Mineralienatlas - Fossilienatlas
Mineralien / Minerals / Minerales => Mineralien (Fundort) bestimmen / determine minerals => erledigte Bestimmungen / completed determinations => Thema gestartet von: blue-planet9123 am 27 Jun 22, 01:31
-
Ein herzliches Hallo :)
Ich habe hier etwas, bei dem ich nur raten kann, was es ist. Deshalb würde ich mich sehr freuen, wenn mir jemand sagen könnte, was es ist. Google Lens hilft mir nicht weiter. Da es aus einem Nachlass stammt, habe ich keinerlei Hintergrundinformationen.
Es wiegt 661 Gramm. Ich hoffe, meine Bilder helfen weiter.
Liebe Grüße,
Nadja
-
Visuelle Bestimmungen sind natürlich immer heikel. Mich erinnern die Kristalle an Cerussit mit Limonitkruste.
Gruß
Uwe
-
Der Tipp auf Cerussit könnte tatsächlich hinhauen. Erst dachte ich ja, hmm...für Cerussit fehlt ein bisschen der charakteristische Glanz (kann auch verwitterungsbedingt fehlen), aber im Vergleich mit ähnlichen Bildern wie https://www.mindat.org/photo-572207.html oder https://www.mindat.org/photo-70751.html wäre es möglich. Genau kann man das allerdings nur mithilfe einer Analyse bestimmen, aber vielleicht lässt es sich über einige Eigenschaften eingrenzen, z.B. gelbe Fluoreszenz, geringe Härte 3 bis 3,5 und hohe Dichte von 6,55g/cm3. Den Löslichkeitstest mit Salpetersäure würde ich persönlich jetzt nicht unbedingt empfehlen, weil das Zeug doch recht gefährlich ist.
Liebe Grüße, Erika
-
Vielen Dank für die schnellen Antworten.
Tatsächlich lassen sich die weißen Kristalle ziemlich leicht mit einem Bergkristall zerbrechen. Die Kruste ist dunkelbraun, darunter orange bis gelb. Sie lässt sich mit dem Bergkristall deutlich schwerer abkratzen. Das könnte ja für die Theorie mit der Limonitkruste sprechen.
Bezüglich des Tests mit der Säure: Würde Phosphorsäure auch gehen? Ich habe hier zufällig welche. Wenn es Cerussit ist, müsste er sich darin auflösen, richtig? Kann ich die Kruste ebenso testen?
Bin euch echt dankbar für die Hilfe. :)
LG, Nadja
-
Glück auf @nadja,
bei Phosphorsäure bin ich nicht sicher, ob da nicht lediglich eine (langsame) Oberflächenumwandlung in schwerlösliches Blei-(Hydrogen-)Carbonat/Phosphat stattfindet. Und wenn das Mineral sich auflösen sollte, sagt das auch nichts pro Cerussit aus.
Eine Cerussitstufe dieser Beschaffenheit sollte "schwerer" in der Hand liegen, das wäre ein weiterer Hinweis.
MfG
ruebezahl
-
Hallo Rübezahl :)
Danke für den Hinweis.
Ja, ich hatte gleich den Eindruck, das Objekt sei verhältnismäßig schwer und habe sogleich an Baryt gedacht. Ich habe einen in etwa der gleichen Größe, der wiegt 905 Gramm, wohingegen der eventuelle Cerussit 661 Gramm wiegt. Allerdings ist ersterer im Gegensatz zu letzterem massiv.
Bei Wikipedia habe ich ein Bild von einem Cerussit mit Limonit gesehen. Das sieht schon sehr ähnlich aus. Dabei handelte es sich um eine vollständige Pseudomorphose nach Limonit. Das könnte in meinem Fall auch passiert sein, wenn ich das richtig sehe. Denn einige abgebrochene Spitzen sind innen ja vollständig orange und eben auch härter als die weißen.
Ich gehe Mal schwer davon aus, dass ihr mit eurer Bestimmung Recht habt. Um weitere Tests durchzuführen, müsste ich mir erstmal die passenden Hilfsmittel zulegen. Falls ich das mache, werde ich die Ergebnisse gerne mit euch teilen.
Danke nochmal an alle!
Liebe Grüße,
Nadja
-
Sieht aus wie Cerusit aus Le Rocheux in Belgien ... welche nicht immer mit Glanz vorkommen
https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/LokationMineralData?param=31333,651,0
Aber das ist nur eine Piste...
MFG,
Bruno