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Bergbau und Verhüttung / Mining and Smelting / Minería y Fundición => Schlacken, Gläser, Verhüttungsprodukte / slags, glasses, smelting products => Bestimmungsanfragen zu Schlacken/Gläsern/Kunstprodukten => Thema gestartet von: Wiesenkerbel am 26 Feb 25, 14:20
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Hallo,
Diesen faustgroßen Stein habe ich auf einem Acker im Ammerland bei WST gefunden.
Bei Innenbeleuchtung ist er tiefschwarz und an einigen Stellen kann man "hineinsehen" damit meine ich, dass er leicht transparent ist und an diesen Stellen wirkt er grün und braunrot. Unter dem Mikroskop sieht man Blasen, die teilweise übereinandergeschichtet wirken.
Magnetisch, lässt sich gerade noch mit Feuerstein Ritzen.
Sehr, sehr scharfkantig im Vergleich zu Feuerstein.
Dachte erst an Schlacke aber der Acker liegt im Waldgebiet, da gab es keine Bebauubg. Es gibt auch keinen Rost am Stein.
Draußen im Tageslicht reflektiert er stark metallisch.
Danke schonmal und VG.
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Ps. Ganz klar mit Muschelbruch auf der Rückseite, deswegen habe ich für einen Feuerstein gehalten. Bot sich auch an, dort auf dem Acker.
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Das ist Schlacke aus einem Verhüttungsprozess, deutlich an den Bläschen auf dem letzten Bild zu sehen ...
Gruß
Swen
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Ja, Bläschen sieht man auch unter dem Mikroskop. Vielen lieben Dank, das ging fix :)
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Sorry Swen, aber eine Frage habe ich noch:
Ist es Glasschlacke?
Weil es keinen Rost gibt und es gibt eine Stelle, die sieht aus, wie gebrochenes Glas aber er ist magnetisch, darum frage ich noch mal genauer nach. Keine Strichfarbe.
Danke.
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Schlacke ist eine glasig metallurgische Gesteinsschmelze (Oxide) mit teilweise hohen (Eisen) Fe-Anteil.
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Ich werde mich bei Gelegenheit genauer mit dem Thema Schlacke beschäftigen ;) Vielleicht erfahre ich dann, was dort in welcher Zeit hergestellt wurde. Denn auch auf historischen Karten ist dort in unmittelbarer Nähe nichts zu sehen.
Danke auf jeden Fall.
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Die meisten Hüttenschlacken bestehen hauptsächlich aus Silikatmineralen, auch wenn Oxide und Aluminate oft Bestandteile sind. Schlacken finden sich auch nicht selten als Wegebaumaterial.
Gruß Chrisch
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Tatsächlich könnte es ein alter Waldweg sein, der durch den heutigen Acker verlief. Man sieht eine Verfärbung bei maps. Muss vor 1850 gewesen sein.
Danke für den Hinweis mit dem Wegebaumaterial!
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Schlacke findet man (leider) an den "absurdesten" und "unmöglichsten" Stellen ...
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Glück auf,
Schlacke ist eine glasig metallurgische Gesteinsschmelze (Oxide) mit teilweise hohen (Eisen) Fe-Anteil.
Jetzt verstehe ich nur Bahnhof ???
Freundliche Grüße
Uwe
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Immerhin ;D Muß man auch nicht verstehen, genausowenig warum bei der DB Züge mit bis zu 6 min Verspätung als pünktlich gelten... ::)
Gruß Chrisch
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Erst war es nur ein dreckiger schwarzer Feuerstein - dann ein wunderschönes Stück Schlacke und nun ist es tatsächlich ein mittelalterlicher Waldweg - der direkt auf einen anderen (mir bisher unbekannten) Waldweg verläuft.
Das ist so spannend und Chrisch, ich danke dir!