Mineralienatlas - Fossilienatlas
Arbeitsmittel / Means for work => Reinigung (Präparieren, Konservierung) / Cleaning (Prepare, Conservation) => Thema gestartet von: Matthias Reinhardt am 16 Jul 22, 09:40
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Hallo, kann mir jemand sagen wie man Lehmkrusten von Pyromorphit und Limonit Chemisch entfernt?
Habe die Stücke alle mit dem Ultraschall gereinigt, trotzdem werden die nicht sauber. Bitte um Hilfe!!
Glück Auf !
Matthias Reinhardt
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Servus,
wie wärs mit einem Gang im Geschirrspüler? Bringt bei Pyros aus dem Oberpfälzer Krandorf, die auch oft von Lehm überzogen sind, gute Ergebnisse.
Servus + Glück auf
Wolfi
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Hallo Matthias,
ich benutze für sowas meistens einen Dampfreiniger. Damit kann man auch in enge Ecken kommen und den Dreck rausspritzen. Wenn du gelegentlich nochmal vorbei kommst, kannst du meinen ja mal ausprobieren.
Günter
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Hallo Matthias,
da ich mit Chemie nicht weitergekommen bin, habe ich mir den Hochdruckreinige bei Lapis gekauft. Damit habe ich bei den Pyros aus dem Hunsrück recht gute Ergebnisse erzielt. Du hast ja bei Rüdiger B. auch die Ergebnisse sehen können.
Experimente mit Natrium Ditionith, die mir empfohlen wurden, endeten wie erwartet mit dem Verlust der Pyros (Oberfläche matt und angefressen).
Ich empfehle sie mechanisch zu reinigen.
Gruß
Gerdchen
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Hallo,
Lehm haftet, weil die Adhäsion der Partikel untereinander hoch ist. Da gibt es zwei wesentlichen Tricks:
1.) Oberfläche belegen, Natriumhexametaphosphat (altes Calgon). Die Phospahte legen sich auf die Oberfläche und ändern das sogenannte Zetapotential. Das geht vielleicht auch mit einigen Tensiden, aber da kommt es auf das Tensid an. Ich würde Grillreiniger oder etwas Spülmaschinentab/pulver nehmen.
2.) Das geht auch parallel: pH ändern, ich würde den pH anheben mit Soda. Das Natrium ändert auch die Eigenschaften des Lehms laut
Chemiebuch.
Aber wie gesagt: Testen -nicht sofort am Prachtstück.
LG
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Hallo,
vielen Dank für die guten Ratschläge! Ich probiere es erstmal mit dem Dampfreiniger.
Werde Euch später von meinen Erfahrungen berichten.
Ich wünsche Euch einen schönen Abend und Glück Auf!
Matthias
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Glück auf Matthias,
zäher Lehm auf Pyromorphit, der auch nicht mit Ultraschall weichen wollte, kenne ich von den Taunusfundstellen auch recht gut. Man hatte, solange der Lehm feucht war, keine Chance, auch nicht nach tagelangem Einlegen. Ließ man die Stücke hingegen gründlich trocknen, und damit ist wirkliches Austrocknen gemeint, krümelte danach unter fließend Wasser alles easy ab. Man konnte dann durch Wiederholung in Kombination mit Ultraschallbaden die Stücke komplett reinigen, ganz ohne Chemie.
Offensichtlich waren hier die Ad- und Kohäsionseigenschaften des Lehms stark vom Wassergehalt abhängig. Vielleicht ist es bei Deinen Stücken ja auch so.
Viele Grüße
Uwe