Mineralienatlas - Fossilienatlas
Mineralien / Minerals / Minerales => Allg. Diskussionen Mineralien / General discussions minerals => Thema gestartet von: giantcrystal am 17 Jul 25, 20:15
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Hallo aus Mittelfranken
Letzte Woche hatte ich Gelegenheit, mir das Berliner Museum für Naturkunde in der Invalidenstrasse anzusehen...das Museum mit den großen Dinosaurieren im Foyer. Sehr imposante Mineraliensammlung mit excellenten historischen Stufen von vielen deutschen Fundorten ! Und die ausgestellten Dioptase von Guchab in Namibia brauchen den Vergleich mit den besten Tsumeb - Dioptasen nicht zu scheuen !!
Also : insgesamt sehr empfehlenswert und man sollte sich das Museum möglichst schnell anschauen. Denn auch hier wird gerade die Modernisierung und ein neues Präsentationskonzept geplant. Und wie wir alle wissen, kommt dabei oft nicht allzuviel gutes bei heraus und viele schöne Stufen verschwinden irgendwo in nicht zugänglichen Archiven...
Kurzum : Möglichst bald anschauen, nicht nur der Mineralien wegen !
Herzliches Glück Auf
Thomas
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Gibt es da schon eine Terminplanung wann das Museum zwecks Modernisierung/Sanierung schließt?
Gruß Jürgen
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Sehr imposante Mineraliensammlung mit excellenten historischen Stufen von vielen deutschen Fundorten !
Auch vom Plauenschen Grund?
Und wie wir alle wissen, kommt dabei oft nicht allzuviel gutes bei heraus und viele schöne Stufen verschwinden irgendwo in nicht zugänglichen Archiven...
Ab auf de Börse mit dem Zeug.
Was wird denn dann anstelle gezeigt (am Beispiel von anderen Umstruktierungen) ? Mittelmäßige Kiesel? Mangafilme, wie im historischen Militärmuseum in Dresden? ::)
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Geschlossen wird das Museum wohl zu keinem Zeitpunkt, aber es findet eine "rotierende Neugestaltung" statt, in der einzelne Abteilungen jeweils für längere Zeiträume geschlossen werden.
Außerdem soll aus Platzgründen ein Teil der Sammlung in ein neues Museum an anderer Stelle in Berlin umziehen...
@Vandendrieschen
Bewußt gesehen habe ich Stufen aus Sankt Andreasberg, dabei top Pyrargyrite und Stephanit, hervorragende Pyromorphite von Bad Ems, verschiedene gute Rhodochrosite von historischen deutschen Fundorten, eine große Stufe Bleiglanzkristalle aus Bleialf / Eifel, Krokoit von Callenberg. excellente Neudorfstufen, darunter auch eine Top Bournonitstufe, sehr gute Wavellite von Ronneburg...
Wenn ich es mir recht überlege, war das Erzgebirge und Umgebung eher unterrepräsentiert
Glück Auf
Thomas
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Okay. Aber ich frag mich immer, was man großartig neugestalten will, ohne historische Topstufen gegen anderen Belanglosigkeiten einzutauschen.
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Oh...das geht !!
Tatsächlich habe ich das schon verschiedentlich gesehen, leider :P
Oder die Top Stufen oder auch nicht so Top Stufen werden ohne Etikett und sonstige Infos als Blickfang präsentiert, neudeutsch nennt man das dann "Art works of nature" oder so ähnlich
Ich wünsche ein angenehmes Wochenende
Thomas
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Dass das alles geht, ist mir klar. Der Sinn erklärt sich mir aber nicht.
Top Stufen werden ohne Etikett und sonstige Infos als Blickfang präsentiert, neudeutsch nennt man das dann "Art works of nature" oder so ähnlich
Zoomer Scheisse.
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Umgestaltungen können auch zu immensen qualitativen Verbesserungen führen. I wohne in Merseburg - ganz in der Nähe von Halle (Saale). Daher kann ich das dortige "Landesmuseum für Vorgeschichte" mit seiner Dauerausstellung und seinen wechselnden Sonderausstellungen nur wärmstens empfehlen. Hier hat die bauliche Sanierung (abschnittweise über mehrere Jahre) und Ausstellungsneukonzeption etwas wirklich tolles hervorgebracht.
https://www.landesmuseum-vorgeschichte.de
Viele Grüße
Sprotte
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Teils teils, die Sonderausstellungen waren tw. gut, manches war früher aber besser. Wenn ich an den großen Saal mit dem "Feuersteinband" und den wenigen kleinen Standvitrinen und dem Fernseher in der Ecke denke, oder die kaum beleuchteten wenigen in die Wände eingelassenen Vitrinen, wünsche ich mir die alten Naturalienkabinette zurück - ich denke da z.B. an das Fürstenbergsche in Donaueschingen, das nur mal entstaubt werden müßte...
Im Museum möchte ich einfach viele Exponate sehen, gern incl. gut lesbaren informativen Texten. Die modernen wünstlerisch konzipierten fast leeren Säle sind mir hingegen ein Graus, beispielhaft die Arche in Nebra mit extrem wenigen Ausstellungsstücken pro Sichtbeton-Fläche, dafür verkitschten Hologrammen von Hausmeistern mit Schürze und Besen. Für so was reicht ein Internetanschluß zu Hause...
Gruß Chrisch
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Die modernen wünstlerisch konzipierten fast leeren Säle sind mir hingegen ein Graus
mir auch - auch ich will Exponate sehen, wenn ich im Museum bin - darum gehe ich schließlich ja hin ....
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Geschlossen wird das Museum wohl zu keinem Zeitpunkt, aber es findet eine "rotierende Neugestaltung" statt, in der einzelne Abteilungen jeweils für längere Zeiträume geschlossen werden.
Leider hat sich am MfN Berlin durch dieses Verfahren bereits die paläobotanische und die paläontologische Invertebratenausstellung verflüchtigt.
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Hallo aus Mittelfranken
ich komme erst heute dazu, diesem Thread noch ein paar Bilder aus der Mineralienabteilung des Museums für Naturkunde Berlin nachzureichen. Ich starte mal mit ein paar deutschen Stufen
1. Bournonit von Neudorf mit richtig großen, guten Kristallen, Stufenbreite etwa 35 cm
2. Tetraedrit von Clausthal mit typischen Kupferkiesüberzug, Stufenbreite etwa 12 cm
3. hübscher Manganspat / Rhodochrosit von Oberneisen, Stufenhöhe etwa 25 cm
4. Manganit von Ilfeld, Stufenbreite etwa 25 cm
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Und weiter geht es :
1. Blick in die Sammlung mit der Dinosaurierhalle im Hintergrund
2. Riesenstufe Pyromorphit xx von der Grube Rosenberg / Emser Revier : Stufenbereit etwa 80 cm. Die mit Abstand größte und reichste Stufe, die ich je von Ems gesehen habe. Gibt einen guten Eindruck davon, wie so ein historisches Pyromorphit - Erztrum ausgesehen haben mag.
3. Großstufe Galenit / Bleiglanzkristalle von Bleialf, Eifel : Stufenhöhe etwa 50 cm !
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Und hier noch zwei, bzw. drei Ausländer
1.) Mesolithgarben aus dem Raum Poonah, Indien, etwa 30 cm
2.) Großstufe Dioptas mit reichlich Dioptasdrusen von Guchab, Otavibergland, Namibia, etwa 50 cm
3.) allseitig mit Dioptaskristallen besetzter "Igel" von Guchab, Otavibergland, etwa 20 cm, leider etwas verspiegelt...
Anmerkung : Guchab war lange vor Tsumeb neben der Typlokalität Altyn Tübe die bedeutendste Dioptasfundstelle der Welt.
Soweit ein paar optische Eindrücke aus Berlin
Glück Auf
Thomas
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Ich war das letzte Mal 2023 dort und kann noch ein paar Bilder von internationalen Stücken, die mir aufgefallen sind zeigen. Besonders gut haben mir aber die historischen Sammlervitrinen (z.B Haüy, Humboldt etc.) mit dazugehörigen Stufen gefallen.
Grüße Noah