Mineralienatlas - Fossilienatlas
Arbeitsmittel / Means for work => Schneiden, Spalten, Schleifen, Polieren / Cutting, Grinding, Polishing => Thema gestartet von: Waldwichtel am 21 Sep 22, 13:09
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Hallo liebe Mineralienfreunde,
ich bin neu hier im Forum und auch Neuling in Sachen Steinschneiden. Ich würde mir gern eine Steinsäge zulegen, habe aber davon leider noch keine Ahnung. Zu schneiden wären die Funde, die sich bei mir inzwischen angehäuft haben. Alles was man typischerweise am Kiessee finden kann: diverse Geoden, Achate, Ametyst, Quarz usw..
Aktuell hätte ich die Möglichkeit, sehr günstig eine große, gebrauchte Tischsteinsäge zu erwerben, eine "Cedima CTS-58".
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Datei:Diamant_Cedima_Tischsäge_CT_58.JPG (https://de.m.wikipedia.org/wiki/Datei:Diamant_Cedima_Tischsäge_CT_58.JPG)
Motor: 2,2 kW / 230 V / 12 A / 2700 U/min
Trennscheibe: D max. 400 mm / Schnitttiefe 130 mm / Lochdurchmesser 25,4 mm
Wäre diese Säge geeignet? Ich kann leider nicht beurteilen, ob das schon zu viel Leistung ist, die Drehzahl zu hoch (Ausglühen der Diamanten) ist oder es überhaupt passende - sehr dünne Trennscheiben für dieses Format gibt.
Für Eure Meinung und Hilfe wäre ich sehr dankbar, ggf. auch für Gegenvorschläge, falls sie ungeeignet ist. :)
Edit: Link repariert
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hallo frank,
es gibt alle möglichen sägeblätter für alle möglichen wellenformate, notfalls gibt es adapter der hersteller. 25,4 ist also problemlos nutzbar.
viele blätter sollen mit weniger drehzahl als 2700 betrieben werden, im prinzip steht das dann immer mit dabei.
ich schneide mit einem blatt, was für 1900 ausgelegt ist auch mit 2700 auf einem fliesenschneider.
es gibt leute, die etwas robuster mit dem thema umgehen und leute, die da sehr professionell mit hohen ansprüchen rangehen. das muß also jeder für sich selbst rausfinden.
schau dir einschlägige youtube kanäle an und wie die leute dort teilweise schneiden (nur mit wasser).
ich konnte unter deinem link die säge nicht sehen, aber mit all deinen daten und den leichten einschränkungen (wasserkühlung) klingt das nach einer guten einstiegsmöglichkeit.
viele grüße, jörn.
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Danke für die Infos Jörn, wassergekühlt ist sie natürlich auch. Der Link führt zu Wikipedia, hier aber noch mal ein Direktlink zum Bild:
https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/7/7f/Diamant_Cedima_Tischsäge_CT_58.JPG (https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/7/7f/Diamant_Cedima_Tischsäge_CT_58.JPG)
und ein ähnliches Modell im Einsatz (CTS-57 G):
https://www.heimwerker-test.de/images/testbilder/big/tisch_kreissaegen_cedima_tischkreissaege_cts_57_g_bild_1533885438.jpg (https://www.heimwerker-test.de/images/testbilder/big/tisch_kreissaegen_cedima_tischkreissaege_cts_57_g_bild_1533885438.jpg)
"Eigentlich" schneidet man damit Gehwegplatten und ähnliches. Der Vorteil wäre halt, dass man mit einer 400mm Scheibe auch größere Stücke schneiden kann. Ob das aber für sehr harte Mineralien wirklich praktikabel ist, kann ich wie gesagt mangels Erfahrung nicht einschätzen.
Edit: wieder Link repariert...
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Kleiner Hinweis: die Forensoftware versucht zwar einfach als Text geschriebene Links als Links darzustellen, aber wenn Links bestimmte Sonderzeichen enthalten, kommt die Forensoftware durcheinander und der Link ist unvollständig und funktioniert dann nicht. Im Editor für die Beiträge kann man den Link auch gezielt als Link formatieren, dann passiert das nicht.
Günter
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"Eigentlich" schneidet man damit Gehwegplatten und ähnliches. Der Vorteil wäre halt, dass man mit einer 400mm Scheibe auch größere Stücke schneiden kann. Ob das aber für sehr harte Mineralien wirklich praktikabel ist, kann ich wie gesagt mangels Erfahrung nicht einschätzen.
Edit: wieder Link repariert...
hey frank,
https://youtu.be/sNj2qreD60Y
manche leute werden dir aufs dach steigen, wenn du sowas mit der hand schneiden willst, andere leute schneiden einfach so. gehen tut es auf jeden fall. ein freihandschnitt hat halt immer den nachteil der viel aufwändigeren nacharbeit. wenn man dann aber beispielsweise mit einem rüttler anstatt mit einer drehscheibe poliert, relativiert sich das zumindest etwas.
viele grüße, jörn.
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Also komplett frei Hand wollte ich gar nicht schneiden. Ich würde mir dann noch eine Halterung mit Spannvorrichtung für den Stein bauen, entweder als Seitenarm oder als Laufschiene. Das Problem mit Einkerbungen bei ungeführten Schnitten hatte ich in einigen Videos gesehen.
Mein Bedenken bei der CTS-58 wäre hauptsächlich, ob kleinere - filigrane Stücke wegen der Leistung von 2,2kW evtl. zu Bruch gehen könnten. Also quasi, ob die Maschine Geoden und Co. zu grobmotorisch ist (zum Bsp. durch Schwingungen).
Ich bin gerade auf der Suche nach dünnen Trennscheiben für das Gerät (max. D=400mm mit 25,4mm Loch) welche wären denn zu empfehlen? ???
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Ich lese gerade Deine Überlegungen zum Steinesägen...
Ich hätte eine fast neue, ca 1 Jahr alte Germany 250 aus Österreich anzubieten.
Die hat 250ger Sägeblätter , gesintert und gepresst, und auch eine Spanneinrichtung.
Man kann sie unter Steinschleifmaschinen. at ansehen.
Ich habe mich zum Facettenschleifen gewandt und da brauche ich so eine große Maschine nicht mehr.
Ich konnte damit gut Achate und andere Steine bis 80-90 mm Durchmesser schneiden.