Mineralienatlas - Fossilienatlas
Arbeitsmittel / Means for work => Reinigung (Präparieren, Konservierung) / Cleaning (Prepare, Conservation) => Thema gestartet von: stampomaniac am 05 Mar 25, 17:47
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Moin moin mal wieder,
diese Mandarinenquarze habe ich aus Portugal und die Stücke sind bisher nur grob gereinigt.
Kann mir jemand sagen wie ich die restlichen unschönen Beläge schonend runter bekomme?
Und ich meine nicht die Hämatitschicht unter dem darüberliegenden Quarzmantel! ;D
Besten Dank im Voraus, Bernhard
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Und kann es sein dass dieser rosafarbene Mini-Kristall auf der Quarzstufe Feldspat ist? Das Bild bekomme ich mit dem Handy gerade nicht deutlicher hin.
Partien davon finden sich auch im ehemals umgebenen Sediment aus Ton, Hämatit und Glimmer.
Sieht auf der Unterseite der anderen Stufe noch in Resten des Sedimentes.
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Für mich ist das stinknormaler Quarz mit Hämatitüberzug. Nix mit Mandarinenquarz oder anderen Obstquarzsorten.
Zur Reinigung wurde schon unzählige male in kurzer Zeit vor kurzem was geschrieben.
VG.
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Glück auf,
...diese Mandarinenquarze habe ich aus Portugal...
Mit etwas präziseren Herkunftsinformationen könnte die eine oder der andere zu diesen Belägen evtl mehr sagen. Aber obige Aussage stellt leider nicht einmal einen portugiesischen Fundort sicher.
Freundliche Grüße
Uwe
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Der Fundort ist Sabugal in Nordwesten Portugals.
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Die Beläge sehen für mich aus wie ein Tonmineral oder feinkörniger Glimmer, was zu der Pegmatitparagenese von dort passt. Vermutlich lassen sie sich nur mechanisch entfernen. Ich würde es mit einem wirklich harten (!) Wasserstrahl probieren oder einfach so lassen, wenn das nicht hilft.
Viele Grüße,
Helge
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Natriumhydroxid Lösung mind. 10% und 60grad warm wäre einen Versuch wert.
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Eine Reinigung würde leider, meiner Meinung nach, dem Ursprung der Kristalle zuwiderlaufen.
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Glück auf,
Natriumhydroxid Lösung mind. 10% und 60grad warm wäre einen Versuch wert.
Aber wirklich nur Versuch, denn hier könnte auch der Quarz leiden...
Freundliche Grüße
Uwe
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Hallo.
Ganz normales Natriumdithionit und nur lauwarm !
Dann gehen normal die leichten Limonitkrusten weg und das macht dem Quarz gar nix!
Loismin
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Hallo.
Ganz normales Natriumdithionit und nur lauwarm !
Dann gehen normal die leichten Limonitkrusten weg und das macht dem Quarz gar nix!
Loismin
Moin und danke für die Info,
woher bekommt man denn Natriumdithionit und was ist beim Umgang zu beachten?
Gibt es da eine sinnvolle Einwirkungszeit?
Beste Grüße, Bernhard
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Die gelblich-weiße Kruste besteht wahrscheinlich aus irgendeine Silikat (Ton, Chlorit oder Glimmer), das durch ein langes Einweichen in starker Schwefelsäure zerstört wird. Anschließendes Entfernen des restlichen Kieselgels mit einer Hochdruckwasserpistole. Der darunterliegende Quarz wird hierdurch nicht beeinträchtigt.
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Hallo.
Die gibts z B beim Mikon online.
Und ja die Glimmer gehen da natürlich nicht weg, nur die braunen Beläge .Aber eventuell kann man die dann auch lassen wenn sie schön weiß sind. Oder halt mit
Wasserstrahlpistole wegsprühen, oder mit einem kleinen Sandstrahler !
Loismin
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Glück auf,
Natriumhydroxid Lösung mind. 10% und 60grad warm wäre einen Versuch wert.
Aber wirklich nur Versuch, denn hier könnte auch der Quarz leiden...
Freundliche Grüße
Uwe
Die Erfahrung hab ich noch nicht gemacht.
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>> Aber wirklich nur Versuch, denn hier könnte auch der Quarz leiden...
Kann passieren, ist aber sehr unwahrscheinlich.
Quarzkristalle lösen sich in NaOH-Lösung außerordentlich langsam.
Wenn ich Quarze in NaOH reinige, lege ich immer ein paar Quarzkristalle dazu, damit ich nicht soviel Lösung brauche.
Dieser "Füllstoff" wird immer wieder verwendet und hat insgesamt schon Monate bei 60-80°C in 15-20% NaOH gelegen.
Man sieht auf den Kristallflächen der zum Auffüllen genutzten Kristalle erst nach vielen "kumulierten" Wochen andeutungsweise etwas.
Ich habe bisher nur eine Ausnahme erlebt: Kristalle aus Kallenhardt, die in Lehm teilweise angeätzt sind, wurden nach 1 Woche warmen Bad auch an glänzenden Kristalloberflächen weißlich und etwas rau. Wahrscheinlich sind diese Kristalle voller Baufehler an der Oberfläche und lösen sich deshalb schneller.
Einfach nur in NaOH-Lösung einlegen bringt bei solchen feinkörnigen silikatischen Krusten eh nicht viel. Komplett auflösen werden sie sich in der Regel nicht, aber sie werden etwas geschwächt und lassen sich dann leichter mechanisch entfernen. Die ganze Prozedur braucht viel Geduld.
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Vielleicht gilt der Hinweis nicht für die Zersetzung, sondern für evtl. Verfärbungen. Ich hatte in Natriumdithionit schon Quarze, die braun und dunkel geworden sind. Und der Feldspat hat einen schwarzen Überzug bekommen. Generell würde ich solche Fundstücke so belassen wie sie sind. Sonst wird es zum random Qarz.
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Glück auf,
Glück auf,
Natriumhydroxid Lösung mind. 10% und 60grad warm wäre einen Versuch wert.
Aber wirklich nur Versuch, denn hier könnte auch der Quarz leiden...
Freundliche Grüße
Uwe
Die Erfahrung hab ich noch nicht gemacht.
So wie Du vorgehst, stelle ich das auch nicht in Frage.
Heiße starke Alkalien können aber bei längerer Einwirkung durchaus Quarz angreifen. Ich wollte nur vor dem evtl. "viel hilft viel" warnen, nicht aber die Methode anzweifeln.
Im Allgemeinen ist ohnehin am besten, mild und mit "Wegwerfiten" anzufangen.
Freundliche Grüße
Uwe
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Hallo.
Also ich hatte beim Natriumdithionit noch nie schwarze Überzüge .
Der Feldspat wird strahlend weiß und leichte Limonitüberzüge gehen in ein paar Stunden ganz leicht weg.
Was man nicht soll, ist überdosieren , aber da gibts ja ne Anleitung dazu .
Und einen Quarz in 60 bis 80 grad heißes Wasser legen, könnte leicht zum Zerreißen des Quarzes führen wenn er Einschlüsse hat so wie hier , da
dann verschiedene Dehnungskoeffizienten eine Rolle spielen .
Loismin
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Hallo.
Also ich hatte beim Natriumdithionit noch nie schwarze Überzüge .
Der Feldspat wird strahlend weiß und leichte Limonitüberzüge gehen in ein paar Stunden ganz leicht weg.
Was man nicht soll, ist überdosieren , aber da gibts ja ne Anleitung dazu .
Und einen Quarz in 60 bis 80 grad heißes Wasser legen, könnte leicht zum Zerreißen des Quarzes führen wenn er Einschlüsse hat so wie hier , da
dann verschiedene Dehnungskoeffizienten eine Rolle spielen .
Loismin
Natürlich nicht den Quarz kalt in die heiße Lösung legen, Sondern langsam alles zusammen erwärmen!
Beim Wässern danach ebenfalls 60grad warmes Wasser verwenden und wieder runter kühlen lassen.