Mineralienatlas - Fossilienatlas
Arbeitsmittel / Means for work => Schneiden, Spalten, Schleifen, Polieren / Cutting, Grinding, Polishing => Thema gestartet von: Florian am 27 Feb 04, 12:34
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Hi alle,
mal ne Frage, wie macht ihr das eigentlich wenn ihr z.B. in einem Steinbruch ein tolles Stück seht welches aber noch an einem tonnen schweren Klotz hängt? Meißel + Hammer oder Bohren oder Flexen? (hab schon einige methoden gesehen) ich bin bei Meißel und Hammer geblieben, na ja ab und zu mal vieleicht Bohren und Sprengkeile. Wie macht ihr das? Und wie zerlegt ihr die Stufen Zuhause weiter ohne zuviel zuzerstören?
Was für Mittel oder Methoden gibts es da? Schon mal Quellsprengstoffe ausprobiert? oder lasst ihr alle Stufen schneiden (gefällt mir jetzt wieder nicht)?
Bin mal auf eure Erfahrungen und Meinungen gespannt!
GLück AuF Flo
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Servus Flo,
das hängt natürlich alles von der Art der Stufe ab sowie vom umgebenden Gestein. Entweder Augen zu und durch (sprich mit Hammer und Meissel), mit einer Presse hab ich auch ganz gute Erfahrungen gemacht. Und wenns wirklich nicht anders geht, muss halt ein Brocken mal auch geschnitten werden. Beim Schneiden versuche ich es dann immer so zu handhaben, dass ein einziger Schnitt genügt, sonst siehts irgendwie wirklich Kacke aus. Nach Möglichkeit sollte dieser Schnitt auch gleichzeitig die Standfläche für die Stufe sein.
Servus + Glück auf
Wolfi
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Große Brocken in Steinbrüchen zerlegt man am besten mit einem großen Vorschlaghammer. Ich habe mich mal mit einem Steinbrucharbeiter ausgetauscht. Er denkt - und das stimmt vermutlich - daß die Frequenz beim Zuschlagen mit dem großen Vorschlaghammer den Stein sprengt. Mit dem "ping,ping" von Meisel und Hammer ist da nichts zu machen.
Beim Zuschlagen auf die Texrur des Brockens achten. Das kann man nicht erklären, sondern das muß man probieren.
Glück Auf
Uwe
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Ich habe in der Grube Clara gesehen, dass jemand mit einem Estwing "Vorschlaghammer" Steine deutlich leichter zerkleinert hat als ich mit meinem normalen Vorschlaghammer obwohl der Estwing Hammer deutlich leichter war.
Welchen Hammer würdet Ihr hier empfehlen? Der größe Estwing den ich gesehen habe hatt 2,2 Kilo. Gibt es auch größere?
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Ich arbeite auch mit dem Estwing mit 2,2 Kilo der zieht schon recht gut! Das mit den Spaltrichtungen der Gesteine ist wirklich eine Kunst für sich, hier bei mir im Granit gehts ja noch aber komm ich mal in Basalt oder nochschlimmer Kalksilikatgesteine da helfen meist nur noch der große Vorschlaghammer und viel Glück dass, das Stück an der richtigen Stelle reißt! Das mit der Schlagfrequenz ist finde ich z.T. um einiges kräftesparender.Im Granit komm ich meist ohne den großen Hammer aus da reicht der kleine Estwing und viele Miessel!
@wolfi: das mit der Presse funktioniert echt gut solang man das Stück reinbringt, aber wenn nicht?
So mit Niederbrisantsprengstoffen kennt sich hier wohl keiner aus?
FLorian
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Hallo,
das mit dem Quellsprengstoff würde mich auch mal so interessieren ( obwohl ich den hier nirgends anwenden kann...). Gibt es da denn eigentlich Vorschriften?
Mir sind Hammer und Meissel am liebsten, auch wenn mal was daneben geht...Flexen nur in Ausnahmefällen wenn vorher schon abzusehen ist daß es sonst nichts wird!
Gruß, Erik
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ich habe mir vor kurzem ein kilogramm quellsprengstoff (qs) bei mikon gekauft; ich habe es zwar noch nicht im steinbruck ausprobieren können, aber ein paar versuche zuhause gemacht. eher ernüchternd gelaufen. das erste problem ist, dass der qs in ein bohrloch gefüllt werden muss, dass mind. 15cm tief ist. hört sich nciht tief an, aber versucht mal in granit oder basalt ein solches loch mit einer handelsüblichen 500watt borhmaschine zu bohren. da kommt dann schon das 2. problem, wo soll man im steinbruch eine steckdose herkriegen? klar, akku- bohrer gibts auch, aber die sind nach 10min vollem einsatz nicht mehr in der lage, ordentlich was her zu machen.
selbstverständlich kann man auf knappen- spuren wandeln, also mit hammer und schlegel, aber nostalgie hin oder her, ... ;)
also, das dritte porblem zeigt sich beim mischen des qs. angenommen man hat ein passendes bohrloch, dann sollte man den qs mit 30% dest. wasser mischen unf zügig ins bohrloch kippen. das ist schon schwer genug, denn der qs ist dann noch immer sehr zäh. ausserdem müssen es anscheinend genau 30% sein, sonst klappt es nicht.
so jedenfalls meine erfahrungen.
ich denke, dass es für den mineraliensammler geschickter ist, sich mit dem guten alten vorschlaghammer und equipment an den brocken ran zu machen.
mfg
uwe p.
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Danke für die Auskunft, hab mir auch schon gedacht das wird nicht so einfach mit dem qs! Ein 15 cm tiefes Loch das ist ja heftig, da muss mann ja mit Notstromaggregat oder Benzinbohrer ran, dann kann ich aber gleich mit Spaltkeilen arbeiten!
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Ausrüstung bei mir:
Vorschlaghammer für 'schwierige und harte Gesteine', Flachmeißel, Spitzmeißel, Fäustel, Gesteinsspalter, Geologenhammer, Klappspaten zum Graben, Schutzbrille, Handschuhe, Helm, genug Zellstoff, Lupe, etc.. ABER: NIE SPRENGSTOFF..davon kann ich nur abraten..jedenfalls wenn es um uns 'normale' Sammler gehen sollte..
..wenn es um Sprengstoff geht, reagiere ich sehr skeptisch..ich könnte jetzt auch einige Namen von betuchten Sammlern und Händlern nennen, die andere Sammler auch schon zum Krüppel 'haben werden lassen'..ach lassen wir das lieber..ich sage nur die Stollen von Lavrion (Herr R von Firma M.)..und ich sage nur Schwarzwald (Herr W.....L).. :-\ :-X..mit dem 'zum Krüppel werden' durch unsachgemäßen Gebrauch von Sprengstoff, bezieht sich auf letzteren Herren...
..ich kann auch ganz direkt sein und sagen: Nur 'schwarze Schafe' unter uns Sammlern benutzen Sprengstoff!
In diesem Sinne habe ich mich jetzt sicher wieder sehr 'beliebt' gemacht.. ::)..aber sei's drum..ich hab einfach was gegen Heuchelei!
Gruß Peter
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Hallo Peter,
Quellsprengstoff ist ja auch kein Explosivstoff, der ist eher mit Beton zu vergleichen der sich beim Härten sehr stark dehnt...und so den Felsen eben "sprengt"... ;)
Gruß, Erik
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..Quellsprengsgtoff ausgenommen.. ;)
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Hi alle,
das mit dem richtigen Sprengstoff finde ich auch viel zu gefährlich!Ich habe das eigentlich auch noch nie in erwägung gezogen! Und wer seine Meinung sagt ist keine Heuchelei, wer so was macht muss das dann schon aushalten! ;)
Seit ihr eigentlich Untertage unterwegs? Habt ihr da auser der Standart-Grubenausrüstung noch besondere Sachen dabei? Luftsauerstoffmessgeräte oder ähnliches?
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ich auch untertage mit ...
AKKU einen Tag - vorher aufladen..Kopf-Lampe auf Helm geschraubt- sollte bei großen Stollen (Labyrinth) 8 Stunden reichen; zusätzlich Reserve -Taschenlampen und Batterien; Kopflampen sollten nicht in Mainzer Billigläden gekauft werden (kann tödlich sein)..
..entscheidend ist auch eine hohe LUX-Stärke..sonst kann man Untertagebegehungen eigentlich total vergessen/abhaken; es sei denn es handelt sich um Besucherbergwerke, die ja schon beleuchtet sind. Dann gilt das Vorhergesagte natürlich alles nicht.
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Servus Flo,
schade dass das mit dem Baryt nicht geklappt hat!
Ich bin ab und zu auch untertage, aber Sauerstoff-Messgerät etc. hab ich nicht. Ich bin vor einiger Zeit auf Karbid-Beleuchtung umgestiegen, kann ich eigentlich nur empfehlen! Ist wesentlich billiger als Akku oder gar Taschenlampe und gibt ein gutes Licht!
Servus + Glück auf
Wolfi
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Ich geh immer mit Carbid-Kopflampe ist billiger und lässt sich beliebig oft wieder auffüllen, und das Licht ist die wucht, finde ich! besser als die Akku-Lampen! Hab auch noch eine Akkulampe mit zur Sicherheit mit und zum Carbid wechseln! War erst am Wochenden wieder mal Untertage, macht einfach immer wieder unglaublichen Spass Untertage zusammlen (und zufinden!)
Wie macht ihr das in großen Bergwerken? Habt ihr Grubenpläne oder legt ihr Makierungen?
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@ wolfi echt schade mit dem Baryt! Hast du vielleicht noch sowas in der Art? Bin am Sonntag Vormittag auf eurer Börse, brauchst ihrgend was aus dem "Wald"? Tauschen oder Kaufen ist für mich beides kein Problem!
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Markierungen werden dann auch - je nach dem - gelegt (bringt aber nicht viel..es gab trotzdem schon Todesfälle in besagten Stollen)..manche haben es mit Aluminiumkugeln versucht..(Blödsinn!)..Dicke Farbpfeile, wenn überhaupt sind das einzig Wahre!...
...will auch auf Carbidlampe umsteigen..und Sauerstoff-Messgerät habe ich noch nie ausprobiert.. ;)
Gruß Peter
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Ach ja, wo kann man zur Zeit bei euch in der Nähe zum Sammeln hingehen (Sonntagnachmittag)? Untertage oder Übertage egal! Wer echt um einen Tip recht froh!
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Ups hab vergessen, zu sagen wen ich mein! @wolfi mein letzter Beitrag, ist heute so viel los im Forum das bin ich nicht gewohnt! So macht das wirklich Spass! ;D
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@peter Das mit der Carbidlampe ist die richtige Entscheidung, brauch nur noch zum Fotografieren eine gute Taschenlampe, sonst nur Carbid! Ist bei mir zur Zeit viel im Einsatz, oberirdisch hats einfach zuviel Schnee, ich glaub bei uns ist eine neue Eiszeit ausgebrochen! Seit ein paar Wochen nur Schnee! Jetzt wo ich Semesterferien habe :'(
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Hi Florian,
ich sprach übrigens wieder mal von 'meinen' hauptsächlich griechischen Stollen.. ;D..da gibt's dann aber auch keinen Schnee oder Eis..ist immer warm und sonnig..meistens.. ;) ;D..also lass Deine Heimat links liegen und ab nach [size=8]LAVRION !![/size].. ;D
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Kein Schnee und Eis in Griechenland, da will ich auch mal hin! Obwohl dieses Jahr hats da unten sogar geschneit! Lavrion ist doch ein Sammlertraum oder?
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Hallo Florian,
Lavrion ist tatsächlich ein Sammlertraum der für mich zumindest im Juni 98 war wurde. Ich kenne einige Sammler, die nach mir gleich mehrere Male runterfuhren. Irgendwann will ich es auch nochmal versuchen..jetzt wo ich auch die spezielleren Stellen um Esperanza und km3 kenne.. ;)..
..auf meiner MSN-site und auf einer der Schweizer Seiten habe ich ja auch einige meiner Fotos hinterlegt; darüberhinaus befinden sich auf www-mineralogie.ch ja auch neben meinen über 300 Mineralienfotos einige Stollenfotos und andere Lavrionfotos.. ;)..
..irgendwo habe ich auch einen größeren Artikel über Lavrion geschrieben..muss ich erst wiederfinden.. :)
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Hallo Erik,
in Ostbayern gibts noch ein paar alte Bergwerke und Stollen die man befahren kann, tja leider ist das aber in Bayern nicht so wie in Sachsen, hier ist das Bergpolizeilich verboten, und wenn man sich dann erwischen lässt ist das wohl nicht so toll! Tja deshalb gibts von mir öffenticht keine Tips`s zu so was von mir, ich werd dir heut oder morgen mal eine Email schreiben! Man kann nie wissen wer in einem Forum alles mitliest! Ohje jetzt werd ich wieder ein leidiges Thema angeschnitten haben, Bergrecht, dann so was wie Schwarzbefahren... Es ist aber mit Gehnehmigung des Besitzers des Bergwerk schwierig eine befahrung wirklich rechtlich auf die sichere Seite zu bringen, ausser es ist ein von Bergamt abgenommens Bergwerk (Betonierter Fussweg) und auf die Mineraliensammler sind die immer gut zu sprechen, wenn man ihnen dann im Besucherteil ein paar Stücke aus der Wandhauen will ;)! Also jetzt bin ich mal gespannt was kommt...
GLück Auf
FLo
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Hallo Flo,
ich kann Dich beruhigen. Auch in Sachsen sind alte Stollen von der Bergsicherung verwahrt und eine Befahrung ist auch hier streng verboten. Außerdem gibt es hierzulande keine Grube, die nicht von einer entsprechenden Arbeitsgemeinschaft betreut wird, deren Mitglieder - wohnhaft meist in der unmittelbaren Nachbarschaft - ebenfalls auf Ihre Grube ein Auge haben.
Natürlich kommen hin und wieder Schwarzbefahrungen vor. Man merkt das dann auf den Börsen, wenn Material von einer Fundstelle ins Angebot kommt, von der es bestimmt nicht stammen kann.
Ich war auch schon untertage (allerdings offiziell mit der Fachgruppe des Kulturbundes als es den noch gab) und habe nach Mineralen geschaut. Wir hatten sogar die Gelegenheit einen frischen Schuß im Zinnbergwerk am Sauberg (E-dorf) als erste zu betreten. Das war aber nicht so toll wie erwartet. Auf einer Halde bei Tageslicht sind die Fundaussichten wesentlich größer.
Befahrungen sind nach meiner Erfahrung nur aus bergbauhistorischer Sicht empfehlenswert.
Glück Auf
Uwe
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Servus alle, servus Flo,
habe deine Frage leider zu spät gelesen. Nun, der Bayerische Wald gehört eigentlich nicht mehr zu meinem "Revier". An ein paar MMs z.B. aus Grub hab ich aber prinzipiell schon Interesse!
Servus + Glück auf
Wolfi
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@uwe
Bei uns gibts auch nur ein paar Gruben in denen man Untertage wirklich was lohnendes finden kann, sonst gibts halt meist nur Fotoexkursionen in den Altbergbauen!
@wolfi ein paar MM aus Grub kann ich dir gern mal zuschicken oder vorbeibringen, komm vielleicht in zwei Wochen wieder in die Gegend!
Glück AUf
Flo
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Hi
Vom Zerkleinern zum Geleucht. okay....
ich benutze als Vorschlaghammer einen Handgeschmiedeten, alten Steinbruch-Hammer. Der hat nicht die übliche Quer-Finne, sondern eine Keilförmige, scharfe, Längs-Finne. Als Stielbohrung lediglich eine ca. 35 mm Bohrung. Speziell gedacht für Haselruten. Die besorge ich mir im Frühjahr, wenn der Hasel treibt. Dann sind die geschmeidig. Und das gibt richtig Dampf auf den Hammer! Eine Freude!!Leider gibt es diese Hämmer meines Wissens schon lange nicht mehr. Sind um einiges schwerer als die Normalen.
Weiter zerkleinere ich häufig in einem großen Schraubstock. Da kann man Keile anbinden und dann Millimeterweise zudrehen. Oder auch kleine Ecken wegdrücken.
Als Geleucht verwende ich Helmlampen der Fa. CEAG. Gibt es auf Speläo-Versammlungen und bei E-bay. So 30-40 €.
Selten nehme ich eine PETROMAX-Lampe mit. 250er oder 450-Watt-Strumpf. Wenn man die Untertage an einer Halde hoch hält, sieht man jeden Klecks. Is Allerdings heiss, das Teil und den Strumpf wechseln is ne umständliche Sache.
der Sauerländer
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Servus alle,
@Flo, woran hast du speziell Interesse?
Servus + Glück auf
Wolfi
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Tja, ich könnt noch viele Sachen brauchen aus deinem "Revier"! Mal sehen......ein paar Kupfermineralien aus der Roland vielleicht oder ein paar andere seltene Sachen aus dem Wölsendorferrevier!
Oh je jetzt werd ich bald Forumsstrafe ;) bekommen, mach einen Betreff zum "Zerkleinern von Mineralstufen" auf und quatsch dann über Geleucht, Untertageausrüstung und jetzt noch Tauschwünsche!
Also wolfi ich schreib dir mal eine Mail demnächst wo wir das dann ausmachen können.
Zurück zum Thema:
So einen alten Steinbruchhammer hab ich schon mal gesehen, bei uns gibts ja noch einige Werksteinbrüche da wird so was schon noch hergenommen, nehmen zum teil statt Haselrute jetzt einen etwas elastischen Plastikstiel, der zieht wenn man den Hammer gewohnt ist wirklich gut und man brauch viel weniger Kraft!
Was für Miessel nehmt ihr Baummarktmeissel oder Handgeschmiedete oder die ganz billigen fürn Euro? Ich hab da einen ganz schönen verschleiss über so eine Sammelsaison. Na ja man braucht für Grossstufen halt mal mehr als einen Meissel! :D
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Baumarktmeissel...und die werden so oft nachgeschliffen bis es wirklich nicht mehr geht... ;D
Ne, aber im Ernst, die sind relativ billig und halten auch relativ lange. Die Estwing-Meissel beispielsweise sind auch nicht besser meiner Erfahrung nach - da lohnt das Geld nicht
Gruß, Erik
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Ich nehme das was sich schon immer bewährt hat: Hammer und Meisel - was anderes ist erstens kostspielig und bringt zweitens im Verhältnis nichts, oder lebt Ihr etwa vom Mineraliensammeln?
Zum Haselnuß-Stiel bei Vorschlaghämmern: Hierbei ist es so, daß ein Vollstahlhammer im harten Untergrund regelrecht zurück ins Gesicht springt. Steinbrucharbeiter haben Werkzeuge mit gehärteten Schlagflächen und Fieberglasstiel. Diese Hämmer werden nach einem gezielten Schlag nicht mehr so stark zurückgeworfen. Der Hammer bringt seine ganze Schlagenergie auf den getroffenen Punkt im Gestein. Wird aber mit Keilen gearbeitet sind vermehrt Vollstahlhämmer mit Neoprenarmierung im Vormarsch. Als gut brachbar wurden wie schon von meinem Vorredner angedeutet Haselnuss-Stiele empfunden. Ich habe das Werkzeug aber inzwischen abgebrochen :-\ und gegen einen robusteren Fieberglasstiel (mit den deutlich besseren Eigenschaften) getauscht.
Zur Meiselproblematik: Für mich eigentlich kein Problem, da ich selbst nachschleife und Spitzen auch selbst härte. Meiselverschließ ist, je nach Einsatzgebiet, jedoch teils beachtlich. Auch habe ich zwischen E**wing und guten Qualitätswerkzeugen nicht viel Unterschied feststellen können. Dieser Unterschied wird jedoch bei den billigen 1 Euro-Teilen immens. Hier habe ich schon alles erlebt, vom Brechen bis zum totalen Verbiegen. Auch ist hier die Splitterwirkung am größten - also Finger weg!!!
In wieweit sich die Sammlergemeinde angepaßt hat, kann ich nicht sagen, da ich meist allein oder mit Tochter unterwegs bin und kann daher nur für mich sprechen.