Mineralienatlas - Fossilienatlas
Fossilien / Fossils / Fósiles => Deutschland / Germany / Alemania => Paläobotanik (fossile Pflanzen / fossil plants) => Sachsen => Thema gestartet von: jlies am 26 Jul 23, 20:57
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Hallo Leute,
ich habe hier ein Stück Kieseltorf aus dem Döhlener Becken und frage mich, ob darin auch Teile von Psaronius Luftwurzeln enthalten sind. Rechts die hellen Stellen sehen ziemlich eindeutig aus, da ich das Material aber noch nicht kenne würde gerne andere Meinungen dazu hören.
Danke und viele Grüße!
Jörn
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Hallo Jörn
Ja, da sind reichlich stark gequetschte Luftwurzeln vorhanden. Recht typisch in dieser Erhaltung. Werner
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Hallo Werner,
dank dir! Kannst du eventuell noch einen Literaturtipp zu den Hornsteinen vom Döhlener Becken geben?
Und weißt du, ob der Hornstein von Priefel (Altenburg) in irgend einer Form mit dem vom Döhlener Becken zusammen hängt? Die Färbungen sind auffallend ähnlich.
Danke und Grüße!
Jörn
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Hallo Jörn
Literaturtipps müsste ich mal heraussuchen, wenn mehr Zeit.
Auf Färbungen gebe ich nichts - ich weiß einige Sammler von Kieselhölzern leiten die Herkunft z.B. Döhlener Becken oder Böhmen, von den Verfährbungen ab, dies ist nicht wissenschaftlich belegt!
Ich habe Kieseltorf aus einer nahen Kiesgrube, die farblich stark dem Material von Kg. Nobitz gleichen, da gibt es nicht mal ansatzweise einen Zusammenhang. Werner aus der Lausitz
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Okay, danke! Das ist ja schon mal ein Hinweis. Priefel liegt ja im Einzugsgebiet Nobitz. Aber wissenschaftlich widerlegt ist die Sache mit den Färbungen vermutlich auch nicht, oder?
Literatur zum Döhlener Becken findet man ja einige, aber mir ist nichts bekann, wo es wirklich um diese glasig-braun-gelben Hornsteine geht. Wenn dir das als bei Gelegenheit etwas einfiele, wäre ich sehr dankbar.
Grüße!
Jörn
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hallo Jörn,
Zumindest einen Literatur-tip hab ich:
Reichel & Lange, Cherts (Hornsteine) aus dem Döhlener Becken bei Dresden. Geologicasaxonica/52-53
download-links:
https://www.researchgate.net/publication/267949915_Cherts_Hornsteine_aus_dem_Dohlener_Becken_bei_Dresden_Cherts_hornstones_from_the_Dohlen_Basin_near_Dresden
oder
https://www.zobodat.at/pdf/Geologica-Saxonica_52-53_0117-0128.pdf
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Aber wissenschaftlich widerlegt ist die Sache mit den Färbungen vermutlich auch nicht, oder?
Die Färbung hängt anscheinend von unterschiedlichsten Faktoren ab, und kann z.T. auch sekundär sein -
also ich würde erfahrungsgemäß die Farbe - wenn uberhaupt - nur sehr untergeordnet als Zuordnungsargument verwenden.
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Hallo Oliver,
dank dir für die Links! Ich kenne die Arbeit aber schon. Ist nur noch nicht vollständig gelesen. Der Vollständigkeit halber hier auch noch zwei andere Arbeiten zum Döhlener Becken:
Die Rotliegendflora der Döhlen-Formation
The Lower Permian (Rotliegend) flora of the Döhlen Formation
Manfred Barthel
http://www.whose-tadpole.de/SNSD/Geologica-Saxonica/61-2/geolsax_61-2_2016.pdf
S. Janetz & S. Stute, Das Döhlener Becken, Geschichte einer Landschaft
https://www.kreidegeologie.de/files/Diverses-Downloads/doehlenbecken.pdf
Bei Gelegenheit mache ich dann trotzdem nochmal Vergleichsbilder zu den Farben, weil die Farbkombinationen (glasig braun, gelb, rot, weiß) und auch die Schichtungen in dem Fall doch sehr ähnlich sind. Argumentatorisch soll das nichts heißen, ich glaube sofort, daß die Farbigkeit ein untergeordnetes Merkmal sein sollte. Ich habe nun aber von beiden Fundpunkten einiges an Material gesehen und die Ähnlichkeit im Charakter ist teilweise frappant. Es müssten doch also zumindest sehr ähnliche Bildungsbedingungen bzw. auch Sekundärfärbungsbedingungen vorgeherrscht haben.
LG jörn
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Hallo,
aus der Literatur des Döhlener Becken oben, geht hervor, dass das Vorkommen Parallelen zur Geologie im Chemnitz-Becken aufweist.
Exkurs 4: Hornsteine im Döhlener Becken
https://www.kreidegeologie.de/files/Diverses-Downloads/doehlenbecken.pdf (https://www.kreidegeologie.de/files/Diverses-Downloads/doehlenbecken.pdf)
Bergbaumonographie - Bergbau in Sachsen Band 12
http://www.unbekannter-bergbau.de/inhalte/BBmonographieBd12_2007.pdf (http://www.unbekannter-bergbau.de/inhalte/BBmonographieBd12_2007.pdf)
VG und bis Annaberg.
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Hallo an alle,
da ich nun schon einige Stücke mit gequetschten Luftwurzeln von Psaronien aus dem Döhlener Becken gesehen habe, frage ich mich bei dem folgenden Stück Kieseltorf von Priefel, ob das eventuell auch Teile von Psaronien sein könnten. Das Stück ist noch unpoliert, aber ich denke, man erkennt, worum es mir geht.
Von Zellerhaltung kann man bei dem Stück leider nicht sprechen, aber das Muster als solches ist schon relativ identisch zu gequetschten LuWu's.
Die Bildbreite beträgt jeweils ca. 10mm, die entsprechenden "Querschnitte" wären also sehr klein.
Danke und Grüße!
Jörn
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Von Zellerhaltung kann man bei dem Stück leider nicht sprechen,
sieht verdächtig aus - aber wenn keine Zellerhaltung vorliegt, wird es wohl beim Verdacht bleiben .....
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Von Zellerhaltung kann man bei dem Stück leider nicht sprechen,
sieht verdächtig aus - aber wenn keine Zellerhaltung vorliegt, wird es wohl beim Verdacht bleiben .....
… was mir in dem Falle aber schon reichen würde. Ich habe von Priefel jetzt schon sehr viel Material in Händen gehabt, aber noch nie auch nur annähernd irgendwelche Pflanzenteile oder -achsen erkennen können, weil wirklich fast 100% zu diesen dort üblichen hauchdünnen Schichten gequetscht ist.
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… was mir in dem Falle aber schon reichen würde.
hm - was hast du von einem "Verdacht" ? - versteh ich jetzt nicht. Solange es nicht bestimmbar ist, ist es auch kein Psaronius ....
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… was mir in dem Falle aber schon reichen würde.
hm - was hast du von einem "Verdacht" ? - versteh ich jetzt nicht. Solange es nicht bestimmbar ist, ist es auch kein Psaronius ....
daß es pflanzenreste sind, ist ja sicher, weil hier quasi alle geschichteten teile der steine pflanzenreste sind. ich habe allerdings noch nie etwas dreidimensional erhaltenes gesehen. die teile oben sind ja auch ziemlich sicher pflanzemreste, und sie sind dreidimensional. darüber freue ich mich und das „reicht mir“ … verständlich?
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ja! :)