Mineralienatlas - Fossilienatlas
Mineralien / Minerals / Minerales => Allg. Diskussionen Mineralien / General discussions minerals => Thema gestartet von: Theo64 am 14 Jul 22, 15:40
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Hallo,
hoffe hier kann mir jemand weiterhelfen. Ich würde gerne wissen, wann man Kristalle als nadelförmig oder säulenförmig definiert. Gibt es ein bestimmtes Längen-Seitenverhältnis, ab wann man Kristalle als nadelförmig definiert.
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Ich fürchte, darauf wirst du keine wissenschaftlich exakte Antwort finden, das dürfte sehr subjektiv sein.
Für mich kommt "nadelig" von Nadel, im Sinne einer Nähnadel. Die könnte man jetzt immer als auch "rund" bezeichnen.
Allerdings gibt es ja auch Säulen, die rund sind. Und ab welchem Durchmesser es das eine oder andere ist, bleibt wohl Ansichtssache.
Mir wäre auf jeden Fall keine exakte Definition bekannt.
Solche Art von Subjektivität haben wir ja dann auch bei kugelig, nierig, Glanz und Farben.
Ist ja auch ok, dass nicht alles so genau definiert ist ;-)
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Hallo,
meines Wissens gibt es nur eine Stelle bei der "Nadelförmig" definiert wurde.
Das waren meines Wissens bei den Nanokristallen oder bei atembaren Staub (wenn ich es nur wüsste) mit einem Verhältnis von 1:5 oder so.
Aber im echten Leben ausserhalb der Bürokratie schliesse ich mich meinem Vorredner an. Du zielt doch hoffentlich nicht auf diese eine Stelle ab?
LG
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Glück auf,
... und haarförmig, stäbchenförmig, spießig ... mE alles Adjektive, die über eine Assoziation an alltägliche Formen das Objekt passend und ohne Abbildungen charakterisieren sollen. Ein Schema ist da mW nie erstellt worden, die Assoziation sollte passen.
Die Anfänge der Naturwissenschaften waren beschreibend, da hat man keine Schemata vorab erstellt.
Viele Grüße
Uwe
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Habe ich mir schon fast gedacht, aber trotzdem vielen Dank...
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Ich würde nadelförmig als spitz zulaufend definieren, während säulig nicht verjüngend ist. Ob rund oder eckig ist kein Kriterium.
haarfömig = länglich, sehr dünn, rund nicht zulaufend
spießig = länglich, am Ende Spitz zulaufend nicht zwingend gleichmmäßig zulaufend
nadelig = rund, länglich gleichmäßig spitz zulaufend
säulig = länglich, gleichmäßig im Durchmesser
Viele Grüße
Stefan
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Im technischen Umfeld gibt es auch die Nadel als "Wälzkörper" z. B. und den Zylinder. Ein festes L/D (Länge/Durchmesser) Verhältnis gibt es auch hier nicht, um zu sagen, wann ist es eine Nadel und wann ein Zylinder.
Je nach Hersteller solcher Elemente wird dann eine Definition abgegeben, ab welchem D noch von einer Nadel oder einem Zylinder gesprochen wird. Hier ist das L/D Verhältnis nicht mehr relevant: Ab einem D >= ca. 6mm spricht man von einem Zylinder. Wenn es hier eine Nadel geben sollte, müsste diese überproportional lang sein (20cm oder länger), was aber keinen Sinn mehr macht.
Der Faktor zur Entscheidung ist also entweder subjektiv oder aber der D ist einfach zu groß, um noch von nadelig zu sprechen. Wo die Grenze für den D aber gelegt wird.... Ist wohl subjektiv?!