Mineralienatlas - Fossilienatlas
Lexikon / Encyclopedia / Encíclopedia => Bilderdiskussionen / Image discussions => Thema gestartet von: Lexikon am 13 Mar 23, 19:38
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(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1678709565.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1678709565.jpg)
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hallo
also als Raseneisenstein würde ich das nicht bezeichnen. Das Stück stammt wohl aus dem Rheinischen Schiefergebirge (Devon?), und die Bildung von Raseneisenerz im eigentlichen Sinn (terrestrisch) einerseits und die Fossilisation von Crinoiden (marin) andererseits schließt sich ja a priori gegenseitig aus.
ga
oliver
edit:
BTW, die Fundstellenbezeichnung "Raseneisenstein" ist auch etwas unglücklich gewählt .....
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Und man kann in diesem Fall noch ergänzen, dass es sich nur um Abdrücke von einzelnen Stielgliedern einer Seelilie handelt.
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genau!
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Dazu wurde eine Fundstellenseite erstellt: https://www.mineralienatlas.de/?l=60311
Interessant wäre zu wissen ob es sich um einen Eigenfund handelt. Eventuell ist es Fremdmaterial.
Jörg N.
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jo - Macostrat zeigt dort jedenfalls oligozäne Sedimente an, da passt der Brocken mit den Trochitenabdrücken nicht so wirklich dazu - ausser er wurde verlagert.
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Hallo,
ich habe nochmal recherchiert.
An der angegebenen Stelle stehen offenbar limonitisierte, fossilführende sog. Grafenberg-Schichten aus dem Oberoligozän (Chattium) an die wenig weiter westlich von pleistozänen Sanden und Kiesen der Älteren Niederterrasse überlagert werden (siehe Anhang).
https://www.senckenberg.de/wp-content/uploads/2019/09/grafenberg-formation.pdf
Demzufolge handelt es sich nicht um Raseneisenstein sondern um limonitisierte, fossilführende oligozäne Schichten.
https://www.gd.nrw.de/pdf/geologie-bergisches-land-rsg2.pdf (S. 84):
"Östlich und südlich von Düsseldorf wird der paläozoische Untergrund des Bergischen Höhenrandes von den Grafenberg - Schichten der Chatt-Stufe (Oberoligozän) transgressiv überlagert. Es sind fossilführende,
schwach schluffige, glaukonitische Feinsande, die in Oberflächennähe braun und mit vielen Eisenoxidkonkretionen verwittern. In der Vergangenheit sind die Sande intensiv zur Gewinnung von Formsand abgebaut worden." (geologie-bergisches-land-rsg2.pdf /S. 84)
Jörg N.
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Danke für deine Recherche.
Ich werde (am Wochenende?) die Seite umbenennen und deine Infos dort einbauen, jetzt komm ich grad nicht dazu.
Falls ich drauf vergessen sollte, bitte nochmals erinnern!
lg + ga
oliver
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Hallo
was wolltest du genau umbenennen?
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hallo,
die Fundstellenseite -
"Raseneisenstein" ist keine optimale Fundstellenbezeichnung
(noch dazu, wenn sie nicht zutrifft ... ;))
lg + ga
oliver
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wie soll sie den bezeichnet werden?
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Hallo welche karten hast du aktiv bei geoportal? Die inspire-isgk100 ist bei mir nicht so genau.
Hallo,
ich habe nochmal recherchiert.
An der angegebenen Stelle stehen offenbar limonitisierte, fossilführende sog. Grafenberg-Schichten aus dem Oberoligozän (Chattium) an die wenig weiter westlich von pleistozänen Sanden und Kiesen der Älteren Niederterrasse überlagert werden (siehe Anhang).
https://www.senckenberg.de/wp-content/uploads/2019/09/grafenberg-formation.pdf
Demzufolge handelt es sich nicht um Raseneisenstein sondern um limonitisierte, fossilführende oligozäne Schichten.
https://www.gd.nrw.de/pdf/geologie-bergisches-land-rsg2.pdf (S. 84):
"Östlich und südlich von Düsseldorf wird der paläozoische Untergrund des Bergischen Höhenrandes von den Grafenberg - Schichten der Chatt-Stufe (Oberoligozän) transgressiv überlagert. Es sind fossilführende,
schwach schluffige, glaukonitische Feinsande, die in Oberflächennähe braun und mit vielen Eisenoxidkonkretionen verwittern. In der Vergangenheit sind die Sande intensiv zur Gewinnung von Formsand abgebaut worden." (geologie-bergisches-land-rsg2.pdf /S. 84)
Jörg N.
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Hallo,
www.geoportal.nrw.de aufrufen.
dann links oben "Karte" aufrufen und danach auf "Kartenthemen anzeigen" gehen, dann bei "alle Kartenthemen filtern" "geologische" eingeben, danach auf "Geologische Schichten" klicken und folgend Häkchen setzen bei "IS GK 100 WMS - Informationssystem Geologische Karte von Nordrhein-Westfalen 1:100.000 - WMS".
Dann sollte die geologische Karte 1:10000 aktiv sein.
Jörg N.
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hallo nochmal,
Östlich und südlich von Düsseldorf wird der paläozoische Untergrund des Bergischen Höhenrandes von den Grafenberg - Schichten der Chatt-Stufe (Oberoligozän) transgressiv überlagert.
Demnach könnte der Stein mit den Crinoidenstielglieder-Abdrücken ja durchaus dort dazugehören - wenn er von im Transgressionshorizont aufgearbeiteten paläozoischen Sedimenten stammt.
lg
oli