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Arbeitsmittel / Means for work => Schneiden, Spalten, Schleifen, Polieren / Cutting, Grinding, Polishing => Thema gestartet von: stampomaniac am 26 Apr 25, 14:43
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Ich hatte mir im Winter diesen Fliesenschneider gebraucht gekauft, da er nicht mehr neu produziert wird und sehr gute Nennwerte und Bewertungen hatte. Das Teil ist wie man sieht recht groß (38 x 42cm) und kompakt und soll eine Schnitthöhe von max. 34mm haben bei einem max. Blatt von 180mm. Wie man unschwer erkennt sind es dann in real doch nur 30mm.????
Ich frage mich nun ob es grundsätzlich möglich wäre ein 200 oder sogar eine 230mm Trennscheibe zu montieren? So das man hiermit wenigstens die kleinen und mittleren Steine schneiden kann, da so ein kompakter Fliesenschneider doch eher mal schnell rein und raus geholt ist. ????
Hat jemand da Erfahrung ob der Motor das schafft?
Was meint ihr, ist eine der Scheiben für Achat oder Flint geeignet?
Den Blattauslaßschlitz am Tisch könnte man vergrößern, den Spritzschutz weiter hinten aufschrauben und die Halterungen des unteren Auffang-/Spritzschutzbehälters müsste man natürlich abflexen und passend neu anschweißen. Den Auffang-/Spritzschutzbehälter selbst müsste man auch noch etwas modifizieren. Aber diese Dinge sind relativ leicht machbar.
Wenn der Motor das aber nicht leisten kann, ist jede dieser Überlegungen hinfällig.
Jeder gute Ratschlag ist willkommen!????
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Weitere Bilder
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Die SNB25 von H+B hat nur 300W am Motor und hat auch ein größeres Sägeblatt, sollte also gehen. Du sollst beim Sägen ja nicht zu viel Druck ausüben sondern eher langsam sägen, damit der Schnitt ordentlich gerade bleibt. Insofern braucht der Motor auch nicht endlos Leistung.
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Über die Leistung mache ich mir grundsätzlich weniger Sorgen, da ich weiß das die H&B und auch die von Lapirdary Tools nur 300-350 W haben. Ich frage mich aber auch ob die Drehzahl nicht ein Problem bei der Kühlung und dem Verschleiß am Blatt ist? Ich werde mir wohl ein spezielles dünnes gesintertes Blatt für Achate und Quarze bestellen, was ja einiges kostet und nicht ratzfatz verschlissen sein soll aber ich möchte auf jeden Fall Stressrisse im Achat vermeiden. Das sieht sehr unschön aus und bekommt man nur mit massivem runterschleifen der Fläche weg. Also Drehzahl ist für mich die vornehmliche Frage.
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Treibt der Motor die Welle direkt an oder über einen Keilriemen wie bei der H+B? Bei letzterem könnte man ja eine andere Scheibe nehmen, um die Geschwindigkeit zu reduzieren.
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Direkt.
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hi,
es gilt hier rein physikalisch:
v = Omega x r
wobei v die Geschwindigkeit am größten Radius der Trennscheibe ist ist, Omega die Winkelgeschwindigkeit
(also abhängig von der Drehzahl) und r der max. Radius Deiner Scheibe.
Da r und Omega konstant sind, Du sagtest ja, Drehzahl ist konstant und nicht regelbar, hast Du bei einem größeren Scheibendurchmesser eine höhere Geschwindigkeit.
Sprich, Du hast einen höheren Energieeintrag, in dem Fall einen höheren Wärmeeintrag, der problematisch werden
könnte.
Eventuell wäre hier eine verbesserte Kühlung die Lösung. Aber das war nur mal reine Theorie zur Verwendung
einer größeren Scheibe.
Grüße
Axel
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Ich werde zum Schneiden auf jeden Fall Kühlmittel und genug Wasser verwenden. Soviel ist klar! Ich muss nur mal schauen wie ich das danach filtern kann um es wieder zu verwenden.
Ich dachte an ein feines Küchensieb für das grobe und danach nochmal durch ein Leinentuch laufen lassen.
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Ein 200er Blatt passt nicht in einen Fließenschneider, der für ein 180er gemacht ist.
Dann muß man den Schlitz ändern, was wieder Probleme an der Führung mit sich bringt.
Bei Bauhaus gibt es einen Fließenschneider mir 200er Blatt.
VG Klaus
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Ein 200er Blatt passt nicht in einen Fließenschneider, der für ein 180er gemacht ist.
Dann muß man den Schlitz ändern, was wieder Probleme an der Führung mit sich bringt.
Bei Bauhaus gibt es einen Fließenschneider mir 200er Blatt.
VG Klaus
Was meinst du mit Problemen bei der Führung? Ich bin gedanklich schon beim aufrüsten auf 230 oder wahrscheinlich 250 mm.
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Die Führung ist hinter der Trennscheibe und hält gleichzeitig den Spritzschutz.
Das lässt sich alles nicht so einfach umsetzen, weil der Tisch mit seiner Länge die Möglichkeiten vorgibt.
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Moin Moin,
dies ist der bisherige Plan:
1.) Der Blattauslaß wird vergrößert und durch ein zusätzlich aufgeklebtes Blech im Auslaß verschmälert um zu starkes ausspritzen des Wassers zu verhindern.
2.) Der Spritzschutz wird entfernt (ist nur im Auslaß aufgeschraubt) und durch ein aufgeschraubtes Blech weiter hinten ersetzt.
3.) Die Halterungsbleche des untere Spritzschutz, links und rechts, werden abgeflext und weiter außen neu angeschweißt.
4.) Der untere Spritzschutzkasten wird entsprechend modifiziert bzw. ersetzt.
5.) Der Motor wird etwas weiter vorne montiert und dazu der Wellenauslaß und die Befestigungslöcher neu gebohrt.
6.) Der ganze untere Bereich in dem das Blatt läuft, wird mit an den Blechen aufgeklebten, dünnen Gummimatten versehen die bis in das Kühlwasser reichen um stärkere Verluste am Kühlmittel/Wasser Gemisch zu
verhindern. Ebenso wird eine Gummimatte die komplette rechte Seite bin ins Wasser schließen.
7.) Aus selbigem Grund wird oben rud um die Platte eine Reling aus Blech befestigt und vorne eine höhere Spritzschutzplatte montiert.
So läßt sich sogar ein 250er Blatt montieren und kommt noch immer nicht an den unteren Wannenboden.
Ich sehe noch nicht den Sinn in der Montage einer "Blattführung", die ja eigentlich nicht das Blatt führt, sondern lediglich ein kleines Stück Blech mit einem Schlitz ist durch den der äußere Rand der Scheibe läuft.
Welchen Zweck hat dieses kleine Blech, was ja zum Glück nicht das Blatt berührt?
Für ergänzende Hinweise bin ich immer dankbar! ;)
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Wasser abweisen ?
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Es scheint den Sinn zu haben großere Schnitt-Partikel die sich bereits im Auffangbehälter befinden, daran zu hindern nicht wieder mit dem Blatt nach oben gespült zu werden.
Macht Sinn und werde ich dann wohl auch noch neu aufschweißen müssen.
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Berücksichtige bitte die Durchmesser Antriebsseitig an Deiner Maschine und an Deiner Trennscheibe die Innenbohrung. Ich musste mir mal einen Ring drehen lassen, damit der größere Durchmesser der Scheibe aber auch die Scheibendicke passten.
Viel Erfolg beim Basteln. Jürgen Lange
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Gefährlisches Hobby. Da können die Finger schon mal schnell weg sein.
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Ich habe anfangs auch mit einer Fliesensäge für 20 cm gearbeitet. Naja, Spaß machts nur eingeschränkt, da man mit der Größe stark beschränkt ist. Für die "ersten Schritte" hats gepasst.
Grundsätzlich sollte die Schneidgeschwindigkeit nicht zu hoch sein (Hitzerisse), was bei der Fliesensäge jedoch der Fall ist. Hier kommt hinzu, dass mit einem größeren Sägeblatt auch die Geschwindigkeit steigt. Auch ist Wasser als Kühlmittel (Schneidöl kann man bei einer Fliesensäge nicht verwenden) nicht die erste Wahl. Der Vorteil war, dass sie schnell sägte.
Die dicken Sägeblätter sind fürs Schneiden eher nicht geeignet. Ich habe mir günstige, dünne chinesische Blätter (20-30 EUR/Stück) gekauft. Dazu muss man einen Redzierring für die Welle verwenden, da die Durchmesser nicht passen. Leider haben die Sägeblätter nie lange gehalten. Sie wurden schnell stumpf und haben häufig einen Seiten- oder Höhenschlag bekommen, was dazu führt, dass es bei Ende des Schneidvorganges zu Ausbrüchen kommt.
Die blaue Steinsäge SNB25 hat den Vorteil, dass das Blatt langsamer läuft und man den Stein einspannen kann. Allerdings hielten auch hier die Sägeblätter nicht zu lange und, was insb. das Sägen von Quarz (wenn es nicht recht kleine Stücke waren) schwierig machte.
Optimale Ergebnis erzielte ich erst mit einer "Profisäge" mit Schneidöl samt Qualitätssägeblatt aus Idar-Oberstein. Damit kann man rasch und lange Sägen.
@ zur "Führung": das wird wohl die Befestigung für den Spritzschutz sein.
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Hallo ihr Bastler und Knauber,
Ein Schneidblatt schneidet dann exakt, wenn Dicke des Blattes und Rotation in einem guten, berechneten Verhältnis stehen. Je größer ein Schneidblatt ist (oder je höher die Geschwindigkeit) desto eher läuft ein Blatt im Schnitt schief. Es bekommt durch die unpassenden Parameter bei der Rotation die Gestalt eines "Achters" wie beim Fahrradreifen. Diese ungewollte Verformung kann man durch Führung des Blattes verhindern. Dies sind entweder Stifte aus reibungsarmem Kunstoff oder Stahl-Kugeln in Lager-Stiften, die das Sägeblatt berühren und ungewollte Schwingungen verhindern.
Will man einen sehr dünnen, schnellen Schnitt machen, so schneidet man mit einer Innenlochsäge, bei der genannte Probleme nicht auftreten, da das Blatt von außen gespannt wird. Hier ein wunderbares Video über das Schneiden eines mehrfarbigen Turmalinkristalles http://www.das-turmalin-zimmer.de/saege.html.
Noch viel Erfolg beim Neuerfinden des Rades, Grüße von Klaus
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Hallo und danke Klaus für deine physikalisch und sachlich sicher korrekten Ausführungen!
Ja, dass ich noch ein wenig Bauchschmerzen wegen der höheren Geschwindigkeit habe, sagte ich ja schon mehrfach. Aber wenn ich die Funktionsweise von großen, hochtourigen Steinsägen bis 60cm Durchmesser aus dem Baugewerbe bedenke, schwingen sich deren Blätter nicht zu einer 8 auf und bringen in aller Regel einen sehr sauberen und nicht deutlich verbreiterten Schnitt durch Schwingung zustande. Insofern bin ich was das angeht wenig beunruhigt ob der 5-7 cm mehr im Durchmesser meines Fliesenschneiders. Es gibt ja auch diverse Beispiele von gut funktionieren Fliesenschneidern zum kleinen Achatschnitt. Was dann vielleicht das Prinzip Hummel ist. ;D
Und falls doch, muss ich mir doch noch eine Innenlochsäge besorgen. :D :D :D Ich verzeihe dir auch deinen sicher gewollten Tippfehler in der Ansprache für uns Bastler und Knau"s"er sollte es wohl heißen.
Macht nichts, Schwamm drüber und hab ich auch fast nicht gesehen. ;D
Mancher ist manchmal nicht Willens oder nicht fähig sich die "Urform des Schneiderades" von der Stange zu leisten. Isso!
Grüße, Bernhard
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Ich habe anfangs auch mit einer Fliesensäge für 20 cm gearbeitet. Naja, Spaß machts nur eingeschränkt, da man mit der Größe stark beschränkt ist. Für die "ersten Schritte" hats gepasst.
Grundsätzlich sollte die Schneidgeschwindigkeit nicht zu hoch sein (Hitzerisse), was bei der Fliesensäge jedoch der Fall ist. Hier kommt hinzu, dass mit einem größeren Sägeblatt auch die Geschwindigkeit steigt. Auch ist Wasser als Kühlmittel (Schneidöl kann man bei einer Fliesensäge nicht verwenden) nicht die erste Wahl. Der Vorteil war, dass sie schnell sägte.
Die dicken Sägeblätter sind fürs Schneiden eher nicht geeignet. Ich habe mir günstige, dünne chinesische Blätter (20-30 EUR/Stück) gekauft. Dazu muss man einen Redzierring für die Welle verwenden, da die Durchmesser nicht passen. Leider haben die Sägeblätter nie lange gehalten. Sie wurden schnell stumpf und haben häufig einen Seiten- oder Höhenschlag bekommen, was dazu führt, dass es bei Ende des Schneidvorganges zu Ausbrüchen kommt.
Die blaue Steinsäge SNB25 hat den Vorteil, dass das Blatt langsamer läuft und man den Stein einspannen kann. Allerdings hielten auch hier die Sägeblätter nicht zu lange und, was insb. das Sägen von Quarz (wenn es nicht recht kleine Stücke waren) schwierig machte.
Optimale Ergebnis erzielte ich erst mit einer "Profisäge" mit Schneidöl samt Qualitätssägeblatt aus Idar-Oberstein. Damit kann man rasch und lange Sägen.
@ zur "Führung": das wird wohl die Befestigung für den Spritzschutz sein.
Ich werde mir ein gesintertes Diamantsägeblatt 250x1,5 von Homberg & Brusius (170€) leisten und Wasser mit deren Kühlmittel CC-12 im Verhältniss 1 zu 5 benutzen und zusätzlich über eine kleine separate Pumpe direkt oben in den Schneideschlitz einspritzen. Das sollte bei langsamen Schnitt hoffentlich Stressrisse unterbinden.
Der von mir geschilderte Umbau hört sich ungemein aufwändig an, ist aber für einen Handwerker ein einfach zu lösendes Problem. ;D
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Hallo Bernhard,
Geschrieben wie gemeint. Die universell dilettierende Schöpfergestalt, die mit einem alten Kaugummi und etwas Draht, unter Zeitdruck, aber dennoch mit einem Lächeln, handwerklich derart improvisiert, daß es McGyver die Schamesröte ins Gesicht schießen lässt, wird im Saarland "Knauber" genannt. :)
Schönes Wochenende, Klaus
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Hallo,
ich denke es kommt drauf an, welche Art von Achaten und anderen Varietäten denn gesägt werden sollen. Sind es hochwertige Sachen oder eher angehäufte Eigenfunde. Teure bzw. von aussen sichtbare Topstücke würde ich dann doch lieber mit einer Achatsäge (gesintertes Sägeblatt, geringe Drehzahl, ordentliche Spannvorrichtung, Vorschub mit Gewichten einstellbar) bearbeiten.
Wenn mit einem Fleisenschneider gesägt werden soll, dann zumindest nicht mit segmentierten Blättern sondern nur mit den Einfachen wie auf Bild 6 rechts. Und mit Drücken sollte man sehr dosiert vorgehen. Auch lassen sich ja erst mal mit unattraktiven Stücken Probeschnitte machen, um das Ergebnis zu begutachten und Erfahrung sammeln. Die Führung freihand ist immer von Nachteil, da ein kontinuierlicher Vorschub bei entsprechender Steingröße auch anstrengend werden kann. Wenn das Stück dann noch gedreht werden muß, weil die Schnitthöhe nicht ausreicht, erhöht sich zwangsläufig der Schleifaufwand merklich, da dann die Fläche einfach nicht eben wird. Bei größeren Stücken erhöht sich dann schon der Zeitaufwand, bis man alles plan geschliffen hat.
Ob man zum Kühlen nun unbedingt Öl nehmen muß sei dahingestellt. Wenn ich große Exemplare beim Steinmetz sägen lasse (Brückensäge Blattdurchmesser <100cm), wird dort auch nur mit Wasser gekühlt, mit Öl ist da nix.
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Frequenzumrichter wäre vielleicht gut , damit kann man die Netzfrequenz von 50 Hz verändern und so den Motor überreden deutlich langsamer oder auch schneller zu drehen als Nenndrehzahl ohne groß Leistung einzubüßen , gibts für Licht und auch für Drehstrom (hab ne alte Standbohre bekommen ,die evtl etwas modifiziert werden soll ) .
Damit könntest du die Drehzahl evtl. runter bekommen , musst aber mal mit nen Fachmann reden , bin da auch kein Experte .
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Frequenzumrichter wäre vielleicht gut , damit kann man die Netzfrequenz von 50 Hz verändern und so den Motor überreden deutlich langsamer oder auch schneller zu drehen als Nenndrehzahl ohne groß Leistung einzubüßen , gibts für Licht und auch für Drehstrom (hab ne alte Standbohre bekommen ,die evtl etwas modifiziert werden soll ) .
Damit könntest du die Drehzahl evtl. runter bekommen , musst aber mal mit nen Fachmann reden , bin da auch kein Experte .
Danke, das ist ein sehr guter Tipp!