Mineralienatlas - Fossilienatlas
Vermischtes / Miscellaneous / Varios => Sammlungszettel / Collection label => Thema gestartet von: Bergbaumuseum am 18 Oct 19, 15:16
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Kann das jemand vollständig lesen, insbesondere die Datierung wäre interessant. Das untere Foto zeigt das zugehörige Stück (etwa 17 x 12 cm).
Gruss
Stephan
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Datierung würde ich 1848 lesen
Kupferlasur, Glas[?]erz und Malachit mit [.....], und
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Darüber steht aber ein "N", das könnte Nummer bedeuten.
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ja, könnte - du meintest also die Datierung anhand des Schriftbildes?
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ja, ich denke, der Zettel stammt aus dem 19. Jahrhundert, aber eher früh oder zweite Hälfte?
Der Zettel muss vor der Erteilung der Konzession der Grube Barthold in Tönnisstein datiert werden, darum geht es ja hier, aber wann war das.
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Hallo,
könnte es sein, dass es 1878 heißen soll?
Schaut Euch mal die dritte Ziffer an, die m. E. im Abstrich mittig einen kleinen waagerechten Strich zeigt, wie es bei uns bei der 7 (sieben) oft üblich ist?
Besten Gruß
Eckard
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da war ich anfangs auch im Zweifel - glaube aber dass der "Querstrich" ein Fleck oder eine Beschädigung am Papier ist (so wie viele weitere auf dem Zettel)
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Ja Oliver, dann ging es Dir wie auch mir. - 4 oder 7, das war die Frage.
Jetzt hilft nur noch ein Elektronenmikroskop. Aber das zu nutzen wird dann ein etwas teuer Spaß.
Schönen Abend
Eckard
. . . der immer noch an einen 'Strich' glaubt. ;D
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Wenn nur um die Zahl geht: 1848
Davor steht aber eine N. N für Nummer findet sich eigentlich nicht auf so alten Zetteln. Möglicherweise ist es ein Kurzzeichen des Schreibers.
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N für Nummer findet sich eigentlich nicht auf so alten Zetteln.
sehe ich auch so - zu erwarten wäre "No." od. maximal "Nr." (letzteres aber eher auf jüngeren Zetteln)
ja, ich denke, der Zettel stammt aus dem 19. Jahrhundert, aber eher früh oder zweite Hälfte?
ich hätte auf Mitte bis zweite Hälte getippt - aber das ist natürlich haarig, kommt immer auf das damalige Alter des jeweiligen Schreibers an. Wenn der so schreibt wie er es vor 70 Jahren gelernt hat, wäre auch Anfang 20. nicht völlig auszuschließen ...
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Einen Querstrich bei der 4 gibt es nicht, das ist eine Verschmutzung im Papier, möglich wäre aber auch eine 1. Der Schreiber hat die Zahlen ohne Abzusetzen in einem Zug mit der Feder geschrieben.
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Das "N" nicht unbedingt Nummer bedeuten muss, hat schon was für sich. Ich habe beobachtet, dass meist wohl: "No" verwendet wurde, hier ein vorgedrucktes Beispiel aus dem frühen 19. Jahrhundert, allerdings wurde bei Jahreszahlen oft "Jahr" oder "anno" oder zumindest "a" bzw. "a.d." vorgestellt (unten ein datierter Zettel von 1777).
Hier nun eine Übertragung des gesamten Textes von einem Mitglied dieses Forums (vielen Dank dafür):
Kupferlasur Glaserz und Malachit
mit Brauneisenstein, aus
dem Versuchsschacht der nach-
gekauften Concession Bar-
thold bei Tönnisstein
N
1848
Ich glaube aber, dass es nicht "nachgekauft", sondern "nachgesucht" heisst?
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Eher "nachgesucht". Das "Häkchen" vom u ist gut zu sehen.
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zuerst bin ich an dem Wort gescheitert - jetzt, mit diesen beiden Alternativen, lese ich eindeutig "nachgesucht"
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"nachgesucht" macht ja auch inhaltlich Sinn, da hier um eine "Concession nachgesucht" wird, eine Datierung wäre möglich, wenn man wüsste, wann die erteilt wurde.
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Nach den mir im Internet zugänglichen Informationen könnten weitere Informationen in folgendem Werk zu finden sein:
Wilhelm Liebering, Beschreibung des Bergreviers Coblenz I, 1883. Zu finden als Online-Ausgabe im Landesbibliothekzentrum Rheinland-Pfalz, Koblenz.
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Da drin steht auch nur, dass die Grube zwei kurze Schächte und einen angefangenen Stollen hat. Aber immerhin muss dann die Konzession schon ein Stück älter als 1883 sein.
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Hört sich im Text so an, als ob die Grube schon länger aufgegeben wurde.