Mineralienatlas - Fossilienatlas
Gesteine / Rocks / Rocas => Bestimmung von Funden / Determination of findings => Deutschland / Germany => Thema gestartet von: roadrunnerkoeln am 01 Mar 23, 16:23
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Hallo an alle, ich bin neu hier. Ich sammele schon lange alle möglichen Steine, aber bei manchen klappt es mit der Bestimmung einfach nicht.
Ich habe heute im Garten einen Stein mit einem Einschluss gefunden. Kann mir vielleicht jemand sagen, was das sein könnte?
Der Stein ist ca 30mmx28mmx15mm groß und besteht aus einem harten graubraunen Gestein und einem rostroten Einschluss. Der Einschluss scheint durch den gesamten Stein zu gehen, da er auf der Rückseite noch zu erkennen ist.
Der Stein ist nicht magnetisch und relativ hart, bröselt nicht. Keine Blasen oder Kristalle.
Ich habe ihn heute im Garten in Lohmar/Rhein-Sieg-Kreis gefunden. Er lag offen auf einer Wiese und es gibt keine weiteren ähnlichen Steine.
Vielen Dank für eure Mühe!
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ich würde Richtung Markasit/Pyrit tippen. Fühlt er sich schwerer als du denken würdest ??? Dann würde ich eine Strichprobe empfehlen und uns mitteilen wie die Strichfarbe aussieht.
Gruß Ty
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Ich finde jetzt nicht, das er sich schwerer als ein anderer Stein anfühlt. Wie machen ich denn eine Strichprobe, so das sie für euch aussagekräftig ist?
Ich habe mal mit einer Feile leicht an der rötlichen Stelle gefeilt. Es scheint ein wenig silbrig zu sein.
Ein Foto davon hänge ich an.
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Nachdem der "Stein" kantengerundet ist, also einen fluviatilen Transport hinter sich hat, das rostfarben-Braune aber nicht, vermute ich mal sehr, dass das nachträglich auf den Schotterstein gekommen ist. Ob das aber jetzt was Natürliches ist (z.B. Limonit, der sich im Schotterkörper abgesetzt hat), oder was Anthropogenes (z.B. ein angerostetes Eisenfragment) ist anhand der Fotos für mich nicht zu entscheiden.
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Ich weiß nicht, ob es hilfreich ist, aber ich habe das rostrote Material mal bis zu Oberfläche das Steins abgefeilt. Es war dann krümelig bis staubfein.
Und so sieht es jetzt aus:
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Hallo Andrea:
Thema Strichprobe:
https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Strich?redirectfrom=Strichfarbe&memberid=
du kannst auch die Unterseite/Abstellfläche eines Porzellantellers nehmen. Es muss rau sein.
Hast du mal an den Stein gerochen.. riecht er schweflig ??
>>Nachdem der "Stein" kantengerundet ist.. << Da kann durchaus was drann sein. Will ich nicht abstreiten. Aber auch Markasit/Pyrit kann knollig auftreten:
https://www.mineralienatlas.de/VIEWmaxFULL.php?param=1506616171
https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Deutschland/Schleswig-Holstein/Steinburg%2C%20Landkreis/L%C3%A4gerdorf/Kreidegruben/Grube%20Alsen-Heidestra%C3%9Fe
Deine Bilder sind schlecht aussagekräftig, da die Qualität zu schlecht ist (sorry nicht böse gemeint). Vielleicht sieht dein Stein ähnlich wie in den Links aus? Oder auch nicht ;D
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Hallo,
für mich sieht das nach Rostablagerung aus. Zum Beispiel von alten verrosteten Rohren.
Der Stein ist ein Granit.
VG.
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Entschuldigung, das es so lange gedauert hat, aber ich habe eine brauchbare Keramikoberfläche erst in meiner Chemiekiste auf der Unterseite des Mörsers gefunden.
Vielen Dank für eure Antworten. Erst einmal zu den Beispielfotos, nein, leider ist da kein Stein dabei, der meinem ähnelt. Er riecht auch nach nichts. :(
Ich habe nun Striche gemacht, der erste ist von einer der rostroten Stellen, der in der Mitte von der gesamten Oberseite und ganz rechts ist nur Gestein ohne Einschluss.
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Das ist ein Granit mit Rostablagerung eines Eisengegenstandes. Der Abdruck ist noch zu sehen.
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Wo siehst du da Granit ??? Sehr blühende Fantasie
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Auf den Fotos.
(https://www.mineralienatlas.de/forum/index.php?action=dlattach;ts=1677764024;topic=57619.0;attach=271535;image)
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Sehe hier keinen Granit
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Glück auf,
Ein gabbroides Gestein kommt visuell für mich viel eher in Frage, auch das viele Eisenoxid spricht dafür.
MfG
ruebezahl
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Beide gehören aber zu den magmatischen Tiefengesteinen. Auch mit einer falschen Antwort lernt man was, ich bin noch jung - weil jemand meine Antwort immer berichtigt, als ewig auf die Antwort zu warten, bis einer sich dazu bequemt zu sagen, was es für eine Steinart ist.
Und nun mal zu den gravierenden Unterschieden, was man auf dem Bild ja gut erkennt, dass definitiv Granit ausgeschlossen werden konnte.
Der Gabbro besteht aus 45% bis 52% Silicium (basisches Gestein), dagegen beträgt der Anteil beim Granit 63% und mehr (säurehaltiges Gestein).
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Vielen Dank für eure Antworten. Ich habe mir Gabbro jetzt mal angesehen und tatsächlich, das hat schon starke Ähnlichkeit mit dem Gestein. :D
Ich würde aber ausschließen, das diese roten Ablagerungen nur auf dem Stein haften, denn ich habe den Stein ja bis auf die Oberfläche abgefeilt und die roten Anteile setzen sich eindeutig im Stein fort.
Es ist natürlich möglich, das es nachträglich in Öffnungen oder Risse in den Stein eingedrungen ist.
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Glück auf,
Wenn es ein Gabbro ist, dann nicht mehr ganz frisch, die eisenhaltigen Bestandteile (Pyroxene, Amphibole, Glimmer) sind schon in Eisenoxydhydrate übergegangen, das kann schon tiefer in den Stein hinein gehen.
MfG ruebezahl
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Na, dann scheint das Rätsel ja gelöst zu sein. Nochmal danke an alle! :)
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Der Grundsatz schnell aber falsch hilft aber auch niemanden.
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Sorry, Andrea, für mich ist das Problem noch nicht gelöst.
Hätte ich den Stein, dann würde ich ihn schneiden (halbieren) lassen und eine der Schnittflächen auch polieren lassen.
Dann könnte man feststellen, ob es auch im gesamten Gestein rote Anteile gibt, bzw. wie weit eine sekundäre Verfärbung in das Innere eingedrungen ist.
Ich habe dadurch schon manche Überraschung erlebt bei Steinen, die ich auf Äckern fand.
Besten Gruß
Eckard
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Glück auf,
Was ist jetzt hier falsch ???
Um präzise zu sein:
In meiner ersten Antwort schrieb ich gabbroides Gestein, nicht explizit Gabbro. Neben dem eigentlichen Gabbro gehört auch der subvulkanische Dolerit dort hin. Der ist feinkörniger und hat oft ein ophitisches Gefüge (das sind platten- oder leistenförmige Plagioklaskristalle in unregelmäßiger, oft wirrer Anordnung). Das meine ich hier zu erkennen.
Eisenoxydhydrate als Verwitterungsprodukt an und in Dolerit sind typisch, anstehende Dolerite machen im Gelände oft einen ziemlich rostigen Eindruck.
Die Verteilung der Eisenoxydhydrate folgt natürlich der der Eisenminerale im Stein, das können Schlieren, Äderchen etcpp sein.
Dieser Stein hier hat von seinem Ursprung bis zur Kölner Bucht sicherlich schon einiges an chemischen Veränderungen hinter sich.
MfG ruebezahl
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Meine Antwort bezog sich auf Jule ::)
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Lars, wenn Du Dir Deine Antwort oben gespart hättest müsstest Du jetzt nicht erklären. Gruß, Martin
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Warum sollte ich. Ist es denn wirklich erwünscht das man lieber schnell antwortet als richtig ::) dann rate ich auch einfach überall mit wird bestimmt spaßig und ist auch sicherlich zielführend.
Kopfschüttelnde Grüße
Lars
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Warum sollte ich.
Hallo Lars
1) oft genug geben verschiedene Mitglieder schnelle, aber nicht zielführende Antwort. Eine darauffolgende zielführende Antwort korrigiert dies und der Thread hat sein Ziel erreicht. Metakommentare wie Deiner erreichen dieses Ziel nicht.
2) Dein Kommentar war hier Offtopic und hat ein weiteres Mitglied dazu veranlasst, eine an sich unnötige Rechtfertigung hiinzuschreiben. Du hast das bemerkt, klärst das, aber ebenso ohne Entschuldigung. Mir fehlt hier Einsicht Deinerseits.
3) Insgesamt verlängert sich der Thread sinnlos offtopic.
4) Deine Schlussfolgerung dann rate ich auch einfach überall mit
ist falsch. Ich kann mich hier nur wiederholen, nachdem ich das in letzter Zeit gezielt verfolgt habe (und warum ich hier auch eingreife): Fehleinschätzungen auf der Metaebenezu kommentiern, hat in keinem einzigen Fall die Bestimmungsfrage des Threadeinstellers gelöst.
Gruß, Martin
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Hallo Martin,
Ich bleibe bei meiner Schlussfolgerung die ergibt sich eindeutig aus dem was du schreibst und noch dazu verlängerst du doch den thread unnötig. Sorry aber ich habe doch nicht Unrecht wenn ich schreibe dort ist kein Granit zu erkennen.
Das war genauso essenzuell wie die nicht korrekte Bestimmung davor. Dein einmischen hat hier mehr Unruhe als Ruhe verursacht aber natürlich. Siehst du das ganz anders.
Gruß Lars
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und noch was wenn man hier im Atlas nach dem Fundgebiet sucht sieht man sofort, dass Granit gar nicht
gelistet ist. Also ist doch meine Aussage auch nicht falsch, dass man erstmal schauen sollte bevor man einfach irgendwas antwortet.
Du unterstellst mir aber lieber, dass ich nichts zur Aufklärung beitragen wollte. Ich wollte jedoch ersteinmal recherchieren bevor
ich irgendetwas schreibe!
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Ich wollte hier ja eigentlich keinen Streit auslösen. Vielleicht versuche ich demnächst mal, den Stein zu schneiden. Mit einem Winkelschleifer und einem Schraubstock sollte das doch zu machen sein?
Das Problem mit der Herkunft ist hier in der Gegend sicher nicht so einfach zu lösen. Ich denke, man kann fast behaupten, das nahezu jeder halbwegs rund geschliffene Stein irgendwann einmal vom Rhein oder von seinen Zuflüssen aus dem Bergischen Land/Siegerland hierher getragen wurde. Selbst wenn man nicht auf einem alten Rheinarm wohnt, wird hier doch alles mit Rheinkies und -sand verfüllt, betoniert, verziert und neuerdings auch reichlich davon in Vorgärten gekippt. Jedes Stück Beton hier ist mit Betonkies aus einer rheinnahen Kiesgrube gegossen worden.
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Alles Gut es gibt halt oftmal unterschiedliche Ansichten zu solchen Themen oder Verhalten. Moderatoren sollten eigentlich
neutral sein und beide seiten beleuchten, dass ist hier leider manchmal nicht der Fall aber damit muss man
umgehen können.
Ich würde sagen dass das geht vielleicht hast du auch eine Flex mit Diamantblatt daas geht in jedem Fall
vielleicht den Stein vorher etwas nass machen dann Staubt es nicht so in jedem Fall bitte Handschuhe, Schutzbrille
und Mundschutz tragen.
Ich habe nur die eingetragene Geologie im Atlas zu der Fundstellenangabe Reihn-Sieg-Kreis angesehen da steht
eben kein Granit drin und auch auf dem Bildern ließ sich das nicht wirklich sagen, da diese doch sehr verschwommen
waren vorallem beim Vergrößern. Da das Fundgebiet laut Atlas sehr gut gefüllt ist, gehe ich davon aus, dass Granit
nicht einfach übersehen wurde 8) falls doch müsste das eben ergänzt werden.
Gruß Lars
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Hallo Lars
da seh ich jetzt durchaus noch Klärungsbedarf.
Mir geht es konkret um Deine Antwort
Der Grundsatz schnell aber falsch hilft aber auch niemanden.
die zu einem Zeitpunkt fiel, als das Thema eigentlich zielführend behandelt wurde. Was davor war, ist für mich nicht das Problem, sondern erst diese Antwort zu diesem Zeitpunkt, die als Antwort auf Uwe(Ruebezahl) zu verstehen war. Deine Reaktion auf Uwes Rechtfertigung war nicht eindeutig -
Meine Antwort bezog sich auf Jule ::)
lässt sich verstehen als weiteren Vorwurf an Uwe ("warum beziehst Du, Uwe, das auf Dich?") oder als Feststellung "Adressat war ein anderer" oder Entschuldigungsversuch.
Der smiley "roll eyes" ist für mich Ausschlag gebend gewesen, dass ich eingegriffen habe - und Dich darauf aufmerksam gemacht habe, dass Du hier eine Metakommunikation (mit Uwe!) angestossen hast, die überflüssig ist.
Nachdem ich dies aus der Moderatorenperpektive betrachte, schaue ich auf die Metaebene der Kommunikation. Hier hat Dein Satz Der Grundsatz schnell aber falsch hilft aber auch niemanden.
eben nicht zur Klärung des Bestimmungsprobelms beigetragen. Und Dein Satz Meine Antwort bezog sich auf Jule ::)
trägt nicht zur Klärung der (hier eben schriftlichen) weiteren Kommunikation bei.
Du unterstellst mir aber lieber, dass ich nichts zur Aufklärung beitragen wollte.
Dies liest Du in meine Antwort hinein - ich hatte lediglich den bisherigen Ablauf des Threads beschrieben.
Deinerseits hältst Du global den Moderatoren Parteilichkeit vor - für oder gegen wen?
Generell würde ich es bevorzugen, wenn weniger Metakommunikation stattfindet - und ich sie dann auch nicht führen muss.
Gruß, Martin
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@ Lars und Martin:
Ich mische mich ungern in die Kommunikation anderer ein, aber eine Frage sei mir bitte erlaubt:
Könnt Ihr Euren Disput nicht auf einer anderen Ebene weiterführen?
Er führt doch in keiner Weise zur Klärung des Problems von Andrea. Und um die geht es doch eigentlich.
Nichts für ungut.
Eckard
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Hallo Eckard.
Da muß ich dir völlig zustimmen und ich mische mich auch nicht gerne ein .
Aber diese endlosen Diskussionen um des Kaisers Bart sind allmählich schon nervend .
Nix für ungut !
Loismin