Mineralienatlas - Fossilienatlas
Fossilien / Fossils / Fósiles => Bestimmung von Funden / Determination of findings => Unbekanntes Erdzeitalter / unknown geological era => Thema gestartet von: SandraFranciska am 17 Jan 24, 20:35
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Hallo, mein Name ist Sandra und ich sammele eigentlich vor allem Strandglas. Momentan lebe ich an der Costa Blanca in Spanien. An den hiesigen Stränden finde ich regelmäßig auch (für mich) interessante Steine und heute zum ersten Mal ein Fossil (vermute ich zumindest). Ich hoffe hier mehr darüber zu erfahren, ich habe nämlich bisher null Ahnung von der Materie. Fundort: Kiesstrand in der Nähe von Jávea/Xábia, Costa Blanca, Communidad Valencia, spanische Mittelmeerküste, Größe der "Tierchen": exakt 2 cm
1. Foto noch nass am Strand, 2. Foto Nahaufnahme trocken, 3. Foto Fundstelle, 4. Foto Beispiel dessen was ich sonst so finde
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hallo Sandra,
leider ist auf beiden Fotos der Stein nicht wirklich scharf abgebildet, und die Details daher etwas verschwommen.
Könntest du evtl. versuchen, schärfere Bilder hinzubekommen?
Sieht auf jeden Fall interessant aus, aber ich bin aktuell etwas ratlos ... ???
lg
oliver
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Ich habe mal die Schärfe etwas nachjustiert und nochmal Fotos, jetzt mit Tageslicht, gemacht.
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Hallo,
Orthocerate in parallel Formation ?
Gruß
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Das Aussehen erinnert an einen abgeschliffenen Mammutbackenzahn.
Orthoceraten sind das nicht.
VG Klaus
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Danke schon mal für die Antworten.
Ich habe mal versucht mehr Details herauszuarbeiten
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hm, bleibt mir leider rätselhaft.
die streng parallele Anordnung ist schon strange ......
Orthoceraten sind das nicht.
da stimme ich zu - auch wenn auf den ersten Blick (aber nur auf den ersten) eine Ähnlichkeit besteht.
Das Aussehen erinnert an einen abgeschliffenen Mammutbackenzahn.
es erinnert daran, ja - das ist aber auch schon alles. Ein Mammutzahn ist das garantiert auch nicht ....
Ich habe mal versucht mehr Details herauszuarbeiten
die sind leider noch unschärfer ......
Auffällig ist auch, dass jeweils knapp vor dem rechten Ende der "schwarzweißen" Strukturen ein gelbbrauner Fleck ist (in Farbe der Matrix), und zwar jeweils auf der selben Höhe (gut erkennbar am allerersten Foto).... irgendwie kann ich mir auf das alles noch keinen Reim machen.
Pflanzliche Strukturen kamen mir auch in den Sinn, hab ich aber dto. wieder verworfen ....
Jedenfalls sehr spannend - bin neugierig, was dabei rauskommt!
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Danke an alle, vielleicht fällt ja noch jemandem was ein. Ich habe es auch bei Reddit gepostet, sollte da was kommen sage ich Bescheid. Ansonsten bleibt mir wohl nur ein Ausflug ins Lieblingsmuseum meiner Kindheit und dort mal nachfragen.
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Ein kleiner Anschnitt eines großen Ammoniten?
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ausgeschlossen, daß das angemalt ist? Es hat sich ja irgendwie eingebürgert, am Strand bemalte und lackierte Kiesel zurückzulassen.
Das oberste Element scheint mir "zufällig" genau passend zur Oberfläche konisch zuzulaufen.
Und die weißen Stellen könnte sich auflösender Schutzlack sein.
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Angemalt sieht mir das nicht aus. Außerdem verläuft ein (offenbar verheilter) tektonischer Riss durch die "Objekte" - wenns bemalt wäre, wär der übermalt.
Weil ich oben schon "was Botanisches" erwogen hatte - auf Sandras website gibts ein Foto eines Calamiten-"Zapfen", auch in einem abgerollten Gesteinsstück: https://www.skamienialedrewno.pl/galeria/pictures/uk4_jpg.html
das ist zwar nur eine oberflächliche Ähnlichkeit, aber irgendwas "Zapfenartiges" könnte es schon sein. Das könnte eventuell auch die Anordnung erklären - wenn die "Fruchtstände" an einem Zweig gewachsen waren (der dann nur ganz knapp außerhalb des erhaltenen Stücks gewesen sein müsste) ...
Sind aber nur so meine Assoziationen dazu, und die sind rein spekulativ ....
Auf jeden Fall ist das Fundstück nichts Alltägliches!
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Hallo Sandra!
Spannendes Stück! Es wäre schön. davon scharfe Fotos von mehreren Seiten zu sehen. Auch eine leichte Politir könnte für die Bestimmung hilfreich sein! Oder den Stein mal unter Wasser fotografieren (in eine flache Schale legen z.B.).
Beste Grüße, Jörn.
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Hallo
Man müsste sich eingehender mit der Geologie dieses Küstenabschnittes des Mittelmeerraumes beschäftigen. Ich habe es fast nie gemacht und wenn, dann nur z.B. Rhodos in Zusammenhang mit Paläobotanik. Nur ganz grob, ohne mich dann festnageln zu wollen, gibt es da unten sehr viele Neogene (Miozän / Pliozän) Ablagerungen bis ins Frühpleistozän. Meist marin, aber auch terrestrische Ablagerungen (u.a. Knochenbrekzien einer Säugerfauna) Ich halte es eher für einen in Sediment verbackenen Zahn (abgerollt). Werner aus der Lausitz