Mineralienatlas - Fossilienatlas
Mineralien / Minerals / Minerales => Mineralien (Fundort) bestimmen / determine minerals => erledigte Bestimmungen / completed determinations => Thema gestartet von: Erik am 25 Aug 05, 08:25
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Guten Morgen!
Habe hier einen Fund vom Fornogletscher, bei dem ich unsicher bin. Ein weißer Kristall (~1cm, verzerrter Oktaeder?) mit Epidot, Byssolith und etwas Diopsid auf Albit. Das Ganze wurde aus Calcit ausgesäuert.
Die Byssolithnadeln sind in dem Kristall auch eingewachsen.
Was könnte das sein? Fluorit? Andere Ideen?
Gruß, Erik
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tippe ich in erster grober Richtung: Fluorit, eher aber Scheelit. Sind beide Mineralien von dort nachgewiesen?
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Hallo Bär,
Ich kenne nur eine Veröffentlichung im Aufschluss über diese Lokalität - da wird aber mehr auf die Geologie eingegangen und Mineralien nur so nebenbei aufgezählt. Eine Mineralienliste von dort ist mir nicht bekannt.
Ich möchte den Kristall auch nicht durch Härteprüfung zerkratzen, bis jetzt ist das der einzige..
Gruß, Erik
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Hoi Erik,
sieht mir irgendwie nach Scheelit aus. Hast du schon mal auf Fluoreszenz geprüft.
Wie war es eigentlich im Bergell? Schnee lag wohl manchmal etwas tief!
Gruss
Klaus
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Hallo Erik,
ich tippe auch auf Scheelit (Farbe, Glanz). Und richtig, UV-Probe (KW) sollte Klarheit bringen.
Gruß
Berthold
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Hallo,
ich habe leider keine UV-Lampe :-[ , wird wohl Zeit mir endlich eine zu besorgen.
Aber wenn ihr alle Scheelit sagt glaube ich euch einfach mal. Werde versuchen den irgendwo unter UV zu halten. Ist Scheelit löslich in Salzsäure? Mir kommt es so vor als sei die Oberfläche etwas angeätzt, kann aber vl auch an einer intensiven Verwachsung mit dem Calcit liegen..
@Klaus, wir hatten eigentlich viel Glück mit dem Wetter, am ersten Tag fuhren wir durch Schneegestöber und nachts war es bitterkalt im Zelt, aber tagsüber war zT schön sonnig
Bild: Schneefall auf dem Julierpass ;D
Danke & Gruß, Erik
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Hallo Erik,
ich bin auch ziemlich sicher, daß es sich um Scheelit handelt. Betreffs der UV Lampe - beschaffe Dir eine mir kurzwelligem UV. Die sind zwar etwas teurer als die langwelligen, aber Scheelit fluorisziet nur im kurzwelligen Licht (und viele andre Minerale auch).
Glück Auf
Uwe
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Hallo Erik!
Wie ich schon heut morgen gesagt hab...ich schließe mich allen anderen an........Scheelit.........
Gruß
TK
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Erik, auch ich wurde sagen Scheelit, ich kenne viele Stucken aus dem Felbertal, viele sehen genau so aus, schoner Kristal!
Wenn Du keine UV lampe hast kanst' auch mal bei ein stuck vom selben gestein und das Scheelitstuck das gewicht vergleichen, die Scheelitstufe soll dan eindeutig schwerer sein.
Gruss
harjo
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Hallo ..
also ich möchte mich den Scheelit-Befürwortern wärmstens anschließen. ;)..Nicht nur die oktaedrische Form an sich sondern auch die abgebildete 'Kopffläche' (ich will das jetzt mal so nennen, da ich mich auch mit den hkl-Codes erst wieder mal mehr vertraut machen müsste), ist irgendwie ganz typisch für Scheelit.
Gruß Peter
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Ich würde auch sagen das es Scheelit ist .
Nur an dem spezifischen Gewicht von der ganzen stufe lässt es sich wohl kaum bestimmen,
Grüße jan-Henrik
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Okay, okay, überzeugt ;)
Nein, das Gewicht läßt sich nicht bestimmen, der Kristall sitzt - sozusagen als Zugabe - auf einer etwa 10x8cm großen Stufe mit unzähligen Epidotkristallen und Byssolith. Jetzt frag ich mich nur was da die Zugabe ist..der Scheelit oder der Epidot ???
Danke euch allen,
Gruß, Erik
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Hallo Erik,
hab mal im Lapis Jg. 21 Nr. 10 Oktober 96 ( Geht um Mineralfundstellen im Bergell und Veltlin) nachgeschaut, wo u.a. auch wenig über das Val Forno geschrieben ist. Erwähnt werden Blei-, Wismut und Wolfram-Mineralisationen. Explizit ist die Rede von Galenobismutit mit Cerussit in Begleitung von Scheelit. Eine genaue Vorkommensliste ist leider nicht mit dabei, aber Scheelit ist von dort beschrieben.
Sag mal was hast du sonst noch alles gefunden?
Ihr seit über denn Julierpass gefahren! Dann seid ihr wahrscheinlich fast vor meiner Haustüre vorbeigekommen. Ich wohne in der nähe von Buchs an der Liechtensteiner Grenze.
Gruss
Klaus
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also ich möchte mich den Scheelit-Befürwortern wärmstens anschließen. ;)..Nicht nur die oktaedrische Form an sich sondern auch die abgebildete 'Kopffläche' (ich will das jetzt mal so nennen, da ich mich auch mit den hkl-Codes erst wieder mal mehr vertraut machen müsste), ist irgendwie ganz typisch für Scheelit.
Hallo Peter,
hast irgendwie gefehlt!
Oktaederfläche = {111} Ecken vom Würfel abgeschnitten
Würfelflächen = {100}, dass was Du vermutlic hmit Kopffläche meinst.
Kanten = {110} Rhombendokekaeder
hth
Frank