Mineralienatlas - Fossilienatlas
Mineralien / Minerals / Minerales => Allg. Diskussionen Mineralien / General discussions minerals => Thema gestartet von: Lexikon am 17 Aug 24, 16:04
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edit Mod.: Wegen über die konkrete Frage hinausgehender, allgemein interessanter Informationen von einer Lexikondiskussion übernommen zu den "Allgem. Diskussionen".
Fensterquarz (https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/MineralData?mineralid=5111)
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Ich hab da ein kleines Verständnisproblem.
Zitat von der Lexikonseite: "Fensterquarz ist angelöster Quarz, der durch übereiltes Kantenwachstum bei nicht vollständiger Ausfüllung der Flächen (mit Lamellen als Ausfüllung der Flächen zwischen den Kanten) entsteht."
Also entsteht die Fensterung da jetzt durch Anlösung, oder ist sie durch spezielles Wachstum bedingt (was mir eher so scheint)?
Oder ist beides möglich? Dann sollte das aber anders/klarer formuliert werden ...
ga
oli
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Angelöst stimmt definitiv nicht. Kannten wachsen schneller und am Ende hat es einfach nicht mehr genug Material für die auskristellisierung der Flächen.
Angelöste Quarze gibt es auch, die sehen aber total anders aus.
Ich würde das Wort "angelöst" überall einfach löschen, dann stimmts wieder.
LG
Christian
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ok, mach ich - danke!
edit: erl.
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Ich denke Kanten- und Flächenwachstum sind doch etwas komplizierter als in einem Nebensatz darstellbar.
Hier im Atlas steht etwas bei Skelettquarzen: "Fensterquarz ist Quarz, der durch übereiltes Kantenwachstum bei nicht vollständiger Ausfüllung der Flächen (mit Lamellen als Ausfüllung der Flächen zwischen den Kanten) entsteht."
Aus Zeiten der Ausbildung habe ich noch Erinnerung an Schlüsselworte wie: "Thermodynamische und Kinetische Steuerung abhängig von Konzentrations- und Temperaturgefälle am Kristallisationsort."
Das erklärt aber nicht, warum sich manchmal Lamellenartige Hohlräume bilden, die z.T. verschlossen sind und Flüssigkeiten mit Gaseinschlüssen aufweisen. Diese Gase sind dann Kohlendioxid und Kohlenwasserstoffe (wie Methan).
Details bei Rykart, Quarzmonographie, S. 238 ff. (1989).
Mir fällt ein, das u.U. sich bei tiefen Temperaturen Clathrates aus Wasser/Methan bilden. Vielleicht haben diese die Flächen auf den Quarzkristallen abgesperrt. Das ist aber meinerseits hier Spekulation.
Jürgen Lange
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hallo Jürgen
danke für die interessante Zusatzinfo.
Wenn sich hier erfreulicherweise eine grundsätzlichere Diskussion entwickelt, dann verschieb ichs mal zu den "allgemeinen Diskussionen" :)
ga
oliver
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Hallo,
ein paar Bilder zum Thema wären schön.
Glück Auf!
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Bilder siehe:
https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/MineralData?mineral=Fensterquarz