Mineralienatlas - Fossilienatlas
Fossilien / Fossils / Fósiles => Paläobotanik (fossile Pflanzen / fossil plants) => Sonstiges Europa / Other Europe => Thema gestartet von: Lia am 14 Dec 22, 16:56
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Hallihallo,
habe einen wunderschönen Holzopal aus Megyaszo \ Ungarn geschenkt bekommen. Und da ich gerade mal wieder Zeit für meine Sammlung habe, wollte ich einige interessante Stücke ins Lexikon stellen. Nun stimmen die Fotos, die ich zum Vergleich herangezogen habe nicht so wirklilch gut überein.
Ist der Fundort korrekt angegeben?
b.JPG = Durchmesser: 5 cm
c.JPG = Höhe: 6 cm
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hallo,
zum fundort kann ich leider nichts beitragen, aber: wow, wirklich ein schönes stück!
sind die weißen kerne fraßspuren? oder was?
danke und beste grüße,
jörn.
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Das Weiße ist der Opal.
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Ich habe von Megyaszo noch kein Stück mit einer derart abgerollt wirkenden Außenseite wie bei deinem gesehen. Auch die außen ansitzenden Pflanzen(teile) kenne ich so nicht. Von einem Fundpunkt kommen zwar immer wieder innen eingewachsene Pflanzenteile vor (die haben außen aber immer einen weißen "Fasermantel"), aber noch nie habe ich welche außen gesehen. Ich kann zwar nicht zu 100% ausschließen, dass es aus Megyaszo stammt, würde es aber eher nicht M. zuordnen.
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ich habe die bilder grad nochmal genauer betrachtet: in dem stück sind ja ganz viele luftwurzeln .. also ist es ein farn und kein holz … macht für mich ein noch viel schöneres stück!
bin gespannt, was auf deiner suche nach dem herkunftsort raus kommt!
findet man in megyaszo typischerweise auch farne?
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Hallo Jörn
Entschuldige, aber du machst es dir zu einfach und bist zu vorschnell mit deiner Bestimmung. Es ist auf keinen Fall ein Farn.
Bei genauer Betrachtung siehst du Jahresringe! Somit hast du ein Gymnospermen- (Konifere) oder Angiospermen-Querschnitt vorliegen!
Genaue Ansprache nur mit Bino, um die entsprechenden Holzzellen eindeutig identifizieren zu können. Mit gewisser Erfahrung, sieht man auch, das dies keine Luftwurzeln sind, sondern ein anderer Typ. Hier wurde ein Stück Holz bei Einlagerung im Sediment von einer Vielzahl von Wurzeln nebenstehender Pflanzen (Bäume) durchdrungen. Solche Erscheinungen gibt es weltweit und erschwert die Fundortsuche erheblich. Ich hab Stücke u.a. China, Dt. aber mit ähnlichen weißen Wurzeln aus Fony (Ungarn). Werner aus der Lausitz
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Schönes durchwurzeltes Stück!
Typisch Megyaszo ist es nicht, aber auch nicht typisch Fony -
allerdings: neben den "typischen" Stücken gibt es ja so gut wie an jeder Fundstelle auch "untypische". Beachtenswert ist das Argument von Andreas mit der abgerollten Außenseite - also vmtl. von einer sekundären Fundstelle.
Die intensiven Durchwurzelungen kommen allerdings in Fony vor, sh. z.B. https://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,47418.msg326134.html#msg326134 , aber manchmal auch in Megyaszo, sh. z.B.: https://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,9224.msg316968.html#msg316968
lg + ga
oliver
p.s.:
Ich weiß, das wird nicht einheitlich gehandhabt - aber opalisiertes Holz sollte besser als "Opalholz" und nicht als Holzopal bezeichnet werden, da eben unter Holzopal auch Stücke laufen, die nicht fossilen, sondern anorganischen Ursprungs sind, aber eine "holzähnliche" Zeichnung/Färbung aufweisen.
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Ja, es sieht nicht so typisch für diesen Fundort aus (siehe Links/Fotos von Oliver) - obwohl das Bild von gnosi schon einige Übereinstimmungen zeigt wenn man sich die weiße Ummantelung wegdenkt; aber auch angesichts der abgefallenen langen Nadeln auf seinem Unterarm.
#Wunschdenken :)?
An meinem Stück kleben verfälschend auch viele Fremdwurzeln und Umgebungsmaterial. Ich lade einfach die Standseite des
Opalholzes hoch, vielleicht ist es dann eindeutiger.
- gnosis Vergleichsfoto
- Opalholz von der anderen Seite fotografiert
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hallo werner,
okay, ich werde mich mehr in zurückhaltung üben. wobei ich zu bedenken gebe, daß meine „bestimmung“ keine bestimmung, sondern eher ein „laut denken“ war. anders macht man ja keine erfahrung und dank dem habe ich wieder viel gelernt.
danke und viele grüße,
jörn.