Mineralienatlas - Fossilienatlas
Vermischtes / Miscellaneous / Varios => Bestimmungen allg. => Thema gestartet von: Downforce am 09 May 22, 20:20
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Hallo allseits,
Für Eure Hilfe zur Bestimmung dieses Unbekannten Stein Objekts vorab lieben Dank. Ich konnte bisher leider nichts passendes finden.
Das Objekt glänzt größtenteils silbrig und fühlt sich speckig an. Es ist nicht magnetisch, bringt meinen Metalldetektor jedoch zum piepen. Es riecht auch leicht metallisch. Gefunden wurde dieses Etwas auf unserem Grundstück bzw. Garten. Es ist relativ hart und auch relativ schwer. Für Blei jedoch zu leicht. Auf den Fotos ist zu erkennen das es sich augenscheinlich aus vielen kleinen, scheinbar miteinander verschmolzenen, Partikeln zusammensetzt. Diese sind auch farblich unterschiedlich. Es gibt auch bräunliche, kristallin wirkende Einschlüsse.
Zur Größenbestimmung sei noch gesagt, dass die Karos der Unterlage ziemlich genau 1cm Kantenlänge haben.
Eine Waage habe ich leider nicht. Von daher ist das so ziemlich alles was ich beitragen kann. Es sei vielleicht noch erwähnt das es der einzige Stein oder was auch immer dieser Art war den ich hier finden konnte. In unserer Gegend ist größtenteils lehmig, sandiger Boden mitunter auch Kies in etwas größerer Tiefe.
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Hallo. Hast du schon einen Strichtest gemacht um die Strichfarbe herauszufinden? Auf der Unterseite eines Porzellanteller zum Beispiel.
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Ich Habs mal mit dem Porzellan versucht. Es hinterlässt keinen farbigen Strich, sondern lediglich kratzer. Danke für Dein Feedback.
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Hallo.
Da wäre mal ein frischer Anbruch interessant zu sehen.
Ich meine in der Vergrößerung beim letzten Bild zumindest teilweise auch Quarzeinschlüsse zu erkennen .
Loismin
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auf mich wirkt das silber auf den bildern eher wie eine beschichtung und nicht so, als ob das ganze stück aus dem silbernen material wäre. kannst du das bestätigen?
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Also ich meine ebenfalls Quarz und andere Einschlusse zu erkennen. Ein Stück herauszubrechen scheint mir nur unter extremer Gewaltanwendung möglich. Das Teil macht einen sehr massiven Eindruck. Das es sich nur um eine Art Beschichtung handelt, würde ich ausschließen wollen. Ich versuche mal mit dem Dremel einen kleinen Querschnitt zu machen und lade dann nochmal ein Bild hoch so denn es gelingt.
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gefunden auf unserem Grundstück bzw. Garten
Es wäre mal gut zu wissen wo denn in etwa der Garten liegt, man könnte zumindest einen Bezug herstellen.
Ich halte es für einen abgerollten Phyllit oder Gneis
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Unser Garten liegt in NRW, Kreis Recklinghausen, Stadt Gladbeck.
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Habe mal einen kleinen Cut gemacht. Ich hoffe das hilft. Danke und LG
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Dann ist es sehr wahrscheinlich doch Verhüttung oder was zusammengebackenes wie zuerst vermutete.
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Hallo aus Mittelfranken
Ich halte das für einen sehr harten Ortstein, also eine Ausfällung von Eisenoxid / Hydroxid im Sand. Der kann locker - mulmig sein oder auch sehr hart und kompakt, wie hier
Glück Auf
Thomas
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Mich irritiert dieser silbrige Glanz sowie die Reaktion meines MetallDetektor sowie der Tatsache das es nicht im geringsten auf einen Magneten reagiert. Bei den Schlacken die man hier normalerweise überall findet gibt es stets Reaktionen auf Magnetismus. Könnte es sich ggf. auch um Limonit handeln? Wenn Sand im Spiel ist, müsste dieser extrem fein sein. Zugegeben sieht das aber tatsächlich nach pulverförmigen Sand aus der irgendwie verbacken zu sein scheint. Die Oberfläche wirkt als wäre sie ordentlich Hitze ausgesetzt gewesen. Mysteriöses Dingen
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Habe versucht mal ein besseres Bild hinzubekommen. Na ja... Der Helle, größere Fleck, in der Mitte ist ca. 1mm groß.
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Hmmm...ja, jetzt wo man es besser erkennt : Für Ortstein ist das Bindemittel deutlich zu hell. Ist also auszuschliessen
Glück Auf
Thomas
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also fassen wir mal zusammen:
- es ist metallhältig (Detektor), aber nicht magnetisch
- es ist sehr hart (Kratzer statt Strich)
- es ist feinkörnig
- nach dem letzten Bild sind die meisten Komponenten eher kantig (zumindest nicht stark gerundet) in einer anscheinend sehr homogenen und hellen "Matrix"
- neben den überwiegenden sehr feinkörnigen, +/- grauen, feinkörnigen Komponenten kommen auch ein wenig größere, anscheinend stärker gerundete, helle und rötliche Körner vor (Quarzsand?)
--> die Hauptfrage, die sich mir stellt: anthropogen oder natürlich?
Rein "nach Bauchgefühl" würde ich zu Ersterem tendieren, kann das aber auch nicht wirklich begründen. Und mit der Geologie im Fundgebiet bin ich leider nicht vertraut - kennt da vielleicht jemand natürliche Gesteine, die so ähnlich aussehen (könnten) ?
Nach den zusammengefassten Merkmalen käme mir evt. eine Art Schlackenbeton in den Sinn, da verwundert mich aber die Feinkörnigkeit, solche Kunstprodukte kenne ich sonst eigentlich grobkörniger - oder gibts auch Beton, bei dem so fein aufgemahlene "Schlacke" in den Zement gemischt wird???
p.s.:
oder ein stark abgerolltes Fragment eines künstlich hergestellten Mahl- oder Schleif"steins" ???
pps: wobei dann bei den grauen Komponenten evtl. nicht von Schlacke (daher oben in Anführungszeichen gesetzt), sondern von einem anderen künstlich hergestellten Stoff ausgegangen werden könnte - z.B. Siliziumcarbid (SiC) wird ja angeblich zur Erzeugung von sog. "Hartbeton" (für Spezialanwendungen) verwendet. Und das technische SiC ist ja (wiederum angeblich) oft durch Aluminiumanteile gefärbt bzw. verunreinigt - aber ob so ein geringer Al-Anteil ausreicht, um den Detektor anschlagen zu lassen?
edit: die mit "angeblich" gekennzeichneten Infos hab ich auf wikipedia gefunden
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Glück auf,
Wenn der Metalldetektor piept, könnte auch mindestens ein Körper mit guter elektrischer Leitfähigkeit oder deutlicher magnetischer Suszeptibilitaet in dem Ding noch drinstecken, unsichtbar und vom Magneten nicht erfasst, oder am Detektor ist was.
Ansonsten halte ich das Teil für anthropogen (Körner eckig bei homogener Größe, Bindemittel stabil trotz äußerem Abschliff).
Sind die Körner durchscheinend? Dann könnte man schon mal grobes Quarzmehl als Hauptkomponente vermuten.
MfG
ruebezahl
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Erstmal vielen lieben Dank für Eure zahlreichen Antworten ;) ich habe nochmal einen zweiten Detektor verwendet, der eigentlich deutlich empfindlicher ist als der zuvor genutzte. Dieser reagiert nur bei max Sense und unmittelbar an der Spule. Wenn also Metall enthalten ist, dann in absolut geringfügiger Menge. Ich habs auch mit beleuchten und fotografieren aus verschiedenen Winkeln versucht. Auffällig ist das dieses, ich nenne es mal Bindemittel, je nach Winkel mal hell und dann wieder dunkel erscheint. Es reflektiert wohl stark. Wäre es hilfreich mal etwas mit Bsp. Essig oder anderer Lauge/Säure zu versuchen?
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Hier nochmal ein weiteres Bild...