Mineralienatlas - Fossilienatlas
Fossilien / Fossils / Fósiles => Lebewesen / Life forms => Fische / Pisces / Fishes => Thema gestartet von: christiang am 12 May 22, 18:23
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Hallo,
ich bin neu hier und hätte gern aus dem Kreis der Fachleute eine Information was das ist. Im Sand des Strandes gefunden. lange kann es nicht in der Brandung gelegen haben, denn es ist nicht abgeschliffen.
Dann noch nähere Informationen zu diesem Teil. Am 23.3.22 fand ich am Strand von Caya Coco dieses Teil. Genau gemessen Länge 33 mm, Breite18 mm und Höhe 11 mm. Vom Material her könnte man es für Porzellan halten, es ist jedenfalls hart wie ein Stein und sehr dicht. Das Gewicht beträgt 5 Gramm. Sieht eigentlich wie ein Kunstwerk aus.
Die Rückseite zeigt Einlagerungen oder Wohnspuren anderer Lebewesen.
Es könnte eine verkieselte Koralle sein.
Liebe Grüße Christian G
edit: Bitte nicht zu externen Bildern verlinken sondern die Bilder direkt im Forum anhängen!
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Hallo aus Mittelfranken
Das ist sehr wahrscheinlich Cliona...ein Bohrschwamm, der seine "Wohnkammern" gerne in Kalkstein hineinätzt
siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Gelber_Bohrschwamm
Kann aber durchaus ein anderes Mitglied dieser großen Familie sein
Glück Auf
Thomas
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Hallo Thomas,
das dürfte es nicht sein. Es sind keine Löcher , sondern mehr Kugeln/Blasen.
Liebe Grüße Christian G
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Hallo,
nachdem meine direkt eingebundenen Bilder gelöscht wurden, versuche ich die Bilder als Anhang anzufügen
Liebe Grüße Christian G
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... und noch ein paar Bilder
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... und vier Bilder unter der Lupe. Bild 2 unbearbeitet und Bild drei dann bearbeitet. Die "Kugeln" sind 1 bis 2 mm groß
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Hallo,
ich habe vor Praxiybeginn schnell von meinem Zahnarzt zwei Röntgenbilder in zwei Ebenen machen lassen. Als Strahlenstärke wurde die Einstellung Molar, also für dichteren Knochen gewählt. Leider überlagern sich bei solchen Aufnahmen alles. Es ist ja keine Schichtaufnahme.
Aber man kann Gänge in den einzelnen Kugeln erkennen.
Nun mal viel Spass beim Raten und liebe Grüße Christian G
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Hallo Christian,
in Rheinhessen kann man einiges an fossilen Zähnen von diversen Meerestieren finden, wie nur z.B. Heifischzähne oder Rochenkauplatten zu nennen. Dein Fund mit den Kugelzähnen würde ich als Unterkiefer einer Brasse/Dorade ( Sparus auratus ) ansprechen.
https://www.fffotos.de/index.php/berichte/1060-fossile-und-rezente-doraden-zähne
Ein sicherlich schöner Fund, Glückwunsch.
Gruß aus Rheinhessen
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ja, ich sehe das auch als Fischkiefer mit Pflasterzähnen (zum Knacken von harten Schalen, z.B. von Mollusken)
ga
oliver
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Hallo aus Mittelfranken
Nachtrag von mir : Das ursprüngliche Foto ist mal wieder ein schönes Beispiel dafür, das das menschliche Hirn in einem Bild entweder Hohlformen oder Ausstülpungen erkennen kann. Manchmal klappt das auch hin und her...
Glück Auf
Thomas
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ja, ich sehe das auch als Fischkiefer mit Pflasterzähnen (zum Knacken von harten Schalen, z.B. von Mollusken)
ga
oliver
Hallo,
https://de.wikipedia.org/wiki/Stierkopfhaie
Diese Art kommt zwar nicht vor Kuba vor, aber das Bild
https://de.wikipedia.org/wiki/Stierkopfhaie#/media/Datei:Jaws_of_Heterodontus_portusjacksoni.jpg
gibt eine Idee.
LG
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Hallo Fabian,
danke! Das ist doch toll und kommt meinem Fund schon sehr nahe.
Folgende Fragen bleiben für mich noch offen.
Es sind keine Abnützungserscheinungen an der Oberfläche zu sehen. Also dürfte das Kieferteil kaum bentzt worden sein. Kleine Stierkopfhaie, wie der mexikanische, werden nur 18 cm lang. Also wäre ein 33 mm langer Kiefer von einem Jungtier. Vielleicht deuten fehlende Bruchstellen darauf hin, daß der erste embryonale Kieferbogen noch nicht knöchern verschmolzen war, dann würde das Teil direkt aus dem Ei kommen.
Das Material hat Porzellancharakter. Unter der Annahme des Alters wie oben vermutet, müsste das Material recht weich sein. Sollte es also verkieselt sein? Wie lange würde denn so ein Vorgang dauern? Wie ist die Farbe an der Oberfläche zu deuten, bleibt die beim Vorgang des Verkieselns erhalten?
Liebe Grüße Christian G
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Es sind keine Abnützungserscheinungen an der Oberfläche zu sehen. Also dürfte das Kieferteil kaum bentzt worden sein.
Naja - bei Elasmobranchiern werden abgenutzte Zähne kontinuierlich durch neue ersetzt, mit viel Abnützungserscheinungen ist da also in einem Kiefer ohnehin nicht zu rechnen (maximal an bereits abgestoßenen Einzelzähnen).
p.s.: zur Altersfrage:
sieht mir zumindest recht rezent aus (was natürlich auch täuschen kann - würde mich aber sehr wundern, wenn das fossil wäre)
ga
oliver