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Bergbau und Verhüttung / Mining and Smelting / Minería y Fundición => Schlacken, Gläser, Verhüttungsprodukte / slags, glasses, smelting products => Bestimmungsanfragen zu Schlacken/Gläsern/Kunstprodukten => Thema gestartet von: Tom VIE am 27 Dec 24, 23:04
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Hallo. Habe dieses Stück auf einem Acker in d. Nähe von Radessen (ja ich suche nach Moldaviten) gefunden. Lag auf der Oberfläche und hat recht frische Bruchstellen. Hab es eigentlich für einen Scherben gehalten. Nach Reinigung (Backpulver) ist der Kalk? abgegangen. Unter dem Bino sind Strukturen zu sehen, die wie Schlieren und Leckatheritit aussehen plus blumiger Kristalle ( scheint eingesickert zu sein und verträgt Backpulver nicht allzu gut :.)Gasblasen vorhanden, 25 g schwer. Stein erscheint 2farbig( helleres und dünkleres grün). Könnte das ein Moldavit sein?
Vielen Dank für Eurer Feedback back.
BG Thomas
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Hier noch weitere Bilder
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Und noch ein Bild von der nicht ablösbaren Oberflächenschicht.
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Leider nein.
Auf Bild 194957 und dem folgenden sind ganz klar radialstrahlige Kristallaggregate zu erkennen (evt. Cristobalit ???) - sowas gibt es in vulkanischen Gläsern (was ich hier ausschließen will) und in anthropogenen Gläsern/Glasschlacken, aber nicht in Tektiten.
lg
o
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Schade.
Danke für die schnelle Antwort.
BG
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Übrigens: Dein "Leckatheritit" heißt Lechatelierit! ;)
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Danke. War schon spät.
BG
T
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Es sieht für mich wie historisches Glas aus, die irrisierende Oberfläche erinnert mich an z.B. römisches Glas. War die Gegend wo Du es gefunden hast zur Römerzeit besiedelt?
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hallo Swen,
wie du richtig schreibst: wie historisches Glas
Die irisierende Oberfläche gibts bei Budenfunden genauso bei mittelalterlichen Gläsern.
Und ja, die Gegend war seit dem Neolithikum besiedelt, also natürlich auch während der Römischen Kaiserzeit
(der Irrglaube, dass das Waldviertel bzw. der "Nordwald" erst während der hochmittelalterlichen Rodungsphase besiedelt wurde, ist zwar immer noch nicht ausgerottet - aber grundlegend falsch).
ga
oliver