Mineralienatlas - Fossilienatlas

Arbeitsmittel / Means for work => Reinigung (Präparieren, Konservierung) / Cleaning (Prepare, Conservation) => Thema gestartet von: juli3r am 31 Oct 22, 21:09

Titel: Hilfe beim Schneiden und Polieren von Exemplaren
Beitrag von: juli3r am 31 Oct 22, 21:09
Hallo, ich freue mich, hier zu sein!

Schon als Kind habe ich gerne Steine gesammelt und beobachtet. Dann habe ich angefangen, Informationen darüber zu lesen, was die Exemplare, die ich gerade irgendwo aufgesammelt habe, sein könnten. Und jetzt, nach einigen Jahren, in denen ich dieser Faszination nicht mehr nachgegangen bin, fange ich damit wieder an, diesmal etwas ernsthafter.

Deshalb wollte ich ein paar erfahrenere Leute hier fragen, welche Methoden ihr verwendet und vorschlagt, wenn es darum geht, Steine aufzubrechen, um das Exemplar, das man mitnehmen möchte, zu isolieren und mögliche Schäden auf ein Minimum zu reduzieren? Ich meine, ich benutze bereits einen guten Hammer, 3 oder 4 Meißel und andere grundlegende Werkzeuge. Aber während diese Methode ziemlich effektiv zu sein scheint, auch wenn sie auf längere Sicht ziemlich anstrengend ist, habe ich immer wieder festgestellt, dass somit die kleineren und zerbrechlicheren Exemplare leicht beschädigt werden. Also ich habe mich gefragt, ob es andere einfachere und präzisere Methoden und Geräten gibt, die mir noch nicht bewusst sind. Ich meine, ich kenne elektrische Bohrer und Schleifer für Steine, aber alle, die ich kenne, sind ziemlich groß und nicht so handlich und leicht zu handhaben... es wäre toll, etwas Kleineres zu haben, das mit Batterien funktionieren kann. Vielleicht kennt jemand hier ein solches Produkt und/oder hat einen anderen/alternativen Vorschlag?

Danke im Voraus für eure Hilfe!
Titel: Re: Hilfe beim Schneiden und Polieren von Exemplaren
Beitrag von: wolfi am 01 Nov 22, 20:32
Servus,
Hammer und Meissel sind die Alte Schule. In den letzten Jahren kamen Akku-betriebene Bohrmaschinen und Flexen für die Arbeit vor Ort in den Steinbrüchen hinzu, wenn man mit Hammer und Meissel nichts mehr ausrichten kann.
Daheim gilt es dann, die Feinarbeit zu verrichten mit Hammer, Beisszange oder besser mit einer Steinpresse.

Aber lass es erst mal langsam angehen und sammle erst einmal Erfahrung mit herkömmlichen Werkzeug!

Servus + Glück auf
Wolfi
Titel: Re: Hilfe beim Schneiden und Polieren von Exemplaren
Beitrag von: vandendrieschen am 01 Nov 22, 20:40
Ich glaube mit Steine aufbrechen sind Lesesteinen (Geoden?) gemeint. Dafür brauchts keine Hilti xD.
Und die Frage ist wohl eher darauf gemeint, ob man die richtigen Steine mit Inhalt an äußeren Merkmalen erkennt, ohne den Inhalt kaputt zu machen.

Viele Grüße
Titel: Re: Hilfe beim Schneiden und Polieren von Exemplaren
Beitrag von: juli3r am 01 Nov 22, 21:32
Ich glaube mit Steine aufbrechen sind Lesesteinen (Geoden?) gemeint. Dafür brauchts keine Hilti xD.
Und die Frage ist wohl eher darauf gemeint, ob man die richtigen Steine mit Inhalt an äußeren Merkmalen erkennt, ohne den Inhalt kaputt zu machen.

Viele Grüße

Hej, danke für deine Antwort!

Ich meine nicht nur Geoden, aber auch natürlich. Das Gerät sollte auch ziemlich flexibel sein, was seine Verwendung an Gesteinen angeht.

Die richtige Steine von den äußeren Merkmalen erkennen zu können, finde ich auch eine unglaublich wichtige Fähigkeit, die man nach und nach verbessert, oft leider unvermeidbar über Versuch und Irrtum. Wenn du aber da etwas zu empfehlen hast, sehr gerne kannst du mir Ratschläge geben. Vielleicht kennst du Feldbücher, die da auf dem Feld tatsächlich nützlich sind, oder sowas?

Und wegen Bohrer und Flexen habt ihr Empfehlungen welche Geräte geeigneter wären, für die Anwendung an Steinen und Mineralien?
Titel: Re: Hilfe beim Schneiden und Polieren von Exemplaren
Beitrag von: kieselstein am 01 Nov 22, 22:52
Hallo, das ist wieder eine Frage, die ich nicht verstehen kann. Willst die deine Steine vor Ort bearbeiten? Kauf die eine einfach eine Fliesensäge für 100 Euro und probiere es aus. Bei einer kleiner Fliesensäge kann man sich höchstens die Finger verbrennen, aber nicht abschneiden. Und die Säge macht wirklich alles nass. Aber so kannst du sehen, was in dem Stein steckt. Nach dem schneiden sieht der Stein wie polliert aus. Danach kannst du entscheiden, ob sich weitere Bearbeitung lohnt. Ich habe so unzählige Steine zersägt und immer wieder was schönes gefunden. Und nebenbei mein Bad und sonst was verfliest. :)
Titel: Re: Hilfe beim Schneiden und Polieren von Exemplaren
Beitrag von: jlies am 02 Nov 22, 08:13
… gebrauchte naßfliesenschneider gibts im schnitt für 15-30 euro. ;)
Titel: Re: Hilfe beim Schneiden und Polieren von Exemplaren
Beitrag von: juli3r am 09 Nov 22, 09:16
… gebrauchte naßfliesenschneider gibts im schnitt für 15-30 euro. ;)

Also, jetzt habe ich den  Fließenschneider bisschen ausprobiert und das Problem damit meiner bisherigen Erfahrung nach ist, dass er einfach nicht tief genug schneidet, um gewisse Exemplare rauszuschneiden, die irgendwo ziemlich tief in einer Gesteinswand stecken. Man kann sich natürlich mit dem Hammer und Maißel behelfen, jedoch muss man dabei sehr vorsichtig vorgehen, da man riskiert- je nach Härte des Gesteins, zerbrechliche Kristalle kaputt zu machen. Alternativ stelle ich es mir besser vor, wenn man mit einem guten Bohrer tiefer drum herum bohren würde, damit alles locker wird und man dann ganz vorsichtig, entweder mit Hammer und Meißel oder einer kleinen Brechstange das Exemplar herausnimmt. Eine interessante Option bietet für mich auch das sogenannte Lochsägen: https://www.bosch-professional.com/de/de/expert-tough-material-lochsaegen-2867210-ocs-ac/

Da könnte man sich einfach einen "Gesteinszylinder" herausschneiden, obwohl ich nicht genau weiß, wie intensiv dann die Vibratioten sein würden, für eventuellen zerbrechliche Kristalle.

Ein Multifunktionswergzeug könnte auch interessant sein finde ich. Hat hier jemand Erfahrung damit?

Etwas Anderes was ich euch hier fragen wollte, ist, ob ihr gute Bücher kennt, die für jedes Mineral eine Zusammenfassung von den besten Fundorten auf der ganzen Welt beinhalten?

Danke!
Titel: Re: Hilfe beim Schneiden und Polieren von Exemplaren
Beitrag von: Detlef am 09 Nov 22, 14:19
Hallo Alberto,
solche Lochsägen sind absolut ungeeignet. Damit kann man nur Holz, Gipskarton oder Gasbeton(Ytong) schneiden. Für solche Zwecke werden Lochsägen mit Diamantkronenbesatz (Fliesenleger Bedarf) angeboten. Diese haben aber generell einen Führungsbohrer in der Mitte. Der Preis diese Kronen ist aber sehr hoch, so daß man an eine Diamantsäge (Mikon, Krantz etc.) kaufen sollte. Hier bekommt mann auch einen sauberen riefenfreien Schnitt, der das weitere Schleifen und Polieren erleichtert. Ansonsten sind Baunaßschneider für das einfache Formatieren hilfreich. Da man hier das Objekt an das Sägeblatt von Hand drückt sind die Schnitte meist nicht riefenfrei. Für weiche Gesteine wie Kalkstein oder Schiefer kann man auch einen großen Winkelschleifer mit Diamantscheibe(240er) nehmen. Hier sollte man ein Markengerät wie Bosch o.ä. nehmen.
bei preiswerten no Name Geräten zahlt man nur drauf. Am Besten im Baumarkt beraten lassen. Das Beste ist aber immer noch von der Fundstelle schleppen und zu Hause in Ruhe formatieren. Den auf dem Markt angebotenen Akkugeräten traue ich nicht über dem Weg, da deren Akkus in der Regel nicht lange halten. Bei no Name Geräten gibt es dann oft auch kein Ersatz mehr.
Liebe Grüsse Frank-Detlef Paul
Titel: Re: Hilfe beim Schneiden und Polieren von Exemplaren
Beitrag von: kieselstein am 09 Nov 22, 15:17
Hallo Alberto, am besten , du machst ein Paar Fotos von dem, was du "Gestein" nennst und anhand der Fotos erklärst uns, was du genau machen willst. Sonst wird weiter nur geraten. Grüße
Rudolf
Titel: Re: Hilfe beim Schneiden und Polieren von Exemplaren
Beitrag von: Blackminer am 09 Nov 22, 18:36
Wenn ich das richtig verstanden habe, will der Koll irgendwas aus dem Anstehenden raussägen.

Da würde ich ne Motorflex empfehlen.
Kost richtig Geld, staubt wie sonst was, ist richtig laut (also super für sensible Stellen geeignet >:D ) und schwer sind die Dinger auch noch.

Da es um ne "Lochsäge" ging.
Gibt's natürlich auch, google mal nach "Kernbohrgerät".  Die kleinen, sind ähnlich ner herkömmlichen Bohrmaschine. Man kann sie, mit Übung auch per Hand führen. Wir ziehen damit Kerne bis 5cm Durchmesser aus Ziegelwänden.
Dazu braucht's noch ein Notstromaggregat und die Kühlwasserversorgung für die Bohrkrone.

Ich bin schon richtig auf die Funde gespannt!
GA
Titel: Re: Hilfe beim Schneiden und Polieren von Exemplaren
Beitrag von: juli3r am 10 Nov 22, 18:35
Danke für alle eure Empfehlungen!

Das große Problem mit Fließenschneidern mit Diamantensägen ist, dass die die tief genug schneiden können (Motorflex usw.), alle ziemlich unpraktisch und schwierig zu bewegen sind und die die einfacher zu bewegen und mitzubringen sind, in machen Fällen (wie ein schön kristallisiertes Loch, das ziemlich tief in der Gesteinswand eines Stollens oder Ähnliches steckt) einfach den Anforderungen nicht gerecht werden. Also, ich glaube, das mit dem Schneiden passt gut nur in einigen wenigen Fällen...

Für die andere Fällen, stelle ich es mir sinnvoller vor mit einem Diamantebohrer mehrere Löcher drumherum zu bohren und dann langsam und vorsichtig weiter zu versuchen, mit einem gutem Hammer und Meißel den Kristall heraus zu extrahieren.

Das mit den Diamanten-Lochsägen ist ziemlich teuer, stimmt, aber nicht teurer als mit einer guten Diamantensäge (zumindest, nach dem man das Hauptgerät gekauft hat). Und ich glaube es gibt auch Modelle, die nicht ständig ein Notstromaggregat und die Kühlwasserversorgung brauchen, sondern einfach einen guten Akku und einen Eimer mit etwas Wasser, oder auch trocken funktionieren (ich muss nicht mehrmals verschiedene Wände bohren vielleicht 2 oder 3 Mal).. oder ???

Und bezüglich der Buchempfehlung - Hat es jemand gelesen? ;)

Danke!
Titel: Re: Hilfe beim Schneiden und Polieren von Exemplaren
Beitrag von: kieselstein am 10 Nov 22, 19:18
Hallo Alberto, du brauchst kein Buch, hier im Forum steht alles, was du wissen möchtest. So dicke Bücher gibt es gar nicht. Und Bücher mit so guten Fotos wie hier sind seeeehr teuer. Glaub´ mir. Das ist meine Erfahrung.
Titel: Re: Hilfe beim Schneiden und Polieren von Exemplaren
Beitrag von: Chrisch am 10 Nov 22, 22:40
Am besten klassisch mit Fäustel und Spitzmeißel zu schlitzen üben, mit Flachmeißel abspalten. Generationen von Sammlern haben damit ohne Akkus mit Muskelkraft und mit Ins-Gestein-Einfühlen sprich die Struktur verstehen auch ihre Funde geborgen. Was natürlich mit Billig-Baumarkt-Ramsch nicht funktioniert ;)

Gruß Chrisch
Titel: Re: Hilfe beim Schneiden und Polieren von Exemplaren
Beitrag von: vandendrieschen am 13 Nov 22, 03:05
Da könnte man sich einfach einen "Gesteinszylinder" herausschneiden, obwohl ich nicht genau weiß, wie intensiv dann die Vibratioten sein würden, für eventuellen zerbrechliche Kristalle.
ich frage mich mehr, wo du mit solchen schweren Gerät arbeiten darfst, ohne gegen irgendwas zu verstoßen.

Etwas Anderes was ich euch hier fragen wollte, ist, ob ihr gute Bücher kennt, die für jedes Mineral eine Zusammenfassung von den besten Fundorten auf der ganzen Welt beinhalten?

Danke!
Gibt es. Aus den 80er oder frühen 90ern. Da kannste aber gleich nach Marokko und Indien und China fliegen für die besten Fundorte.
Titel: Re: Hilfe beim Schneiden und Polieren von Exemplaren
Beitrag von: Natuerlich am 16 Nov 22, 11:48

Etwas Anderes was ich euch hier fragen wollte, ist, ob ihr gute Bücher kennt, die für jedes Mineral eine Zusammenfassung von den besten Fundorten auf der ganzen Welt beinhalten?

Danke!
Gibt es. Aus den 80er oder frühen 90ern. Da kannste aber gleich nach Marokko und Indien und China fliegen für die besten Fundorte.

Hallo Jule,

wenn es die Bücher gibt und du weißt davon, warum gibst du da keine Infos?

LG

Natürlich
Titel: Re: Hilfe beim Schneiden und Polieren von Exemplaren
Beitrag von: juli3r am 17 Nov 22, 11:36
Hallo Alberto, du brauchst kein Buch, hier im Forum steht alles, was du wissen möchtest. So dicke Bücher gibt es gar nicht. Und Bücher mit so guten Fotos wie hier sind seeeehr teuer. Glaub´ mir. Das ist meine Erfahrung.

Wirklich? Das wäre toll! Jedoch habe ich diese Funktion bei der Webseite noch nicht entdeckt.. könntest du mir erklären, wie geht das? Falls du meinst, jedes Mal fragen für jedes Mineral, das mich interessiert, wäre das nicht etwas zu umständlich? Aber ich versuche es gleich: Welche sind die besten 10 Fundstellen auf der Welt und die besten 5 Fundstellen in der EU (geographisch gemeint, nicht politisch) für z. B. natives Silber?

Am besten klassisch mit Fäustel und Spitzmeißel zu schlitzen üben, mit Flachmeißel abspalten. Generationen von Sammlern haben damit ohne Akkus mit Muskelkraft und mit Ins-Gestein-Einfühlen sprich die Struktur verstehen auch ihre Funde geborgen. Was natürlich mit Billig-Baumarkt-Ramsch nicht funktioniert ;)

Gruß Chrisch

Tja, üben finde ich toll und mache ich sowieso, jedoch diese Methode scheint nicht so genau zu sein, insbesondere für Stufen unterschiedlicher Härte, die irgendwie getrennt werden müssen.. und das nicht nur in meinem Fall, sondern in ziemlich vielen Fällen, sonst, hätte man sich halt nicht so lange und so hart überlegt, ob es bessere Methode geben kann. Weißt du wie viele schöne Exemplare diese Generationen von Sammlern mehr oder weniger kaputt gemacht haben, um die Technik der Fäustel & Spitzmeißel zu meistern? Ich nicht.. jedoch ziemlich viele glaube ich ;) Bestimmt, falls damals bessere Möglichkeiten mit geringem Risiko das Exemplar zu beschädigen, gegeben hätte, hätten die meisten dieser Sammler sie zumindest ausprobiert.


Etwas Anderes was ich euch hier fragen wollte, ist, ob ihr gute Bücher kennt, die für jedes Mineral eine Zusammenfassung von den besten Fundorten auf der ganzen Welt beinhalten?

Danke!
Gibt es. Aus den 80er oder frühen 90ern. Da kannste aber gleich nach Marokko und Indien und China fliegen für die besten Fundorte.
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Toll! Das werde ich bestimmt mal machen. Jedoch wie Natuerlich gesagt hat, wäre schön, falls du ein paar gute Bücher kennst, dass du uns auch die Titel davon schreibst
Titel: Re: Hilfe beim Schneiden und Polieren von Exemplaren
Beitrag von: kieselstein am 17 Nov 22, 11:53
Hallo Alberto, ich dachte, du wolltest was über Mineralien lernen. Frage bei Google: die besten Fundstellen für Silber in Europa, und schon hast du deine Antwort. Wer sucht, der findet. Also versuche auch deine Fragen selbst zu beantworten. Viele Grüße
Rudolf
Titel: Re: Hilfe beim Schneiden und Polieren von Exemplaren
Beitrag von: juli3r am 17 Nov 22, 12:06
Hallo Alberto, ich dachte, du wolltest was über Mineralien lernen. Frage bei Google: die besten Fundstellen für Silber in Europa, und schon hast du deine Antwort. Wer sucht, der findet. Also versuche auch deine Fragen selbst zu beantworten. Viele Grüße
Rudolf

Ja und bei Google habe ich diese Webseite gefunden. Deswegen bin ich hier. Ich dachte man kann hier qualitativ besser Informationen bekommen, statt bei Google alles zu fragen.. sonst wozu gibt es die Webseite, wenn man einfach alles bei Google findet? Außerdem ich möchte etwas haben, wo ich nicht meistens Internet brauche, um mich über Mineralien, die mich interessieren zu informieren. Zudem vermittelt ein Buch fast immer ein besseres Gefühl ;)
Titel: Re: Hilfe beim Schneiden und Polieren von Exemplaren
Beitrag von: vandendrieschen am 17 Nov 22, 18:58
Der große BLV Mineralienführer.
Titel: Re: Hilfe beim Schneiden und Polieren von Exemplaren
Beitrag von: kieselstein am 17 Nov 22, 19:29
Google fragen: die besten bücher über mineralien, und dann auf "Bilder"klicken. Und schon gibt es genug Material zum stöbern.
Titel: Re: Hilfe beim Schneiden und Polieren von Exemplaren
Beitrag von: Lynx am 17 Nov 22, 19:53
siehe auch hier im Atlas

https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Kategorie/Literatur
Titel: Re: Hilfe beim Schneiden und Polieren von Exemplaren
Beitrag von: Lynx am 17 Nov 22, 20:07
Alberto

Wenn Du Dich ernsthaft mit Mineralien befassen möchtest, dann wirst Du sehr schnell feststellen, dass die Frage nach "Was ist der/die/das beste...." mindestens so viele Antwort hat wie Leute, die sich mit soetwas befassen. Viele Leute sammeln z.B. regional oder thematisch. Da kann ein winziges Krümelchen hochspannend sein. Bei all den Veröffentlichungen à la  "weltbeste XY"  ist viel Meinung dabei, die  meist nicht alle teilen, die Mineralien sammeln. Du selbst wirst Dir Dein eigenes "beste" definieren müssen/dürfen.
Zudem ändern sich Dinge. Was gestern eine gute Fundstelle war, ist nach dem Erdrutsch/Felssturz/Einsturz  nicht mehr zugänglich. Anderes ist schlichtweg erschöpft. Wieder anderswo kommst Du ohne schweres Gerät oder Beziehungen oder hohe Kosten garnicht an die eigentlich "weltbeste" Fundstelle hin. Oder der Zugang wurde verboten - weil Privatbesitz, Gesetzesänderung, Wiederinbertiebnahme etc.,

Meine Vermutung ist, dass Du hier keine besseren Antworten bekommst, eben weil hier im Atlas (hoffentlich) akzeptierter Standard ist, dass die Aussage "beste xy" nur jeder für sich beantworten kann.

Gruß, Martin
Titel: Re: Hilfe beim Schneiden und Polieren von Exemplaren
Beitrag von: Lynx am 18 Nov 22, 08:26
Jedoch habe ich diese Funktion bei der Webseite noch nicht entdeckt.. [...] z. B. natives Silber?

Alberto,

es gibt hier im Atlas zu einigen Mineralien ausführliche Mineralienportraits  z.B. für
Silber (https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Mineralienportrait/Silber) oder z.B. Topas (https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Mineralienportrait/Topas)
wo auch berühmte Fundstellen besprochen werden. Da sind auch Literaturhinweise dabei.Durchstöbere ruhig mal das Lexikon.

Gruß, Martin
Titel: Re: Hilfe beim Schneiden und Polieren von Exemplaren
Beitrag von: juli3r am 19 Nov 22, 22:11
Jedoch habe ich diese Funktion bei der Webseite noch nicht entdeckt.. [...] z. B. natives Silber?

Alberto,

es gibt hier im Atlas zu einigen Mineralien ausführliche Mineralienportraits  z.B. für
Silber (https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Mineralienportrait/Silber) oder z.B. Topas (https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Mineralienportrait/Topas)
wo auch berühmte Fundstellen besprochen werden. Da sind auch Literaturhinweise dabei.Durchstöbere ruhig mal das Lexikon.

Gruß, Martin

Danke! Das hört sich gut an und liest sich ziemlich interessant :)

Und im Allgemeinen ja, ich verstehe, was ihr meint, dass es nicht möglich ist, mit Sicherheit sagen zu können, welche die besten Fundstellen auf der Welt für ein bestimmtes Mineral sind. Meine Erfahrung nach jedoch, aus dem was ich im Internet oder in Büchern gefunden habe, kann sowas für einen schon ein hilfreicher Referenzpunkt sein. Das bedeutet nicht, dass es immer 100%ig stimmt, aber es ist deutlich besser, als einfach ziellos ein ziemlich großes Gebiet zu durchsuchen.

Mich interessiert schon sehr etwas Neues über Mineralien zu lernen, da ich mich jedoch ein bisschen kenne, weiß ich, dass ich mehr der Typ bin, der haptisch, von direkten Erfahrungen lernt, als aus reiner Bücher-Theorie..
Titel: Re: Hilfe beim Schneiden und Polieren von Exemplaren
Beitrag von: vandendrieschen am 19 Nov 22, 22:28
Nunja, entweder du hast einen Local zur Hand, der mit dir los geht und historische Stellen zeigt, oder du musst Literatur studieren, wo was kam. Da Landschaften nicht statisch sind, bist du aber auch in der Praxis wieder auf einen Ortsansässigen Sammler angewiesen für den Anfang.
Die meisten Fundstellen, wo die besten Mineralien (so hast du das formuliert) auf der Welt gefunden wurden, sind in den meisten Mineralbüchern enthalten, decken aber ein großes Gebiet ab. Da werden nicht explizit die Mine und der Schurf erwähnt. Mal abgesehen, dass du ohne Erlaubnis dort nicht so einfach hinkämst.
Titel: Re: Hilfe beim Schneiden und Polieren von Exemplaren
Beitrag von: etalon am 20 Nov 22, 09:08
Hallo Alberto,

Zitat
Aber ich versuche es gleich: Welche sind die besten 10 Fundstellen auf der Welt und die besten 5 Fundstellen in der EU (geographisch gemeint, nicht politisch) für z. B. natives Silber?

- The Munich show
- St. Marie aux mines
- Denver show
- Tucson mineral show
- diverse int. Mineralienhändler
- …  ;)

Zitat
sonst wozu gibt es die Webseite, wenn man einfach alles bei Google findet?

Nicht um Leute zu unterhalten, die nicht ein Mindestmaß an Eigeninteresse zur Klärung ihrer Fragen mitbringen…

An sonsten ist es hier eine Sache von fünf Minuten, um die Fundstellen für ged. Silber z.B. in DE zu finden, also ungefähr so lange, wie du zum Verfassen deiner einzelnen Beiträge benötigst.

An diesem Beispiel sei aber angefügt, dass ged. Silber nicht einfach so auf der Straße herumliegt, und die erwartbare Stufengröße meist in Größenordnungen liegt, für die man zwingend eine Lupe benötigt (sonst hätte es schon lange vor dir einer eingesammelt  ;) ). In DE waren große Silberabbaugebiete im Erzgebirge und im Schwarzwald. Wo man heute noch regelmäßig ged. Silber findet ist z.B. in der Grube Clara im Schwarzwald, wenn das richtige Material liegt. Dort darf man auch gegen einen Obolus sammeln.

An sonsten hilft zu Anfangs unbedingt der Rat von Jule. Such dir nen erfahrenen Sammler, der die Fundstelle kennt, sonst ist man vor Ort ganz schnell mal überfordert und resigniert.

Übrigens: Machen ist wie Wollen, nur krasser!  ;D

In diesem Sinne,
Grüße Markus