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Mineralien / Minerals / Minerales => Mineralien (Fundort) bestimmen / determine minerals => Thema gestartet von: Stefan am 12 Aug 22, 17:00
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Hi,
ich habe aus der Mina San José, Oruro, Stadt, Cercado, Oruro, Bolivien bei einer Befahrung einige Erze mitgenommen.
Auf einem Stück Pryrit befinden sich winzige Oktaeder in fast transparent und dunkelbraun und auch ein durchscheinender abgeflachter Kristall. Habt Ihr zufällig eine Ahnung um was es sich dabei handelt.
Die "Nadeln" auf und im Pyrit sind auch interessant.
Viele Grüße
Stefan
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Spontan hätte ich auf Senarmontit oder Arsenolith getippt.
(Ein pseudo-oktaedrisches Carbonat wie z.B. Siderit scheint es nicht zu sein.)
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Sb-mineralien sind viel haüfiger in San José als As-mineralien. Und es gibt einige Sb-sekundärmineralien in San José die noch nicht auf die Liste stehen. Also glaube ich dass Senarmontit wahrscheinlicher ist als Arsenolith.
Könnte auch vielleicht ein Sn-sekundärmineral des Schoenfliessit-gruppe im Spiel sein? Es gibt 2 oder 3 mitglieder dieser Gruppe in Llallagua. Ich kenne sie noch nicht aus San José aber währe vielleicht möglich?
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Glück Auf!
wie sieht es aus mit Lumineszenz?
Mit freundlichen Grüßen
Das Felsenmammut
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Hallo Stefan,
bei dem abgeflachten X könnte es sich auch um Baryt handeln. Ich habe vergleichbare XX vom Cerro Rico, deren Analyse Baryt ergab.
Vergleicbare oktaedrische XX befinden sich ebenfalls reichlich auf untertage selbst gesammlten Franckeit-X-Stufen, die bei mir leider auch noch mit ? gekennzeichnet sind.
Gruß
Burkhard
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Ich danke Euch schon mal für die zahlreichen konstruktiven Antworten. Ich bin das verlängerte Wochenende unterwegs und werde das mit der Lumineszenz prüfen wenn ich zurück bin.
Liebe Grüße
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Unter 365nm UV keine deutlich erkennbare Reaktion. Mit gutem Willen ist eine sehr schwache bräunlich-grüne Lumineszenz auf einem Teil der Oktaeder erkennbar, was für Senarmontit sprechen würde. Für mich sieht es so aus, als ob die Oktaeder zwei Mineralien stellen.
Viele Grüße
Stefan
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Wenn Du eine scharfe Nadel verwenden könntest, um einen winzigen Kristall von der Matrix zu trennen, erhitzt Du es in einem Pyrex-Glasrohr über einer Gasflamme. Wenn es sich um Senarmontit handelt, verdampft es vollständig bei hoher Temperatur, was bei den anderen genannten Mineralien nicht der Fall ist. (Nun ja, Arsenolith würde genauso wirken, sogar schneller und einfacher als Senarmontit, aber Du kannst das an seiner Wasserlöslichkeit überprüfen. Falls Du die Stufe schon im Ulltraschall gereinigt hast und die Kleinkristalle sind nicht angegriffen worden, dann ist es kein Arsenolith.)
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Glück Auf! Stefan,
die von dir als zwei verschiedene Mineralien interpretierten Erscheinungsformen könnten gut zwei verschiedene Generationen des selben Minerals sein.
Mit freundlichen Grüßen
Das Felsenmammut