! Also jetzt wird es langsam schon witzig! Es wird wohl möglich sein, als Minimum die Strichfarbe festzustellen, oder?
Volkmar
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Hallo Volkmar,
Sei mir bitte nicht böse, aber ich bin Laie.
Und frage hier nach Hilfe.
Nachgelesen hab ich das die Strichfarbe an einem frischen Bruch gemacht werden soll um eine Verfälschung zu vermeiden.
Ich hau den Stein, den keiner kennt nicht kaputt. Was hab ich dann davon?
Genau, 2 unbekannte Bruchstücke.
Ich wusste bis gestern nicht einmal was die Strichfarbe ist.
Aber ich versuche es gleich mit dem Rand.
Dann die dichte.
Ich bin dran das Volumen zu ermitteln.
Dieses glaskratzen hab ich gestern ja gemacht, da wäre ich auch nicht drauf gekommen.
Dazu die Info das er nicht magnetisch ist, nicht vom metalldetektor erfasst wird und das er keinen Strom leitet.
Jetzt mal ehrlich, als Unwissender habe ich doch schon was gemacht.
Wenn es leicht wäre, hätte man das Rätsel schon gelöst.
So, jetzt geh ich porzellan suchen.
Danke für eure Hilfe
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Die Dichtebestimmung ganz einfach:
1. Stelle einen Becher mit Wasser auf eine digitale Waage.
2. Nulle die Waage
3. Hänge den Stein an einem dünnen Faden schwebend in das Wasser. (Der Stein darf den Becher nicht berühren, muss vollständig untergetaucht sein und der Becher darf nicht überlaufen)
4. Die Waage zeigt das Volumen an. Notiere diesen Wert.
5. Lasse den Stein zu Boden sinken und halte den Faden locker.
6. Die Waage zeigt das Gewicht
7. Teile diesen Wert durch das Volumen. Das Ergebnis ist die Dichte.
Die Schritte 3-7 können bequem (durch Anheben und Absenken des Steins) mehrfach wiederholt werden und ein genaueres Ergebnis duch Mittelwertbildung erhalten werden.
Ich hoffe, das hilft weiter
Thomas
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So,
Mehr Info,
Strichfarbe, nicht frisch gebrochen. Etwa die Farbe von den rotbraunen stellen.
Siehe bild
Der breite Streifen wurde mehrfach gerieben.
Dichte.
Ich habe folgendes versucht.
Ein Becherchen inklusive Stein genullt auf der Waage und dann über den Stein aufgefüllt.
Dann den Stein rausgeholt.
Differenz in gramm Wasser sollte auch das Volumen sein, Wasser hat die dichte von annähernd 1 soweit ich weiß. Also 5 ccm
Der Stein wiegt trocken 62 g.
Wäre eine dichte von 12,4 g/CCM.
Ich hoffe ihr findet was.
Für weitere Vorschläge bin ich offen.
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Hallo Thomas,
Danke für deine Hilfe, meine Methode ist wohl falsch gewesen.
Ich korrigiere mich.
Nach der Methode von Thomas
Hätte ich ein Volumen von 12 und ein Gewicht von 62g (wenigstens das konnte ich).
Wäre dann ein dichte von 5,16 ich hoffe ihr könnt was damit anfangen.
Gruß Joachim
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Ein Becherchen inklusive Stein genullt auf der Waage und dann über den Stein aufgefüllt.
Dann den Stein rausgeholt.
Differenz in gramm Wasser sollte auch das Volumen
Das geht so nicht !
Die ermittelte Dichte ist viel zu hoch (etwa die von Blei)
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Dichte, Strichfarbe und schuppige Ablösung von Partikeln (im 2.Bild zu sehen) weisen auf Hämatiterz hin. Vermutlich wohl duch menschlichen Einfluss an den Fundort gelangt.
Thomas
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Jetzt werde ich noch bekloppt.
Weil ich jetzt ja gerade den Stein am Faden hängen hatte kam mir die Idee das mit dem magnetisch noch mal zu prüfen.
Am Faden hängend bewegt sich der Stein vom Magneten weg.
In der Hand geprüft spürt man es nicht.
Da hätte ich früher drauf kommen können.
Ändert das jetzt im Nachhinein etwas?
Hämatit wäre für mich auch okay, Hauptsache das Kind hat einen Namen und die suche ein Ende.
Ich kann mich nur noch einmal bei euch bedanken.
Gruß Joachim
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Hallo Volkmar,
Sei mir bitte nicht böse, aber ich bin Laie.
Und frage hier nach Hilfe.
Nachgelesen hab ich das die Strichfarbe an einem frischen Bruch gemacht werden soll um eine Verfälschung zu vermeiden.
Ich hau den Stein, den keiner kennt nicht kaputt. Was hab ich dann davon?
Genau, 2 unbekannte Bruchstücke.
Ich wusste bis gestern nicht einmal was die Strichfarbe ist.
Aber ich versuche es gleich mit dem Rand.
Dann die dichte.
Ich bin dran das Volumen zu ermitteln.
Dieses glaskratzen hab ich gestern ja gemacht, da wäre ich auch nicht drauf gekommen.
Dazu die Info das er nicht magnetisch ist, nicht vom metalldetektor erfasst wird und das er keinen Strom leitet.
Jetzt mal ehrlich, als Unwissender habe ich doch schon was gemacht.
Wenn es leicht wäre, hätte man das Rätsel schon gelöst.
So, jetzt geh ich porzellan suchen.
Danke für eure Hilfe
Hallo Joachim,
das war keine Kritik an Dir (außer vielleicht, dass man die Strichfarbe sehr leicht an der Unterseite einer Kaffeetasse machen kann). Als Laie hast Du viel mehr geliefert als so manch anderer, Respekt! Sie war vielmehr den meisten bis dahin gelieferten Vermutungen ohne Hintergrund geschuldet. Ich hätte gewettet, dass der Strich rot sein würde, aber ohne Durchführung des Tests wäre auch meine Vermutung (Hämatit) wertlos gewesen. Jetzt, da der Strich tatsächlich rot ist, ist ja klar, was es ist. Nach der Ansage von Uwe wäre nur der Strichtest nötig gewesen, um es zu bestätigen. Schließlich würde er nicht den Hämatit als wahrscheinlich ins Rennen werfen, wenn er nicht Argumente dafür hätte. Das beste hast Du ja jetzt nachgeliefert.
Also entschuldige bitte, wenn mein Post falsch rüber gekommen ist!
Gruß
Volkmar
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Hallo Volkmar,
Ich gebe zu das ich deine erste Antwort auch etwas hitziger gelesen habe als sie in Wirklichkeit war.
Hämatit wäre auch schön. Den kenne ich hier aus der Gegend eher als blasige Schlacke, kommt oft bei rötel vor.
Wenn ich jetzt noch einen finden würde, oder was anderes interessantes weiß ich ja wo ich um Hilfe bitten kann.
Das mit der Verschleppung muss ja so gewesen sein, sonst hätte ich ja schon was ähnliches gefunden. Ich bin ja mindestens 2 mal pro Woche dort.
Das er jetzt doch leicht magnetisch ist wäre auch ein Indiz für Hämatit?
Was so ein Steinchen alles kann.
Ich weiß jetzt wie man die dichte rausfindet, was Strichfarbe ist und das es sich lohnt mal was in die Tasche zu stecken wenn es interessant ist.
Gruß Joachim