Mineralienatlas - Fossilienatlas
Gesteine / Rocks / Rocas => Bestimmung von Funden / Determination of findings => Deutschland / Germany => Thema gestartet von: tony am 16 Aug 05, 14:20
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Lavaeinschluss vom emmelberg.
Der Einschluss ist innen weiss.
Vielen Dank im voraus.
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http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Deutschland/Nordrhein-Westfalen/Eifel/Daun/Emmelberg
Das sollte weiterhelfen. Auf Deinem Foto kann man allerdings nichts Weises sehen (höchstens rosa...Zirkonnähnliches??), sondern nur ein Stück silikatischen Xenolith, wie's aussieht. Genaue Beschreibung Deines gesuchten Minerals fehlt auch. Ein bisschen genauer geht's doch sicher?
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Hallo Tony,
was Du da gefunden hast ist ein Stück Fremdgestein, welches beim Ausbruch der Lava mitgerissen wurde. Durch die große Hitze werden solche Stücke unterschiedlich stark aufgeschmolzen und reduziert. Die Größe des Hohlraums, welche den Xenolith ( so nennt man diese Stücke ) umgibt, zeigt die ursprüngliche Größe des Stückes an. Die " Haut " des Xenolithen besteht aus vulkanischem Glas, also geschmolzenem Silikat.
Solche Xenolithe sind nicht selten am Emmelberg zu finden und sie sind es auch, die die wunderschönen Mineralien von dort beinhalten. Dein Stück ist allerdings nicht genug " gebacken " worden. Es dürfte im Inneren schwarz sein und sehr dicht. Nur randlich kannst Du mit Glück einige winzige Hohlräume finden, die aber nur sehr kleinen Hämatit und Biotit beinhalten. Im Hohlraum zwischen Lava und Xenolith findest Du orangegelbe Pyroxene, Hämatit und manchmal etwas Hornblende. Die weißlichde Auskleidung besteht i.d.R. aus sekundär gebildetem, nicht kristallinem Aragonit.
Ich würde Dir empfehlen, daß Stück nicht zu zerschlagen, sondern so zu lassen wie es ist. Die Chance auf gute Mineralien uim Inneren ist gleich null. Ich vermute mal, Du hast an der Stelle auf dem Foto gefunden. Um schöne, allerdings sehr kleine Mineralien zu finden musst Du entweder die Halde vor dem Lavastutzen durchsuchen und alle kleineren Xenolithe knacken, oder aber am Fuß der Grabung die ca. 20 cm dicke, verbackene Schicht weiter abbauen. Hier findest Du mit Glück auch den begehrten Jeremejewit.
Gruß
Ralf
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Hier noch ein Foto von der Fundträchtigen Schicht.
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Danke euch beiden.
Die Fundstelle ist die von Ralf beschriebene.
Ich bedanke mich bei Ralf für die gelungene Exkursion "In den Dellen".
Gruss Tony