Mineralienatlas - Fossilienatlas
Vermischtes / Miscellaneous / Varios => Dies und Das / this and that => Thema gestartet von: Stefan am 29 Jul 05, 11:57
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Ich starte diese Diskussion als "Verweis Ziel" für andere Diskussionen in denen dieses Thema auftaucht.
Immer wieder muss ich Anschuldigungen lesen wie
- Fundstellen werden verheimlicht bis sie erschöpft sind
- Fundstellen werden angeblich ausgebeutet bis nur noch Schutt übrig bleibt
- Es wird alles ausgebeutet und verkauft
diese Anschuldigungen beruhen in meinen Augen oft auf absoluter Unwissenheit und Neid.
Besagte Sammlungen werden oft über Jahre mit viel Schweiß zusammen getragen. Oft wird jede freie Minute zur Suche aufgewandt. Ständige Präsenz während des Abbaus ist das Mittel zum Erfolg. Und dann kommen die Neider, die einen Blick in solch eine Sammlung werfen dürfen, die Fundstelle aufsuchen und sich wundern, dass die interessanten Schichten verschwunden sind. Wären da nicht die Sammlerfreaks, die kontinuierlich ihre Freizeit opfern, wären die Funde für die Ewigkeit verloren - geschreddert und zerstückelt.
Warum werden Fundstellen verheimlicht? Oft steckt hinter der Suche monatelange und jahrelange Recherche und Mühe. Wenn dann mal der Fund der Funde gelingt, warum sollte ein Sammler fremde Leute an seiner Mühe teilhaben lassen. Um solche Informationen zu bekommen, da muss man sich mit dem Thema auseinander setzen und Kontakte knüpfen. Vertrauen bekommt man nicht geschenkt.
Sicher werden auch viele Funde verkauft. Es soll sogar Leute geben die davon Leben oder ihre zahlreichen Exkursionen damit finanzieren. Na und? Was ist daran verkehrt, es ist halt nicht nur ein Hobby. Wie finanziert ihr tausende von Kilometern um ständig an den Exkursionszielen präsent sein zu können?
Mit Neidgedanken kommt keiner weiter.
Meine Sammlung ist bescheiden und ich freue mich tolle Sammlungen anschauen zu dürfen und habe vollen Respekt vor der Arbeit die dahinter steckt.
Meinungen sind erwünscht!
Gruß Stefan ;D
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...klingt ein wenig nach Rechtfertigung... ???
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Ein wenig dünn die Antwort.
Rechtfertigung würde ich nicht sagen, dazu gibt es keine Notwendigkeit, es ist Aufklärung, es ist es ein Entegenkommen. Aufklärung hilft vielleicht manch engstirniges Denken zu korrigieren. Warum sollte ich mich rechtfertigen, ich habe keine solch umfangreiche Sammlung (leider *snief*).
Wo sind denn die Argumente der Neider und Nörgler? Wo sind denn die viel verkündeten Fundstellen die sie nun nicht mehr weiter geben wollen wenn sie keine Infos bekommen. Ich habe noch keine Fundstellenbeschreibung dieser Personen gelesen. Wo sind denn die tollen Funde die sie tätigen ohne dabei von einem anderen Sammler an der Hand geführt zu werden?
Ich werde diese Diskussion bewusst provokant durchführen, da ich es dick habe mich mind. ein mal die Woche mit diesen Kleinkindern auseinander setzen zu müssen, die in meinen Augen nie gelernt haben, dass Erfold nur von harter Arbeit (vielleicht auch ein wenig Glück) kommt.
Gruß Stefan
P.S Leider liegt es in der Natur der Neider und Nörgler unerkannt bleiben zu wollen, daher werden alle Gastbeiträge in diesem Thread ohne weitere Ankündigung gelöscht!!
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Hallo Stefan,
Besagte Sammlungen werden oft über Jahre mit viel Schweiß zusammen getragen. Oft wird jede freie Minute zur Suche aufgewandt. Ständige Präsenz während des Abbaus ist das Mittel zum Erfolg. Und dann kommen die Neider, die einen Blick in solch eine Sammlung werfen dürfen, die Fundstelle aufsuchen und sich wundern, dass die interessanten Schichten verschwunden sind. Wären da nicht die Sammlerfreaks, die kontinuierlich ihre Freizeit opfern, wären die Funde für die Ewigkeit verloren - geschreddert und zerstückelt.
Warum werden Fundstellen verheimlicht? Oft steckt hinter der Suche monatelange und jahrelange Recherche und Mühe. Wenn dann mal der Fund der Funde gelingt, warum sollte ein Sammler fremde Leute an seiner Mühe teilhaben lassen. Um solche Informationen zu bekommen, da muss man sich mit dem Thema auseinander setzen und Kontakte knüpfen. Vertrauen bekommt man nicht geschenkt.
Also für Steinbrüche trifft das alles ganz gut zu.. bei Halden liegt es m.E. anders. Ich kann durchaus verstehen daß wenn ein Sammler eine neue Fundstelle entdeckt er erst selbst (oder mit Freunde) dort suchen möchtet. Das ist aber nicht gleich zu setzen mit geheim halten für alle Zeit. Im letzten Fall, was wenn der Sammler stirbt? - Lage der Fundstelle nicht mehr bekannt, alle Funden vertauscht oder verkauft... ; da tut mein 'wissenschaftliches' Herz weh! Anderseits kann ich mich nicht wirklich darüber aufregen - ich werde mir halt mehr Mühe geben um die 'geheime Fundstellen' auch zu entdecken. Ist nur schade daß einige Leute nicht bereit sind Fundstellen mit anderen zu teilen.
Sicher werden auch viele Funde verkauft. Es soll sogar Leute geben die davon Leben oder ihre zahlreichen Exkursionen damit finanzieren. Na und? Was ist daran verkehrt, es ist halt nicht nur ein Hobby. Wie finanziert ihr tausende von Kilometern um ständig an den Exkursionszielen präsent sein zu können?
Wie ich in einem anderem Thread schon gesagt habe: ich habe prinzipiell nichts gegen verkaufen. Es gibt aber Ausnahmen. Für mich ist es immer ein Erlebnis wenn ich etwas finde, bei gekaufte Stücken habe ich das nicht. Außerdem macht es mir spaß um alles bis ins Detail zu beschreiben; so z.B. der Zusammenhang zwischen die verschiedene Mineralien, Gesteine und geologische Strukturen. Deswegen soll es nicht schwer zu verstehen sein, daß ich es ärgerlich finde wenn Fundstellen durch eine bestimmte Person oder Gruppe ausgebeutet werden und alles an Material verkauft wird (also nur kommerzielle Belangen - kein Dokumentation, kein Erlebnis - oder nur für ein paar Personen). Neid? - vielleicht. Ich denke es ist eher etwas wie: es könnte besser sein! Es gibt ja sehr sehr viele Sammler die selbst sammeln. Die wollen nicht nur kaufen, die wollen auch erleben. Naja so ist eben auf dieser Welt, alles dreht sich nur um Geld und Macht :P. Jedoch schade daß auch unseres schönes Hobby davon betroffen ist.
In diesem Sinne,
Gruß Robin (der sich nicht als Neider oder Nörgler bezeichnet ;D)
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Hallo Stefan,
das sehe ich eigentlich ganz ähnlich, ich persönlich werde mich hüten, die wenigen guten Aufschlüsse, die ich kenne, an die grosse Glocke zu hängen. Zum einen, weil es mich gute 2 Jahre gekostet hat, die Aufschlüsse zu erkunden (Stratigraphie, fündige Horizonte und, und und...) und zum anderen, weil ich meine Sammelerlaubnis nicht aufs Spiel setzen will.
Das heisst aber nicht, dass ich niemanden teilhaben lasse, aber ich suche mir die Leute raus, die ich dorthin mitnehme!
Da gehört dann allerdings mehr als nur ne E-mail, mit der Frage nach Fundstellen dazu, das ist Vertauenssache.
Der Vorwurf das Fundstellen komplett "ausgebeutet" werden hat bei näherer Betrachtung keinerlei fundierte Grundlage.
Ich bin fast jedes Wochenende unterwegs, (wenn die richtige Schicht angeschnitten ist auch mehrmals die Woche), das ist aber noch lange keine Fundgarantiie. Die meiste Zeit finde ich sehr wenig, oft auch gar nix!
Die alles entscheidende Frage ist doch: wieviele Fossilien, die ich aus dem Gelände mitnehme, kommen am Ende in die Sammlung? Als Muschelkalksammler mache ich persönlich die Erfahrung, dass vielleicht EIN fertig präparierter Ceratit von anfänglich 10 gefundenen Stücken, auch tatsächlich so gut ist, dass er in der Sammlung landet - und dieser Schnitt ist schon das Optimum!
Wie blöd müsste ich dann sein, wenn es mal "rappelt", nur einen Teil der möglichen Funde mit nach Hause zu nehmen und den Rest der Fossilien liegenzulassen, nur damit nachfolgende Sammler auch noch was finden können! In der Regel wird das Zeug sowieso verschottert!
Ich sammel jetzt seit 3 Jahren recht manisch, und habe eine kleine Sammlung zusammengetragen, mit der ich sehr zufrieden bin. Neben vielen Eigenfunden ist auch einiges gekauft oder getauscht - das meiste allerdings selbst präpariert. Als Sammler muss man sich den örtlichen Gegebenheiten anpassen, ich habe die Erfahrung gemacht, dass es sehr viel fruchtbarer ist die Aufschlüsse, die man in der näheren Umgebung hat permanent heimzusuchen, anstatt quer durch die Republik zu reisen um vermeintlich spektaküläre Fundstellen abzuklappern.
Fundlücken kann ich immer noch über Tausch, oder Kauf schliessen.
Nurch durch Hartnäckigkeit und Mühe sind schöne Sammlungen aufgebaut worden
(oder mit nem grossen Geldbeutel :) )
Bin ich neidisch?? - sehr oft! :) :) - Das sehe ich aber eher als Ansporn!
Oliver
PS: Abschliessend wäre vielleich noch anzumerken, dass jeder Sammler nur das mitnehmen sollte, was seinem persönlichen Niveau entspricht :)
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Hallo zusammen,
den meisten Eurer Ausführungen kann ich mich anschließen. Die Weitergabe von Fundstellen sollte den Umständen entsprechend zurückhaltend und auf Vertrauen basierend sein.
Einen weiteren Aspekt sehe ich bei der Weitergabe von Fotos, Erzählungen usw. zu den jeweiligen Funden, die man dort getätigt hat. Dort sollten wir uns auch immer wieder fragen, wem und vor allem wie wir jemandem unsere Sammlungen zeigen. Klar, der Stolz ist da, aber bei dem einen oder anderen kann dadurch auch ein Eindruck entstehen, der nicht gewollt oder sogar ärgerlich ist.
Wenn von Vornherein klar gemacht wird, unter welchen Bedingungen (Ausdauer, Schmerz, Herzblut) solche Sammlungen von Enthusiasten wie uns entstehen, wird das Unverständnis und der Neid vielleicht in Grenzen gehalten.
Viele Grüße
Michael
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Danke für Eure sehr umfassenden Ausführungen :D
Ich weiß nicht ob es Sammler gibt die ihre Fundstellen wirkllich geheim halten. Für eine gewisse Zeit sicher. Mir geht es so, dass ich die Freude gerne mit anderen mir vertauten Sammlern teile. Macht doch viel mehr Spass mit Freunden suchen zu gehen. Die gehen dann wieder mit anderen Freunden hin usw. So wird die Fundstelle nach und nach bekannt. Eine Fundstelle zu veröffentlichen, die nach wenigen besuchen abgegrast ist, macht eh keinen ausgeprägten Sinn und Halden etc. sollten eh mehr oder weniger allg. bekannt sein.
Ich habe auch schon eine Fundstelle veröffentlicht, 1. Tag nach dem ich dort war. Bei Aufschlüssen die nur kurze Zeit bestehen gebe ich die Info gerne weiter damit die Funde nicht verloren gehen. Klar nutze ich meinen zeitlichen Vorteil erst mal aus um in aller Ruhe alleine zu suchen. Dafür habe ich sie ja auch gefunden.
@Zuercherella & Alle
Um aufzuzeigen, dass keiner seine Sammlung in 5 Minuten zusammen getragen hat soll dieser Thred helfen. Ich fände es schade, wenn die Leute hier ihre Sammlung nicht mehr zeigen können nur weil es andere in den falschen Hals bekommen könnten.
Gruß Stefan
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Hoi Zusammen,
ich gebe Zuercherella recht. Auch ich denke, dass die Weitergabe von Fundstellen den Umständen entsprechend zurückhaltend und auf Vertrauen basierend sein sollte. Doch es ist doch in einem Gespräch unter auch nicht bekannten Sammlern kein Problem eventuell Tipps zu eigen recherchierten Fundstellen im Austausch preiszugeben. Doch es wird keiner so rumlaufen und jedem X-beliebigen der gerade ihm übern Weg läuft unaufgefordert Fundstellen preis gibt oder?!
Zum Punkt Sammlungen:
Jedem Mineraliensammler ist es doch klar, dass eine Vitrine mit Ausstellungsstücken nicht über Nacht zusammengetragen worden ist. Auch ich habe schon Sammlungen gesehen, wie die von Tumaisch Curschellas, wo mir im ersten Moment die Kinnlade runtergefallen ist. Ich ist mir immer bewusst, dass solche Sammlungen nicht einfach so wie Pilze aus dem Boden spriessen.
So ich will aber jetzt nicht noch weiteres beitragen (obwohl ich es könnte).
"Sehe gerade, dass Stefan noch einen Beitrag eingestellt hat, dem ich mich voll anschliessen möchte"!
Gruss
Klaus
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Hallo alle,
na dann will ich mal meinen bewusst provokanten Senf dazu geben. Es ist nun mal leider so das garade in unserem Hobby Neid, Missgunst, Argwohn und Geheimniskrämerei an der Tgesordnung sind! Das klingt hart, ist aber genau so, gerade bei den Fundstellentips! Jeder (fast jeder) der eine lohnende Fundstelle aufgetan hat behält die info für sich oder gibt sie bestenfalls ein bis zwei Kumpels bekannt. Wenn die Fundstelle ausgebeutet ist beginnt die Geschäftemacherei und die Sachen werden verkauft. Jeder ist nur nach neuen Infos her um neue lohnende Fundstellen aufzutun und das Spiel beginnt von vorn.
Letztlich sieht man das auch hier im Forum bzw. Lexikon. 10 bis 20 Leute (mehr nicht!) bemühen sich hier neue Fundstelleninfos bereit zu stellen, meist top aktuell oft noch am selben Tag an dem die Stelle besucht wurde, Mitglieder gibt es aber fast 900, Hits im Atlas über 300000 pro Monat, Sammler in Deutschland vielleicht 200000! Was machen die wohl alle, sie suchen Infos und saugen sie ab wo sie sie bekommen können (natürlich auch in Büchern, Artikeln, Zeitschriften usw.) ohne selbst welche zu liefern. Auf Börsen hört man auch immer wieder wie Infos von uns weiter gegeben werden.
Ich bin ein Sammler dem zwei drei Stücke je Mineral bzw. Fundstelle reichen und der auch deshalb jeden Tip auch gern weiter gibt, ich horte nicht das Zeug im Keller bis es zur Tür rausquillt.
Und genau diese Geheimniskrämerei ist ganau das was nich immer so ankot.... :-X Auch deshalb bin ich hier im Atlasaktiv, soweit es die Zeit erlaubt, gerade wenn es um Fundstelleninfos geht, weil man damit Schluß machen muß Fundstellen als sein Privateigentum zu betrachten und Geschäfte daraus zu schlagen. Ich weis natürlich das nur wenige so denken, aber steter Tropfen höhlt den Stein. ;)
Gruß Jürgen
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Hallo Stefan,
na da hast du dir ja wieder ein Thema einfallen lassen,und das auch noch zur Sommerzeit.Aber was solls ich bin bei diesem Thema mal dabei,schon mal um zu erfahren wie andere darüber denken.In meinen Sammlersteckbrief habe ich zur Thematik schon etwas geschrieben.Bei Steinbrüchen mit Infos hintern Berg zu halten,ist reichlich schwachsinnig,da sich diese meist schon Wöchentlich ähndern.Ähnlich ist es bei Baugruben oder anderen kürzfristigen Aufschlüssen.Ich behalte keine Fundstellen für mich,warum auch.Die Fundstellen in Waldeck Frankenberg sind ebend wegen dieser Geheimniskrämerei in Vergessenheit geraden,und ich mache mir halt jetzt die Arbeit und arbeite sämmtliche Fundstellen dieser Region auf,damit das Wissen um diese Fundstellen nicht verloren geht.Viele Sammler die mir dewegen böse sein könnten gibt es hir ja sowieso nicht mehr,also was solls.Ich freue mich für jeden Sammler der auf Grund meiner Beschreibung einer schönen Tag und einen guten Fund hir in der Region gemacht hat.Es ist doch besser wenn die Mineralien/Fossilien gefunden weden als wenn sie verrotten.In Deutschland sind vieleicht gerade mal zwei drittel der alten Bergbauhalten den Sammlern bekannt,maximal ein drittel sind systematisch abgesucht,also noch genug Material.Es ist natürlich mit sehr viel Arbeit verbunden solche Lokalitäten zu endecken,und das der Finder die bekanntgabe mit zeitlicher Verögerung macht,ist verstänlich.Ich gehöre zu der sorte Sammler wo der Anteil der zugekauften Stücke größer ist als der der Eigenfunde,bin also auf diejenigen angewiesen die Minerale verkaufen.Auf grund meiner internationalen Ausrichtung meiner Sammlung ist es halt nicht möglich über all zu sein.Aber ich denke es betrifft wohl mehr Regionalsammler mit Regionalsammlungen die den Geheimnissport betreiben.Die sind halt wie die Pilzesammler,die veraten ja auch nicht die guten Stellen,schade und ich esse ja so gerne Pilze.Es liegt wohl in der Natur einiger Menschen sich permanent irgendwelche Vorteile verschaffen zu müssen,aufjedenfall ist dieses Verhalten nicht Nachhaltig und die jungen Sammler werden dadurch auch nicht gerade gefördert.
Und was das horten von Mineralien betrifft,naja es ist auch nicht unbedingt mein Ding,aber die Mussen mit ihren überquellenden Fundus machen es ja vor.Warum muß wohl Claustahl Zellerfeld unmengen von St.Andreasberger Calciten horten (der gleichen ausbildung) wenn es ein Representativer Anteil auch macht.Die Liste der Warums lässt sich sicherlich unentlich erweitern,aber so ist das nun mal in Deutschland.Und die Museen klagen immer das sie so wenig Mittel haben und mit dehnen in Paris ,London,und der USA nicht mithalten können.Nun was hier vieleicht wie Neid klinkt ist in wahrheit doch er unverständnis über diese Bäuerliche Denkweise.
So für heute reicht es erst einmal!
Gruß Die Pulle
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Hallo,
also ich muß Stefan voll Recht geben, wenn ich an die vielen, vielen Stunden denke, die wir auf den Autobahnbaustellen verbracht haben.
Das Problem ist, ein Außenstehender wird niemals die Zeit und die Mühe sehen, die man in seine Sammlung investiert hat.
Man begreift das erst, wenn man selber mal dabei war. Ich habe einen getroffen, der hatte an einem Tag Ceratiten Eimerweise abtransportiert. Am nächsten Tag kam er wieder, aber erfolglos. Danach habe ich diesen "Sammler" niemehr getroffen, der dachte wohl er könnte jeden Tag sowas wie Kartoffeln auflesen, leider ist das nicht so. :'(
Ich bin über jedes Fossil froh, das gefunden wurde, denn auf einer Halde oder Erddeponie bzw. unter der Fahrbahndecke hat auch keiner was davon. Es muß auch nicht in meiner Sammlung sein, denn wenn ich wieder mal mehr sehen möchte, gibt es ja noch die Sammlerfreunde.
Diese Fundstellen konnte man auch nicht publik machen, denn so schnell sie da waren, waren sie auch schon wieder komplett verschwunden.
Man mußte schnell alles nehmen, was man kriegen konnte. Von Ausbeute kann hier nicht die Rede sein.
Wer neidisch ist, ist selber schuld!!! ;D ;D ;D
Gruß
Ingrid
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Hallo zusammen,
egal, wie man es nimmt, es wird immer geteilte Meinungen über irgend eine Sache geben, dass dabei der nunmehr schon so viel besprochene Neid dabei nicht fehlen darf, liegt in der Natur der Dinge.
Was ich allerdings absolut nicht ab kann, und da steht bei mir der Neid an hinterster Stelle, ist, wenn sich "Sammler" - oder sollte man besser sagen: "Räubersammler" egal wo auch immer, über, - unter Tage mit schwerem Gerät ans Werk machen, um letztendlich ihre Sammelleidenschaft - oder besser: Gier, zu vergolden.
Ich sammle nunmehr schon seit fast 15 Jahren und habe bislang noch kein einziges Stück verkauft. - Selber Schuld, wird wohl der eine oder andere jetzt sagen, womit er natürlich nicht ganz unrecht hat. Ist mir letztendes auch piepegal, soll jeder machen, was er will..... so und jetzt kommen wir zu einem Punkt, an dem ich manchmal ausrasten könnte: Wenn Du Stefan meinst, dass es eben auch Leute gibt, die sich durch das Sammeln ihren Lebensunterhalt oder ihr Kilometergeld für die Exkursionen erarbeiten, dann kannn ich da gerade noch mithalten. - Wenn es aber dann "Sammler?" gibt, die wie bereits oben erwähnt, eine Fundstelle, koste es was es wolle, -nach mir die Sintflut, abbauen und dadurch das Sammeln verboten wird, weil z.B. geologische Bodendenkmäler maschinell zerstört werden, dann hört bei mir der Spass auf.
Ob man dann noch von Neid sprechen kann, wenn man auf Börsen diese Stufen sieht, und hinterher erfahren muss, dass an seit langen Jahren besuchten Fundstellen plötzlich Verbotsschilder angebracht werden, nur weil einige "Sammler" sich mit den derart gemachten Funden mal wieder eine Exkursion bezahlen lassen, möchte ich stark bezweifeln.
Ob man nun neidisch ist, oder nicht, ob man eine Fundstelle für sich behält oder nicht, sind Fragen von Selbstdisziplin bzw. Abwägen von verschiedenen Fakten. Was aber niemals aufkommen darf ist, dass wir in unseren Reihen gewissenlose "Sammler" als unsere Kollegen betrachten, und gleichzeitig wissen, dass es ihnen nur ums Geld geht.
Was nützt es mir, oder noch schlimmer was nützt es einem Anfänger unseres schönen Hobbies, der zwar weiss, dass es hier und dort diese und jene Mineralien gibt, man aber aufgrund der Tatsache, dass leider Verbote ausgesprochen werden mussten, weil sich einige wenige nicht an die Regeln hielten, und man für den Rest der Zeit dort nicht mehr sammeln darf oder aufgrund bestimmter Vorkommnisse die Behörden nicht mehr ein Auge zudrücken, sondern - verständlich - jeden, der erwischt wird, sofort mit einer Anzeige belegen?
Meiner Meinung nach darf jeder neidisch sein, wie er will, er selbst wird es wohl kaum als Neid empfinden, das wird eher von der Umgebung so aufgedichtet, nach dem Motto: hättste wohl auch gerne! Ich selbst freue mich auch über jede schöne Stufe, die ich bei meinen Sammlerkollegen zu sehen bekomme, nur sind dies eben Kollegen, die Ihre Schätze nicht an die grosse Glocke hängen um hoffentlich jemanden zu finden, der das maximale dafür bezahlt, - und dann noch der bittere Nachgeschmack mit den Überbleibseln der "Sammelleidenschaft" dieser "Kollegen". Dann ist es mir lieber, ich weiss gar nicht, was es an manchen Fundstellen so alles gibt, kann dafür dort aber noch viele Jahre in Ruhe sammeln und auch mal mit dem Revierförster, wenn er gerade mal vorbei kommt, gemütlich plaudern und ihm meine Funde vom Tag zeigen, ohne Angst haben zu müssen, verjagt zu werden.
Grüsse,
Bernd ;)
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Hallo,
ich denke es ist ein heißes Thema, was gut zu den sommerlichen Temperaturen passt :-) . Ich möchte mit euren Meinungen einen Überblich für unsere Kollegen schaffen, wie die "Gehimniskrämer", "alten Hasen" und "Newbies" darüber denken und welche Beweggründe evtl. dahinter stehen.
Vielen Dank für die sehr sachlichen Beiträge.
Gruß Stefan
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Es ist erstaunlich, mit welcher Hartnäckigkeit sich das an den Haaren herbeigezogene Gerücht hält, man könne mit Eigenfunden Geld verdienen. Jeder der über halbwegs fundierte kaufmännische Grundkenntnisse verfügt, muß eigentlich den Kopf schütteln. Ich denke die so etwas behaupten, erklären auch voller Überzeugung man könne an Geldspielautomaten oder im Spielkasino Gewinne machen.
Ich werde jetzt auch nicht den Versuch machen, dies mathematisch zu belegen. Jeder soll sich doch mal ehrlich hinsetzen und seine Kosten und vor allem Zeitaufwände zusammentragen und dann ausrechnen, wieviel er finden und vor allem verkaufen muß um Geld zu verdienen. Im Ausland mag es anders sein, aber in unserem Land sind solch lukrativen Fundmöglichkeiten so dermaßen selten, daß man besser Lotto spielt.
Das gefährliche an solchen Gerüchten ist jedoch, daß manche Sammler das wirklich glauben, bzw. die Möglichkeit in Betracht ziehen. Das ist der Hauptgrund, warum in vielen Kellern und Garagen tonnenweise Material lagert in der Hoffnung, es irgendwann einmal gewinnbringend verkaufen zu können.
Beispiel gefällig:
In Mendig hat man früher dem Raupenfahrer unter der Woche 10 D-Mark zugesteckt. Dafür hat er einem dann eine Hauynträchtige Schicht abgedeckt oder das Siebgut mit den Auswürflingen an die Seite gefahren, damit man in aller Ruhe sammeln konnte. Nun ist´s ja so, daß die dem Fundort nahe wohnenden Sammler oft und gerne unter der Woche in die Grube gingen. Wurde die richtige Schicht gesiebt, konnte man an einem Tag mehrere Zentner Auswürflinge sammeln. Kein Witz !!
Aus Neid, Dummheit oder nur um sich interessant zu machen, begannen einige Idioten ( sorry) den Raupenfahrern von unheimlichen Geschäften zu erzählen, die diese Sammler mit den Auswürflingen oder den gefundenen Hauynen machten. Da wurden fast täglich Hauyne für mehrere tausend Mark gefunden. Auswürflinge wurden auf dem Sammlermarkt für 20 Mark das Kilo verkauft. Angeblich !!!
Völliger Blödsinn.
Die Raupenfahrer wurden aber dadurch so aufgebracht, daß sie anfingen das Siebgut selber zu durchsuchen und die Auswürflinge an Sammler zu verkaufen. Kostete ein Eimer voll zunächst einen zehner, kletterte der Preis schnell auf bis zu 50 DM. Zuletzt forderten die Fahrer 100 Mark wenn Sie das Siebgut über den Tag an die Seite fuhren, nicht ohne es zuerst selbst zu durchsuchen. 50 Mark für das freilegen von 5m Hauynschicht waren bald schon normal. Für 3 Minuten Arbeit wohlgemerkt. Das wiederum führte dann schnell dazu, das die Arbeiter durch die Nebentätigkeiten zu sehr von Ihrer Arbeit abgehalten wurden, was nun dem Besitzer der Grube gar nicht gefiel. Auch beschwerten sich Sammler beim Besitzer, daß Sie so hohe Summen für die Gefälligkeiten zahlen sollten. Bald darauf wurde den Arbeitern strikt verboten, mit den Sammlern Geschäfte zu machen und wir sind nur haarscharf an einem generellen Sammelverbot vorbeigeschrammt. Heute hat sich die Situation zum Glück wieder einigermaßen beruhigt, aber die goldenen Zeiten sind vorbei.
Das ist ein schönes Beispiel dafür, wie sich solch blödsinnigen Gerüchte negativ auf das Sammelgeschehen auswirken. Drum hört bitte endlich auf mit dem elendigen Thema Geld verdienen. Es funktioniert nicht.
Wo liegt denn nun wirklich der Hase begraben ?
Meiner Meinung nach in unserer Passion. Bei fast allen Sammlern ist das Finden doch wesentlich wichtiger als das besitzen. Schließlich ist es doch das Entdecken einer Kluft oder einer unberührten Halde, was uns am meisten fasziniert. Da ist es doch vollkommen selbstverständlich, daß man einen solchen Fund in Ruhe bergen möchte und vielleicht ein oder zwei gute Freunde daran teilhaben lässt. Schließlich bekommt man von denen auch die Rückmeldung bzw. kann deren Funde auch bewundern und sich mit ihnen freuen. Was " fremde " wegschleppen, bleibt doch meist verborgen. Weiter will man doch auch nicht riskieren, daß durch das Fehlverhalten anderer ein Sammleverbot verhängt wird. Und ganz selbstverständlich schleppt man dabei mehr Material mit, als man für die eigene Sammlung gebrauchen kann. Schließlich möchte man sich ja auch das Beste aussuchen. Und der Rest?? Nun, da wird sicher auch mal das eine oder andere besondere Stück verkauft, auch wenn es in aller Regel nicht die Kosten deckt. Der größte Teil wird jedoch später vertauscht oder verschenkt.
Das ist doch völlig normal und in keinster Weise anrüchig.
Ebenso normal ist es doch auch, das jeder gerne Informationen über bisher unbekannte Fundstellen haben möchte. Die Krux liegt doch bei denjenigen, die sich einbilden einen Anspruch auf solche informationen zu haben. Die sich dann lauthals beschweren das sie keine Infos bekommen und die Entdecker einer Fundstelle als Ausbeuter und Geschäftemacher diskreditieren.
Diese Leute sind die eigentlichen Neidhammel und Gerüchtestreuer. Die sollten sich doch mal fragen, warum Ihnen keiner Fundstellentips gibt. Warum haben sie denn keinen Freundeskreis unter den Sammlern die gerne Ihre Funde mit ihnen teilen?
Ausdrücklich ausnehmen möchte ich die Sammler, die an einer Fundstelle nur wenige Stücke mitnehmen und diese dann sofort in der Öffentlichkeit preisgeben. Das sind fast schon Heilige vor denen ich meinen Hut ziehe. Ich gebe gerne und offen zu, daß ich diese Größe nicht besitze.
Ralf
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Hallo Stefan,
bei mir siehts etwas anders aus, als bei den meisten anderen Sammlern. Meine bevorzugten "Zielobjekte", nämlich eozäne Fische sind kaum privat zu erreichen, da die wichtigsten Fundstellen alle auch paläontologisch so bedeutend sind, daß man als Privatperson da nicht hinkommt. Messel und das Geiseltal sind zwar in erreichbarer Nähe, Monte Bolca oder gar Green River sind schon wieder nur als Urlaubsreise zu erreichen und die Janghiang-Fundstellen in China sind für Ausländer so gut wie gar nicht zugänglich.
Dieser Teil meiner Sammlung ist also eine reine Kaufsammlung, klar gibt es da Neid, wenn ich einen vollständigen, perfekt erhaltenen Riffbarsch aus Monte Bolca sehe oder einen 60 cm langen Schlammfisch aus Messel, aber auch Neid ist eine Form der Anerkennung und es ist ja nicht so, daß ich das dem Kollegen nicht gönnen würde.
Was eigene Sammlung im Gelände angeht, ist immer die Frage, was gesammelt wird und wo. Auf einer Halde nehme ich nur das mit, was ich brauche, insbesondere wenn kein neues Haldenmaterial aufgeschüttet wird. Das beläuft sich meist auf eine oder auch zwei nette Kleinstufen pro Mineral, das wars. In einem aktiven Steinbruch kann das anders aussehen, wenn fündige Schichten entweder von mir bearbeitet werden oder in der Steinmühle landen, dann kann auch durchaus etwas mehr dabei sein, ich schade ja keinem nachfolgenden Sammler, denn die Schicht ist nach dem Baggerbesuch eh nicht mehr da.
Das, was man da findet, kann man ruhig auch mal eintauschen, am liebsten... genau: für einen eozänen Fisch.
schöne Grüße
Tobias
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Hallo,
als ältererer und langjähriger Sammler erlaube ich mir, meine Sichtweise der Angelegenheit zum besten zu geben.
Also Neid ist immer kontraproduktiv und (das ist der einzige Punkt in dem ich den Beitrag von Ralf widerspreche) auch keine Form der Anerkennung. Sammler, die in der glückliche Lage sind, sich viele Stufen zu kaufen können kein Zielpunkt des Neides sein, denn da müßte ich täglich auf mindestens 100 Leute die reicher als ich bin, neidisch sein.
Wenn andere Sammler mehr und besser finden, dann liegt das sicher an ein Quentchen Glück, aber zum großen Teil an mehr Fleiß und Ausdauer. Wenn man sich selbst gegenüber ehrlich ist wird man das zugeben müssen. Außerdem gibt es in jedem Sammlerleben auch mal einen Tag, an dem man selbst zu den Erfolgreichen gehört. Das klappt aber nicht jedes mal.
Ich gehöre nicht zu den von Ralf erwähnten Heiligen, aber wenn ich eine Fundstelle besucht habe und die dort vorkommenden Minerale in der Sammlung habe, dann gebe ich diese schon gern preis. Schon aus Platzgründen kann ich nicht mehrere Stufen des gleichen Materials von einer Fundstelle aufbewahren. Sich einen Tag auf eine Börse zu stellen und zum Schluß gerade mal den Tischpreis zu erlösen ist nicht mein Ding. Also, warum soll ich dann mehr mitschleppen als unbedingt nötig ? Da bleibt eben mal was liegen, warum nicht ?
Die Preisgabe von Fundstellen an denen geschürft werden muß hat auch seine Vorteile. Ich bin kein Hobby-Tiefbauarbeiter. Ich habe oift schon eine alte Halde im Herbst propagantiert und mich im Frühjahr nach der Schneeschmelze hingehockt und hervorragende Kleinstufen gefunden, ganz ohne Mühe. Die emsigen Schürfer konnten diese beim besten Willen nicht entdecken.
Ich halte es wie z.B. Conny, Geomüller und Harjo und habe keine Probleme, Infos über Fundstellen preiszugeben, werde aber doch künftig die genauen Fundortangaben entweder auf Anfrage per PM [...] veröffentlichen.
Glück Auf
Uwe
editiert von slugslayer
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Hoi Uwe, Tobias, Ralf, Stefan, Bernd, Ingrid, Pulle, Jürgen, Michael, Oliver und Robin!
Ich denke Fundstellen verheimlichen oder nicht, das hängt immer vom Fall ab. So versuche ich auch manche Fundstellen, wie z.B. ein naturbelassenes Bachbett, nicht weiterzutragen. Anders aber die aktuelle Fundsituation in einem Steinbruch, ist es gerade notwendig die Stelle zu veröffentlichen. Denn an sonsten fallen die Sachen eben den Brechanlagen zum Opfer und keiner hat was davon.
Das Fundstellen preisgeben hat aber für mich manchmal einen faden Beigeschmack. Denke man nur and die "Völkerwanderungen" die es des öfteren schon gegeben hat. Ich weiß, dass das unfair ist und ich kann mich meist auch überwinden und die Stelle auch anderen zugänglich machen.
Ich nehme von manchen Fundstellen auch meist etwas mehr mit dann final in meine Sammlung wandert. Das tue ich zum einen, damit ich zu Hause in Ruhe die Stücke begutachten kann, auch unterm Mikroskop, und zum andern, damit ich auch meinem langjährigen Sammler-Freund etwas brauchbares zuschicken kann. Mineralien habe ich mit Ausnahme weniger Clara-UMOs (bei diesem Fundort verhält es sich auch etwas anders) noch nie etwas verkauft.
Aber ich denke, und da sind wir uns einig, dass eine umfassende Mineraliensammlung nicht durch das verheimlichen von Fundstellen aufgebaut werden kann, sondern z.B. durch fortlaufendes Begehen einer Stelle über Jahre bzw. Jahrzehnte hinweg.
Und zu guter Letzt: Neben der Erfahrung gehört auch immer ein bisschen Glück zum Auffinden von Mineralien dazu.
Gruss
Klaus
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Hallo,
das Teilen von Fundorten führte bei mir zu ner besch*** Erfahrung,... die 2 Personen, denen ich vor 5 Jahren die beste Schotterfundstelle weitergab verrieten sie gleich noch einigen weiteren "nichtsammlern" die dann ebenfalls losstürmten.... ok ,... nichts gegen.
Aber wies bei manchen Jugendlichen ist (Ignoranter eltern sei dank), haben die unter Gewaltandrohung versucht mich davon fernzuhalten. Als denn eine woche Später der Fundort (in deren Augen) leergeräumt war, hatte ich glücklicherweise wieder meine ruhe.
Darum gebe ich Fundorte nur dann noch weiter, wenn sie "ersetzlich" sind.
Gruß
proyect
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siehe auch hier
http://de.wikipedia.org/wiki/Neid
Hallo
Warum kommen hier immer wieder und immer häufiger diese Themen auf?
Sind Sammler wirklich so oder sehen wir andere Sammler nur so, weil wir selber so denken?
Eine schlüssige Antwort habe ich nicht! Zuerst muss ich mich ja selber hinterfragen.
Bin ich neidisch auf einen Sammler, der am Wochenende 150 km gefahren ist und 6 Stunden bei Regen, im Schlamm was tolles gefunden hat?
Bin ich neidisch auf eine tolle Sammlung, weil der Sammler 15 Jahre lang regelmässig im Steinbruch malocht hat?
Bin ich neidisch, weil andere die finanziellen Möglichkeiten haben, 4.500,-€ für eine Superstufe auszugeben?
usw...usw...
Warum bin ich am Wochenende faul liegengeblieben? Ich hätte doch auch fahren können.
Warum habe ich den Steinbruch in 15 Jahren nur 15 mal besucht? Ich hatte doch auch mehr Zeit.
Wer 4.500,-€ für einen Stein ausgeben kann, fährt evtl. auch Daimler. Bin ich neidisch auf das Auto meines Nachbarn?
Ich habe mich hinterfragt. Meine Antwort ist "Nein!".
Dafür habe ich eine ganz andere Frage: "Warum stellen wir durch diese anklagenden Themen unsere "Zunft" dauernd so negativ dar?"
Warum behaupten wir in diesen Themen, dass Andere neidisch sind, Fundstellen verwüsten, Bagger demolieren, einbrechen um Steine zu stehlen, Funde verleugnen, Naturschutz missachten, Löcher im Wald buddeln und Fallgruben schaffen, usw...usw...
Ich muss nur diese Seite hin und wieder lesen, dann weis ich Bescheid über die "Sammler". Ihr grabt euer eigenes Grab.
Tut mir einen Gefallen. Lasst mich damit in Ruhe.
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Hallo Wilhelm (und alle),
Deinen Unmut über das Thema in allen Ehren. Ich glaube, dass hier keiner Lust auf die Gründe, warum diese Themen immer wieder besprochen werden hat.
Trotzdem finde ich einen Austausch der Erfahrungen, sowohl positiv als auch negativ, sehr wichtig, um entweder wieder frisch gelaunt ans schönste Hobby zu gehen, oder sich durch die Erfahrungen und Ratschläge auch mal die eine oder andere Enttäuschung und böse Erfahrung zu ersparen. Es gibt nun mal überall auch die "dunkle Seite".
Für mich stellt sich durch die wenigen negativen Begebenheiten, die ich mitbekommen habe, nicht das ganze Hobby oder gar die Kollegen negativ dar. Aber wenn man nicht in einem Forum wie diesem darüber diskutieren darf, wo dann?
Wie wäre es als nächstes mit einem Thread: "Freude unter Sammlern"? Ich bin sicher, dass dort extrem viele Beiträge kämen, die uns allen verdeutlichen, dass wir Mineralien-/Fossiliensammler zu 95% eine sehr glückliche und zufriedene Spezies darstellen.
Viele Grüße
Michael
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Es wird immer jemanden geben der erfolgreicher ist als man selbst! Soll ich deswegen Neidisch sein?
Neid ist in meinen Augen immer ein Armutszeugnis!
Aber eines sei den Lesern des Atlas gesagt!
Ich werde in Zukunft keine Gelegenheit auslassen um die Neider noch Neidischer zu machen! ;D ;D ;D ;D
Es gibt noch soooo viele "Spitzenfossilien" die geradezu auf ihre Veröffentlichung warten! ;)
Gruss Joachim
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Hallo zusammen,
ich glaub ich hab das schon mal irgendwann gepostet:
Für mich gibts keinen Neid. Nur den Ansporn, beim nächsten mal genauer nachzusehen und mehr Ausdauer zu haben. Ich freu mich für jeden Sammler, der mit großem Einsatz vorangeht und was Schönes findet. Wer oder was hindert uns daran, die gleiche Energie in unser Hobby zu investieren?
Gruß Kilo
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Moin ;D
Ich schlies mich ma Kilo an.
Da ich aber auch ein Neidopfer bin geb ich auch ma n bissi Senf dazu.
Ich habe in den letzten 4 Jahren intensiv im Mainzer Becken gesucht und auch an einigen Fundstellen gegraben die als erloschen gelten. Ich habe die meisten Fundstellen in meinem Sammelerfreundeskreis auch weitergegeben und höhre dann n paar Monate später das einige sauer sind weil ich so viel gemacht habe ohne diese sammeler mitgenommen zu haben, obwohl jeder auch alleine hätte hinfahren,graben und Fossilien finden können. >:(
Das ist ma n Beichspiel für völlig unbegründeten Neid unter Sammelern.
Un wer nix macht is selbst dran Schuld wenn mer dann nix findet.
Gruß Carcharias :)
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Hallo,
ich habe mir die Mühe gemacht und alle Beiträge durchgelesen, doch es gibt nur einen dem ich 100 % zustimmen kann und das ist der von geomüller (hier ein kleiner Auszug)
Und genau diese Geheimniskrämerei ist ganau das was nich immer so ankot.... :-X Auch deshalb bin ich hier im Atlasaktiv, soweit es die Zeit erlaubt, gerade wenn es um Fundstelleninfos geht, weil man damit Schluß machen muß Fundstellen als sein Privateigentum zu betrachten und Geschäfte daraus zu schlagen. Ich weis natürlich das nur wenige so denken, aber steter Tropfen höhlt den Stein. ;)
Auch dem Beitrag von Ralf kann ich nur Beipflichten.
Ich selbst war über einen langen Zeitraum in Ramsbeck um dort Mineralien zu suchen. Dazu bin ich aus dem Saarland mal eben nach der Arbeit mit einem Kollegen nach Ramsbeck ca. 450 Km ein Weg gedüst. Dort waren wir dann mehr oder minder 10-12 Stunden unter Tage um Mineralien zu suchen. Mit einem Rucksack voll Stücken von denen nach dem sichten zu Hause vielleicht noch ein halber übrigblieb haben wir dann wenn wir Glück hatten 1 oder 2 Stücke in die Sammlung nehmen können. Wir waren über 3-4 Jahre manchmal zwei mal im Monat dort und haben uns mit viel Mühe und Schweiß eine Ramsbecksammlung aufgebaut. Viele Kollegen aus unserem Verein haben uns um die Stücke beneidet. Aber wenn wir gefragt haben, wer fährt mit, denn so hätte man z.B. das Benzingeld für jeden einzelnen gering halten können, dann war keiner mehr interessiert. Aber haben wollte jeder von den Stücken. Wenn wir dann verkauft haben hieß es die machen nur Geschäfte. Aber in Wirklichkeit haben die einnahmen vielleicht mal gerade die Kosten für Benzin und Ausrüstung gedeckt. Ganz zu schweigen von den vielen Exkursionen bei denen wir nur exploriert haben ohne dass ein Stück in den Rucksack wanderte. Oder die exkursionen über viele Wochenenden in Bad Ems oder Siegerland bei denen nichts herauskam. Und so könnte ich von vielen Exkursionen berichten, die nur Geld und Zeit und Aufwand gekostet haben und nicht ein Stück ist für die Sammlung herausgesprungen.
Doch nun kommt genau der Punkt, warum fährt man nach Ramsbeck wenn man schon schöne Teile von dort hat. Es geht ums finden und darum noch bessere Sammlungsstücke zu finden. Und dies auch unter dem Aspekt dass man 8 stunden arbeitet ohne was zu finden. Und wenn dann schöne Ulmannite gefunden werden sind andere direkt neidisch.
Ein Sammlerkollege, war über Jahre in Ramsbeck an einer Pyropmorphit-Fundstelle zugange. Ich war öfters mit Ihm und wir haben immer schöne Kleinstufen gefunden. Mit denen ich recht zufrieden war. Der Kollege sammelt aber keine Kleinstufen oder MM's und so sagte er immer wieder ich werde hier noch eine schöne Handstufe finden. Als er dann vor einigen Jahren die tolle Pyromorphite von Ramsbeck fand (der Beste zierte als Titelblatt einen Lapis glaube ich zumindest) waren alle neidisch. Dass er und seine Kollegen dort von Hand über Jahre eine Strecke von mehr als 10 m vortrieben und zu 90% meistens nichts mit nahmen das sieht keiner. Dass er dann für die gefunden Stücke gutes Geld bekam ist mehr als in Ordnung und hat nichts mit Geldverdienen zu tun.
Also wie schon mehrfach hier geschrieben, wer fleißig ist wird meistens auch belohnt, nur ob er die Ausdauer hat über einen längeren Zeitraum fleißig zu sein obwohl nichts gefunden wird liegt an jedem selbst.
Es gibt aber auch wirklich das andere Ende der Geschichte nämlich die Sammler-Verkäufer die eine Fundstelle ausbeuten und dann versuchen die Sachen an den Mann zu bringen. Nehmen wir mal die Fundstelle Teufelskanzel bei Oberthal wo in Nacht und Nebelaktionen Wanderwege aufgegraben, Bäume untergraben wurden und dazu führten dass es dort ein Sammelverbot gibt. Oder eine Achatfundstelle bei Lebach, wo Personen in einer Nachtaktion mit eine Bagger einem Bauern ein Feld verwüsteten um an rote Achate-Jaspise zu gelangen um dann für teures Geld zu verkaufen. Da kann ich nur sagen das sind keine Sammler und die haben auch nicht das Erlebnis das wir haben wenn wir ein Teil für unsere Sammlung finden. Vielleicht haben die das gleiche Gefühl wenn sie nicht ertappt werden wer weiß ?
Ich persönlich gebe Fundstellen gerne weiter, denn aus meiner Erfahrung sind die echten Sammler in der Überzahl und warum sollen die sich nicht über schöne Funde freuen, auch wenn durch etwas Glück der aufwand des Suchens gar nicht so groß war. Vielleicht habe ich dafür das nächste mal das Glück auf meiner Seite.
Gruß
loparit
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Ich bin erfreut über die rege Beteiligung in diesem Thread.
Was ich nicht ganz glaube ist die uneingeschränkte Weitergabe von Fundstellen die ich bei einigen denke heraus zu lesen.
Auf Anfrage mag zwar der ein oder andere Tipp kommen oder auch alle notwendigen Informationen aber von sich aus gibt so wirklich kaum jemand seine Fundstellen preis, sonst müssten unsere Fundstellendiskussionen mit einer Fundstellenbeschreibung beginnnen und nicht mit einer Frage was es in der Gegend zu finden ist.
Generell ist für mich die Quintessenz aus der Diskussion dass fast alle an der Diskussion beteiligten bereit sind ihre Fundstellen zu teilen und sich nicht wirklich ein Neidgedanke breit macht. Das ist beruhigend und deckt sich mit meinen Erfahrungen.
Gruß Stefan
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Hallo Stefan,
ich für meine Person habe noch nie eine Fundstelle geheim gehalten ! Ganz im Gegenteil, meistens habe ich andere Sammler gefragt ob sie mit gehen wollen. Doch oft sind denen die Strapazen zu hoch.
Ein anderes Mitglied aus diesem Forum hat vor einigen Wochen bei mir angefragt, ob ich ihm Kontakte in Rumänien nennen können, da er dort eine Exkursion hin machen will. Als ich dies nun letztes Wochenende mit einigen Kollegen auf der Börse in Wolfach besprochen habe, meinten die allesamt dass ich meine Quellen nicht weitergeben soll. Schließlich hätte ich doch mehrere Jahre gebraucht um dort die entsprechenden Kontakte zu knüpfen. Dazu käme auch noch, dass dieser Sammler auch handeln würde. Ich habe bei meinem letzten Aufenthalt jetzt im Juli in Rumänien schon mit einigen Bergarbeitern gesprochen und darauf vorbereitet dass jemand vorbei kommt um eventuell Mineralien zu kaufen und die Gruben zu besuchen. Ich kann einfach nicht nachvollziehen warum ich diese Informationen für mich behalten soll. Hätte ich vor einigen Jahren jemanden gehabt der mir geholfen hätte wäre ich auch froh gewesen. Ich für meinen Teil, werde die Informationen weitergeben und wenn er dort schöne Stücke bekommt ist das doch gut.
Genauso hatte ich vor einigen Jahren eine Erfahrung mit einem Mitglied aus diesem Forum, der noch sehr Junge Sammler hatte Neufunde von einer Fundstelle die ich bereits kannte, was er allerdings nicht wußte. Und beim tauschen übergab er Stücke (an einen Sammlerkollegen) jedoch ohne Fundortangabe, weil er die Fundstelle nicht preisgeben wollte. Ich habe dann auf den Tausch verzichtet. Zwischenzeitlich hat sich dieser Sammler von dieser Einstellung her komplett gedreht und gibt Informationen gerne weiter -unter anderem auch in diesem Forum-.
Ich Denke wenn wir beginnen, wie bereits weiter unten beschrieben, die Fundstellen nicht als unser Eigentum anzusehen erst dann wird diese Denkensweise aufhören. Aber ich persönlich glaube nicht dass sich das durchsetzen wird, was aber nicht heißt, dass ich mich genauso verhalten muß.
Gruß loparit
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@Loparit
Lobenswerte, vorbildliche Einstellung die hoffentlich viele Nachahmer findet.
Gruß Stefan :D
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Hallo,
Auch wenn das Thema schon ein Jahr alt ist, will ich mich hier mal beteiligen.
Ich bin gerne bereit, anderen Sammlern Fundstellen zu zeigen bzw. Tipps dazu zu geben, nur mache ich dies am Liebsten per PN oder Mail. Auch bei persönlichem Kontakt, z.B. an der Grube Clara bin ich gern zu einem Austausch bereit.
Habe auch bereits einige Fundstellen hier im Lexikon veröffentlicht (Schapbach,Lahr,Silberbrünnle,Joldelund, Eckernförde usw.).
Werde aber einen Teil der FO, die ich sehr gut kenne, wohl nicht im Lexikon veröffentlichen. Dies hat weniger mit Geheimniskrämerei zu tun, als mit der berechtigten Sorge um die Fundstellen und der Sorge vor Raubgräbern. Jedem Mitglied des Mineralienatlas und jedem interessierten Sammler, der an mich herantritt, werde ich gern weiterhelfen.
Hier einmal einige Worte zu dem Aufwand eines erfahrenen Sammler:
1. Habe unter anderem mehrere tausend Seiten Veröffentlichungen zu den FO und Mineralien des Schwarzwaldes und Kaiserstuhls durchgearbeitet, neben meinem Studium.
2. Habe sämtliche gefundenen Koordinaten in den Standardwerken in mühevoller Arbeit in die TK 25 übertragen. Das Ergebnis füllt zwei Aktenordner nur für den Schwarzwald und ist noch nicht ganz vollständig.
3. Mehrere Tausend gefahrene Kilometer im Jahr.
4. Eintrittsgelder (Grube Clara), Unterkunftskosten (der Schwarzwald ist noch echt günstig), Verpflegung.
Dies soll keineswegs ein Wehklagen sein, denn man hat ja auch viel Spaß bei der Suche und meist auch recht gute Funde.
Wenn ich Mineralien verkaufe, so geschieht dies lediglich zur Reduktion überschüssiger Stücke.
Niemals wird ein Sammler mit seinen Eigenfunden auch nur annähernd die Kosten einer solchen Exkursion decken können. Selbst wenn ich alle gefundenen Stücke verkaufen würde (und könnte, wohl jeder weiß wie schwierig das ist), käme ich auf weniger als die Exkursionskosten. An der Clara müsste ich schon jeden Tag 3-4 Rankachite oder so etwas finden, um nur annähernd die Gesamtkosten wieder reinzuholen.
Manche Fundstellen erfordern stundenlange Recherche und womöglich noch die Suche in sämtlichen Bibliotheken und einen halben Tag im Netz. Bei anderen findet man nach einem halben Tag Suche im steilen Gelände drei kleine Stückchen von was seltenem. Wenn sich die Suche dann nach ein paar Jahren mal auszahlt, will man natürlich nicht, dass jeder kommt und die Halde oder der Felsen bald einem Bombentestgelände gleicht.
In dem Quarzgang beim Silberbrünnle fanden sich vor einigen Jahren noch gute Stüfchen mit sek. Bleierzen. Als sie dann (kubischen) Schapbachit dort entdeckten, haben sie dort mit Sprengkapseln gearbeitet. Jetzt ist dort ein kleiner Tagebau mit Wasserlache. ZU finden kaum noch was.
Da brauche ich mir nun wirklich nicht mehr zu überlegen, ob ich eine kaum erforschte Fundstelle veröffentliche.
Noch kann man im Schwarzwald nahezu überall (ausser in einigen Steinbrüchen) noch ungestört suchen. Die Förster sind manchmal am Anfang noch reserviert bis verärgert (wegen der Löcher im Wald), tauen dann auf und geben sogar noch Tipps. Nur sollte man ihre Freundlichkeit nicht auf die Probe stellen. Sonst enden bald alle Sammler auf dem Polizeirevier.
Wer Interesse an FO im Schwarzwald/Kaiserstuhl hat, kann diese jederzeit von mir bekommen.
Als Regionalsammler ist man auch auf Infos anderer Sammler angewiesen. Man bekommt diese meist auch problemlos. Allerdings muss man immer auch daran denken, dass die Informanten meist auch schon die Fundstelle abgesucht haben. Man wird nach dem erfolgten Besuch aber auch darauf achten erst einmal selber einen Querschnitt durch die Paragenese bekommen zu haben. Erst dann gibt man seinerseits den Fundort weiter.
Werde immer abwägen zwischen dem Risiko, die Fundstelle weiterzugeben und diese bald darauf in zerstörter Form wiederzusehen und dem berechtigten Interesse der Allgemeinheit. Grundsätzlich sage ich auch nicht, dass es "meine" (private) Fundstelle ist, wenn jemand Interesse daran hat, bin aber vorsichtig, solange noch nicht alle von dort bekannten Mineralarten in meiner Sammlung sind, an wen ich die Infos gebe.
Denke, dass jeder Sammler ein wenig egoistisch ist und gern einmal ein paar Infos für sich behält. Wen wunderts, wenn die FO hinterher total zerstört sind und man nur noch Coladosen in drei Metern Tiefe findet.
Glück Auf!
Smoeller
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Huhu^^
Ich hab mir grad die Mühe gemacht und tatsächlich einmal alle eure (mit wahrscheinlich noch größerer Arbeit geschriebenen) Beitraäge durchgelesen und muss sagen: ich stimme euch zu :).
Ich persönlich denke, dass man dem Wert eines Minerals eigentlich gar nicht an dem messen kann, was man auf der Börse, etc. dafür bekommt. Viel größer und wichtiger sind doch die Erfajrungswerte und Erinnerungen, die man damit verbindet, also die individuelle Bedeutung für einen Sammler. Ich selbst sammle ja noch nicht sehr lange und habe deswegen nur weniges Gutes in meinem Schrank (also Selbstgefundenes, nicht Gekauftes!).
Einen kleinen Granat besipielsweise (nur 3mm Durchmesser) war der erste, den ich je in meinem Leben gefunden hatte. IM Prinzip ist er wertlos, aber ich würde ihn für keine Summe der Welt hergeben wollen, weil er mir so viel bedeutet. Damals saß ich zwei geschlagene Stunden am Ufer der Binn und hab den Sand durchgewühlt und ein paar kleine Granate zu Tage gefördert. So was macht mich einfach nur glücklich :D Auch wenn die Differenz von Wert gegen Mühe sich stark vergrößert..... ;)
Ihr kennt das Gefühl doch bestimmt auch, diesen gewissen Stolz auf sich selbst, auch wenn es etwas völlig Unspektakuläres ist *freundlich lach* .
Zum Preisgeben der Fundstellen: Leider kann ich da kaum mitreden, da ich selbst quasi (ich sage nur quasi, weil ich gleicg nachsehen werde, ob es eine, wo ich schon öfters war, hier im Forum gibt...wenn nicht, dann gibts sie gleich :D) kaum eigene Fundstellen entdeckt habe. Aber ich persönlich schätze es sehr, wenn man hier im Forum (oder per PN) von Fundstellen erfährt.
Neuestes beispiel: Die völlig selbstlos gegebene genaue Beschreibung der Fundstelle beim Gibelsbach. ich weiß nicht, wie dankabr ich dafür sein soll! Ich werde diesen Sommer auch wohl dahin fahren. An dieser Stelle noch mal ein großes Lob an denjenigen, der das reingestellt hat. DANKE!
Auf so was bin zum Beispiel ich doch angewiesen, da sich meine Ahnung von Fundstellen bis jetzt auf einer Skala von hoch bis niedrig relativ weit unten bewegt *gg* Allerdings hat mir diese Erfahrung und dieses Forum auch gezeigt, dass ich, sollte ich mal eine entdeckt haben, diese hier auch gerne preisgeben werde. Denn hier weiß ich, dass die Sammler die hier sammeln, auch Acht auf die Natur geben und vorsichtig sind, oder ? *smilü* In sofern ist der Mineralienatlas einfach genial. (ich hoffe, dass klang jetzt nicht allzu pathetisch :-\ )
Na ja^^ Hoffentlich hab ich euch nicht verärgert oder so, bin ja doch noch relativ unerfahren *grins* Aber ich fand dieses Thema doch einfach sehr wichtig.
mfg,
eure Karöööön :D
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Werde aber einen Teil der FO, die ich sehr gut kenne, wohl nicht im Lexikon veröffentlichen. Dies hat weniger mit Geheimniskrämerei zu tun, als mit der berechtigten Sorge um die Fundstellen und der Sorge vor Raubgräbern. Jedem Mitglied des Mineralienatlas und jedem interessierten Sammler, der an mich herantritt, werde ich gern weiterhelfen.
Moin, Smoeller!
Ja, diese Denke ist absolut i.O. und findet (meine) volle Zustimmung. Hier steht kein Neidgedanke im Vordergrund, sondern nur der Schutz der eigenen Arbeit ( wie von Dir geschildert, habe ich für andere Regionen auch hinter mir) und die tiefe Mißachtung sog. "Mitnehmer", die allzu materiell eingestellt sind. Und - ganz wichtig: Der Schutz unseres Hobbies!
Chapeau, SMoeller!
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Hallo zusammen,
noch eine Meinung,
aber zunächst muss ich sagen, dass ich kein Sammler bin. :o
Mich interessiert eher die Entstehung der Gesteine und Mineralien und die Umgebung in der die Fossilien lebten. Natürlich habe ich auch einige Belegstücke für meine Kurse.
Wenn ich aber mit Sammlern unterwegs bin (Eifel), zeige ich denen schon Fundstellen an denen gute Sachen zu finden sind. Dann höre ich manchmal OHHHH und AHHHH und bin dann auch zufrieden, dass etwas gefunden wurde. EinTrilobit oder ein Crinoidenkelch, was auch immer. Neid kommt da nicht auf.
Diese Fundstellen sind aber recht klein und ich werde sie vorerst nur auf Anfrage weitergeben oder in wiss. Arbeiten veröffentlichen,
denn vor ein paar Jahren haben "Sammler" die Bahnstrecke Gerolstein-Köln untergraben, um an Funde zu kommen.
Ich denke mir, dass wir selbst auch die Verantwortung tragen und auf diese Problematik in der Öffentlichkeit hinweisen sollten.
Gruss
Spotts 8)