Mineralienatlas - Fossilienatlas
Bergbau und Verhüttung / Mining and Smelting / Minería y Fundición => Schlacken, Gläser, Verhüttungsprodukte / slags, glasses, smelting products => Bestimmungsanfragen zu Schlacken/Gläsern/Kunstprodukten => Thema gestartet von: Tom VIE am 20 Dec 24, 16:33
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Hallo.
Ich bin neu hier mit überschaubaren mineralogischen Kenntnissen aber grundsätzlicher Begeisterung für "Steine".
Das sollte eigentlich mein erster Beitrag sein, hat aber nicht geklappt.
Ich habe dieses grüne Stück auf einem meiner Ausflüge ins Waldviertel (Nähe Heidenreichstein) auf einem Acker gefunden.
11,4 Gramm schwer, nicht magnetisch, 3,2x2,5x0,8 cm (größte Länge).
Ist durchscheinend. Könnte das Moldavit sein?
Vielen Dank für eure Rückmeldung.
BG
Thomas
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Das ist eher eine Glasschlacke anthropogener Herkunft. Wirklich sicher bin ich mir da aber auch nicht.
Sind im Waldviertel Fund von Moldaviten belegt?
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Nach typischer Glasschlacke sieht es mir eigentlich eher nicht aus....
Gruß, Julian
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Siehe hier:
https://www.mineralienatlas.de/?l=34025
Gruß, Peter
edit: bitte bei Links zu Fundstellen-Seiten immer die verkürzte URL angeben, die bleibt auch nach Umbenennungen, Pfadänderungen aktuell!
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Hallo Zusammen
Es sieht schon sehr nach Moldavit aus und Heidenreichstein würde da auch in den Streubereich passen.
Soll ja ganz gute Fälschungen aus China geben, aber die jemand auf Feldern verteilt?
Sollte das Stück tatsächlich ein Moldavit sein, ist es ein super Fund!!!
Grüße Michael
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zur Frage Moldawit im Waldviertel: meines Wissens nach sind alle Waldviertler Moldawite Manuporte (transportierte Stücke) von prähistorischen Siedlungen, das WV liegt nicht im Bereich eines Streufeldes.
siehe auch https://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,32773.0.html
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hab noch was zum Streufeld gefunden
https://www.moldavit.de/sammeln/koesterreich.htm
LG Karl
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ja eh - aber: die Altenburger Exemplare stammen von einer neolithischen Siedlung, Mahrersdorf gehört zur Gemeinde Altenburg und ist m.W. eine irrtümliche "Verdoppelung" (also zu streichen), die aus Radessen angeblich ebenso von einer prähist. Siedlung.
Und der Fund aus Heidenreichstein erinnert mich doch sehr an dieses Stück: https://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,32773.msg365555.html#msg365555 das sich dann als anthropogenes Glas herausgestellt hat
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Das Stück sieht schon sehr nach einem (verschleppten) Tektit aus. Anders als das Glasstück in dem Link.
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Hallo und vielen Dank für die ausführlichen Antworten und weiterführenden Infos.
Sehr interessant.
Zur Fundsituation: Die Ackerfläche die ich Ende Oktober abgesucht habe, ist etwa 120 m lang und 30 m breit, daneben etwa die gleiche Fläche als Brache (Gras, nicht begangen).
Vielleicht interessant, dass der Erdhorizont etwa um 30 Zentimeter unter dem im Osten anschließenden Acker liegt (war umgepflügt und wurde
deshalb nicht auch begangen). Schotter oder größere Gesteinsbrocken, wie im Waldviertel auf vielen Äckern nicht unüblich, gibt es dort keine.
Ursprüglich war meine Idee dort nach Moldavit zu suchen, unter der Annahme, dass zwischen dem Streufeld um Budweis und den angenommenen Streufeldern in Österreich (die, wie jetzt weiß, wahrscheinlich keine sind) ja auch etwas liegen könnte. Ich habe mich dann aber von den vielen schweren Meteowrongs (1,2kg Bild Meteowrong) auf dem Feld ablenken lassen, die sich , mit tatkräftiger Unterstützung des NHM in Wien als Limomit/Schlacke/Graphithschiefer, etc. herausgestellt haben. Der vermeintliche Moldavit ist mir erst gestern bei Durchsicht und Reinigung der "uninteressanten" Stücke aufgefallen.
Einige der Schlacken ähneln sehr denen, die bei Rennöfen (Bild) entstehen. Zudem habe ich auch eine Reihe von Keramikbruchstücken aufgesammelt (ich nehme normalerweise auch Kunststoffabfälle von den Feldern mit, die ich begehe). Bandkeramik ist wohl keine dabei, die unterschiedlichen Ausgangsmaterialien und die Art der Verarbeitung legen nahe, dass die Scherben aus unterschiedlichen Epochen stammen könnten (Bild Keramik).
Das Feld liegt zudem an einer Straße - also ja, auch neuzeitlicher Eintrag ist nicht unwahrscheinlich.
Wäre trotzdem schön, wenn es sich um einen echten Moldavit handeln würde.
Ich werde die netten Damen im NHM ersuchen, das Stück genauer anzusehen und halte euch diesbezüglich auf dem Laufenden.
Falls es das Wetter zulässt, fahre ich auch zeitnah noch einmal hin - und konzentriere mich auf "Moldavite" (wird leicht, da ich ja nur noch die paar Steine einsammeln muss, die ich letztens liegen gelassen habe).
Das macht richtig Spaß hier, nochmals vielen Dank.
BG
Thomas
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Ich werde die netten Damen im NHM ersuchen, das Stück genauer anzusehen und halte euch diesbezüglich auf dem Laufenden.
hallo Thomas,
hast dus schon im NHM begutachten lassen?
ga
oli
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Könnte einer der "Prasem"-Quarze (Chalcedone) sein, die selten als Verwitterungsprodukt von Serpentiniten im Waldviertel auftreten.
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Ich werde die netten Damen im NHM ersuchen, das Stück genauer anzusehen und halte euch diesbezüglich auf dem Laufenden.
hallo Thomas,
hast dus schon im NHM begutachten lassen?
ga
oli
Hallo Oli, ja. Ist leider kein Tektit. Laut Auskunft NMH: "Das Stück grünes Glas unterscheidet sich chemisch von Moldaviten durch einen deutlich höheren Gehalt an Mg und Fe und ist somit kein Tektit."
BG
Thomas
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hallo Tom,
herzlichen Dank für die Info!
lg
oli