Mineralienatlas - Fossilienatlas
Fossilien / Fossils / Fósiles => Deutschland / Germany / Alemania => Paläobotanik (fossile Pflanzen / fossil plants) => Bayern => Thema gestartet von: iStussy am 28 Aug 22, 00:54
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Hallo,
Nachdem ich mein Glück bei einem Insekten Fachmann versucht habe und er ein solches Objekt noch nicht gesehen hat will ich mein Glück in der Paläontologie versuchen. Da der Fundort in der Altmühl liegt und dort bekanntlich sehr viele Fossilien zu finden sind, bin ich sehr gespannt auf Eure Einschätzungen.
Die Struktur erinnert entfernt an Seepocken, ursprünglich bin ich Laienhaft von einem Wespennest ausgegangen und habe mich daher zuerst an einen Entomologen gewandt. Anbei nun ein paar Bilder meines Fundes.
Vielen Grüße
Lars
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Erinnert mich irgendwie an ein Rhizom.
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Das Objekt hat aber zwei Seiten, auf der einen Seite sind diese Seepockenartigen runden Gebilde und wie auf den Fotos zu erkennen ist die andere Seite geschlossen.
Bei einem Spross gehen die Wurzeln nach unten und die Blatttriebe nach oben.
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Erinnert mich irgendwie an ein Rhizom.
Deine erster Gedanke war doch absolut Richtig. Ich habe darüber mit meiner Frau gesprochen Sie meinte das sie bei Ihrem Lotus ebenfalls einen länglichen Spross bekommen hatte. So sind wir auf Seerosen gekommen, ich habe dann mal nach Seerosenwurzel Bildern gesucht. Die sahen erstmal ähnlich aber nicht identisch aus. Bis ich auf diese Bilder gestoßen bin.
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Könnten auch lange Farn rhizome etc. Sein. Das weiche fleischigei weiche wäre dann verrottet, das verhaltene, trockener und harte dann versteinert. Auch Sproßteile wie Irisarten, Ingwer etc wären möglich. Müßte man mit rezentem mal vergleichen.
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Könnten auch lange Farn rhizome etc. Sein.
Farn eher nicht - die Farnrhizome (zumindest die, die ich bislang gesehen habe) sehen doch ein wenig anders aus.
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Schaut mir nach Kalmus aus.
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Schaut mir nach Kalmus aus.
Auf den Bildern die ich zum Klamus gefunden habe, sind die Löcher scheinbar willkürlich verteilt. Bei meinem Objekt sind die Löcher in einzelnen Gruppen zusammengefasst. Aber eine gewisse Ähnlichkeit ist definitiv vorhanden und es gibt bestimmt verschiedene Klamus Arten. Dankeschön für die Anregung.
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Da der Fundort in der Altmühl liegt und dort bekanntlich sehr viele Fossilien zu finden sind, bin ich sehr gespannt auf Eure Einschätzungen.
Ich schätze mal, dass das Stück nicht wirklich fossil ist, sondern eher subrezent - eventuell nur eine Kalkkruste um das organische Material?
Ist das Objekt vielleicht im Verhältnis zu seiner Größe relativ leicht?
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Ja, so ist. Es hat sich eine Kruste gebildet im Inneren ist organisches Material. Durch den hohen Wasseranteil ist das Objekt aber sehr schwer gewesen und hat mich dadurch auf die falsche Fährte geführt. Aber man lernt halt nie aus und schön, skurril und spannend war der Fund ja auch.
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An dieser Stelle vielen lieben Dank an das tolle Forum hier, das mir entscheidend bei der Lösung des Rätsels geholfen hat.
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Aber man lernt halt nie aus und schön, skurril und spannend war der Fund ja auch.
hallo Lars,
war (ist) ja auch für uns (zumindest für mich :)) lehrreich - Rezentvergleiche sind ja auch in der Paläobotanik enorm wichtig!
lg + ga
oliver