Mineralienatlas - Fossilienatlas
Mineralien / Minerals / Minerales => Mineralien (Fundort) bestimmen / determine minerals => Thema gestartet von: Bruno80090 am 20 Apr 24, 19:20
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Hallo an Bellerberg - Spezialisten. Ich weiß, dass die Analyse immer der beste Weg ist, um sich einer Identifizierung sicher zu machen, aber die Unterscheidung zwischen Roedderit und Eifelitis ist visuell besonders schwierig ... es sei denn, bestimmte Indizes sind spezifischer für den einen oder den anderen. Ich präsentiere Ihnen einige Exemplare aus meiner Sammlung ... die ich nur als Roedderite identifiziert habe.
Vielen Dank für Ihre immer bereichernden Kommentare
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Ohne Analyse wird es da wohl keine eindeutige Unterscheidung geben.
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Hallo Bruno,
Die Eifelite aus dem Erstfund von Hugo Rhein waren annähernd farblos und in charakteristischer Paragenese mit grünem Diopsid. Davon haben wir mehrere im Mineralienatlas.
(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1660248596.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1660248596.jpg)(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1525949122.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1525949122.jpg)(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1232237286.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1232237286.jpg)
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Vielen Dak Klaus, aber ging es über eine einzige Fund oder eine einzige Analyse ???
War Eifélite nur in Bellerberg gemeldet oder is dies auch Möglich in Emmelberg. Ich habe aus Emmelberg ein PAar Kristalle welche auch Farblose sind ... (sehe Beilage).
Was denken Sie ?
Mit Dank im Voraus für Ihre weitere Information.
MFG,
Bruno
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... und noch was
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Hallo Bruno,
Ja, es gab auch Funde von Eifelit in anderen Xenolithen. Roedderit ist oft farblos. Ich denke hier hilft nur eine Analyse.
Gruß von Klaus
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Meines Wissens ist Eifelit bislang nur vom Bellerberg und vom Rothenberg bekannt.
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Man sollte auch bedenken, dass viele angeblich aus dem Erstfund von Hugo Rhein stammende "Eifelite" nicht analysiert sind und auch schon damals ohne Analyse als Eifelit weitergegeben wurden (auch die Frage ob so viele Eifelit xx, wie damals auf den Markt kamen, überhaupt in dem Einschluss mit der analysierten Probe stammten, steht immer noch im Raum.)
Heißt, ohne Analyse sind Roedderit u. Eifelit nicht zu unterscheiden!
MfG u. GA
Günter Blaß
Hier zur Info noch ein Auszug aus der Datenbank über die Vulkaneifelminerale (BLASS et al., 2018)
Beschreibung des Eifelits von Eifelfundorten:
Eifelit war bisher nur aus einem Xenolithen vom Bellerberg bekannt, der in Hinsicht auf Gesteinsart und Paragenese den Roedderit führenden Xenolithen gleicht. Auch die Form der Kristalle ist bei beiden Mineralen identisch. Dominierend sind die Formen {10.0}, {00.1} und untergeordnet {11.0} sowie manchmal {10.2} (001). Nur wenige Kristalle weisen schmale Streifen der flacheren Pyramide {10.4} auf. Der Eifelit führende Quarz-Feldspat-Xenolith ist etwas heller und relativ arm an Mineralen. Hauptbegleitmineral des Eifelit ist Sanidin und ein grüner Klinopyroxen. Zur genauen Unterscheidung von Roedderit und Eifelit sind chemische Analysen unerlässlich. Eifelit unterscheidet sich vom Roedderit durch den höheren Gehalt an Natrium, welches teilweise die Magnesiumpositionen im Gitter einnimmt. Beide bilden eine lückenlose Mischkristallreihe (Substitution 2 Na↔Mg). Der relativ hohe Alkaligehalt der Roedderite aus der Vulkaneifel erschwert zusätzlich die Trennung der beiden Spezies.
Die Eifelit-Kristalle sind klar und farblos mit grünlichem oder gelblichem Stich; somit bietet auch die Färbung kein sicheres Unterscheidungsmerkmal gegenüber Roedderit. Pleochroismus wurde am Eifelit-Kristallen nicht beobachtet.
Als weltweit zweiter Fundort für Eifelit gilt jetzt der Rothenberg .
In weißen bis hellbeigen, porösen Partien verschiedener Größe, die in eine Schlackengrundmasse eingeschlossen sind, treten zahlreiche Poren von 2 mm bis 2 cm auf, in denen verschiedene, interessante Minerale frei auskristallisiert sind. Nur sporadisch darin zu finden und leicht zu übersehen ist der eindeutig abgesicherte Eifelit. Er bildet sechsseitige, dicktafelige bis kurzprismatische Kristalle. Sie können in ein und derselben Pore farblos-wasserklar aber auch in Form leicht milchig trübe Kristalle auftreten. Die chemische Zusammensetzung, vor allem der farblos-klaren Kristalle, kommt dem Eifelit-Endglied sehr nahe.
Begleitende Minerale beim Fund am Rothenberg können Ferriobertiit, andere Amphibole, Hochquarz, Sanidin, Pyroxen und winzige Rutile sein.
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Am Ende ist es also unmöglich, sie ohne Analyse zu unterscheiden ... Dies ist von Anfang an gut verstanden. Ist es ein "Fehler", wenn wir das gesamte Material als Roedderite beschriften ? Oder wäre es angebracht, eine "Roedederit-Gruppe" zu betrachten, wie es bei Mineralien der Fall ist, deren Zusammensetzung nahe oder ähnlich ist ?
MFG,
Bruno
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Ohne Analyse ist in diesem Fall die Gruppenbezeichnung die sinnvollere Lösung. Genauer kann man es mit visuellen Methoden nicht angeben. Die zweitbeste Lösung wäre die Bezeichnung mit Roedderit (nicht analysiert), da das die wahrscheinlichere Lösung ist.
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Danke Günther.
Ich werde die Identifikation als Roedderite beibehalten.
MFG,
Bruno
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Die sinnvollste Bezeichnung der nicht eindeutig bestimmten Proben ist Roedderit-Eifelit-Serie.
MfG
Günter Blaß
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Scheint mir auch offensichtlich zu sein.
Danke für Ihre Bemühung.
MFG,
Bruno