Mineralienatlas - Fossilienatlas
Vermischtes / Miscellaneous / Varios => Bestimmungen allg. => Thema gestartet von: Zinnstein am 12 Sep 24, 13:28
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Liebe Expertengemeinde,
bei einem alten Sammler habe ich diesen sonderbaren Stein gefunden: ein Quarzbelag (HCl negativ) auf dichter Matrix (Sedimentgestein?) mit runden Formen. Die Durchmesser der wie abgebrochene Stangen aussehenden Strukturen sind einheitlich etwa 10mm, die Bildbreite ca. 15 cm. Weil die runden Strukturen einen erkennbaren Kern haben, dachte ich an abgebrochene Seelilienstängel oder Belemniten. Hat jemand von euch eine Idee dazu? Handelt es sich um ursprünglich organische Strukturen oder gibt es tatsächlich anorganische Bildungen dieser Art? Weil alle Strukturen ziemlich rund sind könnte man auch an angeschnittene Kugeln denken. Die Oberfläche der Kristalle drumherum ist unbeschädigt.
Ich freue mich schon auf eure Kommentare.
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Ist in Erfahrung zu bringen woher,also welcher Ort/Region, der Sammler den Stein hat?
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Leider nein, Der Sammler hatte den Stein aber selbst gefunden und nicht mehr in Erinnerung wo. Er hat deutsche Fundstätten besucht.
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Hallo,
man würde bei den rundlichen Formen vielleicht an aufgeschlagene Chalcedon-Bildungen denken. Die umliegenden Kristalle könnten dann Quarz sein.
Jörg N.
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Glück Auf!
ich deute das Bildmaterial im Zusammenhang mit der Beschreibung auch als Chalcedonbildungen, die in Quarz stecken. Der Chalcedon könnte einst stalaktitisch ausgebildet gewesen sein. Der Quarz hat die Freiräume dazwischen ausgefüllt. Später sind die einstigen Chalcedonstalaktiten quer gebrochen und zeigen die kreisförmigem Bruchflächen.
Mit freundlichen Grüßen
Das Felsenmammut
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;D Danke an alle für die Überlegungen.
Das Stichwort "stalktitisch" ist für mich eine sehr einleuchtende Erklärung für die Situation. Man kann an den Querschnitten zwar keine Zonierung erkennen, aber ein deutliches Zentrum. Und es erklärt auch die vergleichbare Größe der Formen.
:D