Mineralienatlas - Fossilienatlas
Mineralien / Minerals / Minerales => Allg. Diskussionen Mineralien / General discussions minerals => Achate / Agates => Thema gestartet von: steinfried am 02 Apr 23, 17:22
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Hallo.
Hier habe ich einen Elbefund von Pirna. Der Schleifer sagte das ist ein Augen-Jaspis aus dem Böhmischen? Riesengebirgsvorland oder Altvatergebirge.
Obwohl ich denke Achat mit Jaspis (weiß).
Kennt jemand solches Material und kennt den Original-Fundort?
Herzlichen Dank im voraus.
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Bild?
;)
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Ja klar.
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Achat, die Bänderstrukturen sind deutlich erkennbar. Jaspis sehe ich nicht, weiß ist gewöhnlicher Quarz.
Für einen Augenachat fehlen die typischen Merkmale...siehe Lexikon
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Also eine Achat-Brekzie in weißem Hornstein. Da der Achat teilweise zertrümmert ist.
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Ja
Achat-Brekzie
kann man auch sagen. Einige Trümmerungen sind erkennbar auch wenn sie nicht dominierend erscheinen.
Ob das Weiße Hornstein ist, kann ich mit einer Ferndiagnose nicht bestätigen.
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Einigen wir uns doch auf eine Trümmerachat--Quarz-Calcedon-Brekzie! :)
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Hallo,
ein interessanter Fund aus der rezenten Elbe! Ich stimme Roland soweit zu, dass es sich meiner Meinung nach um eine Achatbrekzie handelt, ich denke der weiße Bereich kann als Hornstein angesprochen werden (Die Lausitzer Sammler bezeichnen meines Wissens nach auch stark verunreinigten Milchquarz gelegentlich als Hornstein > Roland kannst du dazu eine Angabe machen?). Jaspis halte ich für eine nicht zutreffende Bezeichnung, es sind mir auch keine solchen bzw. ähnlichen Jaspis-Varietäten in den Elbeläufen bekannt. Was mich stutzig macht ist die Färbung des Achates, da fehlt mir gerade eine Idee für ein mögliches Vorkommen. War das Stück oberflächennah aufzusammeln oder wie war die Umgebung? Lagerung im Wasser, vielleicht im Schlick? Dies würde mich als Regionalsammler schon interessieren. Vielen Dank!
Glück auf und Gruß aus Weinböhla, Chris P.
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Roland kannst du dazu eine Angabe machen?
Ich versuche es mal. Die Färbung (fleischfarben und Grau in Kombination) könnte schon aus der Schlottwitzer Ecke stammen und sind in den Kiesen der Lausitz gar nicht sooo selten.
Das Weiße halte ich auch für Milchquarz, weil es in der Angrenzung zu Achat stets kristallin ausgebildet ist, aber sobald es weiter weg geht, doch sehr kompakt ist. Wenn andere das als Hornstein bezeichnen....hm, ist es ihre Sache. Mit dem verunreinigtem Quarz bzw. Milchquarz würde ich mich da schon eher anfreunden.
Gruß Roland
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Der Fund stammt nicht aus der rezenten Elbe , sondern aus einer Schotterablagerung oberhalb der Elbe.
Ich dachte auch erst an Oberschlottwitz. Aber die blassen Farben und der weiße Quarz passen nicht zu Schlottwitz.
Ich hatte meinen Schleifer gefragt, der auch jede Menge Schlottwitzer Material geschliffen hat, und er sagte der Fund komme aus Tschechien.
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Aber die blassen Farben und der weiße Quarz passen nicht zu Schlottwitz.
doch das paßt schon, denn die Schlottwitzer sind nicht alle kräftig gefärbt und über den Transport finden auch Auslaugungen statt.
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Sehr schön. Danke Roland :D
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Hallo
Ich bezeichne mich auch als "Lausitzer Sammler", vor allen Dingen von pflanzenführenden Hornsteinen, aber einen Milchquarz als Hornstein anzusprechen, würde ich nicht tun und habe es auch in meinem Sammlerkreis so noch nie gehört. Es sind nun mal zwei verschiedene Sachen.
Hallo,
ein interessanter Fund aus der rezenten Elbe! Ich stimme Roland soweit zu, dass es sich meiner Meinung nach um eine Achatbrekzie handelt, ich denke der weiße Bereich kann als Hornstein angesprochen werden (Die Lausitzer Sammler bezeichnen meines Wissens nach auch stark verunreinigten Milchquarz gelegentlich als Hornstein > Chris P.
Werner aus der Lausitz
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Hallo in die Runde,
bei diesem Stück würde ich mich nicht festlegen, welchem Ursprungsgebiet man den zuordnen könnte. Aussagen von XY würde ich nicht so absolut stehen lassen, da Niemand alles was so gefunden wird auch gesehen haben kann. Es kommen immer mal wieder Exoten vor, wo alle Experten die Stirn runzeln. Hier könnte man sowohl in Richtung Osterzgebirge allgemein als auch ins "Böhmische" argumentieren.
Das wird schon sehr komplex, wenn man da alle relevanten Möglichkeiten in Erwägung zieht.
Es wäre ja erst mal interessant zu wissen, auf welcher Elbseite das Stück gefunden wurde. War es bei Copitz bzw. Jessen oder in der Nähe der Tunnelbaustelle oder noch weiter hinten bei Rottwerndorf? Z. Bsp. wäre auch das Seidewitztal als "Zubringer" z.Bsp von Döbra und Berthelsdorf einzubeziehen. Man könnte also linkselbig vielleicht eher zum OEG tendieren, da geographisch einfach näher zum Müglitztal und Umgebung. Es sind zwar erwiesenermaßen auch im sog. Bautzener Elbelauf Funde aus dem Müglitztal dokumentiert (siehe Kiesgruben z.Bsp. bei Crostwitz, Holschdubrau). Die Funde sind aber im Vergleich zu den "Berliner Elbeläufen" geringer, da ja Pirna nunmal elbaufwärts vom Müglitztal liegt. Andererseits sind auch Funde auf den Feldern bei Goes mit eindeutigem Ursprung vom Müglitztal gemacht worden, was wieder oberhalb von Pirna liegt. Es ist also schwer hier ohne Referenzfunde ein abschließendendes Urteil zu fällen.
Und nicht zuletzt wären ja nun noch die ganzen Fundgebiete hinter der Grenze zu betrachten. Ob da jemand was Vergleichbares hat. Das ist sicher wie das Suchen nach der Nadel im Heuhaufen.
Ich würde aber nicht so speziell Schlottwitz als Primärfundstelle deklarieren. Die Bänderung und die Form sieht für Schlottwitz schon sehr exotisch aus. Wobei man bei den Trümmern eigentlich nichts ausschließen kann. Mit der üblichen Abfolge hat es jedenfalls nichts gemeinsam. Von der Farbe her wäre es sicher möglich. Jaspis sehe ich hier ebenfalls nicht. Die weissen Partien müßte man mal unterm Mikroskop betrachten. Manchmal sieht das aus wie aufgeschäumt. Ob man das dann als Quarz oder Chalzedon bezeichnet...kein Ahnung.
Grüße
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Hallo, das Stück stammt von Pirna-Copitz. Genauer gesagt von einem Acker hinter dem Burglehnpfad, der genau oberhalb der Felskante (ehem. Steinbrüche Copitz)verläuft.
Material: ehem. Elbeschotter.
Grüße
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Das Stück ist 11 x 5cm groß. Und nur gesägt, die andere Hälfte liegt beim Schleifer. Wenn es interessiert, dem kann ich es gerne vertauschen. :)
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Hallo noch mal,
die Fundstelle in Copitz macht es natürlich mit einer Zuordnung nicht einfacher. Das Stück wirst Du wohl mit einem Fragezeichen versehen können. Ende April am 29.4. ist die Mineralienbörse in der TU. Da könnte man sich ja mal treffen. Zudem sind dort sicher auch noch einige Kenner der Materie anzutreffen, welche veilleicht noch den einen oder anderen Aspekt zu dem Stück beitragen können.
Grüße
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Hallo Arndt,
ich bin selber auch zur Mineralienbörse in der Alten Mensa und würde mir das Stück gern mal in natura anschauen wollen. Ab wann wärst Du denn vor Ort?
Zitat sargentodoxa:
Hallo
Ich bezeichne mich auch als "Lausitzer Sammler", vor allen Dingen von pflanzenführenden Hornsteinen, aber einen Milchquarz als Hornstein anzusprechen, würde ich nicht tun und habe es auch in meinem Sammlerkreis so noch nie gehört. Es sind nun mal zwei verschiedene Sachen.
Hallo Werner,
ich habe es ja ausdrücklich vage gehalten, da ich nicht mehr weiß woher ich diese Information habe oder in welchem Rahmen ich dies vernommen habe. Grundsätzlich ist eine solche Beschreibung bzw. Bezeichnung nicht zutreffend, was mir völlig klar ist. Dennoch gibt es ja regionale Besonderheiten, was Bezeichnungen und / oder Ansprachen von Mineralien etc. angeht.
Gruß aus Weinböhla, Chris Pausch
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Klar, können wir uns auf der Börse treffen. Gegen 10 Uhr müsste ich dort eintreffen. Falls mir etwas dazwischen kommt, gebe ich Bescheid.
Herzliche Grüße
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Hallo Chris,
ich werde auch Vormittags kommen. Meine Tel. Nr. schick ich Dir per PN.
Grüße
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Hallo Chris,
ich werde auch Vormittags kommen. Meine Tel. Nr. schick ich Dir per PN.
Grüße
Hallo Arndt,
bis jetzt habe ich keine Nachricht erhalten. Ich werde gegen kurz nach 10 am Samstag vor Ort sein.
Gruß aus Weinböhla, Chris
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Schade, muss Vormittags arbeiten , bin erst 13 Uhr auf der Börse.