Mineralienatlas - Fossilienatlas
Bergbau und Verhüttung / Mining and Smelting / Minería y Fundición => Artefakte - Fundstücke / artifact - findings / artefactes - objeto hallado => Thema gestartet von: Berg Räuber am 28 Mar 25, 14:51
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Habe hier ein kleines Bergeisen gefunden (Sammlung) das ich einfach mal zeigen wollte.
FO/ Fürst Michaelis Fundgrube,Schlettau
FJ/ 2024
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Schöner Fund! Ich würde aber versuchen das Bergeisen zu restaurieren. Wäre Spitze, wenn man das Loch für den Helm noch sehen könnte.
Uwe
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... wenn man das Loch für den Helm noch sehen könnte ...
??? Sollte wohl Stiel heißen?
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Hallo,
die Bezeichnung "Helm" für den Stiel ist durchaus richtig, siehe auch hier:
https://westfalen.museum-digital.de/object/13404
Wenn kein Loch für den Helm/Stiel vorhanden ist dann ist es kein "Eisen" sondern ein "Fimmel".
Bergmannssprache ???? ...
Glück auf!
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Schöner Fund! Ich würde aber versuchen das Bergeisen zu restaurieren. Wäre Spitze, wenn man das Loch für den Helm noch sehen könnte.
Uwe
Hallo,
Wo könnte man das machen lassen?
Bei einer Schmiede?
Eigentlich wollte ich es in diesem Zustand belassen, aber die Idee ist gut.
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Nein, da geht mehr kaputt. Schau lieber, was die Archäologie mit solchen Funden macht, das zu restaurieren ist ziemlich aufwendig und anspruchsvoll.
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Die Archäologen? Da hab ich leider keine Kontakte..oder verstehe ich das falsch jetzt?
Interessant, was machen die damit?
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Es gibt verschiedene Ansätze, solche Bergeisen zu präparieren. Wenn Du nach "Konservierung Eisenfunde" o.ä. googelst, wirst Du einige Anleitungen finden.
Es wurden sehr gute Erfahrungen mit folgendem Vorgehen gemacht: Den Fund evtl. einige Tage bis Wochen wässern (um Huminsäure etc. zu entfernen), dann gut (!!!) durchtrockenen lassen, idealerweise einige Wochen an einem warmen Ort. Fund fest einspannen und mit einer Drahtbürste (evtl. an einer Flex) den losen Rost entfernen. Das klingt rabiat, aber meistens befindet sich direkt auf dem Metall ohnehin eine sehr feste, dunkle, sinterartige Oxidschicht, die das aushält und das Metall selbst schützt. Punktuell kommt evtl. auch das faserig erscheinende Metall selbst zum Vorschein, dann dort nicht weiter bürsten, um das Metall nicht zu glätten.
Das Auge (das Loch für den "Stiel") ggf. mit einem Dremel mit Diamantspitze freilegen. Einfacher geht es, falls vorhanden, mit einem elektrischen/pneumatischen Präparierstichel. Anschließend das Fundstück im Backofen gründlich auf ca. 100° erwärmen und dann mit geschmolzenem Bienenwachs satt einlassen. Das überflüssige Wachs mit einem Lappen entfernen und erkalten lassen - fertig.
Bergeisen etc., die so behandelt wurden, zeigen in der Regel auch nach Jahrzehnten keinen weiteren Zerfall, wie z.B. das berüchtigte "Aufblättern" des Metalls. Das Bild im Anhang zeigt, wie das Resultat aussehen kann.
Falls Du Pech hast und das Eisen bereits komplett durchoxidiert ist, wirst Du das Fundstück wahrscheinlich mit dieser Prozedur zerstören. Das ist das Restrisiko, aber das kann man m.E. in Kauf nehmen. Die meisten Funde haben nur eine oberflächliche Oxidschicht.
GANZ wichtig: Wie bei Mineralien muss so ein Fund immer mit genauen Informationen zum Fundort versehen werden. Sonst ist er wissenschaftlich weitgehend wertlos. Leider liegen in vielen Mineraliensammlungen solche Gezähe als "Beifunde" ohne jegliche Fundstellendaten.
Viele Grüße,
Helge
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Das ist natürlich was aufwendig!
Es ist ja nicht das erste Bergeisen was ich fand,hatte noch das Glück in Aue 2 Stücke zu bergen. Diese sind verkauft,waren aber besser zu erkennen gewesen und größer.
Nu gut, da muss ich überlegen ob ich das angehe, möchte es nicht gefährden da es zurzeit mein einziges ist!
Danke für die Erklärung..deine sehen aber Klasse aus!!!
Nu Nu, die FO Angaben sind doch angegeben, ich könnte noch hinzufügen das es ein Haldenfund ist.
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Aber auf welcher Halde. Und den Monat.
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Auf jeden Fall im Sommer..Halde dürfte bekannt sein!
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Man kann Rost auch elektrolytisch entfernen. Wenn Du im WEB "Rost elektrolytisch entfernen" eingibst, kommen ausreichende Praxistips.