Mineralienatlas - Fossilienatlas
Vermischtes / Miscellaneous / Varios => Bestimmungen allg. => Thema gestartet von: Gordon 108 am 13 May 22, 09:19
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Ich habe aufgrund der runden Form keine Ahnung, wie es aussah bevor es die Elbe runtergepurzelt ist.
???
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bitte beachten: https://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,30042.0.html
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Hallo,
ja, bitte mehr Eigenschaften! Bei dem Stein habe ich ein Deja-Vu, leider kamen da keine Infos mehr und es gab keine Bestimmung.
https://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,55912.0.html
LG
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Ich habe ihn in Magdeburg gefunden. Die Elbe hat Niedrigwasser und das gute Stück lag auf dem ausgetrocknetem Flussbett der alten Elbe ( nicht schiffbar)
Möglicherweise waren mal Spitzen dran und er ist nur rundgewaschen ???
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Hallo,
ich glaube nicht, dass da Spitzen drauf waren. Die rausgelösten Furchen sind vom eindringenden Wasser entstanden.
Im Guide steht auch wie man die Härte bestimmt. Mit dem Fundpunkt Elbe kann dir hier niemanden groß weiterhelfen.
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ich würde auch hier ganz vorsichtig mal "anthropogen" mit großem Fragezeichen in die Runde werfen .....
Ritzhärte, Säurereaktion etc. würden zumindest mal eine Basis für die weitere Diskussion schaffen ....
@Fabian99: das gleiche dejavu hatte ich auch ....
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Gerne ihr Lieben,
Aber wie macht ein Anfänger wie ich das?
Ritzhärte, etc.???
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Du nimmst eine Nadel oder besser ein Messer und versuchst in eine so eine Kristallfläche zu ritzen. Wenn es Kratzer macht, ist es kein Quarz bzw. weicher als Härte 7.
Die fortgeschrittene Version um die genaue Härte zu ermitteln ist mit der Mohsskala zu arbeiten.
Gruß
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Hallo,
an Quarz glaub ich eher nicht, der verwittert nicht so leicht. Wenn überhaupt gehe ich in die Richtung Gips. Wenn es sich "weich" und "warm" anfühlt und sich mit dem Fingerbnagel ritzen oder schaben lässt, kann es nur Gipsgestein sein.
Gruß
Roadrunner
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... kann es nur Gipsgestein sein.
Oh Mann! Weiter viel Spass beim Rätseln! Ohne den von Oliver geforderten Mindestinfos wird das nichts. ::)
Volkmar
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Ein Säuretest ist mir leider nicht möglich.
Größe: 2,8cm hoch
5,2cm im Durchmesser
Gewicht: 48,7g
matt bis leicht glänzend (nicht ritzbar)
Fundumstände: an der Oberfläche vom ausgetrockneten Elbflussbett - Magdeburg/ Cracau.
Andere Objekte dieser Art konnte ich nicht finden.
Ach ja, er verdrängt ca. 40ml.
:-*
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Nochmal etwas detaillierter.
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Warum gehst du nicht mal mit dem Taschenmesser ran und schaust ob da ein Kratzer entsteht? !
Wenn nein, dann versuchst du es an einer Glasflasche, z.B. Bierflasche aus GLAS.
Warum kannst du keinen Säuretest machen? Keinen Essig (=Notlösung) im Haus?
LG
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Also weder mit Messer noch Glas ritzbar- keine sichtbaren Spuren.
Ich dachte mit normalen Essig ist quatsch?
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Hätte ich jetzt nicht gedacht, das das Zeug so hart ist, damit scheidet alles was weicher ist als Quarz schon mal aus.
Gips wäre zwar dem Verwitterungszustand nach am wahrscheinlichsten, aber der ist viel weicher (mit Fingernagel zumindest ritzbar).
Calcit lässt sich auch mit einem Messer leicht ritzen, scheidet also auch aus. Der Säuretest wird bei der Härte auch sicher negativ ausfallen.
Auch wenn es optisch ungewöhnlich aussieht, zumindest auf den Fotos, tippe ich hier dann doch auf Quarz. Eventuell war dieser mal ursprünglich im Gestein aus Gel ausgefällt und eine Spalte bzw. Hohlraum ausgefüllt und nun ist das umliegende Gestein weg und übrig bleibt der härtere Quarz, daher wohl auch das ungewöhnliche Äußere.
Gruß
Roadrunner
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Du hast keinen Kratzer auf Glas? Oder macht eine Scherbe keinen Kratzer?
Sry - ich war da nicht eindeutig.
Aber das Messer richtet keinen Schaden an der Stufe an?
Dachte an:
https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/378/dokumente/ewertwagenbach_pcs.pdf
Seite 7
LG
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Ich zeigte es einer alten, sehr netten Hobbymineralogin (vom Förderverein unseres Museums).
Die war selbst so alt wir mein Objekt, aber superlieb und hat mir mehr erklärt, als ich mir merken konnte.
Sie meinte es könne Kornblüte oder so etwas sein.
Hab ich noch nie gehört und auch nix darüber gefunden.
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Der Hinweis von Fabian war sehr interessant und würde auch die Härte und die Ausprägung erklären. Dann wäre das Gebilde quasi Apatit oder besser gesagt sowas wie eine Phosphoritkonkretion. Schau mal bei Phosphorit nach und bei den Bildern taucht später eins auf was sehr Deiner Stufe ähnelt.
Phosphatnachweis würde einiges klären oder mal einen Krümel in Säure legen und am besten etwas länger warten. Soweit ich mich erinnere, sind Phosphate mehr oder weniger Säurelöslich.
Gruß
Roadrunner
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Ein sehr guter Tipp. Passt bisher am besten.
Wenn es Struvit ist, dann hoffentlich natürlich entstanden :o
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Nein, genau das "natürlich" wird nicht passiert sein.
Aber Struvit ist weich! Also kannst du den mit dem Messer ritzen?
LG
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Dann wäre das Gebilde quasi Apatit oder besser gesagt sowas wie eine Phosphoritkonkretion.
Nein, Apatit ist ein Ca-Phosphat mit einem weiteren Ion (OH, Cl, F).
Struvit hingegen ist ein Ammonium-Magnesium-Phosphat-Hydrat.
LG
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Keiner Ritzer möglich.
Also auf deutsch: Kristalle aus dem Scheißhaus.
Verzeihung- Latrine.
Vielen Dank für eure eifrige Mithilfe.
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Nein, Struvit ist es nicht!!!!
Struvit ist leicht mit dem Messer zu ritzen, der Kratzer ist auf dem Kristall....
Also weiter Raten.
LG
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Hallo Gordon,
ich meine, dass es sich bei Deinem Fund um eine Flint- oder Quarzkugel handelt, wie sie mitunter im Norden D's gefunden werden.
Schau Dir hierzu auch mal diese Seiten an:
https://strand-und-steine.de/gesteine/sedimentgesteine/flint/flint.htm
https://www.google.com/search?client=firefox-b-d&q=Die+Hemmoor-Flintkugel+
Ich fand eine solche Kugel vor drei Jahren in einer Kiesgrube (Wedemark, etwas nördl. von Hannover). Im Gegensatz zu Deiner hat sie viele Jahrtausende im Sand geruht. Deine hingegen wurde sicher von der Elbe sehr oft umgewälzt, was zur Folge hatte, dass sich Teile aus Deiner Kugel lösten, was zum heutigen Zustand führte.
Von meiner habe ich ein Foto, das ich hier mal anfüge.
Wenn Zweifel seitens der Forumöre vorhanden sein sollten, so schreibt das bitte. Ich lerne immer noch gerne hinzu.
Besten Gruß
Eckard