Mineralienatlas - Fossilienatlas
Gesteine / Rocks / Rocas => Bestimmung von Funden / Determination of findings => Deutschland / Germany => Thema gestartet von: Gordon 108 am 14 May 22, 18:45
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Gefunden zwischen Thale und Blankenburg.
An der Oberfläche gefunden.
Material ist relativ hart.
Vielleicht Seepocken oder kleine Seeigel?
Danke für eure Hilfe
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Es wäre zumindest gut zu wissen, wie groß das Stück ist!
Volkmar
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Klar Volkmar :P ;D
7,5cm x 4,5cm
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ich würde da am ehesten mal an Kalkalgen oder allgemeiner an Bioherme im weitesten Sinn denken - wobei mich aber die anscheinend (!!) symmetrische Struktur mancher Querschnitte etwas irritiert.
Könntest du vielleicht scharfe Detailaufnahmen einzelner markanter Querschnitte einstellen?
(die jetzigen Bilder geben in der Vergrößerung leider nicht allzuviel her)
lg + ga
oliver
edit: und vielleicht sinds ja auch nur Ooide, und nix Fossiles ....
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ich würde da am ehesten mal an Kalkalgen oder allgemeiner an Bioherme im weitesten Sinn denken - wobei mich aber die anscheinend (!!) symmetrische Struktur mancher Querschnitte etwas irritiert.
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edit: und vielleicht sinds ja auch nur Ooide, und nix Fossiles ....
Ich tendiere vom Foto her eher zu Ooiden.
Volkmar
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hallo Volkmar,
ich mittlerweile auch.
Meine Betrachtungsweise war anfänglich durch die Fragestellung beeinflusst, weshalb ich da vorrangig fossile Parallelen suchte - nach einer nochmaligen (neutralen) Betrachtung kamen mir auch als erstes Ooide in den Sinn ...
ga
oliver
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Gab es nicht Ende der Kreidezeit eine fossile Gruppe die ähnlich aussah? Vielleicht länglicher und vielleicht Spiegelsymmetrie. Ich meine so etwas wie Numiden als Wort. War Mal ein Beitrag mit Krk oder so...
Lg
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https://de.wikipedia.org/wiki/Nummuliten
oder Großforaminiferen?
https://de.wikipedia.org/wiki/Foraminiferen#/media/Datei:Makroforaminiferoak.jpg
Aber bin kein Fachmann!
LG
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nein, Großforaminiferen würde ich hier mal definitiv ausschließen ....
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Ich halte das für angewitterten Rogenstein. Kommt in der Gegend häufig vor.
Genaueres kann man im Anbruch von der Seite sehen.
LG Frank-Detlef Paul
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Dann haben wir schon drei Stimmen für Ooide ...
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Sehr interessant.
Danke für die Antworten
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Ich dachte an Seelilienstielglieder.Kann man die ausschließen?
Gruß Norbert
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Ich unterstütze die Nummuliten-Abteilung. Kenne sowas aus den niederösterreichischen Haidhof-Schichten. Sehen genauso aus.
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Vielleicht kommen wir über das Alter weiter:
https://www.researchgate.net/figure/Geological-overview-of-the-Harz-Mountains-and-surroundings-Harz-units-not-marked_fig1_346096822
In dem Bereich sollte die Blankenburg-Zone sein, korrekt? Damit ist das Devon, oder? Jura/Kreide steht in dem Bereich nicht an und als Fossil-Laie würde ich dann auch nicht mehr an Nummuliten glauben.
KAnn das einer mit Ahnung bestätigen?
LG
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Nochmal etwas detaillierter.
Debattieren fetzt ;D
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Zumindest einige sehen fast wie Crinoiden-Teile aus... würde zu Devon passen
LG
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Danke für eure Hilfe.
Beim nächsten Objekt habe ich hoffentlich bessere Fotos und ganz sicher mehr Details.
Glück auf :)
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Thale-Blankenburg ist auch ein ziemlich grosses Gebiet!
Zumal nördlich der Harznordrandstörung so ziemlich das ganze Paket vom Zechstein bis zur Kreide(ausser Jura) aufgeschlossen ist.
Hatte als Jungsammler (vor 40Jahren) mal ein ähnliches Stück bei Elbingerode gefunden und als devonischer Kalkstein mit Korallenresten angesprochen.
In die Richtung würde ich auch hier tendieren.
Danke Fabian, dass du dem Nummuliten-Quatsch wiedersprochen hast! >:D
Gegen die Rogensteinthese spricht ein Fakt!
Die Rogensteinbank war ein begehrter Baustoff und ist grossflächig abgebaut worden. Die Mächtigkeit erreichte keinen Meter! Im Gelände ist der Verlauf der Bank als Heckenreihe mit Gräben und Kuhlen nachweisbar. Die aufgefundenen Reste der Bank zeigen Ooide in Senfkorngrösse (Bereich Benzigerode-Heimburg)
GA aus Sachsen-Anhalt
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Danke Fabian, dass du dem Nummuliten-Quatsch wiedersprochen hast! >:D
Sry - ich hatte den Quatsch aber auch in Spiel gebracht ;-) und mir dann widersprochen ;-)
LG
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Hatte ich überlesen!
Ist aber interessant, wie viele "auf den Zug" aufspringen, ohne sich in der regionalen Geologie des Fundortes/Region auszukennen.
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Zumindest einige sehen fast wie Crinoiden-Teile aus...
Auch hier ein deutliches Nein von mir! ;)
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Na dann bleibe ich mal bei meinen Leisten ;-)
LG
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Na dann bleibe ich mal bei meinen Leisten ;-)
Crinoidenstielglieder / Trochiten bestehen aus "Kalkspat" sensu strictu - also aus Calcit in deutlich "spätiger" Ausprägung - damit wärst du wieder bei deinem (mineralogischen) Leisten! ;)
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O.k., nach diesen Fotos widerspreche ich mir auch selber ;)
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auch Steinkern kommt zum Ergebnis "Ooide":
https://forum.steinkern.de/viewtopic.php?f=29&t=34735