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Arbeitsmittel / Means for work => Reinigung (Präparieren, Konservierung) / Cleaning (Prepare, Conservation) => Thema gestartet von: futzi am 21 Jan 24, 20:51

Titel: Uranus Mine, Kleinrückerswalde
Beitrag von: futzi am 21 Jan 24, 20:51
Hallo,
ich habe einen Fluorid aus der Uranus Mine, Kleinrückerswalde. Leider ist die mit eine Belag überzogen. Er sieht aus wie Beton, so hart ist der auch. Habe mal Essigessenz probiert, da tut sich nix. Hat da jemand einen Tip zur Reinigung?

Grüße
Arco
Titel: Re: Uranus Mine, Kleinrückerswalde
Beitrag von: vandendrieschen am 22 Jan 24, 00:01
Hallo,
Beton ist das sicherlich keiner. Der Fluorit scheint schon etwas angelöst zu sein und mit einer Kalkschicht überzogen. Ich kenne solche Fluorite aus der Uranus, dem Röhlingstolln oder der Malwine auch mit solchen Belägen. Beim Fluorit kannst du es mal mit verdünnter Salzsäure versuchen, ob du den Belag weg bekommst, nachdem du untersucht hast, um was es sich handelt, da Fluorit von Salzsäure nicht angegriffen wird.
Titel: Re: Uranus Mine, Kleinrückerswalde
Beitrag von: stoanklopfer am 22 Jan 24, 05:19
Der Fluorit scheint schon etwas angelöst zu sein und mit einer Kalkschicht überzogen.

Wenn es mit Essigessenz nicht reagiert, dann ist es mit Sicherheit kein Kalk. Wahrscheinlich ist das eine dünne Quarzschicht, wie sie häufig auf Fluoriten zu finden ist.
Titel: Re: Uranus Mine, Kleinrückerswalde
Beitrag von: Walpurgin am 22 Jan 24, 05:51
Guten Morgen, Weder noch , die Fluorite sind schlichtweg durch saure Oberflächenwässer korrodiert. Das hat mit der Gangstruktur des Silbermühlen Flachen zu tun, welcher extrem klüftig ist und stellenweise extrem viel Wasser führt. Der Gang ist ein bis zu 1 1/5 m breiter Gang der fba- flq Formation mit eingesprengten Sulfiden. Durch die „Alten“ komplett abgebaut ist er mittlerweile eine ziemlich feuchte Angelegenheit.
Titel: Re: Uranus Mine, Kleinrückerswalde
Beitrag von: futzi am 22 Jan 24, 09:06
Hallo,
habe es jetzt mal mit HCl versucht. Da tut sich nichts. Es ist aber sicher eine Schicht. Sehr hart. Ich versuche mal ein besseres Foto zu machen
Danke schon mal für die ersten Antworten.

Arco
Titel: Re: Uranus Mine, Kleinrückerswalde
Beitrag von: vandendrieschen am 22 Jan 24, 09:57
Darum war meine Vermutung mit dem Kalk. Es kann auch eine "Schicht" sein, die sich aus dem Flourit gebildet hat.
Ich würde ihn so lassen wie er ist und einen Klaren von der Uranus kaufen, wenn du einen Klaren haben möchtest.
Titel: Re: Uranus Mine, Kleinrückerswalde
Beitrag von: futzi am 22 Jan 24, 10:10
Mal etwas näher????
Titel: Re: Uranus Mine, Kleinrückerswalde
Beitrag von: Walpurgin am 22 Jan 24, 10:24
Klare Stufen sind leider nicht ganz so häufig.....zumindest auf der Grundstrecke 524m ist es nur noch mit viel Arbeit verbunden.
Es gibt aber durch aus angelöste Fluorite die wiederum rekristalisierte klare Kanten haben, diese können durchaus ganz hübsch werden.
oder man nimmt sich mal solch ein blauen hier.....https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/LokationMineralData?param=526,1249,1
 (https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/LokationMineralData?param=526,1249,1)
Titel: Re: Uranus Mine, Kleinrückerswalde
Beitrag von: Walpurgin am 22 Jan 24, 13:12
Noch ein paar Bilder aus dem Altbergbau für euch .
Titel: Re: Uranus Mine, Kleinrückerswalde
Beitrag von: Walpurgin am 22 Jan 24, 13:13
Und Spat im Anstehenden sowie als Sammlerstück.
Titel: Re: Uranus Mine, Kleinrückerswalde
Beitrag von: futzi am 22 Jan 24, 14:06
Da wird ich gerne mal sammeln ????
Titel: Re: Uranus Mine, Kleinrückerswalde
Beitrag von: Walpurgin am 22 Jan 24, 14:20
Wer nicht.... ;D aber man stelle sich das nicht so einfach vor.
Die Würfel auf dem Bild sitzen direkt auf dem Gneis....ein Schlag und alle hobsen runter.
Wer mal direkt am Gang überkopf gearbeitet hat weiß was das für ein schwieriges Unterfangen ist irgendwas dem Berg zu entreissen.