Mineralienatlas - Fossilienatlas

Vermischtes / Miscellaneous / Varios => Bestimmungen allg. => Thema gestartet von: Strandläufer am 31 Jul 23, 13:04

Titel: Hilfe bei der Bestimmung dieses Steines
Beitrag von: Strandläufer am 31 Jul 23, 13:04
Hallo zusammen!

Könnt ihr mir bei der Bestimmung dieses Steines helfen? Der Stein hat milchige Adern, die innen "glitzern". Der Stein wurde am Nordseestrand bei Ferring gefunden. Danke für eure Hilfe!
Titel: Re: Hilfe bei der Bestimmung dieses Steines
Beitrag von: vandendrieschen am 31 Jul 23, 15:35
Das ist ein abgerollter Quarz mit Serpentin oder Chalcedon (grüne Einschlüsse).
Titel: Re: Hilfe bei der Bestimmung dieses Steines
Beitrag von: stoanklopfer am 31 Jul 23, 16:04
... Quarz mit Serpentin ...

Das wohl eher nicht! Aber Quarz mit Chalcedon/Achat wird schon passen.

Volkmar
Titel: Re: Hilfe bei der Bestimmung dieses Steines
Beitrag von: Detlef am 31 Jul 23, 16:50
Das scheint ein Feuerstein mit nicht nöher zu definierenden Fossileinschlüssen sein.
Feuersteine aus der Kreidezeit gibt es an der Nordsee wie Sand am Meer.
LG Frank-Detlef Paul
Titel: Re: Hilfe bei der Bestimmung dieses Steines
Beitrag von: oliverOliver am 17 Jun 24, 20:11
tja - jetzt haben wir zwei Aussagen, die sich diametral entgegenstehen. Gehen zwar beide von SiO2 aus - aber einmal rein mineralisch-anorganisch (Quarz/Chalzedon/Achat) und einmal organogen-sedimentär (Fossil in Flint) ....
Bei SiO2-Varietät gehe ich mit, aber weiter ???
Titel: Re: Hilfe bei der Bestimmung dieses Steines
Beitrag von: felsenmammut am 18 Jun 24, 07:00
Glück Auf!

Ich werfe mal 'Schlacke' in die Runde. Wenn ich mich so an Stufen erinnere, die bei Abrissarbeiten aus der Wand einer Glasschmelzwanne entnommen wurden, und ich diese abrunde (Fluss und Brandung tun es auch), könnte sehr gut genau so ein Objekt, wie hier zur Bestimmung angefragt, herauskommen. Bei den mir bekannten Schlackestufen findet man in den Zwickeln zwischen den kristallineren(?) Bestandteilen immer Reste der Glasschmelze, die für gerundete Übergänge sorgt. Sind die Zwickel in den Hohlräumen des hier angefragten Fundobjektes scharf eckig oder zeigen sich da Rundungen? Reine Glasschlacken lassen sich mit Quarz ritzen. Da hier aber zum Einen unklar ist, ob es Glasschlacke ist, und zum Anderen unklar ist, ob eventuell noch andere, härtere Stoffphasen enthalten sind, kann das Ergebnis irreführend sein. 

Lässt sich das Fundobjekt mit Kupfer (Vorsicht: die meisten sogenannten Kupfermünzen haben nur eine dünne Kupferbeschichtung um einen Stahlkern), einem Eisenwerkzeug, einem gehärteten Stahlwerkzeug (Feile), Quarz ritzen? Das Ergebnis ließe ggf. eine Einordnung der Ritzhärte (https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/H%C3%A4rte?redirectfrom=Mohsh%C3%A4rte&memberid=) zu.

Ansonsten kann auch Quarz mit Chlorit so aussehen. Calcit mit Chlorit kommt zwar farblich auch hin, ist mir aber noch nicht mit so wohlgeformten Hohlräumen begegenet, zumal ja ein abgerolltes Stück vorliegt.

Wie groß ist das Fundobjekt?

Mit freundlichen Grüßen

Das Felsenmammut