Mineralienatlas - Fossilienatlas
Gesteine / Rocks / Rocas => Bestimmung von Funden / Determination of findings => Deutschland / Germany => Thema gestartet von: NorbertSch am 03 Jul 22, 21:01
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Hallo zusammen,
Mein Name ist Norbert und ich bin neu hier und hoffe auf euer Expertenwissen.
Ich gestalte zur Zeit meinen Garten mit Naturstein (Grauwacke und Basalt)
Nun habe ich von einem Straßenbauer Kopfstein-Pflastersteine (12 x 17 cm) angeboten bekommen. Er sagt es ist Naturstein, ich bin mir da nicht so sicher:
Die Steine sind grau, die Oberfläche schon abgefahren mit einigen Vertiefungen (ca. 5-10mm Durchmesser)
Die Steine haben sehr viele schwarze kristalline Einschlüsse (2mm bis 15 mm) und einige grün-gelbliche (2-7 mm)
Ist das nun tatsächlich Naturstein, oder eher Ofenschlacke oder sowas?
Vielen Dank für Eure Hilfe
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hallo Norbert,
eventuell ein etwas verwitterter Vulkanit (so zumindest mein erster Eindruck) - das Grünliche könnten dann Olivineinschlüsse sein, das Schwarze vielleicht Augit oder ein verwandtes Mineral -
aber das ist alles nur geraten, die Geologie in deinem Gebiet ist mir leider nicht vertraut ....
Das auf den Detailbildern erkennbare Gefüge spricht m.E. jedenfalls eher für ein natürliches Gestein ("Naturstein") und nicht unbedingt für Schlacke.
ga
oliver
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Ich halte das auch für Naturstein. Basalt oder ein ähnliches vulkanisches Gestein mit Pyroxen- und/oder Amphibol- und Olivin-Einschlüssen ist sehr wahrscheinlich. Die Vulkaneifel mit entsprechenden Steinbrüchen ist ja bei dir um die Ecke. Ein paar der schwarzen Einschlüsse scheinen die für Amphibole typischen Winkel zu haben, so weit das aus einem Foto erkannt werden kann.
Günter
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Super, vielen Dank für Eure schnellen und kompetenten Antworten.
Richtig, die Steinbrüche in der Eifel sind nicht weit und wir haben schon viel Basalt verbaut.
Aber Steine mit so vielen Einschlüsse hatte ich nicht gesehen.
Herzlichen Dank!
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Ihr Lieben, auf den Bildern sind doch sechseitige schwarze Glimmer-Kristalle zu erkennen, da sollte doch der Pflasterstein Natur naheliegen. Wer sich aber im Ruhrgebiet/Hamburg/Richelsdorf bewegt, der findet manchmal gegossene Pflastersteine aus (Kupfer, Eisenhütten)-Schlacke. Da sind glasartige Strukturen zu erkennen.
Glück Auf Jürgen
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auf den Bildern sind doch sechseitige schwarze Glimmer-Kristalle zu erkennen,
hallo Jürgen.
also "Glimmer" würde ich mal (stark) bezweifeln .....
ga
oliver
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Für Glimmer sehen die Bruchflächen m. E. nicht glatt genug aus. Das lässt sich aber mit einer feinen Nadel schnell prüfen: bei Glimmer würde man dünne, biegsame Blättchen leicht abspalten können, bei den anderen Kandidaten nicht.
Günter
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Glück auf,
also ich sehe auf Bild 3 Querschnitte von idiomorphen Kristallen, ob Pyroxen oder Amphibol ist ohne die Spaltbarkeitswinkel zu erkennen unklar, tippe wegen der isometrischen Gestalt eher auf Pyroxen (Augit).
So etwas ist mir in Kunststein nicht bekannt, das ist natürlich und ein Vulkanit, wohl Eifel.
MfG
Uwe